Zweimassenschwungrad, AGR Kühler, Reparaturkosten? Was macht Sinn?

Gestern abend nochmal in Ruhe vor Ort gewesen.
Der Partikelfilterfehler war wohl tatsächlich nur aufgrund fälliger Regeneration, die war vorher schon fällig, und wegen der klemmenden Laderverstellung und diversen Testfahrten/Probeläufen wurde dann ein Fehler hinterlegt.
Chemie wurde noch nicht reingekippt weil ich erst einmal selbst vor Ort sein wollte.

Zuende gefahren werden kann sie allerdings auch nicht, da die Fehlermeldung mit der klemmenden Laderverstellung den Wagen nach ein paar hundert Metern wieder in den Notlauf zwingt.
Es war also nicht das Stellelement, schade.

Steuerventile sind getauscht und geprüft.
Verstelleinheit ist getauscht und wird angesteuert.
Unterdrucksystem ist geprüft.

Da der Tausch der Turbolader wohl nicht grade wenig Aufwand ist, und ich auch keinen Bock auf weitere Bastelei habe werde ich direkt das komplette Laderpaket mit beiden Ladern wechseln, samt Steuerelementen.
VW ruft für die Ersatzteile auf:
Lader oben: 1689,03€
Lader unten: 1703,40€

Diverse Anbieter im Netz bieten neue Originallader für 1990€ bis 2200€ mit bis zu 3 Jahren Garantie an (z.b. Bar-tek)
Ich gehe recht in der Annahme, dass ab Werk BorgWarner verbaut ist und man die auch kaufen kann? Steht zumindest auf meinem Lader drauf.

„Generalüberholte“ Lader von Turbozentrum, Artmax etc möchte ich lieber nicht ausprobieren.

Generalüberholt würde ich auch sein lassen. Vor allem bei Borg Warner Ladern die eigentlich nicht überholt werden dürfen laut Herstellevorschrift.
Bar-tek habe ich in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Ist aber auch keine Garantie, denn dieser Lader ist sehr speziell.
Viele Leute sagen --> nur OE Teile von VW. Auch diverse Youtube Fachmänner sagen das.
Schwierige Entscheidung...#

Den Partikelfilter würde ich in diesem
Zuge gern ausbauen und einmal professionell reinigen lassen.
Schaden kann es nicht. Aber notwendig ist es nicht. Preislich liegt das meist bei 300-400€.
Wenn man eh schon alles raus hat, ist das sicher nicht falsch.

Glühkerzenproblematik wird dann auch geklärt, wahrscheinlich ist der Motor dann eh komplett draussen.

Und weils grad so schön ist kommt auch noch ein zusätzlicher Ölkühler drauf. Mal gucken was dann als nächstes kaputt geht…

Die Werkstatt ruft für die Arbeit knapp 1000€ Lohnkosten auf, das klingt für mich fair?
Sonst noch was, was man direkt mitmachen sollte?

Snap-Off-Release für den Motor wäre noch eine Marktlücke. Dann kann man immer einen Fahren, und den anderen in Ruhe über den Winter fit machen 🥳

Die Preise sind mehr als fair. Wenn die Arbeit stimmt gibts da nichts dagegen zu sagen.
Bitte mal die Adresse der Werkstatt rausgeben 👍
 
Die Werkstatt ruft für die Arbeit knapp 1000€ Lohnkosten
Ja. Das ist fair. Sind ca 10xStunden Arbeit (a+e).


Diverse Anbieter im Netz bieten neue Originallader für 1990€ bis 2200€ mit bis zu 3 Jahren Garantie an (z.b. Bar-tek)
Das in Ordnung. Die Lader müssen nicht zwingend bei VW erworben werden, sollten jedoch original vom jeweiligen Hersteller sein.

Wenn ich richtig verstanden habe, hält der Fehler "Klappe klemmt" an und man geht davon aus, dass das mechanisch verursacht wird?

Ich frage, weil man das vorab alles im Detail testen kann und wundere mich über den Tausch einelner Teile. Was tatsächlich doof ist am Wagen, ist die Zugänglichkeit einiger Baugruppen. Das macht die Diagnose schwerer, aber nicht unmöglich.

Für dich ist wichtig, dass die Jungs da sicher sind, was die Diagnose der Ladermimik anbelangt. Da steht für mich beim Lesen ein Fragezeichen hinter, weil vorab etwas getauscht wurde und jetzt das gleiche Problem anliegt?

Aus meiner Erfahrung gibt es bei der Diagnose des Biturbo oft Irrtümer und es werden die falschen Schlüsse gezogen. Ich hinterfrage das so gezielt, weil sonst eine Restgefahr besteht, dass der neue Turbo das gleiche Symptom aufzeigt.

Kannst Du exakt schildern, was am Turbolader (E-Teilenummer) exakt erneuert wurde und warum?

Gruß
 
Der Fehler ist „Verstelleinheit für Abgasturbolader 1 - Klemmt“

Sollte eine fehlerhafte VTG Verstellung sein?

Die einfachen und preiswerten Sachen wurden als erstes getauscht:
Schläuche kontrolliert
Steuerventile (die über dem Motor an der Spritzwand hängen)
Dann die Verstelleinheit vom Turbo, da kam man noch so grade irgendwie dran ohne den Motor auszubauen.
Danach kam erstmal die Partikelfiltermeldung, und bei der ersten Probefahrt auch wieder die klemmende Verstelleinheit.

Der Wagen geht auch sofort in den Notlauf, nach jedem Löschen ist der Fehler wieder da sobald man einmal versucht zu beschleunigen.

Teilenummer kann ich grade nicht nennen, müsste ich morgen erfragen. Die Ganzen Scans mit den Fehlermeldungen habe ich gesehen und auch nachvollziehen können, kann sie jetzt grad leider nicht auswendig wiedergeben.

Dazu sei noch gesagt, dass ich nicht das Gefühl habe dass mir unbedingt was aufgeschwatzt werden soll, Turbo darf ich wie gesagt auch selbst bestellen und anliefern.

Partikelfilter abgeben und reinigen lassen kostet mich 150-200€ + Mwst.
 
Okay…dachte ich bisher. Will mich dazu aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, dafür sitzt das ganze Mistding einfach viel zu verbaut im Auto um sich das genau anzusehen.
Beim A6 2,5Tdi sitzt der noch oben drauf und man kann schön an der VTG rumfummeln und gucken was passiert.

Auf jeden Fall besteht dieser Turboknoten meiner Information nach aus einem Turbo direkt am Krümmer, der hat eine Unterdruckdose/Verstelleinheit, einem Turbo weiter unten, auch mit einer Verstelleinheit, und noch eine dritten Verstelleinheit irgendwo dazwischen (?).

Was die jetzt alle so munter verstellen weiss ich nicht genau, würde aber meiner Werkstatt zutrauen dass die wissen was wofür da ist.

Irgendwas klemmt auf jeden Fall, und das dumme ist der Motor merkts.
 
Beim A6 2,5Tdi sitzt der noch oben drauf und man kann schön an der VTG rumfummeln und gucken was passiert.
Der A6 2,5Tdi hat nur einen Turbolader, der per VTG geregelt wird.

Auf jeden Fall besteht dieser Turboknoten meiner Information nach aus einem Turbo direkt am Krümmer, der hat eine Unterdruckdose/Verstelleinheit, einem Turbo weiter unten, auch mit einer Verstelleinheit, und noch eine dritten Verstelleinheit irgendwo dazwischen (?).
Der BiTurbo hat zwei Ladedruckregelventile, die den Abgasstrom auf die Lader steuern. Diese werden per Unterdruck betätigt aber elektronisch gesteuert. - Da bin ich nicht 100% sicher, kann auch sein, dass der eine Lader komplett elektrisch gesteuert wird.
Korrektur: Sieht so aus, als würden die beide direkt elektrisch angesteuert.

Auch die Position wird elektronisch überwacht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wenn das ein Originalbild ist (der sieht meinem zumindest sehr ähnlich) kann man gut erkennem wie das Gebilde zusammengeknotet ist.

Dort sieht man auch zwei der „Verstelleinheiten“, diese Druckdosen mit den Schubstangen.
Diese werden mit Unterdruck betätigt - zumindest geht da ein Schlauch dran. Zumindest die am oberen Turbo hat auch einen Stecker, sollte also überwacht werden.

Nicht zu verwechseln mit den Ladedruckregelventilen. Das sind meines Wissens die kleinen schwarzen Dinger die recht mittig über dem Motor an der Spritzwand hängen. Die werden elektrisch gesteuert und geben dann Unterdruck auf die Verstelleinheiten. Daher ist das System ja auch gerne mal Mardersabotiert.

Die RegelVENTILE sind schon getauscht. Unterdruckschläuche alle ok, Ansteuerung funktioniert laut meiner Werkstatt.
Welches Verstellelement (Druckdose) jetzt getauscht wurde weiss ich nicht. Hat auf jeden Fall auch nichts gebracht.

Wenn jetzt bis zum Verstellelement alles geprüft ist kann es ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten geben:

- Verstellung klemmt mechanisch (Lader ersetzen?)
- Verstellung funktioniert, Signal kommt aber elektrisch nicht korrekt an. Irgendwelche Sensoren die man noch prüfen kann?



@MarcusMüller: Dass der A6 2,5 nur einen Lader hat weiss ich auch. Den kann selbst ich in nicht mal 2 Std. Auf der Einfahrt tauschen. Und die Gängigkeit der VTG lässt sich im laufenden Betrieb per Hand überprüfen.
Der hat aber auch noch den ersten Motor + Turbolader bei 380tkm Laufleistung. Also mit dem T6 eh nicht vergleichbar 🤣


Ich würde mich übrigens für den Originallader für 1999€ entscheiden. Warte noch auf die Rückmeldung ob es wirklich BorgWarner Original ist.
Der „Turbo Total Upgrade Lader“ aus dem Link muss es nicht sein. Erstens weil es Wahnsinn ist das fragile Gebilde nochmal aufzupumpen, und zweitens weil man für 1000€ eine Menge kühles Bier kaufen kann
 
Hier mal ein Blick auf den Biturbo, zum Nachvollziehen. Meines Wissens hat er keine VTG im Sinne von verstellbaren Turbinenschaufeln, sondern ein mit dem Gestänge über Unterdruck verstellbarem Blowby.
Öldruckleitung und Ablaufleitung sind mitzuwechseln und das AGR-Rohr am Turbo passt nicht mehr und muss neu. Weiß die Werkstatt aber bestimmt.
 

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Verstelleinheit für Abgasturbolader ----> nimm eine alte Gopro und eine LED Leuchte - papp die beiden Dinger mit Klebeband an eine Stelle an der man das Gestänge der Verstelleinheit sieht und fahr eine Testrunde.
 
Wie ich weiter oben schon angemerkt habe, geht es beim Thema BiTurbo schnell mal durcheinander. So auch hier.

Folgende Unterschiede im Vergleich zum CFCA:
Sowohl die VTG des Hochdruckladers als auch die Regegklappe sind beim CXEB positionsüberwacht. Beim CFCA wurde lediglich die Abgasklappe zur Steuerung des Abgasstroms überwacht (G584).

Beide Verstelleinheiten und auch die Wastgateklappe werden via Druckwandler angesteuert. Es gibt also am CXEB insgesamt drei EPW.

Der Hochdrucklader des CXEB hat eine VTG Verstellung. Beim CFCA hatten beide Lader eine feste Turbinengeometrie.

Der Hochdrucklader ist der kleine (obere) Lader und spricht bei geringen Drehzahlen durch die VTG gut an. - überwacht durch Poti G581 -zusätzlich wird die Abgasklappe zur Reglung des Abgastroms überwacht
Der Niederdrucklader ist der große Lader (unten)

Wenn jetzt bis zum Verstellelement alles geprüft ist kann es ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten geben:
Das kann man hier nur beurteilen, wenn man die Messwerte dazu sieht/kennt:
  • Unterdruckvorrat (kalt/warm/Leerlauf/erhöhte Drehzahl, und nach mehren Vollbremsungen)
  • eingesteuerter Unterdruck
  • Lagerückmeldung des jeweiligen Potis
  • Ansteuerung der Druckwandler als PWM Signal (die Ansteuerung welche im VCDS in % zu sehen ist, spiegelt lediglich die Anforderung des MSG wider
Die RegelVENTILE sind schon getauscht.
Aber warum? Dazu kam ja dann noch plötzlich die Erkenntnis, dass jetzt der DPF was hat? Für mich klingt das beim Lesen ein wenig nach im "trüben fischen". Die Ventile und deren Funktion kann man im Detail prüfen. Wenn die defekt gewesen wären, hätte es ja danach funktioniert. Gleiches gilt für die Verstelleinheit. Eventuell habe die ja auch die falsche Druckdose geprüft/erneuert.

Wenn jetzt bis zum Verstellelement alles geprüft ist kann es ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten geben:

- Verstellung klemmt mechanisch (Lader ersetzen?)
- Verstellung funktioniert, Signal kommt aber elektrisch nicht korrekt an. Irgendwelche Sensoren die man noch prüfen kann?

Ein klemmende/verkokte VTG wäre möglich. Kann man alles testen. Dabei bringt man manuell Unterdruck auf die Verstelleinheit und beobachtet dabei mit einem Endoskop die Mechanik und zeichnet zeitgleich die Veränderung der Poti-Werte (Lagerückmeldung) auf. Dabei wird auch gleich klar, bei welchem Unterdruck überhaupt die Regelstange anfängt, sich zu bewegen, bzw. ob sie sich überhaut bewegt. Der Unterdruck wird dabei auf einem DSO via elektr. Druckaufnehmer ermittelt. Die Manometer der Handpumpen sind hier nicht ausreichend genau. Die Handpumpen dienen im Idealfall zur Feststellung von defekten Membranen/Unterdruckdosen. Die Versorgung der Potis sollte gemessen werden. Zeitgleich nimmt man das Potisignal ab und stellt es auf einem DSO dar. Bei elektrischen Problemen der Potis kommt eigentlich ein anderer Code. Deshalb vermute ich, dass die Reglung entweder tatsächlich klemmt, oder die Verstelleinheit defekt, bzw. nicht korrekt eingestellt ist.

Wenn das alles getan ist, kann man anhand der erarbeiteten Daten Entscheidungen zum Tausch von Teilen treffen.


Ich würde mich übrigens für den Originallader für 1999€ entscheiden. Warte noch auf die Rückmeldung ob es wirklich BorgWarner Original ist.

Generell würde ich davon abraten, Teile anzuliefern. Dabei geht es nicht um die Herkunft des Laders etc., sondern um evtl. Gewährleistungsansprüche ggü. der Werkstatt. In der Regel sind die dann - auch bei vorheriger Inaugenscheinnahme des angelieferten Laders - bei Ansprüchen raus. Das heißt konkret, dass dir dann im Falle eines defekten Laders nur der Nachweis des fachgerechten Verbaus durch eine Werkstatt ggü dem Lieferanten hilft (eventuell helfen könnte).
In der Regel werden Gewährleistungsungsansprüche auch durch die Lieferanten/Zwischenhändler eiskalt abgebügelt.
Da haben auch Werkstätten drann zu knabbern.

Ich wünsche viel Erfolg! Im besten Fall haste dann mal Ruhe.....

 
Hallo Leute,

nutze das Thema, um mich mal anzuhängen. Bei mir war vor ein paar Monaten laut VW Händler bei 140 000 km der AGR Kühler defekt. Kostenangabe 2500,- Euro. Außerdem war die Motorleuchte an und ab und an die Leuchte mit Glühwendelsymbol. Die Bremsen vorne und hinten waren bald fällig und es gab noch ein paar andere Kleinigkeiten, bei denen mich der Bus zum Staunen brachte.

Aussage der Werkstatt, da könne noch mehr kommen und der DPF würde auch nicht mehr lange so laufen.

Am Ende habe ich den Bus defekt an einen Aufkäufer abgegeben. Nach drei VW (T5, T6, T6) habe ich das Kapitel VW Bus beendet.

Ich möchte mich auf diesem Weg für die Hilfen und Informationen im Forum bedanken. Gerne habe ich hier gelesen und so ein gutes Forum für Fahrzeuge habe ich noch nirgendwo gesehen. Es hat auch immer Freude gemacht, mit dem Bus zu fahren, wenn er keine Probleme hatte.


Meine Kinder sind jetzt Teenager und ich brauche den Platz nicht mehr wirklich. Der Bus war kein Traumauto und ich habe jetzt mit dem VW Tiguan Allspace nur einen minderwertigen Ersatzwagen gefunden. Immer wieder ertappe ich mich dabei in mobile nach einem guten Busangebot zu suchen. So leicht bekommt man den Busvirus nicht los. ;-)

Allen Busfahrern wünsche ich allzeit unfallfreie Fahrt, aber vor allem Glück, dass man von den Zahlreichen Problemen verschont bleibt.

Grüße aus Unterfranken

Stefan
 
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