Albatros
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- WV2ZZZHZ7H06xxxx
Liebe T5-Gemeinde,
für Interessierte nachfolgend eine Veröffentlichung aus der heutigen NRZ (für externe: eine große regionale Tageszeitung in Nordrhein-Westfalen).
Grüße vom Albatros
Studie: Elektroautos werden schon vom Jahr
2015 an zum Massenphänomen -
Aus für Autos mit Verbrennungsmotor
Die über 100-jährige Ära der Automobile mit klassischem Verbrennungsmotor rollt ihrem baldigen Ende entgegen. Verdrängt werden die Pkw mit konventionellem Antrieb durch Elektroautos, die vom Jahr 2010 an mit Macht auf den Markt vorstoßen werden. Antreiber der radikalen Wende sind neben der Klimadebatte vor allem die hohen Treibstoffpreise. Schon von 2015 an werden Elektroautos zum Massenphänomen. Das sind die ersten Ergebnisse einer noch unveröffentlichten Studie des Forschungsinstitutes Center of Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen.
„Wir gehen davon aus, dass vom Jahr 2025 an alle Pkw, die in Europa verkauft werden, reine Elektroautos, Parallel-Hybrid- oder Seriell-Hybrid-Fahrzeuge sind”, sagte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Donnerstagausgabe). „Das bedeutet das Aus für Autos, die ausschließlich auf Verbrennungsmotoren setzen.”
„Das ist eine Revolution, die da stattfindet”, sagte der Automobil-Professor. Ausgenommen seien nur Lkw, die auch in Zukunft auf den klassischen Dieselmotor setzen würden.
Vorteil der favorisierten Seriell-Hybride, die lediglich zur Aufladung der Batterie während der Fahrt einen kleinen Verbrennungsmotor an Bord haben: Sie verbrauchen laut Dudenhöffer nur einen Liter Treibstoff auf 100 Kilometer. Weltweit würden in diesem Jahr rund 57 Millionen neue Pkw verkauft. Elektroautos machen nur einen verschwindend geringen Teil davon aus: Mit rund 600 000 verkauften Hybrid-Fahrzeugen 2008 stecke die Vermarktung noch in den Kinderschuhen, so Dudenhöffer. Aber schon 2009 werde es deutlich mehr geben. Der Autofachmann zeigte sich sicher: „Der Elektroantrieb wird die Motorisierung für 30 bis 40 Jahre prägen.”
Die Wucht, mit der sich die Kehrtwende vollzieht, wird nach Ansicht des Autoprofessors massive Konsequenzen für die Branche haben. So werde die Zulieferindustrie völlig umgekrempelt, Zehntausende Arbeitsplätze werden betroffen sein. Hersteller etwa von Motoren, Getrieben oder Abgasanlagen „müssen sich anpassen. Sonst werden sie in 15 Jahren überflüssig im Markt sein.” Deutsche Autozulieferer wie Bosch, Continental oder ZF Friedrichshafen hätten aber begonnen, sich darauf einzustellen.
Zum Hintergrund:
General Motors will 2010 ein Elektroauto auf Basis des Konzeptautos Chevrolet „Volt” auf den US-Markt bringen, die deutsche GM-Tochter Opel soll den „Volt” dann ein Jahr darauf starten. Geplanter Preis für den „Volt”: um die 30 000 Dollar (rund 19 300 €). Die beiden großen deutschen Hersteller Volkswagen und Daimler haben für 2010 eigene Modelle angekündigt: VW-Chef Martin Winterkorn setzt dabei als Basis auf die Designstudie „Up!”. Und Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche kündigte einen Doppel-Schlag an: „Wir planen für das Jahr 2010 einen Elektro-Smart und für dasselbe Jahr auch ein Mercedes-Modell.”
________________________________
Christian Icking
NRZ-Wirtschaftsredaktion
für Interessierte nachfolgend eine Veröffentlichung aus der heutigen NRZ (für externe: eine große regionale Tageszeitung in Nordrhein-Westfalen).
Grüße vom Albatros
Studie: Elektroautos werden schon vom Jahr
2015 an zum Massenphänomen -
Aus für Autos mit Verbrennungsmotor
Die über 100-jährige Ära der Automobile mit klassischem Verbrennungsmotor rollt ihrem baldigen Ende entgegen. Verdrängt werden die Pkw mit konventionellem Antrieb durch Elektroautos, die vom Jahr 2010 an mit Macht auf den Markt vorstoßen werden. Antreiber der radikalen Wende sind neben der Klimadebatte vor allem die hohen Treibstoffpreise. Schon von 2015 an werden Elektroautos zum Massenphänomen. Das sind die ersten Ergebnisse einer noch unveröffentlichten Studie des Forschungsinstitutes Center of Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen.
„Wir gehen davon aus, dass vom Jahr 2025 an alle Pkw, die in Europa verkauft werden, reine Elektroautos, Parallel-Hybrid- oder Seriell-Hybrid-Fahrzeuge sind”, sagte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Donnerstagausgabe). „Das bedeutet das Aus für Autos, die ausschließlich auf Verbrennungsmotoren setzen.”
„Das ist eine Revolution, die da stattfindet”, sagte der Automobil-Professor. Ausgenommen seien nur Lkw, die auch in Zukunft auf den klassischen Dieselmotor setzen würden.
Vorteil der favorisierten Seriell-Hybride, die lediglich zur Aufladung der Batterie während der Fahrt einen kleinen Verbrennungsmotor an Bord haben: Sie verbrauchen laut Dudenhöffer nur einen Liter Treibstoff auf 100 Kilometer. Weltweit würden in diesem Jahr rund 57 Millionen neue Pkw verkauft. Elektroautos machen nur einen verschwindend geringen Teil davon aus: Mit rund 600 000 verkauften Hybrid-Fahrzeugen 2008 stecke die Vermarktung noch in den Kinderschuhen, so Dudenhöffer. Aber schon 2009 werde es deutlich mehr geben. Der Autofachmann zeigte sich sicher: „Der Elektroantrieb wird die Motorisierung für 30 bis 40 Jahre prägen.”
Die Wucht, mit der sich die Kehrtwende vollzieht, wird nach Ansicht des Autoprofessors massive Konsequenzen für die Branche haben. So werde die Zulieferindustrie völlig umgekrempelt, Zehntausende Arbeitsplätze werden betroffen sein. Hersteller etwa von Motoren, Getrieben oder Abgasanlagen „müssen sich anpassen. Sonst werden sie in 15 Jahren überflüssig im Markt sein.” Deutsche Autozulieferer wie Bosch, Continental oder ZF Friedrichshafen hätten aber begonnen, sich darauf einzustellen.
Zum Hintergrund:
General Motors will 2010 ein Elektroauto auf Basis des Konzeptautos Chevrolet „Volt” auf den US-Markt bringen, die deutsche GM-Tochter Opel soll den „Volt” dann ein Jahr darauf starten. Geplanter Preis für den „Volt”: um die 30 000 Dollar (rund 19 300 €). Die beiden großen deutschen Hersteller Volkswagen und Daimler haben für 2010 eigene Modelle angekündigt: VW-Chef Martin Winterkorn setzt dabei als Basis auf die Designstudie „Up!”. Und Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche kündigte einen Doppel-Schlag an: „Wir planen für das Jahr 2010 einen Elektro-Smart und für dasselbe Jahr auch ein Mercedes-Modell.”
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Christian Icking
NRZ-Wirtschaftsredaktion


