Wie kann ich die inneren Düsen tauschen in PDE's (u.a. Reparatur-Rundumschlag) Highline

Danke an dudu666 und auch an MarcusMüller

Die Hinweise kamen für mich zu spät, die Meyle Pumpe hatte ich gestern schon eingebaut.

Heute ist die Spidan Servopumpe gekommen und mittlerweile auch schon im Bus. Das Hydrauliksystem habe ich warm laufen lassen und dann 1x mit dem alten Servobehälter und später noch einmal mit einem neuen Servobehälter mit frischem Öl gespült.

Für den Hinweis danke ich ProfMerlin, es gab hier ein Posting mit dem Hinweis, das sich im Gefäß ein intgrierter Filter befindet der sich zusetzen kann.


Das Bilder zeigt die neue Spidan Servopumpe

Spidan Servopume 2.jpg
 
Abschließend habe ich jetzt die Hydraulikpumpe eingebaut und getestet, den Klimakompressor mit einem neuen Freilauf versehen, und den Dieselfilter sowie das Motoröl nebst Filter gewechselt.

Damit sind die wesentlichen Arbeiten zunächst mal erledigt.
Vielen Dank an dieses Forum für die zahlreichen Tipps und Ratschläge, die ich gerne bei meinen Arbeiten berücksichtigt habe.
Das Auto steht noch ohne Front für die nächsten 1-2 Wochen und wird dann zusammengeschraubt und probegefahren.

Ein „Problem“ beschäftigt mich aber noch ,und wartet immer noch auf fachlichen Rat hier im Forum…?

Eine bekannte Schwachstelle des 6-Gang Getriebes ist das Führungslager der Getriebeeingangswelle.

Es läuft häufig trocken und bewegt sich am Außenring im Lagerdeckel, auch in axialer Richtung. Die Folgen sind zunächst Schaltprobleme und später wird eine Überholung oder der Austausch des Getriebes notwendig.
Sichtbar ist dieses Lager vom linken Radlauf aus hinter einer Kappe. Hiervon hatte ich ein Foto und ein ca. einminütiges Video gepostet . Vielleicht ging das insgesamt etwas unter, jedenfalls kam keine Reaktion darauf.

Siehe Bild und kurzes Video der Getriebeeingangswelle im Posting #108.

Wenn man das Video langsam abspielt kann man leichte Bewegungen des Lagers feststellen, besteht da Handlungsbedarf oder hält das noch lang?

Anders als ursprünglich geplant werde ich den Tausch der Kupplung und des Zweimassenschwungrads nun doch erst bei einer Getrieberevision vornehmen - falls notwendig.
 
Also wenn du jetzt eh alles auseinander hast, ich würde es jetzt machen :)
Hier hatte doch erst letztens jemand sein 6 Gang Getriebe zerlegt...
Gruß
 
Siehe Bild und kurzes Video der Getriebeeingangswelle im Posting #108.
Das Problem ist, dass man das schwer mit einem Video beurteilen kann.

Zu checken ist, ob man den Aussenring drehen kann.
Dazu das axiale Spiel der Welle checken. Aufpassen auf den Kunststoffkäftig, der ist fast so empfindlich wie Glas.
Radial ist das Spiel oft gering.


Was man allerdings auf den Bildern sieht, keinerlei Schmierfett mehr im Lager und nur etwas ölfeucht.
Und das ist das Problem des Lagers. Dies ist normal mit Fett geschmiert bzw. hintern dem Deckel mit Fett gefüllt.
Da das Lager mit einer sehr schmalen Dichtlippe zum Getriebe / Ölseite gedichtet ist, dringt mit der Zeit Getriebeöl
ins Lager ein und wäscht das Fett aus. Dieses wenige Getriebeöl reicht aber nicht aus, um das Lager zu schmieren.

Wir hatten Tests gemacht: Deckel runter, Lager und Leerraum kompett mit Fett füllen und nach 1000 Km wieder
den Deckel runter. Es war nur noch minimalst Fett in der Bohrung der Welle zu sehen, sonst war das Lager blank
bzw. nur leicht ölfeucht.


Ich gehe inzwischen soweit, dass ich den Dichtring komplett entferne und so bedeutend mehr Öl zu Schmierung
eindringen kann. Axialkugellager sind eh besser Öl geschmiert, als Fett geschmiert.

Bei Nachkontrollen durch Abnahme des Deckels war immer sehr viel Öl feststellbar.

Was ein minmaler Nachteil sein könnte, dass sich Abrieb im Totraum Lager / Deckel absetzt.
Dies kann man aber gut kompensieren durch regelmässige Kontrollen, also Abnahme des Deckels z.B. alle
50 tKm und Getriebeölwechselintervallen im gleichen Abstand.

Hatte bei meinem BNZ 4Motion den Deckel nach ca. 40 tKm runter und es war minimals, kaum merklich
an der unteren Stelle hinter dem Deckel, etwas Metallabsatz feststellbar. Aber wirklich fast nichts.


Hier nochmals ein paar Bilder.

Lager und Dichtring:

01.webp

Lager und Dichtring:

03.webp

Lager mit aufgelegtem Dichtring (nicht komplett montiert):

04.webp

Lager in Getriebegehäuse ohne Dichtring:

02_Aussenlager.webp

Gruss
Prof
 
#DaineseBiker
Also wenn du jetzt eh alles auseinander hast, ich würde es jetzt machen :)
Hier hatte doch erst letztens jemand sein 6 Gang Getriebe zerlegt...
Gruß

Ich scheue mich etwas ein neues Fass zu öffnen. Bis jetzt funktioniert das Getriebe einwandfrei. Probleme mit dem Zweimassenschwungrad und der Kupplung gibt es auch noch nicht. Ich nehme an, dass das noch vielleicht lange so bleiben kann (?)

#ProfMerlin
Zu checken ist, ob man den Aussenring drehen kann.
Dazu das axiale Spiel der Welle checken. Aufpassen auf den Kunststoffkäftig, der ist fast so empfindlich wie Glas.
Radial ist das Spiel oft gering.

Nächste Woche überprüfe ich das axiale Wellenspiel:

Zuerst betätige ich die Kupplung einige Male bei laufendem Motor und lasse sie erst nach dem Abstellen des Motors wieder los.
Dann befestige ich eine Messuhr radseitig an der Welle und drücke die Welle in Richtung Kupplung.
Das Messergerbnis poste ich dann hier.
Für die Drehbewegung des Lageraussenringes habe ich noch keinen Plan, aber in dem Video konnte man gleich zu Anfang sehen, das sich der Aussenring um ca. 2mm verdreht hat.
 
Ich scheue mich etwas ein neues Fass zu öffnen. Bis jetzt funktioniert das Getriebe einwandfrei. Probleme mit dem Zweimassenschwungrad und der Kupplung gibt es auch noch nicht. Ich nehme an, dass das noch vielleicht lange so bleiben kann (?)
Ich denke ich würde es wohl auch erstmal lassen - so lang es keine Probleme macht. Man sieht zwar im Video sehr gut das sich der Aussenring sowohl tw. dreht als auch etwas Spiel im Sitz hat - aber was wäre überhaupt die Alternative?

Wäre es ev. denkbar dort im Deckel einen Schmiernippel einzusetzen und das Lager dann regelmäßig abschmieren? Ist eben die Frage wie lang das Fett dort bleiben würde - wenn es tatsächlich bereits nach 1000km wieder ausgewaschen wäre ist das wohl weniger sinnvoll, aber ob das bei dir auch so wäre? Ev. dichtet es bei dir noch ausreichend um das Fett ausreichend lang im Lager zu halten. Das nachschmieren wäre ja dann keine große Sache...
 
Ich denke ich würde es wohl auch erstmal lassen - so lang es keine Probleme macht. Man sieht zwar im Video sehr gut das sich der Aussenring sowohl tw. dreht als auch etwas Spiel im Sitz hat
Es wird mit der Zeit sicher nicht besser.

aber was wäre überhaupt die Alternative?
Getriebe öffnen, neues Lager rein, ggf. mit Kleber für Fügeverbindung einkleben.

Wäre es ev. denkbar dort im Deckel einen Schmiernippel einzusetzen und das Lager dann regelmäßig abschmieren?
Die Ideen kommen immer wieder einmal auf. Hab auch schon gesehen, dass sich einer nen Schaufenster inkl.
Schmiernippel in den Deckel gebaut hat.
Grösstes Problem dabei ist, dass man so immer wieder Fett in das Getriebe pumpt, dies in den Ölbereich eindringt
und sich dort ggf. negativ auf die Sabilität der Additive des Getriebeöles auswirken kann.

Hinzu kommt, dass das Spiel des Lagers nicht weniger wird, wenn es nun geschmiert wird.
Der weitere Verschleiss wird ggf. verlangsamt, aber sicher nicht verhindert.
Dazu muss man betrachten, was ein Spiel des Führungslagers der Getriebeantriebswelle alles noch beeinträchtigen kann.
Die Antriebswelle wandert durch das Spiel, dass erhöht den Verschleiss auf Schiebemuffen, Synchronringen usw. usf.

Ich würde das Lager, wenn man schon recht gut an das Getriebe kommt bzw. das Getriebe zwecks Kupplungswechsel
draussen hat, generell wechseln.

Gruss
Prof
 
Das stimmt zweifellos alles - die Frage ist eben nur ob es sich lohnt, denn zu verbessern gibt es an einem altem Auto ja immer jede Menge und letztlich unterliegt alles einem Verschleiß...

Ggfs. könnte man auch die Variante mit dem Schmiernippel erstmal umsetzen und dann beobachten wie es sich entwickelt - bzw. wenn dann die Kupplung mal gewechselt wird das dann einfach fix mitmachen. Ist eben immer die selbe Frage: Wo fängt man an - wo hört man auf...

Wenn man das Lager dann ins Gehäuse einklebt - der Sitz aber schon Spiel hat - ist hier dann gewährleistet das es in korrekter Position eingeklebt ist oder könnte dann mit Pech der Verschleiß im Getriebe gar größer sein weil sich das Lager nicht mehr "ausrichten" kann:confused:
 
denn zu verbessern gibt es an einem altem Auto ja immer jede Menge und letztlich unterliegt alles einem Verschleiß...
Ist schon richtig. Allerdings gibt es neuralgische Punkte, die bei rechtzeitiger Behebung, hohe Folgeschäden verhindern.
Das Lager kostet um die 50.- Euro, wenn Du die Antriebswelle mit ein paar Räderpaaren und Co. tauschen musst, da
ist man schnell beim 10-20fachen.

Wenn man das Lager dann ins Gehäuse einklebt - der Sitz aber schon Spiel hat - ist hier dann gewährleistet das es in korrekter Position eingeklebt ist oder könnte dann mit Pech der Verschleiß im Getriebe gar größer sein weil sich das Lager nicht mehr "ausrichten" kann:confused:
Das ist kein Problem. Das Lager wird von innen in den Sitz geschoben / montiert. Unter dem Lager sitzt eine Anlaufscheibe. Die
es in verschiedenen Dicken gibt. Allerdings ist es mir noch nie vorgekommen, dass ich eine dickere Scheibe brauchte.
Der Sitz schlägt eher in radialer Richtung aus, als axial. Somit ist das mit dem Kleben kein Problem.
Der Anschlag / Lage des Lagers wird durch den äusseren Sicherungsring definiert.

Persönlich hatte ich bis jetzt erst einen Fall, wo der Sitz des Lagers so ausgeschlagen war, dass es eine neue Gehäusehälfte brauchte.

Und einen anderen Fall, da wurde erst der Sitz aufgespindelt und eine Stahlbuchse eingeschrumpft. Dies war allerdings nicht praktikabel,
da das Lager nicht montiert werden konnte. Kurz hierzu, das Lager wird auf der Welle montiert und dann das Gehäuse auf gute 100°C
erhitzt, dass es dann über das Lager geschoben werden kann.
In dem Fall wurde die Stahlbuchse wieder demontiert, Gehäuse aufgeschweisst und dann wieder auf korrektes Mass gebohrt / gespindelt.

Gruss
Prof
 
Das Getriebe habe ich etwas abgesenkt und die Stütze entfernt um einen besseren Zugang zum Lager zu haben.
Den äußeren Federring und die Wellenfederspange habe ich ebenfalls entfernt.

Axiales Spiel mit Ringen nicht war nicht fühlbar, ohne Federringe läßt sich die Welle um 2,25mm hin und her schieben

Lager Übersicht.jpg

Der äussere Lagerring lässt sehr leicht mit dem Finger drehen (Beschriftung FAG oben rechts)
Lagerring oben.jpg

weitergedreht (FAG unten links)
Lagerring weitergedreht.jpg

Spiel zwischen Lagerring und Getriebegehäuse gemessen die Lehre paßt rundherum 0,15mm (Lehre 0,2mm geht nur 2-3mm tief rein)
Äusserer Lagerring 0,15mm.jpg

Kann ich den Lagerkäfig zerstören, die Kugeln und den äußeren Lagerring entfernen dann den kleinen Lagerring abziehen (oder ggf. abflexen) um dann mit einem geeigneten Kleber ein neues Lager einzubauen?
 
Ich lese hier ja auch nur mit um zu lernen 😊

Kann ich den Lagerkäfig zerstören, die Kugeln und den äußeren Lagerring entfernen dann den kleinen Lagerring abziehen (oder ggf. abflexen) um dann mit einem geeigneten Kleber ein neues Lager einzubauen?
Dabei rollen sich mir jedoch die Nackenhaare. Oder sollte das wirklich möglich sein? 😳🤔

Bis du da weiter machst, behandele doch mal den Aggregateträger bezüglich der "roten Peßt" - hoffe das hast du bereits auf deiner Liste. 🤔👍
 
Kann ich den Lagerkäfig zerstören, die Kugeln und den äußeren Lagerring entfernen dann den kleinen Lagerring abziehen (oder ggf. abflexen) um dann mit einem geeigneten Kleber ein neues Lager einzubauen?
Grundsätzlich geht das! besonders, da Du den äußeren Ring ja locker drehen kannst. Ist der Käfig erstmal kaputt, würde eine Kugel rauspolken, dann geht der Rest leicht. wenn der äußere Ring dann ab ist kannst du den inneren mit einem geeigneten Abzieher entfernen.
Es gibt jedoch mindestens 3 große ABER und ein VORSICHT!

Vorsicht: Wenn du den Motor etwas absenkst, musst du oben den Unterdruckschlauch lösen!! der ist dafür zu kurz, sitzt ziemlich mittig unterm Scheibenwischerkasten (schwarzer Gummischlauch). Bei Bedarf kann ich ein Foto machen.

Aber 1: Wenn du den Motor schon an der Seite absenkst, dann ist der Getriebeausbau doch auch schon halb erledigt (ich übertreibe natürlich)?! Ich habe es mit einem Kollegen in der Garage nach etwa 2h raus gehabt (wir waren zu zweit und hatten einen Schlagschrauber, eine Hebebühne (nur vorn angehoben) und einen Rangierwagenheber): Man braucht mindestens 2 Wagenheber und Personen oder eine Bühne und ein Paar Stützen.
Vorderes Motorlager lösen, Unterdruckschlauch lösen, Koppelstangen und Traggelenke lösen, Lenkgetriebe und hinteres Motorlager lösen, Achsträger lösen, Anlasser raus, Wagenheber 1 unter Motor, getriebeseitges Motorlager ab, zärtlich absenken, Wagenheber unter Getriebe (ich habe ein Stück Styrodurplatte untergelegt, dass hat sich perfekt und kippelfrei an die Gehäuseverrippungen angelegt), Getriebeschrauben lösen (ACHTUNG eine sitzt innen, im Loch, in dem der Anlasser steckt!) abziehen, absenken, "fertig". Nun kannst Du das Getriebe Öffnen und sauber arbeiten.

Aber 2: Schaue erst nach einem neuen Lager bevor du das alte kaputt machst. Vielleicht bekommst du z.B. bei INHA (SKF/INA) ein besseres Lager (höhere Tragzahl oder verstärkte Abdichtung). Ohne Lager wird das eine Loose-Loose-Aktion.

Aber 3: Das größte Problem sehe ich beim wider Einsetzen! Wie willst Du das Lager weit genug drauf bekommen, wenn du innen nicht gegen die Welle drücken kannst? Falls man rein zufällig durch z.B. die Ölablass- oder Einfüllschraube hinter die Welle käme, könnte man da was dazwischen Klemmen, während Du das Lager einpresst. Aber falls nicht, machst Du Dir nicht nur das innere Lager kaputt, Du bekommst es ja auch nicht an die richtige Position! Dann sitzen die zugehörigen ZR vielleicht immer in einer Fehllage?

Du brauchst auf jeden Fall erstmal mehr Informationen (Bilder etc.) über exakt Deine Getriebetype.
 
Zuletzt bearbeitet:
Grundsätzlich geht das! besonders, da Du den äußeren Ring ja locker drehen kannst. Ist der Käfig erstmal kaputt, würde eine Kugel rauspolken, dann geht der Rest leicht. wenn der äußere Ring dann ab ist kannst du den inneren mit einem geeigneten Abzieher entfernen.

Da möchte ich mich mal selbst anzweifeln, auf dem für mein Getriebe (6-G Handschalter, KPE) passenden Foto, sieht es so aus, als hätte das Lager innen einen Flansch. Das wäre bei einem schrägverzahnten Getriebe auch nicht gerade unüblich - in diesem Fall kannst du es 1. nur nach innen demontieren, aber vor allem 2. auch nur von innen montieren!!! Dein angegebenes Automatikgetriebe gibts bei 7Zap nicht als Explosionsbild, passt aber auch nicht zu Deinen Fotos...
Aber das Lager ist ja eindeutig bezeichnet. Also bleibt als Fazit: dudu666 labert nur, hat aber trotzdem gute Hinweise ;-)

Was mir außerdem noch auffällt: Es kann durchaus sein, das dieses Lager das sog. Loslager an der Welle ist und daher absichtlich Spiel am Außenring existiert. Diese Hypothese wird gestützt durch die eingepresste Stahlhülse in der das Lager spiel hat. Also bitte auch nicht einfach "festsetzen" bevor man mal ein paar Meinungen von Getriebe-Service-Betrieben eingeholt hat!
 
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Danke für die Hinweise, zunächst mal mache ich noch garnichts in dieser Woche. Das Lager habe ich schon mal bestellt, den Fügekleber Loctide 638 vorsorglich auch.

Bei dem Getriebe handelt es sich nicht um ein Automatikgetriebe, es ist ein OA5-6-Gang Schaltgetriebe Kennbuchstabe JKT.
Ich bin im Besitz der Original VW- Reparaturleitfäden, für den Motor, das Getriebe und für das Fahrwerk.
Ab morgen bin ich für einige Tage nebenberuflich unterwegs, und melde mich bevor es hier weitergeht.
 
Wenn ich mir ProfMerlins Lagerbilder so ansehe wird wohl das Getriebe raus müssen... :-(
 
Wenn ich mir ProfMerlins Lagerbilder so ansehe wird wohl das Getriebe raus müssen... :-(

Auf jeden Fall. Das Lager muss ja axial fixiert sein, sonst wandert es raus. Der Flansch innen am Lager ist ja auf den Bildern gut zu sehen.

2,5mm axiales Spiel deutet bei Dir auch stark darauf hin, dass das Lager bereits im Eimer ist.
 
2,5mm axiales Spiel deutet bei Dir auch stark darauf hin, dass das Lager bereits im Eimer ist.
Hinter dem Getriebedeckel gibt es 2 Fixierungsringe, einen in der Wellen- Nut der Andere im Lagerdeckel.
Das Lager hatte mit montierten Ringen praktisch so gut wie kein axiales Spiel.
Erst nach Demontage des äußeren Ringes sind die 2,25mm Spiel vorhanden!

Mir ist deshalb überhaupt nicht klar wofür das Lager zusätzlich noch diesen Flansch benötigen würde, der auch offensichtlich nicht am Gehäusedeckel anliegt, sonst könnte ich nach Entfernen des Äusseren Halterings die Welle mit dem Lager nicht die beschriebenen 2,25mm axial bewegen (?)

Da bin ich jetzt sehr gespannt wie das bestellte Lager aussehen wird, die Daten des Lagers hatte ich dem eingbauten Lager entnommem (sie sind auf den Fotos sehr gut zu erkennen).
 
Grundsätzlich geht das! besonders, da Du den äußeren Ring ja locker drehen kannst. Ist der Käfig erstmal kaputt, würde eine Kugel rauspolken, dann geht der Rest leicht. wenn der äußere Ring dann ab ist kannst du den inneren mit einem geeigneten Abzieher entfernen.
Es gibt jedoch mindestens 3 große ABER und ein VORSICHT!
Absoluter Mist !!!

Was mir außerdem noch auffällt: Es kann durchaus sein, das dieses Lager das sog. Loslager an der Welle ist und daher absichtlich Spiel am Außenring existiert. Diese Hypothese wird gestützt durch die eingepresste Stahlhülse in der das Lager spiel hat. Also bitte auch nicht einfach "festsetzen" bevor man mal ein paar Meinungen von Getriebe-Service-Betrieben eingeholt hat!
Mach Dich doch einfach vorher kundig, bevor man solche Fehlinformationen ins Netz stellt.

Das Eingangslager des Getriebes ist das Loslager und das hier besagte, ist das Führungslager. Bereits in #167 erwähnt.

(6-G Handschalter, KPE)
Das KPE-Getriebe hat das Problem mit dem Lager gar nicht mehr, da hier das Führungslager überarbeitet wurde
und ein vollgekapseltes, also doppelgedichtetes Lager verbaut wurde. Montage geht auch nur von innen.

Kann ich den Lagerkäfig zerstören, die Kugeln und den äußeren Lagerring entfernen dann den kleinen Lagerring abziehen (oder ggf. abflexen) um dann mit einem geeigneten Kleber ein neues Lager einzubauen?
Nein !!!

Wenn ich mir ProfMerlins Lagerbilder so ansehe wird wohl das Getriebe raus müssen... :-(
Korrekt, das Lager wird von innen montiert und lässt sich von aussen nicht montieren.
Das Lager wird auf die Antriebswelle aufgepresst und dann wird das Gehäuse auf 100°C erwärmt und montiert.
Auf das Lager darf während der Montage keinerlei Kräfte ausgeübt werden, vorallem nicht axial.

Der Kleber sollte hochviskös sein und wird vor der Montage des Gehäuses auf den Rand des Lagers aufgebracht.

2,5mm axiales Spiel deutet bei Dir auch stark darauf hin, dass das Lager bereits im Eimer ist.
So ist, das ist schon recht beachtlich. Je höher das Spiel wird, desto höher der Verschleiss an weiteren Komponenten.


Hier noch zwei Bilder von diesem Lager, die den Grund erklären:

01_Lager.webp


02_Lager.webp


Gruss
Prof
 
Das Lager hatte mit montierten Ringen praktisch so gut wie kein axiales Spiel.
Erst nach Demontage des äußeren Ringes sind die 2,25mm Spiel vorhanden!
Ah okay. Das hatte ich so nicht vernommen.

Wichtig ist, was die Antriebswelle für ein Spiel aufweisst bei montierten Sicherungsringen.

Gruss
Prof
 
Ah okay. Das hatte ich so nicht vernommen.

Wichtig ist, was die Antriebswelle für ein Spiel aufweisst bei montierten Sicherungsringen.
Dort war kein fühlbares axiales Spiel, lediglich radial, das Lager lies sich sehr leicht am Aussenring drehen. Dort habe ich 0,15mm Luft gemessen.

Ist es trotzdem sinnvoll das Getriebe auzubauen und ein neues Lager im Sitz einzukleben?
 
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