AW: VW T5.2 Dez2012 im Ost-Allgäu im Schnee unterwegs :-)
Leben - und Leben lassen ist so weit wie möglich meine Devise.
Ist die linke Spur frei von Autos aber nicht geräumt, so fahre ich mit dem Quattro zunächst erst mal vorsichtig durch den unvermeidlichen Schneehaufen zwischen den Spuren, ggf. mach ich auch eine kleine Bremsprobe, um noch einmal ein Gefühl dafür zu bekommen, dann wird beschleunigt, und zwar auf eine Geschwindigkeit, bei der sich alle Insassen, auch die überängstliche Großmutter, noch wohl fühlen.
Das war letztes Wochenende 110km/h - und damit war ich im Schnitt 20-30km/h schneller, als die rechte Spur. Einige wenige haben mich auch überholt, einige wenige waren auf der linken Spur mit 70Km/h "gefangen" und trauten sich nicht mehr durch die Schneeberge in der Mitte nach rechts rüber, die habe ich, ohne vorab irgendwie zu drängeln, vorsichtig rechts überholt. Und hier lag der eigentliche "Verstoß": Und zwar gegen das Rechtsfahrgebot - und das daraus resultierende Überholverbot rechts auf der AB.
Es lagen auf 200km AB 6 -7 Autos im Straßengraben, bei einem kam ich frisch dazu - er hatte sich eine Fluppe angezündet und dabei das Lenkrad wohl etwas unkontrolliert bewegt und gab an, nie schneller als 70 gefahren zu sein. Glaub ich ihm sogar. Frei nach Flens: "Aber genützt hat dat ihm nix!"
Ja, natürlich gibt es unverantwortliche Raser, über die reden alle und der Zeigefinger wird erhoben. Aber wenn meine Schwiegermutter permanent max. 70km/h auf gut ausgebauten Landstraßen fährt und einen Rattenschwanz an genervten Verkehrsteilnehmern hinter sich herzuckeln hat, die dann irgendwann auch zu riskanteren Überholmanövern greifen, dann sind immer die bösen Raser schuld. Ich habe schon oft mit der guten Frau gesprochen, aber ihre Meinung ist, Sie will nicht rasen (!) und alle anderen müssen sich eben Zeit nehmen.
Aber back on topic:
Hier in Berlin hat man als 4wd-Fahrer wieder einen weiteren Vorteil: Man kann sich jede Menge Parklücken aussuchen, wo sich die 2wd nicht mehr rein trauen, weil sie zu Recht Angst davor haben, da nie wieder raus zu kommen
