Unterhaltsanspruch erw. Kinder nach abgebrochener Ausbildung: Wie lange dauert es, bis er verfällt. Anspruch bei erneuter Ausbildung?

pille

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Caddy Kasten
Erstzulassung
12.05.2017
Motor
Otto 75 KW
DPF
nein
Motortuning
Getriebe
5-Gang
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Front
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Basis
Extras
Weicheiausstattung
Moin,

der Titel sagt es:
Kind, volljährg aktuell > 21J schmeißt die erste Ausbildung hin... (im Mai 2022 abgebrochen)
und bleibt auf der Bärenhaut liegen... über 2 Jahre...

Im August 2024 möchte sie einen Neustart wagen, wieder eine Ausbildung mit Schulgeld...

Frage: Lebt der Unterhaltsanspruch wieder auf, oder ist er nach 2 Jahren "Nichtstun" auch verfallen?
 
Soweit ich weiß bist Du nur für die erste Ausbildung unterhaltspflichtig,
inwieweit es da Verjährungsfristen gibt kann ich nicht beantworten.

Interessant wäre ob der Abbruch der ersten Ausbildung gewichtet ! ?
 
Das sagt Google:
Screenshot_2024-05-18-15-37-33-525_com.android.chrome-edit.jpg
 
So pauschal würde ich es nicht annehmen.
@pille Nimm dir einen guten Fach RA und lass dich ordentlich beraten.

G**gle kann Feinheiten wie "zwei Jahre nichts tun" nicht berücksichtigen.

Sonst könnte sie ja übertriebener weise 10 Jahre Pause machen
um danach wieder ein Ausbildung zu starten und Unterhalt zu fordern.
 
Moin,
ja genau, das kenne ich auch:
nach Abbruch hat man einen zeitlich begrenzten Anspruch, der eigentlich nur zur Überbrückung bis zum Beginn der neuen Ausbildung dienen soll.
Bildschirmfoto 2024-05-18 um 15.55.43.png
Davon kann ja hier nicht die Rede sein... 2 Jahre Bärenhaut..
Die Frage ist einfach nur, welcher Zeitraum maximal nach Abbruch der ersten Ausbildung und Aufnahme einer neuen Ausbildung liegen darf, der einen erneuten Unterhaltsanspruch begründet oder ob es da eben eine Art* Verjährungsfrist gibt.

*man findet schon Urteile, sind aber alles Individualkonstellationen und besondere Umstände...
eher allgemeingültig was von der Sorte,
einer einfach schlichten Abgrenzung: 2 Jahre rumgammeln und der Ausbildungs-Unterhaltsanspruch ist futsch.
 
Moin,
ja genau, das kenne ich auch:
nach Abbruch hat man einen zeitlich begrenzten Anspruch, der eigentlich nur zur Überbrückung bis zum Beginn der neuen Ausbildung dienen soll.
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Davon kann ja hier nicht die Rede sein... 2 Jahre Bärenhaut..
Die Frage ist einfach nur, welcher Zeitraum maximal nach Abbruch der ersten Ausbildung und Aufnahme einer neuen Ausbildung liegen darf, der einen erneuten Unterhaltsanspruch begründet oder ob es da eben eine Art* Verjährungsfrist gibt.

*man findet schon Urteile, sind aber alles Individualkonstellationen und besondere Umstände...
eher allgemeingültig was von der Sorte,
einer einfach schlichten Abgrenzung: 2 Jahre rumgammeln und der Ausbildungs-Unterhaltsanspruch ist futsch.
Da der Anspruch erst nach Vollendung der Berufsausbildung/Studium erlischt, weil dann auf eigenen Füssen gestanden werden kann, würde ich
sagen, das wenn ein Studium geschmissen wird (was ja mal vorkommen kann) das nächste zu frühestmöglichen Zeitpunkt begonnen wird,
also nicht erst nach 2 JAhren, sondern unmittelbar nach Abbruch des ersten.....

Schau mal da, da stehen noch ein paar Info´s die passen könnten, auch das in den 2 Jahren "Pause"" gearbeitet hätte werden müssen/können:
Ach, ein schwieriges Thema, hier zum Glück nicht wegen dem Kind.....

 
das nächste zu frühestmöglichen Zeitpunkt begonnen wird,
also nicht erst nach 2 JAhren, sondern unmittelbar nach Abbruch des ersten.....
Ich sehe schon, Du hast das Problem auch erkannt, aber genauso, wie ich, im Netz viel, aber nichts Belastbares gefunden...
Tatsächlich ist die zumutbare Zeit mit Unterhaltspflicht bei Bewerbung z.b. zu einer Ausbildung, die nur 1x im Jahr begonnen werden kann auf max. 12 Monate begrenzt...
Dauert es länger gibts nix, bzw. erst dann, wenn die Ausbildung tatsächlich beginnt. In der Zwischenzeit muß selber für den Lebensunterhalt gesorgt werden.
Und man muß natürlich die Aufrechterhaltung der Bewerbung nachweisen, falls es erst nach 2 Jahren losgeht...

Ferner ist ja immer wieder herauszulesen, daß nach Abbruch einer Ausbildung sich "sichtbar" um eine neue Ausbildung gekümmert wurde. Das geht eben so weit, daß vorgelegte Ablehnungen nachgewisen werden müssen.
Von Bedeutung ist das auch und grade für den Anspruch an Kindergeld, denn in Abhängigkeit vom "Verhalten" in der Zwischenzeit, auch wenn gearbeitet wurde, ermitteln die, wie "ernsthaft" ein Ausbildungsinteresse besteht / bestand... auch da gabs einiges an Klagen und Urteilen.

Teilweise hat die Familienkasse auch das Kindergeld zu Unrecht zurückgehalten. Mehrheitlich geht der Tenor aber in Richtung "Willen zeigen, am Ball bleiben".
Aber es gibt offensichtlich keine klare Regelung, das gilt auch für solche Schnarchtassen...

Da das Mädel nicht mehr zu Hause wohnt, beträgt der Unterhalt 930 EUR... abzuziehen, wenn es gezahlt wird, das Kindergeld...
und sie muß Bafög beantragen, auch wenn nichts dabei rumkommt...

Ich neige dazu, den Unterhalt in Erwägung zu ziehen, wenn auch die Familienkasse ihren Teil dazu beitragen will. Lehnen die ab, werde ich das womöglich auch mangels gezeigtem "ernsthaften Bemühens" ablehnen.
eine späte, aber längst überfällige erzieherische Maßnahme...

Mögliche Unterstützung hierfür (aber ohne sichere rechtl. Vergleichbarkeit) könnte ein ähnlicher Fall sein, bei dem der Vater eines Kindes mit abgeschlossener Ausbildung nun dachte, das Mädel sei flügge und geht ihren eigenen Verdienstweg.
Tatsächlich hat sie nach über 2 Jahren "spontan" entschieden, Medizin zu studieren und wollte erneut Unterhalt vom Vater...
Damit kam sie vor Gericht nicht durch, trotz angeblich lang andauernder Studienplatzsuche. Das Ü-Ei ihres Wunsches hat sie davor nicht geöffnet um die Eltern vorzuwarnen.

Vergleichbar insofern nur bedingt, weil in hier diesem Fall die Ausbildung ja nicht abgeschlossen und daher jede neue Ausbildung wieder als Erstausbildung gilt (mit allen Rechten...), die 2 Jahre Nichtstun bleiben eine Grauzone...

"Wieviel ist der Nerv dann auch zwischenmenschlich gerechtfertigt, wenn eine Entscheidung darüber erst prozessual getroffen wird, da konkrete Fälle & Entscheidungen, sowie klare gesetzl. Grundlagen fehlen."
Und genau das Gleiche wird der Anwalt sagen, auch der, der lieber einen guten Rat gibt und dafür keinen schlechten Prozeß führen will (Unterhaltsklagen sind aus meiner eigenen Erinnerung an den Zoff zw. meinen Eltern immer ziemlich nervig).

Andererseits habe ich kein Bock darauf, als Rentier in 3 Jahren immer noch Unterhalt für eine Ausbildung zu zahlen...
Da ist der Generationenvertrag etwas falsch verstanden worden...
 
Hallo Thilo,

da ist schwer zu raten.
Es handelt sich da immer um Individualfälle, und man eisß nie, was 'rauskommt.

Natürlich spielt auch das persönliche Verhältnis eine Rolle.
Ich habe 3 Söhne, und beim Mittleren war es ähnlich. (nicht gleich, da abgeschlossene Ausbildung)
Nach einem Job stand er 2 Jahre nach der Ausbildung ohne da.
Ich habe ihm dann eine Unterkunft gewährt, ich will nicht, dass meine Kinder unter der Brücke schlafen müssen, aber sonst nichts.
War auch nur ein Gästezimmer mit Auflagen, kein Besuch usw. 😜, gearbeitet hat er während der Zeit als Aushilfe.
Das ging dann ein paar Jahre, bis er sich dann doch aufgerafft hat, und nun läuft es prima, hat Familie, gute Arbeit.

Also evtl. mit dem Nachwuchs reden, wie ein Deal aussehen könnte; zu viel Streß versaut die Beziehung dann endgültg.
Aber es ist schon hilfreich, vorher die Situation zu klären, das stärkt die Verhandlungsposition.
 
zu viel Streß versaut die Beziehung dann endgültg.
Das ist, glaube ich, ein wichtiger Leitsatz.

Natürlich kann man auf "Verwaltung" machen: "Stellen Sie nen Antrag ... sonst geht hier gar nix".
Aber Ziel ist ja doch immer, dass der Nachwuchs es "irgendwie hinkriegt".

Eigentlich war ausgemacht: Wenn Du ein Auto willst, dann kümmer Dich drum. Jetzt lag ich doch wieder 4 Wochenende drunter und der Haupt-Fahrer war weit weg :)
 
Ich sehe schon, Du hast das Problem auch erkannt, aber genauso, wie ich, im Netz viel, aber nichts Belastbares gefunden...
Tatsächlich ist die zumutbare Zeit mit Unterhaltspflicht bei Bewerbung z.b. zu einer Ausbildung, die nur 1x im Jahr begonnen werden kann auf max. 12 Monate begrenzt...
Dauert es länger gibts nix, bzw. erst dann, wenn die Ausbildung tatsächlich beginnt. In der Zwischenzeit muß selber für den Lebensunterhalt gesorgt werden.
Und man muß natürlich die Aufrechterhaltung der Bewerbung nachweisen, falls es erst nach 2 Jahren losgeht...

Ferner ist ja immer wieder herauszulesen, daß nach Abbruch einer Ausbildung sich "sichtbar" um eine neue Ausbildung gekümmert wurde. Das geht eben so weit, daß vorgelegte Ablehnungen nachgewisen werden müssen.
Von Bedeutung ist das auch und grade für den Anspruch an Kindergeld, denn in Abhängigkeit vom "Verhalten" in der Zwischenzeit, auch wenn gearbeitet wurde, ermitteln die, wie "ernsthaft" ein Ausbildungsinteresse besteht / bestand... auch da gabs einiges an Klagen und Urteilen.

Teilweise hat die Familienkasse auch das Kindergeld zu Unrecht zurückgehalten. Mehrheitlich geht der Tenor aber in Richtung "Willen zeigen, am Ball bleiben".
Aber es gibt offensichtlich keine klare Regelung, das gilt auch für solche Schnarchtassen...

Da das Mädel nicht mehr zu Hause wohnt, beträgt der Unterhalt 930 EUR... abzuziehen, wenn es gezahlt wird, das Kindergeld...
und sie muß Bafög beantragen, auch wenn nichts dabei rumkommt...

Ich neige dazu, den Unterhalt in Erwägung zu ziehen, wenn auch die Familienkasse ihren Teil dazu beitragen will. Lehnen die ab, werde ich das womöglich auch mangels gezeigtem "ernsthaften Bemühens" ablehnen.
eine späte, aber längst überfällige erzieherische Maßnahme...

Mögliche Unterstützung hierfür (aber ohne sichere rechtl. Vergleichbarkeit) könnte ein ähnlicher Fall sein, bei dem der Vater eines Kindes mit abgeschlossener Ausbildung nun dachte, das Mädel sei flügge und geht ihren eigenen Verdienstweg.
Tatsächlich hat sie nach über 2 Jahren "spontan" entschieden, Medizin zu studieren und wollte erneut Unterhalt vom Vater...
Damit kam sie vor Gericht nicht durch, trotz angeblich lang andauernder Studienplatzsuche. Das Ü-Ei ihres Wunsches hat sie davor nicht geöffnet um die Eltern vorzuwarnen.

Vergleichbar insofern nur bedingt, weil in hier diesem Fall die Ausbildung ja nicht abgeschlossen und daher jede neue Ausbildung wieder als Erstausbildung gilt (mit allen Rechten...), die 2 Jahre Nichtstun bleiben eine Grauzone...

"Wieviel ist der Nerv dann auch zwischenmenschlich gerechtfertigt, wenn eine Entscheidung darüber erst prozessual getroffen wird, da konkrete Fälle & Entscheidungen, sowie klare gesetzl. Grundlagen fehlen."
Und genau das Gleiche wird der Anwalt sagen, auch der, der lieber einen guten Rat gibt und dafür keinen schlechten Prozeß führen will (Unterhaltsklagen sind aus meiner eigenen Erinnerung an den Zoff zw. meinen Eltern immer ziemlich nervig).

Andererseits habe ich kein Bock darauf, als Rentier in 3 Jahren immer noch Unterhalt für eine Ausbildung zu zahlen...
Da ist der Generationenvertrag etwas falsch verstanden worden...
Ich glaube über das was war, brauchste keine Energie zu verschwenden, so wie Unterhalt nicht nachträglich eingefordert werden kann, so kannste halt auch nix mehr an dem was war ändern, aber auch nix zukünftig "ablehnen" . Das K-Geld gibts bis zum 25zigsten.
Das ist, wenn ich es richtig verstanden habe, in etwa der Zeitpunkt wo Du in Rente gehst?
Ein Jahr später verringert sich üblicherweise die Höhe des Unterhalts, sofern keine Kanzlerrente bezogen wird..oder der Unterhalt beim FamGericht neu, auf Rentenhöhe, festgesetzt wird.

Vielleicht hilft ja der Hinweis, das in absehbarer Zeit deutliche Veränderungen anstehen und bei der Ausbildung nun Gas gegeben werden sollte bzw. muss, da der Geldfluss erkennbar "abebben" wird.
Noch ein paar Rentner-Infos:

 
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