Thema "Inspektion" - ja oder nein (und warum)?

shakatak

Aktiv-Mitglied
Registriert
9 Feb. 2018
Beiträge
104
Reaktionspunkte
22
Punkte
30
Mein Auto
T6 Multivan
Erstzulassung
2019
Motor
TDI® 110 KW EU6 / 6d-temp CXHA
DPF
ab Werk
Getriebe
DSG® 7-Gang
Antrieb
Front
Ausstattungslinie
PanAmericana
Radio / Navi
Navigation Discover MEDIA
Moin zusammen,

hier die im anderen Thread angekündigte zweite Frage, die mich gerade umtreibt. Die Kurzfassung steht ja schon im Titel, ich möchte aber noch ein wenig ausholen, um evtl. meine bisherige Position ein wenig verständlicher zu machen.

Und zwar haben wir in der Familie bisher alle Autos privat gekauft (also nicht finanziert) und diese dann stets "bis zum Schluss" gefahren. Am Anfang waren es gebrauchte Autos, die letzten waren immer Neuwagen. Nie sonderlich teuer, haben alle über 200.000 km geschafft und eins gemeinsam gehabt: wir haben die nie zur Inspektion gebracht, sondern und selbst um die Dinger gekümmert, d.h. immer wie vorgeschrieben Filter und Öl gewechselt, bei Bedarf Reifen, Bremsen usw. So sind wie bisher immer sehr gut gefahren und ich war immer der Meinung: die Inspektion ist reine Abzocke und es wird dabei viel mehr kassiert als notwendig.

Beispiel Suzuki Swift: haben wir damals (2009) als Reimport für 7.700 € neu gekauft minus 2.500 € Abwrackprämie, also nen Neuwagen für 5.000 €! Hat keinerlei Ausstattung, sodass auch nix kaputt gehen kann. Wird wie gesagt von uns selbst gepflegt, hat inzwischen 235.000 km auf dem Tacho und fährt wie ne Eins! Hat natürlich nie im Leben ne Inspektion erlebt. Und ich wette, hätte er jede vorgeschriebene Inspektion bekommen, hätten wir vermutlich allein dafür mehr bezahlt als für den gesamten Wagen...

Nun ist der T6 für uns zum ersten Mal eine Ausnahme. Erstens weil der Wagen beim Kauf viel wertvoller war als die bisherigen, auch wenn gebraucht gekauft. Und zweitens, weil ich den zwar ebenfalls ziemlich lange fahren möchte, aber vermutlich dann doch zum ersten Mal nicht bis der auseinander fällt, sondern bis die Kids aus dem Haus sind. Und selbst wenn der Wagen dann etwas über 10 Jahre alt sein und über 200.000 km auf dem Tacho haben sollte, habe ich beim Kauf gesehen, was dementsprechend gebrauchte Busse damals gekostet haben, sprich das wäre zum ersten Mal ein Auto, was ich gebraucht noch verkaufen würde.

Hier kam für mich beim Kauf doch das Argument ins Spiel, dass die Inspektionen Sinn machen, nämlich für den Werterhalt des Wagens in Bezug auf den Verkauf. Also habe ich nach entsprechender Beratung hier im Forum und einiger Rechnerei direkt bei VW nen Wartungsvertrag über 42 Monate für knapp unter 40 € im Monat abgeschlossen. Das war kurz vor Corona und hatte damals für mich sehr viel Sinn gemacht. Nun kam aber dann sehr viel Stillstand und Home-Office dazu, sodass man Fahrten mit dem Bus sich inzwischen beinahe nur auf Urlaube begrenzen und ich in den 42 Monaten viel weniger gefahren bin als geplant. Damit sind auch weniger Ölwechsel angefallen, sodass ich am Ende vermutlich +/- 0 rausgekommen bin mit diesem Vertrag.

Für den gleichen Kurs hätte ich den Vertrag vermutlich so weitergeführt, aber inzwischen hat VW die Preise so saftig erhöht, dass es nicht nur aus meiner Sicht keinen Sinn mehr macht, sondern sogar meine VW Werkstatt mir davon abgeraten hat mit den Worten: "Das kriegen wir so günstiger hin". Gleichzeitig haben die mir jedoch angedeutet, dass die bisherigen Rechnungen, die stets an VW gingen, um einiges günstiger wären, als die, die ich zu erwarten hätte, weil VW als Großabnehmer bessere Konditionen bekommt.

Wenn ich mir anschaue, was bei diesen Inspektionen so alles gemacht wird, dann ist es aus meiner Sicht nicht viel bzw. auf einiges kann ich durchaus verzichten, Bsp. Check der Hupe oder extrem genaues Hinschauen bei der Windschutzscheibe, um mit dann mitzuteilen, dass diese minimalste, mit dem Auge nicht sichtbare Mikrorisse zeigt und dadurch leider aus der Garantie rausfällt... Von den Literpreisen an Öl, welche man inzwischen beim Ölwechsel bezahlen soll, ganz zu schweigen...

Außerdem kommt aus meiner Sicht inzwischen ein ganz anderer Aspekt hinzu. Hätten wir die gleiche Welt wie vor 10 Jahren, dann wäre ich mir sicher, dass gebrauchte VW Busse weiterhin ziemlich wertstabil bleiben und ich bei einem checkheftgepflegtem T6 PanAmericana mit Sicherheit interessierte Käufer finden würde im Fall der Fälle, was ein gewichtiges Argument für die Inspektionen wäre. In der heutigen Welt dagegen, kann man sich kaum ausmalen, wie es in 5-8 Jahren auf dem Gebrauchtwagenmarkt ausschauen wird mit den ganzen Elektrokarren. Will dann keiner mehr nen T6 haben, weil man mit den Diesel nirgens mehr hin darf? Oder im Gegenteil: wird er mir dann aus den Händen gerissen, weil es einfach kaum noch "echte T's" gibt? Ich könnte mir eher letzteres vorstellen, und dann wäre "checkheftgepflegt" zwar immer noch Nice-2-Have aber vermutlich nicht mehr ausschlaggebend.

Wie seht ihr das? Bringt ihr den Bus jedes Jahr brav zur Inspektion oder kümmert ihr euch selbst um die notwendigen Sachen? Und was macht man in dem Fall mit der Meldung im Display?
 
Nach der Garantiezeit mache ich was geht immer selbst! Was zu tun ist, habe ich aus Reparaturbüchern wie "Jetzt helfe ich mir ....." (von eB..) und aus den Wartungslisten (diese neu gemacht zum Eintragen) , für die ich mal teuer bezahlt habe.
Für das benötigtes Marterial hebe ich mir die Rechnungen auf, immer mit der Kilometer Angabe drauf.
Ins Serviceheft trage ich selbst ein. Display zurücksetzen ist in der Reparaturanleitung beschrieben und Obd11 hät ich auch.
 
Ich halte es da wie du und schraube alles was geht selbst.

Ergänzend dazu:
Meine Fahrzeuge wurden von mir in der Vergangenheit immer so lange gefahren, bis sie wirtschaftlich nicht mehr zu reparieren waren.
Zum Zeitpunkt des jewiligen Ausscheidens waren bei allen durchgehend Karosserieprobleme, sprich Rost der Todesstoß.
Die gesamte Technik war bis zur Weitergabe immer komplett in Schuss und mängelfrei.
Bis auf meinen ersten Wagen (MAZDA 626, direkt selbst zum Verwerter gekarrt) bin ich mir sicher, dass diese danach noch jeweils jahrelang in Afrika rumgefahren sind, ...

Speziell zum Bus:
Wir dürfen uns nicht von den Berichten im Inet und den Foren täuschen lassen und fast schon paranoid quasi permanent von einem uns bald ereilenden Defekt ausgehen.
Selbst hier haben schon welche Laufleistungen mit einem 5.2 ohne Großbaustelle erreicht, welche fast dem Doppelten der bislang von meinem Bus absolvierten Strecke entsprechen.
Um die möglicherweise kostspieligen Defekte schonmal stark einzugrenzen oder solchen überhaupt zu entgehen, betreibe ich aktive Prophylaxe. Finanziell triffts einen dadurch auch nicht mehr so hart.
Ich gehe einfach mal davon aus, dass mein Schätzchen noch 10 Jahre plus funktionieren wird.
Rost wird es schonmal nicht mehr sein, was den Bus umbringen wird.
Sollte es hart auf hart kommen, ist selbst ein Tauschmotor noch immer günstiger als ein beliebiges, gleichwertiges Neufahrzeug im selben Zeitraum verschlingt.

PS: Ich fahre HVO und wechsle Öl alle 2 Jahre oder 10k km.
Ach ja, ich tausche Teile BEVOR die kaputt gegangen sind oder einen bereits anbrüllen und damit weit VOR den in den Serviceunterlagen angegeben Zeitpunkten oder km-Marken ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Bus hat seid der Auslieferung 2018 noch nie eine Werkstatt gesehen. Ölwechsel alle 10.000 km und die üblichen Filter wechseln. Hat jetzt 110.000km runter und läuft. Ich werde den Bus aber auch noch einige Jahre fahren (müssen), bis die Kinder selber fahren. Dann ist der Bus über 20 Jahre alt und Restwert interessiert mich dann nicht mehr.
 
Hi,

die Überlegung ist, ob Du, je nach Laufleistung und Alter, bei einem Schaden ggf. auf Kulanz hoffen kannst.
Also wenn z.B. bei 40 TKM das Getriebe den Abgang macht o.Ä.

Wenn diese Prüfung negativ ist, bekommt VW meinen auch nicht mehr zu sehen.
Ich habe aktuell etwas über 40TKM 'runter, und beim nächsten Ölwechsel stellt sich das Thema auch.
Ich werde dann wohl auf eine freie Werkstatt wechseln, zumal die lokale VW-Werkstatt kein Fremdöl mehr akzeptiert.
 
Für das Geld, was VW für Inspektionen (nichts weiter als "Angucken") haben will, kann man selber regelmäßig prophylaktisch tätig werden und typische Verschleissteile tauschen, bevor die einem in der Pampa abrauchen.
 
Die Kompetenz eines Kfz-Sachverständigen (und damit ist auch jeder Kfz-Mechatroniker gemeint) kann man nur bedingt ersetzen.
Wenn man sich mit seinem Fahrzeug akribisch auseinandersetzt, findet man gewiss immer etwas, was vorzeitig den Geist aufgeben könnte und tauscht es eventuell. Nicht immer zu Recht, aber schlechter wirds damit nicht, wenn man weiß, was man tut.

Ob die Summe dieser Aufgaben den Mininalaufwand von "ich bring meinen Bus je nach Anzeige zur Inspektion und kümmere mich nur ums Bezahlen" dann rechtfertigt, steht auf einem anderen Blatt. Man lernt auf jeden Fall beim Selbstschrauben eine Menge, vor allem eine Menge Respekt vorm KFZ-Handwerk.
Ein T-Bus ist gewiss kein Fahrzeug, das man durch Selbstschrauben extrem² günstig fahren kann. Jedes Ersatzteil kostet ca. das 1.5-fache von einem normalen PKW.

Ich befürworte den eigenen Service, handhabe es bei meinen Fahrzeugen ähnlich wie du (habe auch einen Neuwagen zu Abwrackprämienzeiten gekauft für schmales Geld und nach der Garantie jeden Service selbst gemacht, das Fzg. fährt heute noch mit 218.000 km, TÜV mängelfrei). Das ist jedoch kein Patentrezept für alles.
Gewissermaßen verliert man sich irgendwann auch in einer Liebe zum Detail, eventuell in Übervorsichtigkeit und dann wirds wirtschaftlich betrachtet Unsinn. Sowas sollte man immer differenzieren, aber eine Glaskugel hat niemand.
 
Bei Originalanleitungen.de gibt es für den T5 "Instandhaltung genau genommen".
Für alle die es ganz penibel machen wollen.
 
Worst Case ist ja Motorschaden, da hilft ein lückenloses Serviceheft schon. Allerdings hast du ja keinen 150kw Motor, da ist das Risiko wohl deutlich kleiner...
ich würds an deiner Stelle wohl weglassen
 
wir haben ja Caravelle T 6.1, Januar 2024 vom Werk geholt, hat jetzt knapp über 6000 KM ,
wann wäre denn üblicherweise die Erstinspektion ? hab da auch ein wenig bammel, es heisst Allgemein die Stundensätze Werkstatt VW betragen 120 € netto.
Stehen Inspektionsintervalle im Serviceheft ? hab da noch nie reingeguckt, das ist so ein fettes Buch im Handschuhkasten, da wird einem ja ganz schlecht.
 
Normalerweise sagt dir dein Auto wann es in die Werkstatt möchte. Meist schreiben einem die Händler auch noch an wenn sie meinen das da etwas zu machen ist und sie geld verdienen können.
 
wir haben ja Caravelle T 6.1, Januar 2024 vom Werk geholt, hat jetzt knapp über 6000 KM ,
wann wäre denn üblicherweise die Erstinspektion ? hab da auch ein wenig bammel, es heisst Allgemein die Stundensätze Werkstatt VW betragen 120 € netto.
Stehen Inspektionsintervalle im Serviceheft ? hab da noch nie reingeguckt, das ist so ein fettes Buch im Handschuhkasten, da wird einem ja ganz schlecht.
Da macht man sich doch vor dem Kauf drüber Gedanken.
Rechts oben gibt es eine Lupe, damit lässt sich hier ganz gut suchen, in anderen Suchmaschinen auch.
Und wenn Dein Profil ausgefüllt wäre, wären Deine Chancen gezielt Infos zu bekommen höher, als zur Zeit.

 
wann wäre denn üblicherweise die Erstinspektion ? hab da auch ein wenig bammel, es heisst Allgemein die Stundensätze Werkstatt VW betragen 120 € netto.
Siehe den Link von FPM.
Ich würde allerdings den Teufel tun und die Folgeintervalle mit 30k km einhalten (Ölwechsel mind. halbieren).
 
Kurz und knappe Antwort von mir:
Ich warte und repariert meine Fahrzeuge seit ich den Führerschein habe immer selbst. Sich wenn ich kein gelernter KFZ Mechaniker bin…,.und ich weiß was ich wirklich gemacht habe und nicht nur mal eine Checkliste abgehakt habe
Da ich die Wägen meist länger gefahren habe bin ich von den Kosten gewiss günstiger gewesen selbst wenn man einen vermeintlich Abschlag beim verkaufen annehmen müsste da ja kein „Scheckheft“ abgestempelt war. Ich habe aber auch jede Wartung und Reparatur selbst ordentlich dokumentiert. Da der Zustand immer ordentlich und gepflegt war hatte auch nie jemand wegen fehlender Scheckhefteiträgen gemeckert…
 
Hi,
ich bin da auch hin und her gerissen, hab aber scheinbar echt Glück mit meinem VW Händler. Hab gerade für die erweiterte Inspektion + Tausch der Bremsflüssigkeit 160€ bezahlt. Zusätzlich ist der Bus innen gesaugt und frisch gewaschen.
Man wird vorher gefragt, ob das Wischwasser aufgefüllt werden soll (nein) oder ob die Wischerblätter o.k. sind (ja).
Öl darf ich beim Service auch selber mitbringen.

Außer wenn ich alles selber mache wird es schwer das billiger zu bekommen. Stempel, Mobilitätsgarantie und vielleicht Kulanz kommen auch noch dazu.

Der Bus hat aber auch erst 50Tkm, wirkliche Reparaturen mache ich dann selber und wenn es deutlich teurer wird muss ich mir was überlegen.
Ciao,
Stephan
 
Für das Geld, was VW für Inspektionen (nichts weiter als "Angucken") haben will, kann man selber regelmäßig prophylaktisch tätig werden und typische Verschleissteile tauschen, bevor die einem in der Pampa abrauchen.
bitte ich habe eine Nachfrage, was wären denn zB typische Verschleissteile ?
 
Mit Blick auf dein Nutzerprofil kann man nur sagen: die Reifen
Mehr verrätst du uns von deinem Hobel ja nicht…
 
Zurück
Oben