T5.2 Rost Unterboden

Bitumen ist bei mir tabu. Weil wenn man den wegmachen will oder muß, dann ist das eine ganz andere Scheixxe, als mit Fett oder Wachs. Aber jeder, wie er es für richtig hält.
 
Hallo zusammen, ich ergänze mal ein paar Bilder von meinem Unterboden. Was sagt Ihr dazu? Wie schlimm ist es? Was würdet Ihr sofort machen, und was erst später?
Danke und lG
 

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Am ersten Bild gibt es kaum was nennenswertes. Der Stoßdämpfer wird halt irgendwann ersetzt und der Längslenker ist so massiv, daß da nichts ist. Owatrol drauf , vielleicht noch was Wachs und gut ist. Aber weiter oben neben der Feder sieht auch was braun aus - könnte die Karosse sein

Beim zweiten Bild der Stoßdämpfer - die Feder scheint intakt, der Rest wieder wie oben

Beim dritten der Motorträger - der sieht eindeutig gezeichnet aus. Den muß man vor Ort begutachten. Da kannst du gleich mal einen Nadelentroster holen. Der ist mit Abstand am kritischsten.

Gruß WoW
 
Danke Dir. Wer 917 fährt muss Ahnung haben :) Habe leider keinen Druckluftkompressor. Den brauche ich dann wohl auch noch…
 
Habe leider keinen Druckluftkompressor.
Also mit Drahtbürste oder Schleifpapier brauchst Du da erst gar nicht anzufangen.... Man hätte früher da ran müssen. Ist wahrscheinlich nur noch begleitetes Dahinsiechen - Sterben wollte ich nicht schreiben.

Gruß WoW

Ps.: Der 917 - fast so schön wie eine Frau.... 😎
 
Danke! Du sprichst hoffentlich nur vom Aggregateträger bzgl. dahinsiechen…
 
Du sprichst hoffentlich nur vom Aggregateträger bzgl. dahinsiechen…
Mehr kann ich ja nicht bewerten. Wobei ich jetzt schon mal behaupten würde, daß das ein Auto ist, daß jahrelang bezüglich Rostvorsorge vernachlässigt wurde. Da würde ich gleich mal empfehlen alle Abdeckungen wegzumachen - auch die in den Radhäusern - und gehe auch davon aus, daß man da weiter fündig sein wird....

Gruß WoW
 
Es gibt hier irgendwo in den Tiefen des Boards Bilder einer komplett durchgerosteten vorderen Federbeinaufnahme. Bei Bild 2 bist du auf dem besten Wege. Und da meine ich nicht den Stoßdämpfer, der es ja ohnehin hinter sich hat. Wo hat das Auto geparkt: In der Nordsee/am Nordseestrand in DK oder in der alpenländischen Streusalzwüste?

Und wenn du noch ein paar Bilder am Hinterwagen machen willst: Schieß mal ein zwei Bilder der hinteren oberen Stoßdämpferaufnahme.

@wow2 : Begleitetes Dahinsiechen - geiler Begriff! Aber der T5 rostet ja nicht mehr so wie der T4 - Scherzle gemacht!

Grüße
Jochen
 
Und wenn du noch ein paar Bilder am Hinterwagen machen willst: Schieß mal ein zwei Bilder der hinteren oberen Stoßdämpferaufnahme.
Daran mußte ich auch denken - denn obwohl ich eigentlich hinter dem Rost jährlich hinterher bin, überlegt man sich dann aus Faulheit halt doch, die eine, oder andere Abdeckung hinten dranzulassen. Vor nem Jahr habe ich dann auch die hinteren Stoßdämpferaufnahmen freigelegt und war von nicht zu vernachlässigendem Rostfraß überrascht. War alles noch problemlos handlebar, aber noch zwei weitere Jahre Faulheit und dann wäre es eng geworden. Das gleiche gilt für die hinteren Heckabschlußbleche im Radbereich.

Gruß WoW
 
Danke! Ja, gut erkannt, tatsächlich Dänemark, Odense… Ist halt ein 4M LR mit 80 TKM, da hatte ich mich schon entschieden bevor ich ihn live gesehen hatte…

Anbei noch weitere Bilder. Ich hatte ihn 2023 nach dem Kauf Eisstrahlen und Versiegeln lassen. Die Bilder sind ‘nachher’ Bilder davon.
 

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Im Großen und Ganzen vermutlich eine brauchbare Arbeit. Eisstrahlen hat natürlich seine Grenzen, wo richtig Rost ist. Das sieht man an der hinteren, linken Stoßdämpferaufnahme. Dort sind noch richtige Rostplatten. Sowas kann nicht versiegelt werden - mit garnichts. Der Rost muß immer mindestens einschließlich der letzten Rost-Blätterteigschicht weg. Jegliches saugfähige Rostrestgebilde speichert Feuchtigkeit und nährt die Blech/Rost-Grenzschicht beim Weitermachen. Zudem ist ein so freigelegter Unterboden super, aber es kommt auf die gewissenhafte Arbeit im nächsten Arbeitsschritt an. Es muß an allen Stellen wieder ein neuer Aufbau hergestellt werden.

Gruß WoW
 
Wenn man die Kohle fürs Eisstrahlen investiert, sollte man in dem Zug den Mehraufwand betreiben und Auspuff, Unterbodenverkleidungen und zB hintere Fahrwerksfedern etc ausbauen.
Grade um die hinteren oberen Federteller ist wohl der größte Rostherd.
Innenradläufe genau so.
Überschaubarer Aufwand, aber da lohnt sich die Rostvorsorge (oder rechtzeitige Behandlung) am meisten...


PS:
Innen im Geräteträger, Holme etc, wo man halt zum entrosten nicht hin kommt:
Die Stellen vorwärmen und heißes Seilfett reinrotzen.
Je wärmer, umso weiter kriecht es in den Rost-Blätterteig rein und stoppt den Rost auch recht dauerhaft.
Alle paar Jahre wiederholen...
 
Hallo zusammen, ich ergänze mal ein paar Bilder von meinem Unterboden. Was sagt Ihr dazu? Wie schlimm ist es? Was würdet Ihr sofort machen, und was erst später?
Danke und lG
Sieht schon fortgeschritten aus, aber das lässt sich noch gut im DIY-Verfahren machen.
Gehe so vor und Du hast die nächsten Jahre Ruhe.
 
Danke, Ihr seid spitze !
 
Danke, Ihr seid spitze !
Wie meine Vorredner bereits sagten, am besten die ganzen Verkleidungen vom Unterboden entfernen (insbesondere die Radhäuser und die Schweller freilegen), und dann alles so gut wie möglich entrosten und dann behandeln, auch die Hohlräume nicht vergessen. Ich habe den Unterboden anschließend mit Rostumwandler und Wachs gemacht, den Wachsauftrag erneuere ich an den exponierten Stellen jährlich. Seilfett mag ne bessere Lösung darstellen, hab ich selbst noch keinerlei Erfahrung mit gesammelt.
 
Seilfett mag ne bessere Lösung darstellen, hab ich selbst noch keinerlei Erfahrung mit gesammelt.
Das würde ich nicht mal behaupten.
Seilfett ist ok denke ich. Überschaubare Sauerei, Wirkung ganz gut.
Muss man aber auch im auge behalten und ggf. mal erneuern.
Hauptvorteil sehe ich darin, dass es in den rost kriecht wenn es warm und flüssig ist. Der Effekt wiederholt sich in einem heißen Sommer dann von selbst.
 
Seilfett ist aus der Sprühdose einfach zu verarbeiten. Hinzu kommt, dass transparentes Seilfett den Vorteil hat, dass man den Zustand weiterhin gut beobachten kann. Ich hatte vor Jahren mal Dinitrol verarbeitet und später dann festgestellt, dass die Oberfläche immer noch schick aussah, darunter aber wieder Rost entstanden war.
 
Ich hatte vor Jahren mal Dinitrol verarbeitet und später dann festgestellt, dass die Oberfläche immer noch schick aussah, darunter aber wieder Rost entstanden war.
Das ist aber bei allem möglich. Wo Rost ist, rostet es weiter. Die Frage ist nur, wie schnell.... Die lange klebrige Oberfläche von Seilfett ist auch nicht jedermanns Sache. Da hat jeder seine Vorlieben.
 
Seilfett ist aus der Sprühdose einfach zu verarbeiten. Hinzu kommt, dass transparentes Seilfett den Vorteil hat, dass man den Zustand weiterhin gut beobachten kann. Ich hatte vor Jahren mal Dinitrol verarbeitet und später dann festgestellt, dass die Oberfläche immer noch schick aussah, darunter aber wieder Rost entstanden war.
Dann war der Rost nicht komplett mit Dinitrol ML durchtränkt.

Dinitrol ist leider kein konkreter Begriff - von Dinitrol gibt es verschiedene Produkte. Zur Rostbehandlung / Sättigung nimmt man Dinitrol ML. Dinitrol ML Spraydose 500ml

Dinitol ML sollte nach der Ablüftung auch mit einem Sprüher Wachs für den mechanischen Oberflächenschutz abgedeckt werden. Ist der Rost einmal gesättigt, arbeitet da jahrelang keine Korrosion mehr.
 
Ich hab einen ex Post T5.2 und nein das ist keine durchgerockte Bude, der steht TOP da. Hab dem unter anderen technischen Verbesserungen und Wartungen auch eine Rostvorsorge zukommen lassen, obwohl der so gut wie Rostfrei war (und ist). Hohlräume alle mit Fluidfilm, weil das Zeug für immer Kriechfähigkeit behält und alles unterwandert und dort nicht abgewaschen werden kann. Den Unterboden im Besonderen alle Blechdopplungen mit Dinitrol ML vorgearbeitet weil das in jede Mikrospalte einzieht und nach dem das Abgelüftet war mit Wax das ganze Versiegelt. Dinitrol ML und Wax sind Kompatiebel und der Wax ist nach abtrocknung nicht Dreckbindend, wie es Seilfett ist. Mit Seilfett arbeitet eigendlich keiner der Topleute mehr (siehe Holzknecht)
 
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