T5 2.5 TDI AXD geht während der Fahrt aus und startet nicht mehr

VeryMadMax

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Braunschweig
Mein Auto
T5 Caravelle
Erstzulassung
2004
Motor
TDI® 96 KW
DPF
nein
Getriebe
6-Gang
Antrieb
Front
Typenbezeichnung (z.B. 7H)
7H, 2.5 TDI AXD
Moin zusammen,

unser T5 (jenseits der 300k km) ist letztens während der Fahrt ausgegangen, nachdem er sich kurz etwas "verschluckt" hatte...seitdem ist er nicht mehr zum Starten zu bewegen. Anlasser dreht, Batterie habe ich nachgeladen. Das Anlassergeräusch ist meiner Meinung nach etwas anders als vorher...subjektiv höher. Anfangs hat er noch ein paar Mal scheinbar gezündet/georgelt, mittlerweile hört man vom Motor aber im Grunde nichts mehr, außer dem Anlasser halt.
Das Auslesen mittels VCDS liefert einen Fehler (s. Anhang) "Schlüssel -Signal zu klein - sporadisch", das Symbol für die Wegfahrsperre leuchtet/blinkt beim Start aber nicht.

-Problem tritt mit beiden Schlüsseln auf
-Dieselfilter wurde getauscht und neu befüllt
-Vorförderpumpe läuft
-Funktion Relais 109 i.O.
-Glühkerzenrelais, Glühkerzen und -leitungsstrang getauscht (schon ca. 1 Jahr her)

Der Vollständigkeit halber erwähne ich, dass dieser Bus schon länger Probleme beim Kaltstart - wahrscheinlich PDEs - hatte, aber seit wir ihn haben, immer zuverlässig gestartet ist. Das konnte eben nur manchmal etwas dauern (Orgeln). Insofern entspricht das Fehlerbild ggf. nicht dem "Normal" (z.B. kurz an- und nach ein paar Umdrehungen wieder ausgehen bei einer defekten Lesespule).

Könnte das MSG defekt sein, ohne dass man einen Fehlerspeichereintrag bekommt? Kann ein defektes AGR-Ventil den Start verhindern?

Danke vorab!

PS: Ich hoffe, ich bin hier als board-Neuling richtig. Ansonsten gerne verschieben oder darauf hinweisen.
 

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Könnte an der Verkabelung etwas kaputt sein oder hat der Marder einen Besuch abgestattet...
 
Könnte an der Verkabelung etwas kaputt sein oder hat der Marder einen Besuch abgestattet...
aber dann würde er ja nicht einfach während der Fahrt ausgehen? Nach mehr als 100 km...
 
Wenn der Motor abgelassen wird, zeigt dann der Drehzahlmesser eine Drehzahl an? Falls nicht, ist der Kurbelwellensensor bzw seine Verkabelung vermutlich das Problem.
 
Wenn der Motor abgelassen wird, zeigt dann der Drehzahlmesser eine Drehzahl an? Falls nicht, ist der Kurbelwellensensor bzw seine Verkabelung vermutlich das Problem.
ich habe es eben mal getestet. Wenn der Anlasser dreht, dauert es einen kurzen Augenblick und dann werden ca. 200 Umdrehungen/min angezeigt. Ich versuche am Wochenende, die genaue Anlasserdrehzahl auszulesen.
Das Symbol für die Wegfahrsperre leuchtet bei Zündung EIN kurz auf und geht nach kurzer Zeit wieder aus.
 
Also dann scheint der KW Sensor zu funktionieren, ich denke allerdings 200 U/min sind bisschen wenig zum Starten. Aber er ging ja während der Fahrt aus, das sollte ja nix mit dem Anlasser zu tun haben. AGR könnte ich mir vorstellen, aber dann würde er vermutlich kurz anspringen und sich dann an den ersten Abgasen verschlucken.
 
Wenn der Motor abgelassen wird, zeigt dann der Drehzahlmesser eine Drehzahl an? Falls nicht, ist der Kurbelwellensensor bzw seine Verkabelung vermutlich das Problem.
Eine - im Instrument - wahrzunehmende Drehzahl ist kein verlässliches Indiz für ein intaktes KW SIGNAL.
 
Was sagt die Luftklappe?

Ist die offen?
 
..evtl.das Magnetventil?
 
Also die Redneck-Variante wäre Schlauch vor der Klappe demontieren und nen Helfer gucken lassen.👍
 
Das Anlassergeräusch ist meiner Meinung nach etwas anders als vorher...subjektiv höher. Anfangs hat er noch ein paar Mal scheinbar gezündet/georgelt, mittlerweile hört man vom Motor aber im Grunde nichts mehr, außer dem Anlasser halt.

Scheint ein kniffliger Fall zu sein...
Bei einem Fzg. mit über 300Tkm möchte man ja auch nicht unbedingt anfangen eine Werkstatt für viel Geld "try and error" machen zu lassen...

Grundsätzlich braucht der Diesel erstmal Luft und Treibstoff um zu laufen.
Da er im Betrieb ausging (in welcher Situation? Bei konstanter Fahrt oder? Also nicht "abwürgen" oder so?), ist das Problem wohl VERMUTLICH NICHT vom Anlasser abhängig... (Aber glauben heißt nicht wissen;))

Ich würde an deiner Stelle erstmal versuchen mit Startpilot oder Bremesenreiniger zu starten, das Zeug ist viel zündwilliger und kann einem "unwilligen" Diesel ungemein helfen beim Motorstart.
Noch wichtiger aber: Du kannst damit prüfen, ob der Motor mechanisch in Ordnung ist und läuft, da er mit dem Zeug auch dann anpringt, falls er überhaupt keinen Diesel bekommt.
Dafür muss er nur Kompression haben und Verbrennungsluft bekommen bzw. mechnisch soweit i.O. sein.
Wenn er damit also anspringt und läuft, ist ein mechanisches Problem (gewöhnlich) schon mal ausgeschlossen.

Außerdem könntest du für den Startversuch ev. ein 2. Fzg. mit laufendem Motor anhängen mit (guten!) Starthilfekabel, damit wäre die Spannung deutlich höher und somit auch die Starterdrehzahl. (Dabei aber unbedingt auf guten Kontakt achten! Du solltest alleine bei der Innenbeleuchtung sehen, dass die heller wird wenn das 2. Auto angeklemmt ist)
Alternativ könntest du auch versuchen anzuschleppen, wenn es nicht zu viel Aufwand ist.
(Dann aber nat. nicht mit Bremsenreiniger...)

Womöglich ist ihm wirklich die Drehzahl zu gering, das würde erklären weshalb es keine Fehlermeldung gibt.
(Steht aber nat. im Widerspruch zum ausgehen während der Fahrt UND deinem subjektiv schneller (höher?) laufendem Anlasser)

Kostet aber erstmal nichts und könnte aufschlussreich sein...

Ist die sporadische Fehlermeldung zur WFS nach löschen wiedergekommen?
Eigenartig scheint eben, dass es keinerlei Fehlermeldung gibt die darauf hindeuten den Motor während der Fahrt abzustellen?
Sollten die PDE plötzlich ALLE gleichzeitig aus sein (zb. Masse unterbrochen?!?) dann würde das auf alle Symptome passen, sollte aber Einträge im Fehlerspeicher generieren???
Es würde jedenfalls sowohl das ausgehen während der Fahrt als auch nicht mehr anspringen erklären.
Dabei würde es auch nicht helfen, wenn der Diesel bis zu den PDE kommt...
Mit Bremsenreiniger müsste er dann aber auf jeden Fall laufen.
Der PDE Stecker sitzt ordentlich und ist verriegelt?
(Nicht, dass der sich gelöst hat... Was aber auch Fehler generieren sollte?)
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Abend und erstmal DANKE für die teilweise sehr detaillierten Antworten!

(in welcher Situation? Bei konstanter Fahrt oder? Also nicht "abwürgen" oder so?)
Autobahn, ca. 120 km/h Tempomat.

Ist die sporadische Fehlermeldung zur WFS nach löschen wiedergekommen?
Ja, kam wieder. Aber s.u.

Ich habe ihn eben nochmal ausgelesen und die Anlasserdrehzahl geloggt. Leider war die Batterie etwas schwach auf der Brust, wahrscheinlich auch, weil es unter Null Grad hatte. Die höchste Drehzahl hat er am Anfang erreicht mit 189/min (Log mit weiteren Messwerten, die mir sinnvoll erschienen im Anhang). Diese würde zur auf dem Tacho angezeigten Drehzahl passen und klingt subjektiv auch erstmal nicht viel langsamer, als sonst (wenn er normalerweise anspringt).
Außerdem habe ich überprüft, ob dem Motor das Starten grundsätzlich "erlaubt" ist, die Schlüssel angelernt sind etc. Dies war ebenfalls i.O. (ebenfalls im Anhang).
Was sagt ihr zum Magnetventilstatus 128?

ABER: Zuletzt habe ich noch einmal den Ölstand kontrolliert, da es mir seltsam vorkam, dass der Füllstand der Kühlflüssigkeit sinkt...und siehe da, der Ölstand ist auffällig hoch. Höher, als er sein sollte bzw. zuletzt war. Ich werde das im Auge behalten, aber ich denke mit dieser Erkenntnis kann ich mich gedanklich von dem Motor verabschieden. Oder fällt noch jemandem eine plausible Erklärung dafür ein, außer Zylinderkopf(-dichtung)? 😢

Danke euch!
 

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Oder fällt noch jemandem eine plausible Erklärung dafür ein, außer Zylinderkopf(-dichtung)? 😢
Also wenn es nur um den Kühlwasserverlust und den steigenden Ölstand geht
ist die Kühlwasserpumpe beim 5-Zylinder sehr häufig der Verursacher.
Die Zylinderkopfdichtung ist bei diesem Motor kaum die Ursache.
Wasserpumpe
 
Zitat aus der Eingangsfrage #1:

"unser T5 (jenseits der 300k km) ist letztens während der Fahrt ausgegangen, nachdem er sich kurz etwas "verschluckt" hatte...seitdem ist er nicht mehr zum Starten zu bewegen"

Auch wenn es zunächst blöd klingt - vielleicht liegt hier das Problem (unterstrichener Auszug aus dem Fehlerscan)...
(Tank zu leer - ggf. als Folge Mangelförderleistrung der Vorförderpumpe)

Adresse 18: Standheizung Labeldatei: DRV\7H0-819-008.clb
Teilenummer: 7H0 819 008 M
Bauteil: Standheizung 0208
Betriebsnr.: WSC 00000 000 00000
VCID: 36656DE2424C452621-513C

2 Fehlercodes gefunden:
02251 - Heizger t verriegelt
000 - -
00664 - Kraftstoffvorratsanzeige
002 - unterer Grenzwert unterschritten


Der Magnetvetilstatus 128 tritt z.B. Schubbetrieb aus oder wenn (je nach MSG Version) aus anderen Gründen, wie z.B. zu geringe Startdrehzahl keine Freigabe der PDE's erfolgt.

Anmerkung dazu:
Ein VW Golf Plus 1,9tdi Bj. 2004 auch mit PDE, ging mit teilgefülltem Tank regelmäßig aus startete und lief wieder (reproduzierbar) nach Auffüllen des Tanks.

Gruß fotowusel
 
Zuletzt bearbeitet:
ist die Kühlwasserpumpe beim 5-Zylinder sehr häufig der Verursacher.
Danke für die Idee, da muss ich mich erstmal etwas einlesen. Ist es realistisch, dass der Ölstand hierbei auch im Stand steigt? Wodurch kommt der Motor dann letztlich zum Stehen? (ohne Fehlerspeichereintrag, Temperaturwarnung o.ä.)

Tank zu leer - ggf. als Folge Mangelförderleistrung der Vorförderpumpe
Schon seltsam, dass wir damit sonst nie Probleme hatten, aber irgendwann ist so eine Pumpe dann eben auch mal hin...aber wie passen die anderen Symptome dazu?
Ein Auslesen des Messwerts "Kraftstoffvorrat" ergab 21 Liter. Ein gutes Viertel.

Der Magnetvetilstatus 128 tritt z.B. Schubbetrieb aus oder wenn (je nach MSG Version) aus anderen Gründen, wie z.B. zu geringe Startdrehzahl keine Freigabe der PDE's erfolgt.
D.h. die PDEs erhalten während des Startens kein Signal zur Einspritzung? Kann man diese Theorie über einen anderen Messwert o.ä. prüfen? Der Ventilstatus müsste sich mit vollerer Batterie und demnach höherer Drehzahl dann ja ändern.

Außerdem könntest du für den Startversuch ev. ein 2. Fzg. mit laufendem Motor anhängen mit (guten!) Starthilfekabel, damit wäre die Spannung deutlich höher und somit auch die Starterdrehzahl
Als er liegengeblieben ist, hatten wir versucht, ihn mit einer mehr als ausreichenden Batterie fremd zu starten. Ohne Erfolg. Und wie gesagt, war de Drehzahl zumindest am Anfang subjektiv nie viel höher. Ich versuche aber mal, ein zweites Auto zu organisieren...
 
Danke für die Idee, da muss ich mich erstmal etwas einlesen. Ist es realistisch, dass der Ölstand hierbei auch im Stand steigt? Wodurch kommt der Motor dann letztlich zum Stehen? (ohne Fehlerspeichereintrag, Temperaturwarnung o.ä.)
Nein. Das wäre nur eine Erklärung für den erhöhten Ölstand.

Am Ende bringt das aber alles nichts. Da der FS nichts hergibt, muss man anfangen, eine strukturierte Fehlersuche zu machen.

Als erstes würde ich die Kraftstoffdrücke messen und loggen. Fehlender Kraftstoff wird nicht im FS abgelegt.

Da kommen verschiedene Dinge in Frage (Vorförderpumpe, Kraftstofffilter, Tandempumpe). Die werden alle nicht überwacht und würden auch zum Auftreten während der Fahrt passen.
 
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