AW: T5 - 100.000km Dauertest ams, Heft 11
Moin...
Danke für's Fazit.
Besser kann man es nicht ausdrücken:
"Wer gut schmiert, der gut fährt"
EDIT: im Dikussionsbereich geht's
weiter...
Nanana, Thilo, wer wird denn da gleich einen ganzen Berufsstand (dessen ach so verschmähte Produkte hier aber scheinbar sehr aufmerksam gelesen werden...

) in Misskredit bringen wollen?
Und da ich selbst zu diesen Luxushotel-Bewohnern und Werbegeschenk-Entgegennehmern zähle: Versucht doch mal, in einem deutschen Ballungsgebiet bei schlechtem Wetter ein neues Auto angemessen zu präsentieren und vor allem für die Fotografen ordentliche Locations (schöner Hintergrund, wenig Verkehr – so will es der Leser schließlich) anzubieten. Jetzt klar, warum das vielleicht im Winter an der portugiesischen Küste besser funktioniert als in der nebligen Nordeifel? Und Luxushotels sind meistens die einzigen Hotels, die entsprechend große Konferenzräume besitzen, in denen vor internationalem Publikum angemessen vorgetragen werden kann. In einer Pension am Waldrand von Soltau geht das eben nicht. Und Werbegeschenke? Ja, die gibt's, und da wurde früher tatsächlich maßlos übertrieben. Seit das Finanzamt aber diese Präsente steuerlich nicht mehr anerkennt, ist beim Gegenwert von 40 Euro meist Schluss. Dafür gibt's dann einen schicken Kuli oder auch einen 512-MB-Stick, auf dem sich als PDF die Presserede des Vorstandsvorsitzenden befindet. Und ja, manchmal gibt es auch eine Flasche Wein. Gebe ich alles zu. Hat mich in meiner Urteilsfähigkeit aber noch nie beeinflusst, noch hat der Geschenk-Gebende solches (nämlich eine wohlwolende Beurteilung des Autos) erwartet. Das wäre absolut unprofessionell und würde sich schnell herumsprechen.
Sinn des Ganzen ist vielmehr, eine angenehme Arbeits-Atmosphäre zu schaffen. Und übrigens: Wenn ich von der ohnehin kurzen Zeit vor Ort die Pressegespräche, die Testfahrten, die Foto-Locations und das Abendessen (was wiederum dem Erfahrungsaustausch dient, weshalb ich unter der Tischdecke stets ein Notizbuch halte und abneds bis 24 Uhr oder später hoch aufmerksam bleiben muss – unbezahlt natürlich) abziehe, habe ich netto von meinem "Luxus-Hotel" eine halbe Stunde. Ich sehe das tolle Gebäude und die Zimmerpreise, die ich selbst nie zahlen könnte, aber ich habe nichts davon. Es ist ein Arbeitsmittel.
Nur um das klar zu stellen: Motorjournalisten haben gewiss keinen schlechten Job und kommen in Gegenden, von denen andere nur träumen. Warum sollte ich das leugnen? Und ob man uns wie letztens den Laguna-Nachfolger wirklich in Argentinien vorstellen muss – darüber kann man streiten. Aber es ist irgendwann einfach nur Dein Job, für den Du andererseits ständig in der Kritik stehst (Chefredakteur, Leser, Industrie) und Dein halbes Leben in Flughafen-Transferräumen verbringst.
Dirk