Das ist ein Thema was ich ziemlich interessant finde, aber da gibt es halt auch x Meinungen wie das richtig läuft und was der richtige Weg ist.
Ich finde es schwierig da entsprechende Informationen zu finden und so für sich selbst und den Hund den passende Weg zu finden. Es ist ja nicht jeder Hund gleich und jeder hat seine eigenen Probleme in verschiedenen Situationen.
Meine wird schon bei einem knall unruhig und will nicht weg und nachhause.
Silvester ist für sie die Hölle.
Das ist jetzt nur ein Beispiel.
Außer in der Situation selbst Ruhe zu bewahren und auszustrahlen weiß ich wenig wie ich ihr da helfen kann.
Klar, da kann man jetzt vieles reindenken oder auch eben nicht...
Aus meiner Gedankenwelt: ich bin mit einer stark reaktiven, also umweltunsicheren CC-Hündin quasi gewachsen. Die Unsicherheit lag aber nicht vorwiegend am Hund selber sondern an meiner "Unruhe" oder "falschen Energie" und einem damit einhergehenden Verhalten was für meine Hündin unverständlich war. Ergo, sie hat sich einfach versucht selbst zu schützen und das ging halt immer nach vorne und war sehr lauf & krtäftig!
Der Schlüssel war die Ruhe in sich selbst zu finden, eine lockere und nicht angespannte Körpersprache zu haben und in Situationen wo das alles nicht ausreicht ein Management zu haben. Wir sind z.B. bei bestimmten Hundebegegnungen weit aufs Feld oder tief in den Wald um einfach einen "Safeplace" zu haben. Ich habe damals Stunden mit ihr verbracht unbekannt Dinge zu erkunden, das find schon beim Bulli an, Traktoren / Landmaschinen, komische Brücken, wackelnde Uferstege usw. Da haben wir ewig Zeit investiert und kaum Meter gemacht aber waren am Ende beide geschafft. Das Fazit: der Hund ist nach 2,5 Jahren intensiven Training am Ende selbstbewusst und frei durch die Gegend gelaufen, brauchte nie eine Maulkorb und war happy.
Beispiel Silvester, meine haben damit nie ein Problem gehabt, aber ich bin schon mit Freunden deswegen extra an einen Ort gefahren wo nicht geböllert werden kann! Wir waren in den Bergen, man kann aber auch an viele Flughäfen fahren... nicht jeder Hund ist schussfest. Meine jetzige große wird dann immer aufmerksam, orientiert sich zu mir und fragt nach... wenn ich "easy" weitermache, geht sie weiter ihren Weg.
Ich habe jetzt eine seht selbstsichere Hündin welche von Anfang an sehr orientiert an mir war. Ich habe das aber auchvon Beginn an eingefordert & gefördert. Es war immer "lohnend" sich an mich zu wenden... meine 2. als Puppy orientiert sich an ihr und an mir. Da kannst du sehr deutlich sehen wie schnell sie sich Dinge aneignet und der vorgegebene Radius der großen wird nicht überschritten. Sie zeigt also jetzt schon in vielen Situationen die gleichen Wesenszüge und Selbstsicherheiten wie die Große auch.
Fakt ist, ein Hund macht Arbeit, mehrere Hunde machen mehr Arbeit und wenn ich einen "Partner" haben will, muss ich dafür bereit sein die Zeit zu investieren. Ich habe für meine erste damals mein komplettes Leben umgestellt weil ich ihr ein gutes Leben schenken wollte. Ich habe auf vieles verzichtet und ja, ich habe dadurch auch Freundschaften verloren weil es nicht verstanden wurde. All das war es aber wert & in meinen Augen spielt es dabei keine Rolle was für ein Hund es ist, groß oder klein, Jagd- oder Schutzhund, Liste oder nicht... jeder hat seine individuelle Fürsorge mehr als verdient!
Wenn ich hier durchs Dorf gehe oder auch bei mir in der Heimat, haben früher alle einen Bogen um uns gemacht, heute werden wir gefragt ob man uns begleiten darf. Da laufen dann auch ängstliche kleine Hunde mit, können von der umweltsicheren und selbstbewussten Art von meiner Hündin profitieren... der Mensch muss aber bereit sein das für sich & seinen Hund zu tun! Viele wollen einen Hund und haben offensichtlich gar keine Zeit für das Tier... hier sehe ich täglich Herrchen, Frauchen oder auch viel zu junge Kids die mit Smartphone in der Hand den Hund an der Leine hinterherziehen... null Aufmerksamkeit und Wertschätzung!
ich mache jetzt hier mal Schluss, könnte noch zig weitere Storys berichten... es geht nicht um richtig oder falsch, es geht um Respekt und die Bereitschaft selbst auch mehr zu geben als vllt. am Anfang geplant...
