Startprobleme nach längerem Stehen - PDE?

Den Daten sind auch sehr negative Schaltzeit-Abweichungen (-78 etc) mehrerer Zylinder zu entnehmen. Meiner Recherche nach gibt das einen Hinweis auf zu niedrigen Förderdruck, richtig?
- Kommt das bei neuen Tandempumpen vor?
- Oder durch die fehlerhafte Schraube?
- könnte der Kraftstofffilter undicht sein? (Nachdem ich mit vcds die vorförderpumpe aktiviert habe, war dort ca 2sek ein leichtes „zirpen“ zu vernehmen- als ob da Luft irgendwo rein kommt… )
 
Den Daten sind auch sehr negative Schaltzeit-Abweichungen (-78 etc) mehrerer Zylinder zu entnehmen. Meiner Recherche nach gibt das einen Hinweis auf zu niedrigen Förderdruck, richtig?
Ggf. auf Kraftstoffmangel, aber muss nicht mit dem Druck zusammenhängen...
- Kommt das bei neuen Tandempumpen vor?
Meistens liegt das nicht an der Pumpe
- Oder durch die fehlerhafte Schraube?
Nein
- könnte der Kraftstofffilter undicht sein? (Nachdem ich mit vcds die vorförderpumpe aktiviert habe, war dort ca 2sek ein leichtes „zirpen“ zu vernehmen- als ob da Luft irgendwo rein kommt… )
Ja, durch Undichtigkeiten hier kann es zu Störungen auch im Druckbereich nach der Tandempumpe kommen

Gruß fotowusel

Vlt. schon einmal gepostet und hat sicher nichts mit dem Startverhalten zu tun aber In den Log's fällt bei oberflächlicher Betrachtung ein relativ hoher Differenzdruck von bis zu 204mbar bei 2.478UpM auf - je nach Beladungszustand des DPF sollt man das beobachten und hier auch eine Logfahrt machen.
Der Druck sollte auch unter Volllast und hoher Drehzahl 300mbar nicht wesentlich übersteigen.

Logdaten:
67,1 'Temperatur vor Turbolader
67,3 'Druckdifferent DPF
70,2 'Rege.-Zeit
71,4 'Förderdauer Nacheinsprotzung
73,1 'Verbrauch seit Reg.
73,2 'Strecke seit Reg.
73,4 'Beladungskoeffizient
74,1 'Motordrehzahl (G28)
74,3 'Lambdawert
75,2 'Temperatur vor DPF
75,4 'Temperatur nach DPF
91,3 'Luftmasse /Hub
 
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Alles klar, werde ich morgen bei einer Probefahrt loggen 👍🏼

Zum Startproblem:
Ich habe gerade die Fördermenge der vorförderpumpe/tankinnenpumpe gemessen. Waren nur ca 550ml in 30s. Deutlich zu wenig oder?

Diese werde ich dann mal tauschen lassen (selber machen ohne Hebebühne ist vermutlich nicht möglich).
 
Ich habe gerade die Fördermenge der vorförderpumpe/tankinnenpumpe gemessen. Waren nur ca 550ml in 30s. Deutlich zu wenig oder?
Das doppelte wäre ok, Zitat Repleitfaden dazu...
Nach Ende des Kraftstoffflusses die geförderte Kraftstoffmen‐
ge am Messbehälter ablesen. Sollwert mindestens 1000 ml/
30 Sek.
Wird der Sollwert nicht erreicht:
– Spannungsversorgung ⇒ Seite 46 und die Stromaufnahme
⇒ Seite 50 der Kraftstoffpumpe prüfen

Gruß fotowusel
 
Ich habe gerade gesehen, dass du das ohne Hebebühne schonmal gemacht hattest…
Ja, Tank fast leer fahren BUS 60cm hoch bocken dann geht es auch ohne Hilfe...


Gruß fotowusel
 
Vielleicht versuche ich es selbst… zumindest werde ich die Pumpe mal nach Spanien bestellen - zur Not gehe ich damit in eine Werkstatt.
Allerdings bin ich mir noch unsicher, ob es etwas wegen der ab Werk verbauten Luftstandheizung zu beachten gibt. Weißt du da zufällig mehr? Wenn ich den RLF richtig verstehe, müssen nur 3 anstatt 2 Leitungen abgeclipst werden… sonst alles gleich?
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht versuche ich es selbst… zumindest werde ich die Pumpe mal nach Spanien bestellen - zur Not gehe ich damit in eine Werkstatt.
Die Fotos im Link zeigen die Pumpenausführung für Fahrzeuge mit vom Werk ausgestatteter Standheizung...


Gruß0 fotowusel
 
as beobachten und hier auch eine Logfahrt machen.
Der Druck sollte auch unter Volllast und hoher Drehzahl 300mbar nicht wesentlich übersteigen.
Wir wollten heute auf der längeren Fahrt nach Spanien die Messung machen, leider ist der Motor ausgegangen und nicht mehr an: bei Zylinder 3 kam es zur fehlzündung.

Ich hänge mal die gemachten Logs an. Beim ersten log ist mein Laptop abgestürzt, daher bin ich rechts ran gefahren und habe den zweiten log gestartet. Da sind wir ganze 20m gekommen bevor der Motor aus gegangen ist.

Wir warten gerade auf den Abschleppdienst 😬
 

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Bzw. Motor ist doch angesprungen und haben uns auf eine Seitenstraße gerettet. Wir würden gerne in Spanien in eine Werkstatt- hier ist die Versorgung miserabel. Ich schaue später, ob der Fehler mit dem Zylinder 3 wieder da ist.
 
Bzw. Motor ist doch angesprungen und haben uns auf eine Seitenstraße gerettet.
Nach Schnellansicht beider LOG's (bin Unterwegs und schaue später noch einmal)
im Längeren LOG liegft die Druckdifferenz bei 2.500Upm schon bei 300mg
Im Kurzlog sprang der Druck innerhalb weniger Sekunden von noch 25mg bei 777 auf 61mg bei 1.300Upm..

Die Drücke sind sehr viel zu hoch - auf den ersten Blick sieht es nach einer Blockade oder plötzlichem Überdruck im Abgasstrom aus
(kommt aus dem Auspuff noch was raus?)
(ggf. - Glaskugel an: PDE3 oder etwas im Bereich des Zylinder 3 defekt?)


Gruß fotowusel
 
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Das ist spannend, vermutlich kommt da gerade einiges zusammen… den Fehlerspeicher auslesen schaffe ich heute nicht mehr, ich schau morgen früh nochmal - aber ich vermute dass der P0303 jetzt nicht wieder kam.

Die PDE sind bestimmt nicht mehr die fittesten - aber so kaputt, dass es zu einer fehlzündung kommt!?

Vielleicht die Kombination aus schwacher Vorförderpumpe und Überdruck im Abgasstrom?
 
Die PDE sind bestimmt nicht mehr die fittesten - aber so kaputt, dass es zu einer fehlzündung kommt!?

Vielleicht die Kombination aus schwacher Vorförderpumpe und Überdruck im Abgasstrom?
Hier die Drehzahl und die Differenzdruckwerte als Grafik
(Die Beladung des DPF lag bei 9,1%)
1762808996087.webp

Die übrigen geloggten Werte insbesondere die Temperaturen sehen eher "normal" aus - deshalb nicht dargestellt
Sieht nach plötzlichem Spritmangel aus.
PDE- Werte über die Schaltzeiten und der PDE Status waren nicht geloggt...
Spritmangel durch Versorgungstörungen oder durch die PDE- Steuerung wären denkbar (Steckanschluss am Zylinderkopf z.B.)
Da der Motor vorher gut ansprang glaube ich eher an Letzteres...

Hier noch als Ergänzung der Link der längeren Fahrt, vielleicht kann das @Nendoro oder ein anderer Profi hier im Forum interpretieren...
Gruß fotowusel
 
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Ok, spannend…
Wir werden später versuchen bis über die Grenze zu kommen.
Zum Verständnis: kann die vorförderpumpe so schwach sein, dass es bei der fahrt zu Spritmangel kommt? Oder überwiegt da eigentlich ein „sog“ seitens der Tandempumpe?

Liebe Grüße
 
Ich habe gerade Fehler ausgelesen: kein neuer Fehler gespeichert (p0303 hatte ich gestern gelöscht).
Wir versuchen’s gleich mal mit der Fahrt nach Spanien (200km), ich werde Schaltzeiten und Mengenabweichungen mitloggen.
 
Die knapp über 2h bis hinter die Grenze habe ich mitgeloggt. Motor ist gut gestartet und lief ohne größere Probleme - wir sind allerdings auch mit möglichst wenig Last gefahren. Ich hänge mal den gesamten Datensatz an.
Wenn ich es richtig interpretiere, sieht Zylinder 3 nicht gut aus, richtig? Die Mengenkorrekturabweichung lag fast durchgehend bei 2,99mg. Die anderen PDEs steuern vermutlich dagegen, oder?
Ursprünglich hatte ich ja die Sorge, dass wir etwas Ölverdünnung haben - ich konnte das bisher nicht bestätigen. Scheinbar ist der Ölstand nun etwas runter gegangen.
Ich bin über jede Hilfe sehr dankbar!
 

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Nach 20min Pause und 40L Tankung sehen die Werte ganz anders aus... Wie kann das sein?
 

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Nach 20min Pause und 40L Tankung sehen die Werte ganz anders aus... Wie kann das sein?
Welche Werte für die PDE's liegen im normalen Bereich...
Es ist denkbar das sich die Diesel Vorförderleistung ändert - (?) ist aber hier nicht relevant

Der Differenzdruckwert ändert sich mit dem Russvolumen - mit 43% war zuletzt einbe Regeneration fällig - die Daten darüber wurden aber jetzt nicht geloggt...

Gruß fotowusel
 
Welche Werte für die PDE's liegen im normalen Bereich..
Meinst du, die Werte sind durchgehend außerhalb des Normalbereichs?
Ich dachte, dass Werte bis (+-) 1,5mg/str okay sind. Das waren sie nach der Tankung die gesamte Fahrt. Das hatte mich gewundert. Würdest du die PDE-Werte trotzdem so interpretieren, dass da etwas nicht stimmt (besonders PDE3) und die dringend überholt werden müssen?
Die Vorförderpumpe spielt bei den Mengenkorrektur-Werten vermutlich weniger eine Rolle, oder?

Der Differenzdruckwert ändert sich mit dem Russvolumen
Okay, d.h. besonders bei vollem DPF muss ich aufpassen mit zu viel Last, damit der Wert nicht zu oft über 300 kommt, oder?
(Außer wir lassen den DPF unterwegs austauschen, aber das ist ja scheinbar nicht ganz günstig...)
Aber das das hat nur bedingt mit unserem Startproblem zu tun, bzw. den zeitweise schlechten Mengenkorrektur-Abweichungen, oder doch?

Einen lieben Gruß aus Südspanien
 
Meinst du, die Werte sind durchgehend außerhalb des Normalbereichs?
Sorry, unklar und irreführend ausgedrückt - die geloggten Werte liegen im normalen Bereich

Bezüglich des DPF würde ich mit den Daten von #62 eine Logfahrt incl. einer Regeneration aufzeichnen um den Zustand besser einschätzen zu können.
Das Startverhalten hat mit dem DPF nichts zu tun - die zeitweise auffällige Mengenkorrektur können aber ein Hinweis sein.
Bezüglich PDE3 wäre es sinnvoll die PDE mit einer anderen zu tauschen, wandert der Fehler mit ist sie defekt.

Angesichts des damit verbundenen hohen Arbeitsaufwands wäre wegen der hohen Laufleistung eine Überholung aller PDE's zu überlegen.

Gruß fotowusel
 
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