Starke Vibrationen und seitliches Schütteln ab ca. 80 km/h

Nachtrag:

 
Die 36290 von Spidan passt. 7E0407272AF hat sich in 7E0407272AL ersetzt- Die Spidanwelle "referenziert" auf die AL.
Danke, das hilft weiter. Das ist echt schwierig mit den Ersatzteil-Nummern für dieses Auto.

Evtl solltest Du die linke Welle ebenfalls in Betracht ziehen.
Die wurde bereits getauscht; bei den ersten Testfahrten war alles OK, nachher kam das Problem wieder. Fast würde ich vermuten, ein Anheben des Fahrzeugs vorne lässt das Problem kurzfristig verschwinden...

würde ich aufgrund der vorangegangenen Arbeiten die Kardanwelle im Ausschlussverfahren komplett demontieren
Ja, das würde ich dann in der Werkstatt machen lassen. Mir hat beim Wechsel der hinteren Welle schon gereicht, wie schwierig es war, die alte festgefaulte Welle aus dem Flansch an der Haldex zu bekommen. Vorne scheint das ähnlich auszusehen, das würde ich mir nicht nochmal selbst antun.

Der nächste Schritt wären dann tatsächlich Aufzeichnungen zu den Drehzahlen der Wellen und Kupplungsdrücke
Das sollte mit dem VCDS möglich sein. Dann würde ich die Protokollierung der Parameter bei der nächsten Fahrt mal mitlaufen lassen.

Die Räder sind gewuchtet, haben keinen Höhenschlag?
Wäre natürlich auch möglich, dass sich da ein Wuchtgewicht verabschiedet hat. Ich könnte zwischenzeitlich mal die Winteräder wieder montieren.

Erstmal viel Erfolg für den Tausch der AW!
Danke, das sollte noch etwas sein, das ich selbst hinbekomme. Das Radlager, Traggelenk, Koppelstangen und die Spritzbleche habe ich auch noch da, das passt der Tausch der Welle ganz gut rein.

Jetzt schaue ich morgen auf dem Weg zur Arbeit erstmal, ob das Ziehen der Allrad-Sicherung eine Änderung bringt.

Insgesamt denke ich, ich muss mich von dem Gedanken verabschieden, die Instandhaltung zum überwiegenden Teil selbst zu erledigen. Das hat bei meinen vorangegangenen Autos immer recht ordentlich geklappt (T3, Golf Cabrio, Citroen Berlingo, 2x T4, Caddy), aber der T5 scheint etwas zuviel für mich. Habe vor über 30 Jahren eine Ausbildung zum KFZ-Elektriker abgeschlossen, aber das ist ja nun doch schon einige Zeit her, und - man möchte es kaum glauben - die Fahrzeuge haben sich ja doch weiterentwickelt.
Und das Rumkriechen unterm Auto geht auch langsam aufs Kreuz...
 
Kurz: das Ziehen der Allrad-Sicherung macht schon einen Unterschied. Ich bin 4x den gleichen Abschnitt gefahren, 2x ohne, 2x mit; ohne ist das Geschüttel deutlich stärker.
Könnte darauf hindeuten, dass der Hauptgrund tatsächlich in der verbleibenden vorderen Antriebswelle zu suchen ist (weil der komplette Vortrieb über die Vorderachse passieren muss?). Die wird jetzt jedenfalls getauscht, sobald ich sie habe, dann weiß ich wieder ein klein wenig mehr...
 
Nach dem Wechsel der rechten Welle läuft der Bus viel ruhiger, im Innenraum ist es während der Fahrt deutlich leiser. Ich war noch nicht auf der Autobahn, aber auf der Landstraße sind null Vibrationen, geschweige denn Schütteln zu fühlen, auch steil bergauf bei Vollast nicht.
Mal sehen, wäre ja nicht das erste Mal, dass ein Reparaturversuch erstmal einen erfolgreichen Eindruck macht. 😁

Aber ich bin guter Dinge, dass es diesmal passt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist natürlich noch nicht vorbei. 😩

Bei der ersten Autobahnfahrt mit mehr als 100 km ging es wieder los. Vibrieren, kurzzeitig auch mal wieder Schütteln.
Runter von der Autobahn, die andere Richtung wieder rauf auf die Autobahn => alles wieder vorbei. Fehlerspeicher leer.

Jetzt habe ich noch festgestellt, dass die Axialgelenke Spiel hatten und habe Spurstangen und -köpfe getauscht. Momentan ist er gerade bei der Achsvermessung, aber das dürfte auch nicht die Ursache des sporadisch auftretenden Problems sein.

Jetzt ist mir noch aufgefallen, dass auf den ersten Metern nach einem Kaltstart bis ca. 20 km/h ein periodisches Geräusch, ähnlich einem Schleifgeräusch, auftritt, ein kurzes "Schhhhh-Schhhhh-Schhhhh", dass sich (evtl. mit Raddrehzahl?) wiederholt. Wenn ich mal über 20 km/h war, tritt das auch bei Langsamfahrt nicht mehr auf. Bremsen evtl.? Öfter mal was Neues.

Als nächstes wäre dann wirklich mal der Ausbau der Kardanwelle fällig. Aber kann die tatsächlich ein Problem auslösen, das sporadisch erst nach längerer Fahrt auftritt? Oder wirklich das DSG, das Probleme macht, wenn das Öl heiß ist?

Mist, Familie will für ein paar Tage in Urlaub fahren. Wird wohl nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nächster Rückschlag: Nach Spur einstellen zieht der Bus trotzdem noch leicht nach links. Der Mechaniker meinte, er habe ihn eingestellt dann noch zweimal geprüft, technisch wäre alles gerade, aber bei der Fahrt zieht er trotzdem leicht nach links. Er habe die Querlenkergummis sowie Traggelenke geprüft, die seien soweit in Ordnung, es müsse aber sonst noch was an der Aufhängung sein (die Werkstatt ist eigentlich ausschließlich ein Reifendienst, machen aber auch Achsvermessung). Er meinte, evtl. Domlager oder der Querlenker selbst.
Das Auto poltert vorne nicht und ist fahrwerksmäßig meiner Meinung auch sonst nicht auffällig, ich denke also, dass ich es nicht umgehend stillegen muss.

Dann werde ich übernächste Woche mal sehen, dass ich einen Termin in einer Werkstatt bekomme, die sich das ansehen.
 
Hallo
Ich hab so etwas ähnliches bei meinem T5 140 PS 6 Gang gehabt. Reifen vorne mussten neu. Problem noch da.
Rechte Gelenkwelle war 5000 km alt.
Original VW.
Linke erneuert, auch VW. Nicht besser.
Dann hab ich aus Verzweiflung Traggelenke, Koppelstangen und alle Querlenkergummis erneuert. OE VW
Problem gelöst. Bus hat 158 tkm gelaufen.
Ich konnte es selber kaum glauben.
Vielleicht hilft es Dir weiter.
Gruß Carsten
 
Bei der Kardanwelle kannst du dir das Mittellager anschauen. Du kannst auch eine GoPro unterm Auto befestigen und schauen, ob die schlägt. Hab ich so bei YouTube gesehen. Aber da war das als Problem eher schlagen beim Schalten also Lastwechsel.
 
Kurzer Zwischenstand: Ich habe mich nach einigen Probefahrten auf Bergstraßen hier in Oberbayern doch getraut, in Urlaub nach Venetien zu fahren.

Fahrt nach Italien (Landstraße über Felbertauern und Plöckenpass bis Italien, die letzten 130 km in Italien dann Autobahn) anfangs eher unauffällig, auf der Autobahn leichtes Vibrieren (fühlbar nur am Hintern und den Füßen, nicht im Lenkrad).
Auf dem Rückweg auf der Autobahn leichtes Vibrieren, dann die letzten Serpentinen hoch zum Plöckenpass wieder das DSG-Problem, diesmal ohne vorhergehende starke Vibrationen: keine geraden Gänge mehr schaltbar, enge Passstraße, wegen Baustellen keine Möglichkeit zum Anhalten, und der Sprung vom 1. auf den 3. Gang ist bei der Steigung doch recht groß. Schweiß läuft, gerettet hat mich dann eine Baustellenampel: Motor kurz aus, von da an wieder alles normal die restlichen 250 km bis nach Hause. Fehlerspeicher noch nicht ausgelesen.
@Nendoro scheint da schon richtig gelegen zu haben mit seiner Analyse betreffend der Mechatronik bzw. des Getriebes.

Inzwischen glaube ich auch, dass mit den Reifen etwas nicht stimmt. Bei langsamer Fahrt spürt man ein leichtes "eiern", besser kann ich es nicht beschreiben. Leichte seitliche Bewegungen, vielleicht auch in der Höhe. Dazu beim kalten Losfahren für kurze Zeit ein auch von außen deutlich hörbares Walk- oder Schleifgeräusch.

Ich werde jetzt mal in der Werkstatt das Fahrwerk prüfen lassen, das Ergebnis der Fahrwerksvermessung lässt mir auch keine Ruhe: Vermessung OK bei geradem Lenkrad, während der Fahrt zeigt das Lenkrad bei Geradeausfahrt aber leicht nach links. Geradeausfahrt passt aber, der Wagen zieht weder beim Beschleunigen noch beim Bremsen nach einer Seite. Meine Spur-Einstellung nach Wechseln der Spurstangen und -köpfe mit der Schieblehre scheint übrigens ganz gut gepasst zu haben.
Vermessungs-Protokoll:
2025-09-06-11-03-10-909.webp

Da scheint es momentan also mehrere, evtl. voneinander unabhängige Probleme zu geben?


Nächste Schritte also nach meiner Einschätzung:
  • Fehlerspeicher auslesen
  • Fahrwerk + Reifen in der Werkstatt prüfen lassen
  • Bei Gelegenheit die Kupplungs-Drücke und Getriebe-Eingangs-Drehzahlen mit VCDS loggen
  • DSG-Mechatronik ersetzen lassen? Oder ist es wahrscheinlich, dass es das Getriebe selbst ist? Lässt sich das irgendwie feststellen? Schwierig bei einem Fehler, der alle 1000 km mal auftritt...
 
Also zum DSG kann ich beitragen dass ich ja auch mal so ein lustiges Problem hatte. Notlauf und beide Teilgetriebe aus wenn man ne Vollbremsung macht.
Logs gemacht, aber Nendoro und die anderen konnten damals anhand der Logs auch nicht sicher sagen ob Mechatronik oder Mechanik.

Bus zu nem Getriebespezi gestellt der meinte er baut die Mechatronik ab, guckt ob er Spahne im Öl sieht und ob die Magneten dann sind und im Zweifel würde er einfach ne gebrauchte Mechatronik dran bauen.

Gab ne generalüberholte Machatronik (Lieferzeit bei VW war damals unbekannt) und seitdem geht's wieder.

*Auf Holz klopf*
 
Logs gemacht, aber Nendoro und die anderen konnten damals anhand der Logs auch nicht sicher sagen ob Mechatronik oder Mechanik.


Ich habe seinerzeit ziemlich eindeutig geschlussfolgert, dass es auf die Mechatronik hinausläuft - mehr geht an der Tastatur in den meisten Fällen nicht:

Die von dir als "wandernd" beschriebenen Symptome deuten auf ein Problem der Kontaktplatte (Mechatronik) hin.


Wir konnten seinerzeit aufgrund der Daten einen Fehler der Hydraulik-Gangsteller eher ausschließen.

Hinzu kam, dass bei dir das Fehlerbild, bzw. die Fehlercodes vielfältiger waren und ich aufgrunddessen den Ausfall der Teilgetriebe vorhergesagt habe, bzw. das in Betracht gezogen habe.

Richtig ist: , am Ende muss das vor Ort ganzheitlich beurteilt werden. Genau das hat dein Mechaniker dann auch getan.

Die Mechatronik muss raus. Die Polringe auf den Wellen müssen auf Befestigung geprüft und die Magnete der Positionsgeber/Gangsteller auf unnormal viele Späne in Augenschein genommen werden.

Darüber hinaus wird hier beides zutreffen: Mechatronik und Mechanik. Wenn die Schwingungen nicht per Diagnose (NVH) zugeordnet werden können, wäre das ZMS der Klassiker.

Das Gesamtpaket wird also bei nicht vorhandenen Diagnosemöglichkeiten vermutlich lauten:
ZMS, Lamellenkupplung und Mechatronik. Das ZMS kann übrigens vor dem Tausch und der Bestellung bei ausgebautem Getriebe gepüft werden (Verdrehspiel + Kippspiel) - hierzu gibt es Vorgabewerte. In den meisten Fällen wird eh ohne Prüfung ausgetauscht.
Getriebe raus, Mechatronik neu, Lamellenkupplung neu,, ZMS neu.

Die Alternative dazu ist im Rahmen der Vorabdiagnose der vorherige Ausbau der Kardanwelle zur weiteren Eingrenzung der Problematik "Schwingungen", bzw. im Ausschlussverfahren.

Je länger Du mit diesen Maßnahmen wartest, desto eher wird mal ein Liegenbleiber/Komplettausfall wahrscheinlich.

Ob ein VCDS Log hier ausreicht, sieht man erst, wenn man die "nicht plausible Drehzahl" der Welle zuordnen kann. Das wäre meine erste Maßnahme, denn diese kostet nichts. Du benötigst "nur" Jemand der das auswertet/betreut.


Gruß
 
Jetzt habe ich noch eine Testrunde mit den Winterrädern gedreht: kein Walkgeräusch beim kalten Anfahren, kein Eiern bei Langsamfahrt, keine Vibrationen bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Das Lenkrad ist bei Geradeausfahrt auch wieder gerade.
Bei genauerem Hinsehen hat der Sommerreifen hinten links auf der Innenseite fast 3 cm mehr Durchmesser als außen! Er scheint aber außen nicht stärker abgefahren zu sein, sondern innen aufgebläht. Die anderen sind evtl. auch nicht ganz sauber, aber da fehlen mir momentan die Mittel, das zu prüfen. Aber egal, die müssen dann eh neu.
Womöglich ist so ein "Sunny"-Reifen doch keine gute Wahl, ich hatte das Auto mit den Dingern gekauft.

Außerdem ist die oberste Windung der Feder links hinten abgebrochen, die war oben wohl irgendwie verklemmt und ist jetzt beim Anheben rausgefallen. Die Bruchstelle sieht recht frisch aus, hat lediglich etwas Flugrost.

Jetzt bleiben erstmal die Winterräder drauf, die hinteren Federn werden gewechselt und die DSG-Geschichte in Angriff genommen.

@Nendoro: Vielen Dank für Deine Analysen und Einschätzungen. Ich werde nicht allzu lange warten, und möglichst gleich nächste Woche bei einer Werkstatt anfragen. Lassen sich die Polringe auf festen Sitz prüfen, ohne das Getriebe auszubauen und zu zerlegen? Falls ja, würde ich erst mal die Mechatronik bei eingebautem Getriebe tauschen lassen, oder ist der Gedanke abwegig?
 
oder ist der Gedanke abwegig?

Insofern die Schwingungen/Vibrationen den Rad/Reifen- Kombinationen zuzuordnen und aktuell nicht zu reproduzieren sind, könnte man so vorgehen.
Bevor man das final angeht, müsste man die aktuellen Codes nochmal mit den seinerzeit auftretenden Codes abgleichen, damit man nichts übersieht.
Insbesondere würde ich hierbei die bereits erwähnten Drehzahlen der Wellen in verschiedenen Fahrzyklen aufzeichnen und nach Mustern suchen, welche ggf auf eine defekte Mechatronik hinweisen könnten (nicht plausible - hohe, oder niedrige Drehzahlen). Wenn der Polring auf der Welle optisch einwandfrei und fest ist (Endoskop), bleibt am Ende nur der Fehler der Mechatronik, wenn es sich um die Sperrung des Teilgetriebes aufgrund des bislang bekannten Fehlers handelt.

Um das abzuklären, sollte man vorab nochmal auslesen und die Lage erneut bewerten.

 
@Nendoro stimmt. Sorry, hatte es mittlerweile falsch im Kopf.
Asche auf mein Haupt
 
Hier noch das VCDS-Autoscan-Protokoll, das ganze Protokoll ist im Anhang.

Der Einfachheit halber hier direkt der Getriebefehler:

Code:
Adresse 02: Getriebe (J217)       Labeldatei: DRV\0BH-927-711.clb
   Teilenummer SW: 0BT 300 011 H    HW: 0BH 927 711 C
   Bauteil: DSG DQ500-7A  H04 0716 
   Revision: 00H04V01    CVN: B3A0C26A
   Codierung: 0014
   Betriebsnr.: WSC 00000 000 00000
   ASAM Datensatz: EV_TCMDQ500021 001001
   ROD: EV_TCMDQ500021.rod
   VCID: B338F1E2ABBBAA02C28-80E7

1 Fehler gefunden:
10794 - Geber 2 für Getriebeeingangsdrehzahl
          P2766 00 [00101000] - unplausibles Signal
          Sporadisch - bestätigt - geprüft seit letzter Löschung
             Umgebungsbedingungen:
                    Fehlerpriorität: 0
                    Fehlerhäufigkeit: 3
                    Kilometerstand: 198793 km
                    Datum: 2025.09.07.
                    Zeit: 11:32:57

                    Motordrehzahl: 1510.00 /min
                    Fahrzeuggeschwindigkeit: 0 km/h
                    Kühlmitteltemperatur: -40 °C
                    Kupplung Hauptzustand: Neu
                    eingelegter Gang: GANG N
                    Fahrstufe: P
                    Motordrehmoment: 216 Nm
                    Steuergerätetemperatur: 100 °C
                    Gaspedalstellung: 25.2 %
                    Status Fehlerspeicher: 255

Der gleiche Fehler wie beim letzten Mal, einige der Daten der Umgebungsbedingungen erscheinen nicht plausibel (Fahrzeuggeschwindigkeit, Kühlmitteltemperatur, eingeleger Gang, Fahrstufe, Steuergerätetemperatur(?)).
Ich habe mir mal im Stand einige der Ist-Werte angesehen, momentan erscheinen die plausibel (eingelegter Gang zeigt die aktuelle Wählhebelposition, Motordrehzahl, Kühlmitteltemperatur, Steuergerätetemperatur scheinen auch zu passen).
 

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