Service und Inspektion, VW- haben die sie noch alle?

Widerspruch, Euer Ehren, das sehe ich anders.
Das ist NICHT hart an der Grenze zum Betrug. Sondern diese Grenze wurde überschritten, und dies ist leider kein Einzelfall.
Ob es allerdings für ein gedeihliches Miteinander zwischen Kunde und Werkstatt hilfreich ist, wenn der Kunde der Werkstatt eine - mehr oder weniger offensichtliche - "Falle" stellt, ist natürlich ein ganz anderes Thema ... . Wohl eher nicht ;-)
Dies findet
Multivan,
(der das Motto "Leben und Leben lassen" vertritt, aber auch Markt und Wettbewerb begrüßt, auch Verhandlungen nicht scheut, aber im geschäftlichen Miteinander weder selbst irgendjemanden vera....en möchte noch selbst von seinen Lieferanten und Dienstleistern verar..ht werden möchte. Und der sich immer wundert, wenn bei verdeckten Werkstatttests der "Fachpresse" (AMS & Co.) die festgestellten offensichtlichen Betrügereien und groben Schlampereien der getesteten Werkstätten bagatellisiert werden. Wer viele TEURonen für kleine Servicedienstleistungen kassiert und diese dann aber nicht professionell erledigt oder gar Dinge berechnet, die er nachweislich nicht erbracht hat, gehört öffentlich gerügt. Aber ja klar, man will halt auch seine Anzeigenkunden nicht verärgern. Und über die Werkstatttests des ADAC breitet man sowieso besser den Mantel des Schweigens, nachdem sich ja die ADAC-Motorwelt als echte Lügenpresse (und hier passt dieser sonst unpassende Begriff mal wirklich) herausgestellt hat ...).
 
Das macht den Bock ja zum Gärtner....

Für ein gedeihliches Miteinander ist zunächst mal wichtig dass der eine die vereinbarte Arbeit macht und der andere diese bezahlt. Jetzt zu sagen man dürfe die Arbeit nicht prüfen wäre so wie zu sagen die Werkstatt dürfte ihre Kontoauszüge nicht checken. Wenn dort 10 cent fehlen dann rufen die auch sofort an und dann kann man auch nicht sagen "Sie haben mir wohl absichtlich eine Falle gestellt - das ist für ein gedeihliches Miteinander aber hinderlich"

Gruss,

Dödel
 
Klar, überprüfen der Arbeiten ist selbstverständlich nötig und geboten. Hier ging es mehr um ein absichtliches "Falle stellen" (und heimlich wohl hoffen, dass jemand in diese Grube fällt ...).
Kann ja jeder machen, wie er es für richtig hält. Ich würde es halt eher nicht machen. Was Du nicht willst das man Dir tu, das füg auch ... .

Erst einmal gebe ich einen gewissen Vertrauens-Vorschuss.
Meine Toleranz, wenn mich jemand absichtlich oder aus offensichtlicher Trotteligkeit über den Tisch ziehen will, ist dann im übrigen allerdings auch Zero.

Im übrigen gibt es ja bei Servicedienstleistern, genau wie bei Medizinern, zahlreiche Kunden bzw. Patienten (Hypochonder), die irgendetwas bemängeln, was entweder gar kein Problem ist oder aber auch gar nicht bereinigt werden kann. Dann fühlen sich manche Kunden/ Patienten halt besser, wenn sie irgendetwas bekommen (Reparatur, Austausch oder Placebo-Pillen). Sind halt interessante Lebewesen, diese Menschen auf der Erde ... ;-)
 
Ich wünsche mir doch gerade nicht, dass er in die Falle fällt, sondern vielmehr das Gegenteil: Einfach der Hinweis, dass alles in Ordnung ist. Ich habe den Auftrag erteilt, diese Dienstleistung auch anstandslos ohne monieren gezahlt, aber gleichzeitig eine für mich wertvolle Information gewonnen. Für ein "gedeihliches Miteinander" wäre es aber in der Tat sicherlich extremst kontraproduktiv (und das ist wohl noch untertrieben) gewesen, das auch noch zu thematisieren. Idealerweise wäre ein Hinweis "war ok" gekommen und eine Rechnungsposition "Scheinwerfereinstellung überprüft". Das würde sich doch wohl jeder wünschen, oder!? Ist doch klar, dass ich die dafür aufgewendete Arbeitszeit vergüte. Da bin ich absolut konform! Allerdings mache ich lieber auf diesem Gebiet Versuche, als z.B. beim Zahriemenwechsel.

Leider habe ich bisher eher generell schlechte Erfahrungen mit Werkstätten gemacht - und NEIN, hier ohne "Hürden" ;-)
Aber wer weiß, vielleicht wird das ja mal der Freundliche mit dem geringsten Misstrauen, muss ja erst mal was anderes ausprobieren ;-)

Aber um zum Anliegen des Erstellers zurückzukommen...
# Pflege der (elekrischen) Schiebetüren steht nicht im Serviceheft drinnen
# genausowenig den Flüssigkeitsstand der Klimaanlage zu überprüfen

Viele Grüße
Robert
 
Hallo,
ob man jetzt absichtlich solche Fallen stellt, darüber kann man sicher geteilter Meinung sein.
Aber wie das mir schon passiert ist (nicht bei VW), dass 2 Liter Scheibenwaschflüssigkeit auf der Rechnung standen, was mir arg viel vorkam und mich misstrauisch gemacht hatte. Beim nächsten Kundendienst hatte ich den Scheibenwaschbehälter randvoll mit klarem Wasser (war Sommer) und mit randvoll meine ich wirklich randvoll bis der Behälter überlief. Als dann der Posten wieder auf der Rechnung auftauchte und ich mir das genauer erklären ließ was sie da gemacht hätten und den Behälter voller Leitungswasser präsentiert hatte, war das Lamento groß!
Anderer Fall:
Ich hatte bei einer großen gelben Reifenkette neue Reifen gekauft. Als ich mein Fahrzeug wieder in Empfang nahm, hing eine riesige Checkliste am Innenspiegel, unter anderem mit dem Punkt "Aschenbecher geleert". Alle Punkte abgehakt, aber der Aschenbecher randvoll! Ich habe mir damals auch die Freiheit genommen, mir den Filialleiter zu schnappen und ihn auf den Misstand hinzuweisen. Er fragte dann, ob er den Aschenbecher noch leeren lassen solle. Ich antwortete ihm, dass das nicht nötig sei, aber ich nun wisse, was ich vom Rest der Checkliste zu halten hätte. Und dann gab ich ihn noch den Tipp, dass er die Checkliste besser ganz weglassen solle, da sie nur Missstände offen lege. Da hat er mich ganz großen Augen angeschaut und ist ganz still geworden. Inzwischen bin ich bei einem kleineren Händler, der mir genau so gute Preise machen kann.

Es ist also schon wichtig, den Brüdern ab und zu auf die Finger zu schauen. Bei meinem aktuellen :D bespreche ich auf Augenhöhe, wenn's menschelt und bisher haben wir immer eine Lösung gefunden.
So kann es also auch sein!:pro:

Gruß
Herby
 
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