Was würdet ihr mir raten?
Ich empfehle:
Motor bei VW kaufen und durch eine freie Werkstatt einbauen lassen. Da wäre das AGR und auch neue Injektoren mit dabei. Hinzu kommen Anbaueile und ein neuer DPF. Diese Version der Abarbeitung wurde auch schon das ein, oder andere Mal hier im Forum kommuniziert.
Das verlinkte Angebot enthält
keinen Ventildeckel,
keine Injektoren,
kein AGR,
kein Ausgleichwellenmodul......
Wenn man die fehlenden Baugruppen beim verlinkten Angebot berücksichtigt, wäre der Motor von VW zu bevorzugen.
Die Instandsetzung mit allen Inklusivleistungen (Motor a+e) eines renommierten Motoren-Instandsetzers dürfte kaum günstiger werden. Mit Bezug zu dem Vorschlag von
@Bullu (Beispiel Redhead) sollte man sich dann mal konkret ein Angebot machen lassen, damit man konkrete Zahlen hat.
Ein gebauchter Motor kann die Lösung sein, kann aber auch nicht... 50:50 Chance + Wundertüteneffekt. Das wäre allenfalls eine Empfehlung für Selbstschrauber.
hat gesagt, dass sie die Kompressionsprüfung und Endoskopie durchführen können (Termin in ca. 20 Tagen, Kosten ca. 500 €), aber dabei würde nur die Vermutung bestätigt werden, was er ziemlich sicher war.
Du hattest meine Analyse zu dem Video hinterfragt. Daraufhin erfolgte die folgerichtige Antwort, dass man ohne gescheite Diagnose nie sicher sein kann, was wirklich los ist. Ich kann aufgrund von Videos und ohne Messdaten lediglich Vermutungen äußern. Kann passen , muss aber nicht. Mutmaßlich ist die Einordnung der Werkstatt vor Ort korrekt. Genauso korrekt ist es aber auch, dass er ohne konkrete Befundung zum Schadensumfang und den mutmaßlich notwendigen Maßnahmen daneben liegen kann. Das muss er dann gegenüber dem Kunden verantworten.
Die Detaildiagnose macht tatsächlich nur Sinn, wenn man Anhaltspunkte dafür hat, dass eine Instandsetzung mit anteiligen Eigenleistungen, wie zum Beispiel Motor a+e und externen Fremdleistungen (Block bohren/honen) ggf. wirtschaftlicher erscheint, bzw. das auch leistbar ist. Der hohe Ölverbrauch und der bereits zwei Mal erneuerte Turbolader lassen da nicht mehr viel Interpretationsspielraum.
Zum Thema 500€ für die Diagnose:
Die Glühkerzen a+e = halbe Stunde + Endoskopie pro Zylinder 10 Minuten. Die 500 Euro dafür sind halt der VW-Stil und ist in den hohen Verrechnungssätzen begründet. Das kann auch eine vernünftige freie Werkstatt für deutlich weniger Geld leisten. Ich übertreibe jetzt mal mit Absicht: So eine Endoskopie macht dir hier mittlerweile jeder 2. Boarder für einen Kasten Bier.
Mithin gibt es für Eingangsdiagnosen auch minimalinvasive Methoden, die dann jedoch keine visuelle Beurteilung, wie bei der Endoskopie zulassen. So wäre es möglich, die Druckimpulse im Kurbelgehäuse aufzuzeichnen und mit Bezug zu den Arbeitstakten einzelne Zylinder als schadhaft zu identifizieren, ohne auch nur eine Schraube zu drehen. Dann weiß man zwar immer noch nicht, was exakt los ist, kann aber dann aufgrund der Werte eine Entscheidung treffen, ob man weiter zerlegt, der Druck generell zu hoch ist, es nur einzelne Ausreißer gibt, oder sogar keinerlei Ausreißer bei den Druckimpulsen sehen sind, was mit Bezug zum Video hoch unwahrscheinlich ist. Dieses Vorgehen empfiehlt sich besonders bei stark verbauten Aggregaten und damit einhergehend hohen Diagnosekosten. Darunter fällt der CFCA eigentlich nicht.
Ob ein Ventilsitz schadhaft/undicht ist, lässt sich so ebenfalls, ohne auch nur eine Schraube zu drehen, feststellen. Hier werden dann die Druckimpulse im Abgas- und Ansaugtrakt, gemessen/aufgezeichnet und in Bezug zu den einzelnen Arbeitstakten gebracht/betrachtet.
Gruß