PDEs selber testen / prüfen?

Achim64

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Hallo wer hat da schon was selber gebaut?Eine Testvorichtung für PDE Elemente?Meine Idee wäre eigentlich easy.Man nehme einen Alublock und bohrt oder lässt sich ein Loch bohren-fräsen damit man das PDE
reinstecken kann.Man brauch ja nur eine Öffnung wo die Flüssigkeit (sei es Wasser oder sonst was) mit Luftdruck per Handventil in das PDE reinströmen lassen kann.Dann brauch man noch einen Handschalter oder Taster
mit 12V der das Magnetventil öffnet.Nun noch eine Art Schraubzwinge die die Feder zusammendrückt.Somit könnte man zumindest sehen ob ein sauberer Strahl (Nebel) vorne aus der Düse rauskommt.Das Problem ist ja das wenn man die PDEs mal ausgebaut hat müsste mann diese zum Testen irgendwo hinbringen,leider hab ich keinen 2t Wagen um zur Arbeit zu kommen,also muss das ganze schnell gehen.
Was meint ihr?In Youtoube hat einer für normale Einspritzdüsen genau sowas gebaut und es funktioniert.Das ich keinen Druck von 2000bar hinbekomme ist mir klar.Aber mit 10bar von einem Luftkompressor sollte zumindest ein Test möglich sein.
Gruss Achim
 
Hab mal hier ein paar Fotos gemacht,fals jemand Interesse hat wie die PDE innen aussieht.Magnetventil müsste ich noch zerlegen und Fotografieren.
Natürlich kann man die PDE noch weiter zerlegen,aber da sollte man aufpassen das einem nicht die ganzen Einzelteile in die Hände fallen.Deswegen habe ich nur das was man auf den Fotos sieht zerlegt.Der Rest ist sowieso nicht verdreckt da hier keine Verkokung stattfindet.Wer Lust hat kann das PDE komplett zerlegen.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Hat keiner schon mal die Idee gehabt und eine Teststation gebaut? Zusenden und testen lassen kostet 10E pro PDE + Versand.Aber dann muss man den Bus stehen lassen und das kann dauern.
 
Da ich gerade in der Werkstatt sitze und die PDEs ausbaue:
10 oder 2000bar ist schon ein kleiner Unterschied.
Ich glaube nicht, das das Sprühbild annähernd das gleiche ist.

Aber danke für die guten Bilder!
Ich überlege auch meine PDEs noch komplett zu zerlegen.
Gib es für die Innereien auch Ersatzteile?
 
Hallo Schrottmeister,
mir gehts erst mal dadrum das überhaupt was aus dem PDE rauskommt.Wenn die eigentliche Düse offen ist (also 5 Öffnungen an der Spitze)
dann ist das schon ein Problem weniger.Wenn das Sprühbild nicht stimmt (was ich eigentlich nicht testen kann da keine 2000bar vorhanden) dann müsste es
doch an der Düsennadel liegen,da diese ja (wie man auf meinem Foto sehen kann) im Hundertsten mm Bereich abgenutzt sein kann da diese
Nadel immer schliesst und öffnet und dabei Metall auf Metall sich reibt.
Diese Düsen bekommt ja einzeln zu kaufen.Alle anderen Teile im Inneren (Stifte Kanäle) können sich so nicht abnutzen,meiner Meinung nach.
Wer das besser weiss kann das hier ja mal erklären.
Ich glaube man kann diese Düse mit AIRBRUSHPISTOLE vergleichen.Wenn die nicht richtig sauber ist dann sieht man das ja auch am Sprühbild.
 
So einfach ist das mit Sicherheit nicht.

Wenn nicht im passenden Moment per Nockenwelle der Druck aufgebaut wird dann wirst Du überhaupt nichts sehen.

Es geht ja nicht drum das überhaupt nichts rauskommt - die Einspritzmengen und das Einspritzbild muss ja unter realen Bedingungen exakt passen.

Gruß, Marcus
 
Nicht umsonst sind die Prüfstände für PDE und Common-Rail-Injektoren im Unterschied zu früheren (einfachen) Prüfvorrichtung mit Handpumpe recht komplex.

Mit einem, wie auch immer, selbst gebauten Prüftstand, wird die Düse wahrscheinlich noch nicht mal ansatzweise öffnen. Genauso wenig gelingt eine auch nur ansatzweise sinnvolle Beurteilung der Funktion eines solchen Injektors.

Diese Düsen bekommt ja einzeln zu kaufen.Alle anderen Teile im Inneren (Stifte Kanäle) können sich so nicht abnutzen,meiner Meinung nach.

Doch, Doch da verschleißt mehr als man glauben mag... Zum Beispiel setzt sich die Düsenfeder im Verlauf ihres Lebens messbar.

Das Prüfen und Instandsetzen von Diesel Injektoren benötigt Spezis mit Spezialausrüstung und viel Erfahrung. Ich würd die Zeit zum Basteln in andere Projekte stecken.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Na denn passenden Moment bestimme ich ( manuelle Federbetätigung) dann kommt mit Sicherheit an der Düse was raus,so kompliziert ist das nicht.Ob das Spritzbild gut oder schlecht ist kann ich nur mit einer neuen PDE vergleichen.
Versuchen werde ich es mal,so gross ist der Aufwand nicht.
Habt ihr denn selber schon die PDEs zerlegt?
 
Ich will dir das ja auch nicht ausreden. Nur guten Rat geben. Du scheinst ja Spass am Basteln zu haben.

Die Fakten:
Der Einspritzvorgang ist ein hochdynamischer Prozess. Prinzipbedingt benötigen die PDE für eine adäquate Füllung gewisse Vordrücke. Die Tandempumpe beaufschlagt bei laufendem Motor die PDE mit mindestens 7,5 bar, um das zu gewährleisten. Weiterhin benötigt auch der Rücklaufbereich (ebenfalls prinzipbedingt) einen Gegendruck von ca. 1bar. Dein Prüfaufbau müsste diese Dinge berücksichtigen.

Unabhängig von der Tatsache, ob Du im Rahmen deiner Versuche etwas aus der PDE heraus bekommst, oder nicht: Deine Beobachtungen werden bei Weitem nicht reichen, um die Funktion der Düse möglichst objektiv zu beurteilen. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Die Wahrscheinlichkeit, dass Du dir Dreck und andere Fehler in die PDE einbringst ist hoch. Die Folge davon ist oder kann sein, dass dann im Anschluss nicht nur der Motor schlecht/schlechter läuft, sondern sogar kapitale Motorschäden durch "Düsenpisser" provoziert werden.
Mein Rat wäre also trotz aller Widrigkeiten: Bringe die PDE zu einem BOSCH-Dienst, der einen entsprechenden Prüfstand hat.

Man brauch ja nur eine Öffnung wo die Flüssigkeit (sei es Wasser oder sonst was)

Wasser hat da nichts zu suchen! Auch "sonstwas" wäre nicht gut.

Viel Erfolg bei den anstehenden Arbeiten!

Gruß

P.S., Mich würde interessieren, was dich ursprünglich dazu bewegt hat, die PDE prüfen zu wollen? Welche Fehler oder Symptome sind, oder waren der Anlass?
 
@Nendoro
Danke für die Info,bin schon immer Tüftler gewesen und ich suche eben gerne Fehler bis zum Ende.Aufgeben kenn ich nicht.Wo kann man so etwas nachlesen im Detail?
Mein Problem ist im Moment das eine meiner PDEs spinnt,laut VCDS.Darauf hin habe ich mich mit dem Thema beschäftigt.Klar ist es einfacher so eine PDE testen zu lassen,
aber ich war noch nie mit einem PKW von mir in einer Werkstatt ,da ich erstens kein Geld dafür ausgeben wollte und zweitens keiner Werkstatt traue.In meiner Schreinerlehre
vor 35Jahren hatte ich einen Manta A bei dem der Motor im Eimer war.Ab zum Schrotthändler und für 450DM einen guten gebrauchten bekommen und Samstagsmittag in meiner
damaligen Garage mit einem Flaschenzug ohne Ahnung von der Technik eingebaut ,und die Karre lief wieder.

Die Technik heute ist klaro nicht die von vor Jahren,aber man kann mit wenig Hilfsmittel und viel lesen sich helfen wenn man den Ehrgeiz und Zeit hat.
Ich habe mir inzwischen eine gebrauchte funktionsfähige PDE als Ersatz gekauft,mal sehen was da los ist bei meinem Motor.Wenn die Karre dann wieder läuft
werde ich sehen was ich wo und wie testen lasse.Auf jeden Fall bau ich mir so eine Teststation rein aus Neugier.
 
Also wie man bei kfztech.de lesen kann wird der Druck nicht nur durch die Kraftstoffpumpe erzeugt sondern durch das PDE selber.Im Inneren bewirkt der Plunger den eigenltichen Druck.Das heist wenn sich die Kurbelwelle
nicht dreht dann gibts auch kein Druck richtig?
So dann brauch ich also nur einen Elektromotor der mir die Kurbelwelle simuliert,und dardurch könnte ich doch einen brauchbaren Druck erzeugen.
 
Da wirst Du aber eine kräftige Konstruktion brauchen. Die PDEs werden von der Nockenwelle über Kipphebel betätigt. Die Kräfte dafür sind größer als zum Öffnen der Ventile. Weiterhin muss die Einspritzung genau zum passenden Zeitpunkt elektronisch ausgelöst werden.

Selbst wenn vorne aus dem PDE Diesel rausspritzt bist Du damit keinen Schritt weiter. Ohne den passenden Druck und den zeitlichen Ablauf mit der Elektronik wirst Du überhaupt nichts sagen können.

Moderne Dieseleinspritzsysteme sind elektromechanisch hochkomplex. Mit ein wenig Lesen und Basteln ist es da nicht mehr getan.

Gruß, Marcus
 
Also wie man bei kfztech.de lesen kann wird der Druck nicht nur durch die Kraftstoffpumpe erzeugt sondern durch das PDE selber.


Hallo Achim,

der Vordruck, der die Hochdruck-Vorförderpumpe bringt, ist ca. 10 bar.

Wenn ich Sprühbilder von PD-Elementen vergleichen wollte....

Da würde ich mir einen 5-Zylinder Kopf mit Hochdruck-Vorförderpumpe und eine geprüftes und für gut gefundenes PD-Element besorgen.
Dieses in die 3. PD-Bohrung einbauen und versuchen das unter annähernd "realen" Bedingungen mit den 10 bar Vordruck über über die Nockenwelle zu spannen und über die Spule mit 12V "abspritzen" zu lassen.
Das muss wohl wegen dem Entlüften des Systems und bis die Vorförderpumpe den Druck aufbaut ein paar Mal gemacht werden, bis da ein statisches, jederzeit reproduzierbares, Sprühbild zu erkennen ist.
Wenn das "bekannt" ist kann man den Versuchsaufbau und den Ablauf nutzen andere PD zu testen.
Wobei bei der "Versuchsreihe" nur zur Muster- PD verglichen werden kann.

PS:
1. Nockenwelle und Lager nicht vergessen zu ölen.
2. Mit dem Diesel. Wasser geht schon auf Grund der fehlenden Schmiereigenschaften nicht.
Der Versuch gibt eine riesige Sauerei.
 
Hallo Kalli.danke,gute Idee mit dem Zylinderkopf.Das wären in etwa reale Bedingungen.Ist schon aufwändig aber möglich.Also Leute wer einen defekten Zylinderkopf hat und den noch nicht entsorgt hat,her damit ;)
 
Wollte noch was zu meinen Fotos sagen.Auf dem Bild 6 sieht man 2 abgescherte Nadeln.Normalerweise sind die länger,der Rest den sieht man ja noch drinstecken,die Nadeln müssten also rausschauen und haben eine Spitze.
Ich habe dieses PDE als defekt bei Ebay für 20E gekauft um ins innere zu schauen.Jetzt weiss ich nicht ob das PDE schon geöffnet war,denn wenn man das PDE falsch ausseinander schraubt passiert
nämlich genau das ,was man auf Bild 6 sieht.Da ich das nicht wusste kaufte ich mir noch ein gebrauchtes für 70E und machte genau den gleichen Fehler.So wird man mit mit der Zeit schlauer.
 

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Hallo Achim,

bin leider zu spät, aber besser spät als nie! :-)
Habe letztens meine PDEs neu abgedichtet und vorher bei Youtube ein Video gesehen, wo auf das Problem mit dem Öffnen der PDE hingewiesen wird.
Habe leider keinen Link, aber findet sich sicherlich recht schnell.

VG,
Thomas
 
Hi Thomas ja das Video hab ich gesehen.
 
Ton hab ich abgeschaltet,aber trotzdem interressant
 
Wollte noch was zu meinen Fotos sagen.Auf dem Bild 6 sieht man 2 abgescherte Nadeln.Normalerweise sind die länger,der Rest den sieht man ja noch drinstecken,die Nadeln müssten also rausschauen und haben eine Spitze.
Ich habe dieses PDE als defekt bei Ebay für 20E gekauft um ins innere zu schauen.Jetzt weiss ich nicht ob das PDE schon geöffnet war,denn wenn man das PDE falsch ausseinander schraubt passiert
nämlich genau das ,was man auf Bild 6 sieht.Da ich das nicht wusste kaufte ich mir noch ein gebrauchtes für 70E und machte genau den gleichen Fehler.So wird man mit mit der Zeit schlauer.
 
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