Nach Turbodefekt muss nun der DPF getauscht werden?

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Guest
Hallo
Handelt sich um einen T6 mit 15000km. Vor ca. einem Monat ist ein Unterdruckschlauch vom VTG-Turbo gerissen, Effekt: Motorlechte, blinkende Vorglühlampe, fehlende Leistung.

Mit der Meinung, dass das einzige was als Folgeschaden passieren könnte, ein verstopfter DPF wäre, bin ich so weitergefahren, bis ich letzte Woche vom Ausland zurückgekommen bin und das Auto in die Vertragswerkstatt gebracht habe.

Kurz vor der Heimfahrt erschien die DPF-Warnung tatsächlich, war jedoch nach kurzer Autobahnfahrt wieder weg.

Der Chefmechaniker der Vertragswerkstatt meinte, man müsse nicht nur den Schlauch ersetzen, aber auch noch den DPF regenerieren. Das Auto war den ganzen Tag in der Werkstatt und gegen Abend hab ich vom Chefmechaniker ein Anruf gekriegt.

Seine Aussage: Der DPF hat einen Schaden, den man nicht reparieren kann, und man muss den ganzen DPF ersetzen. Das Auto soll übers Wochenende noch bei ihm bleiben, sonst kann es zu weiteren Folgeschaden führen.

Am Montag wird geprüft, ob es die Versicherung zahlen würde. Falls nicht, möchte ich gerne wissen, ob es überhaupt plausibel ist, was mir der Mechaniker erzählt?
 
Wieviel bist Du denn so gefahren?

Wie sieht die Beladung des DPF aus?
 
Ca 2000km.

Kann die Beladung überhaupt hoch sein ohne Warnung?
 
Die DPF Warnung sollte kommen.

2000km ohne Regeneration ist natürlich nicht wirklich gut. Eine Zwangsregeneration sollte das aber hoffentlich wieder hinbekommen.
 
Also nach 2000km eine Zwangsregeneration auszulösen wär "mutig". Zur Einordnung: normalerweise liegt das Regenerationsontervall bei ca. 3-400km. Also selbst wenn dsr Filter zu Schadenszeitpunkt leer war, dann ist er mehrfach überbeladen. Und wenn man da eine RGN auslöst, dann schmilzt im besten Fall der Filter raus, wenns blöd geht braucht man nachher ein neues Auto. Normalerweise sperrt das Steuergerät in solchen Fällen die Service-Regeneration, ganz schlaue Köpfe umgehen diese Sperre.

Das Problem mit langen Fahrten mit Turboschaden ist der, dass man unter Umständen genau im CRT-Effekt rumfährt. Dabei brennen die feinen Partikel in den Zellwänden weg, der Differenzdruck sinkt, aber die Rußbeladung bleibt hoch. Und die Warnlampe schaut auf den Differenzdruck...

Mfg
 
Also nach 2000km eine Zwangsregeneration auszulösen wär "mutig". Zur Einordnung: normalerweise liegt das Regenerationsontervall bei ca. 3-400km. Also selbst wenn dsr Filter zu Schadenszeitpunkt leer war, dann ist er mehrfach überbeladen. Und wenn man da eine RGN auslöst, dann schmilzt im besten Fall der Filter raus, wenns blöd geht braucht man nachher ein neues Auto. Normalerweise sperrt das Steuergerät in solchen Fällen die Service-Regeneration, ganz schlaue Köpfe umgehen diese Sperre.

Mfg

Evtl. meinte das ja dann auch die Werkstatt ...

Eine echte Alternative gibt es ja auch nicht, oder?
 
Heisst für mich die einzige Alternative ist nen überholten DPF zu holen
 
Falls der aktuelle DPF noch nicht durch eine Zwangsregeneration zerstört worden oder anderweitig beschädigt ist kann man den ausbauen und zur Reinigung anzugeben.
In meinem Kundenkreis hat das bislang meißtens zum Erfolg geführt, im Forum wird das viel diskutiert.
Allerdings muß das jemand machen der genug Ahnung hat um dem Steuergerät mitzuteilen das ein gereinigter DPF verbaut ist.
Auf jeden Fall muß dann geschaut werden in welchen Abständen regeneriert wird.
Gruss
 
Bei 15.000 km braucht man dem Steuergerät nicht die Welt erzählen... Das ist wichtig, wenn schon ordentlich Ölasche im Filter war.
Wir hatten erst vor kurzem einen Thread zum Thema DPF reinigen, da war von um die 400€ rum die Rede (ohne Aus/Einbau).

Mfg
 
Gibt es eigentlich einen Unterschied, ob man Asche oder Ruß rauswäscht?
 
Keine Ahnung, ein Kollege hat so eine Maschine für LKW.
Da wird von links nach rechts mit Druck gespült, gepustet, getrocknet. M.M.n. wird da alles rausgewaschen was drin ist. Vor- und nachher natürlich gewogen und die Durchflußmenge oder und der Gegendruck gemessen.
Er hat mal angefangen das zu erklären, aber ich war mit dem Kopf leider woanders.
Gruss
 
Grundsätzlich machts wenig Unterschied. Asche brennt nicht, Ruß schon. Beide verursachen Gegendruck. Das Steuergerät zählt die Asche einfach stur hoch, während es den Ruß über ein Modell und den Differenzdrucksensor berechnet. Über die errechnete Beladung wird die Regeneration ausgelöst. Weil die Asche drin bleibt, steigt mit der Zeit der Differenzdruck - und das Steuergerät korrigiert dementsprechend die Grenzwerte für Regeneration (zu hoher Differenzdruck) und Defekt (zu niedriger Differenzdruck). Wenn man jetzt einen mit Asche gefüllten Filter tauscht oder reinigt, ohne das dem Steuergerät zu erzählen, dann glaubt das Steuergerät dass der Filter ein Loch hat (Differenzdruck ist niedriger als erwaret).

Bei 15.000km ist aber nur sehr wenig Asche drinnen; beim T6 liegt der Grenzwert für Asche bei 110g und wird bei ca. 300.000 km erreicht. Bei 15.000 sind also erst ca. 5% der maximalen Asche drinnen, und deswegen solltes es kein Problem sein wenn man das Steuergerät nicht zurücksetzt.

Mfg
 
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