Nach PDE Reparatur keine Leistung mehr.

Profex

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Oldenburg
Mein Auto
T5 Multivan
Erstzulassung
2009
Motor
TDI® 128 KW
DPF
ab Werk
Motortuning
nein
Getriebe
Autom.
Antrieb
Front
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Comfortline
Radio / Navi
RNS-2 CD+Sound
Umbauten / Tuning
zum Teil schwarz foliert, Windabweißer an den Fenstern
Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr habt noch eine Idee, denn langsam bin ich mit meinem Latein am Ende.

Fahrzeug: T5 Multivan 2.5 TDI BPC, Automatik

Ausgangslage war ursprünglich eine Kombination aus:

- zeitweise schlechter Leistung
- starker Rauchentwicklung
- schlechtem Startverhalten
- Verbrennungsaussetzer im Fehlerspeicher
- PDE-Korrekturwert eines Zylinders bei +2,99 mg/H

Daraufhin habe ich den Motor gründlich überarbeitet:

- PDE-Kabelbaum erneuert
- PDE-Brücke eingesetzt
- ein PDE ersetzt
- alle PDE-Dichtungen (O-Ringe und Kupferringe) erneuert
- PDEs nach VW-Vorgabe eingestellt
- sämtliche Schrauben nach Drehmomentvorgabe angezogen
- Ventildeckeldichtung und weitere Dichtungen erneuert

Nach der Reparatur lief der Motor zunächst richtig gut. Er sprang sofort an, rauchte nicht mehr und hatte wieder Leistung. Ich bin anschließend etwa 300 km gefahren und war eigentlich der Meinung, das Problem sei behoben.

Erst danach trat plötzlich ein neues Problem auf:

Der Wagen hat seitdem deutlich zu wenig Leistung, allerdings nicht konstant.

Typische Symptome:

- manchmal zieht er untenrum erstaunlich gut
- teilweise kommt plötzlich für 1–2 Sekunden richtig Schub
- der Momentanverbrauch steigt dann auch auf über 20 l/100 km
- direkt danach fällt die Leistung wieder komplett ab
- besonders im 4., 5. und 6. Gang fehlt dann massiv Leistung
- oberhalb von ca. 2500–3000 U/min wirkt er oft wie zugeschnürt
- kein Ruckeln, kein Rauch, keine Aussetzer
- der Turbo ist gefühlt deutlich leiser als früher

Bisher geprüft bzw. erneuert:

- N75 gegen neues Pierburg ersetzt
- Unterdruckversorgung geprüft
- Tandempumpe erzeugt ca. -0,9 bar Unterdruck
- Unterdruck bleibt stabil
- Leitung vor und nach dem N75 hält Unterdruck
- Turbodose hält Unterdruck
- VTG-Gestänge bewegt sich
- VTG-Grundeinstellung über VCDS durchgeführt, Gestänge arbeitet sichtbar
- Ladedruck Soll/Ist grundsätzlich vorhanden und meist sehr nah beieinander
- Fehlerspeicher leer (bis auf einen selbst verursachten P0104 durch abgezogenen LMM)

VCDS-Logs habe ich ebenfalls gemacht.

Auffällig fand ich:

- Luftmasse eher unauffällig, aber nicht überragend hoch
- Einspritzmenge bei Vollast für mein Gefühl eher niedrig
- Fahrerwunschmoment deutlich höher als das tatsächlich freigegebene Motormoment
- trotzdem wird grundsätzlich Ladedruck aufgebaut

Was mich besonders irritiert:

Der Wagen kann offensichtlich Leistung erzeugen. Es gibt immer wieder kurze Momente, in denen er richtig anschiebt. Deshalb fällt es mir schwer zu glauben, dass der Turbo komplett defekt ist. Andererseits fehlt über weite Strecken deutlich Leistung.

Hat jemand ein ähnliches Fehlerbild schon einmal gehabt?

Kann eine VTG trotz funktionierender Grundeinstellung und dichtem Unterdrucksystem unter Last solche Probleme verursachen? Oder gibt es noch andere bekannte Kandidaten, die zu diesem wechselhaften Leistungsverlust passen?

Vielen Dank für jede Idee.
 
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Habe mal ein paar VCDS Werte hier eingefügt. Tracke aber gerne neue falls jemand irgendwas in eine Richtung vermuten kann..
 
Habe mal ein paar VCDS Werte hier eingefügt. Tracke aber gerne neue falls jemand irgendwas in eine Richtung vermuten kann..
eine Vermutung wäre eine verkokte oder sonstwie zeitweilig behinderte VTG...
 
Habe mal ein paar VCDS Werte hier eingefügt
Lad doch bitte die Rohdaten inkl. einem kompletten Scan aller STG hoch.

Im unter Drehzahlbereich entwickelt sich der Ladedruck schlecht, bzw. gibt es Defizite. Das wurde ja von dir auch schon in der rechten Spalte angemerkt? Dementsprechend fehlt es da auch deutlich an erwarteter Luftmasse und folglich auch an Leistung. Darüber hinaus wurde in den Anmerkungen ja auch schon eine kurzzeitig zu hoher Ladedruck festgestellt. Abgesehen davon, dass solche kurzen Peaks (Überschwinger) nicht vollkommen ungewöhnlich sind, wäre das jedoch unter Umständen ein weiterer Hinweis auf ein Problem der VTG.

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Im ersten Schritt würde ich immer im Ausschlussverfahren den Kraftstoffdruck im Fahrversuch messen, um eine zeitweise Unterversorgung auszuschließen (klemmende Intankpumpe etc.. ) Ehrlich gesagt würde ich dann aber auch mit einem Ruckeln des Motors rechnen, was ja wohl nicht der Fall ist.
Im besten Fall kann man dann einen Haken nach der Prüfung der K-Anlage dahinter machen und sich dann auf die VTG bzw. den Lader zu konzentrieren. Die eingesteuerten Unterdrücke sollten ebenfalls im Fahrversuch geprüft werden. Das wird ja oben im verlinkten Video thematisiert. Wenn die eingesteuerten Unterdrücke bei Leistungsanforderung immer gleichbleibend plausibel sind und der Ladedruck im unteren Bereich trotzdem nicht will, wäre die VTG inklusive Unterdruckdose + Ladeluftstrecke im Focus.

Ein Klassiker wäre auch die zweitweise Leckage im Ladeluftsystem, wenn sich der Motor bei hohem Drehmomentwunsch stark in seinen Aufhängungen bewegt. Aber auch dann würde man einen OBD Fehler erwarten.

Hier hast Du berichtet, dass an der Software etwas gemacht wurde. Eventuell stellst Du das Fahrzeug mal dem verantwortlichen Tuner vor. Für die Fehlersuche sind Änderungen am Originalsetup immer hinderlich. Bei den gezeigten Ladedruck- und Luftmassendifferenzen würde man dann eigentlich mal einen P0299 erwarten. Vielleicht kommt das ja noch. Ggf. schaust Du mal im OBD Modus in die Liveparameter, ob dort schon etwas registriert wurde, bzw. auffällig ist.

 
Kannst du was mit einer PDF anfangen? Ansonsten ziehe ich diee CSV vom Laptop noch einmal runter..

STGs sind alle ohne Fehker..


Die Intankpumpe ist neu, und die Tandempumpe liefert genug Druck. Beides überprüft.

Das VTG Gestänge verfährt auch mit der VCDS Gymnastik, wenn ich mir den Finger drauf drücke, habe ich schon das Gefühl das ich ordentlich drücken muss, aber es hackt nichts und die Stange kommt direkt wieder hoch. ( Mir fehlen halt Vergleichwerte)

Den Vakuum Test gegenüber der VTG Bewegung werde ich nachher auch einmal testen, habe eine Handpumpe hier. Ich Versuche auch einmal die VTG Gymnastik zu filmen, eventuell könnt ihr ja sehen ob's zu langsam ist ?

Wenn ich meine Tabelle richtig deute, erreicht der Lader obenrum den Solldruck, aber zieht halt nichts weg...


Das wertet mir die KI aus.. ich weiß das ea nur ein Computer, aber ich greife nach jedem Strohheim..

Auffällig ab ca. 2700–3400 U/min bei 100 % Gas
Der Wagen fordert weiter Leistung an, aber:
Bereich
Beobachtung
Gaspedal
100 % → Fahrer fordert Leistung
Fahrerwunsch
ca. 485–497 Nm → Wunsch ist da
Ladedruck Ist/Soll
meist relativ nah beieinander → Turbo baut Druck auf
Luftmasse
fällt/bleibt eher niedrig, oft nur ca. 760–880 mg/H
Rauchbegrenzung
liegt deutlich unter Fahrerwunsch
Einspritzmenge
fällt obenrum auf ca. 22–32 mg/H
Das bedeutet:
Das Steuergerät nimmt obenrum Diesel weg, weil die Luftmasse/Rauchbegrenzung nicht reicht.
Beispiel aus dem Log
Bei ca. 3400 U/min / 100 % Gas:
Fahrerwunsch: ca. 485 Nm
Rauchbegrenzung/Motormoment: nur ca. 330–350 Nm
Luftmasse: ca. 745–810 mg/H
Einspritzmenge: nur ca. 22–28 mg/H
Ladedruck: trotzdem ca. 1770–1900 mbar
 

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Wenn ich meine Tabelle richtig deute, erreicht der Lader obenrum den Solldruck, aber zieht halt nichts weg..
Ja richtig, aber untenrum nicht....... Das ist ähnlich dem klassischen Turboloch - also als wenn es keine VTG geben würde, bzw. die Schaufeln falsch gesteuert werden. Wer weiß, ob die überhaupt in Bewegung geraten. Der sich bewegende Hebel ist dafür kein ausreichendes Indiz.

Versuche auch einmal die VTG Gymnastik zu filmen
Mach einfach die Gymnastik und schau mal, ob sich dabei etwas am Ladedruck bewegt. Dabei misst Du dann auch gleich den eingesteuerten und den Vorrats-Unterduck. Im Idealfall zeichnet man die Drücke auf, damit das Geschehen auswertbar wird. Wer sagt dir denn, dass die Drücke unter Last, bzw. im Fahrversuch plausibel sind? Das ähnelt dann dem Testaufbau von fotowusel, bzw. dem Video von T-Man. Wurde der Lader mal zerlegt?

Kannst du was mit einer PDF anfangen?

Für mich brauchst das nicht machen. Die branchenüblichen Rohdaten geben auch anderen Lesern die Möglichkeit, die Daten mit eigenen Mitteln zu interpretieren. Eine PDF oder Screens nutzen da wenig.

Die Intankpumpe ist neu, und die Tandempumpe liefert genug Druck. Beides überprüft.

Ja gut..... Eine neue Pumpe ist kein Garant für Fehlerfreiheit. Ich kann nur empfehlen, das im Fahrversuch zu messen - und zwar dann, wenn die Symptome auftreten. Das ist das normale Vorgehen im Ausschlussverfahren. Das macht man, um die dann vielleicht folgenden Schritte inhaltlich und finanziell abzusichern. Wenn Du sagst, der Druck ist gut.......... auch unter Last......., dann lassen wir es dabei......


 
Ich werde heute Abend ein paar Videos machen vom VTG Verfahren und den Unterdrücken.

Was mich jetzt gerade stutzig macht ist, das auf allen Videos die ich auf YouTube sehe, das VTG sich "meiner Meinung nach" zuzuger bewegt als das bei mir..

Aber auch das werde ich filmen..
 
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