Nach Nockenwellentausch: weniger Leistung und Startprobleme

Dazan

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27 Mai 2021
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Ort
Berlin
Mein Auto
T5 Multivan
Erstzulassung
2007
Motor
TDI® 128 KW
DPF
ab Werk
Getriebe
6-Gang
Antrieb
Front
Extras
BPC Motor, 280 tkm
FIN
VW2ZZZ7HZ8H0553316
Hallo in die Runde,
nachdem ich vom Winterurlaub nur mit ach und krach wieder nach Hause gekommen bin musste die Nockenwelle ausgetauscht werden (lautes klopfen, keine Leistung und Auto ist dann nicht mehr gestartet). (BPC Motor mit 280 tkm) Zur freien Werkstatt gebracht, Nockenwelle, Lagerschalen und Hydrostößel ausgetauscht (2.6 t eur Gesamtkosten: an dieser Stelle gerne auch Rückmeldung ob der Preis für diese Reparaturen angemessen ist). Gestern das Auto zurück bekommen und Probefahrt durch Stadt und Autobahn (40-50km). Ich finde der Bus ist etwas träge und hat im untere Drehzahlbereich wenig Leistung. Wenn man einen Gang hochschaltet braucht er kurz bis die Leistung kommt. Nach der Probefahrt kurz Pause gemacht und danach hatte ich Startprobleme. Er ist erst beim 4-5 Anlauf gestartet. Heute morgen im kalten Zustand ist er ohne Probleme gestartet. Ich habe der Werkstatt geschrieben und bringe ihn wieder hin, wüsste aber gerne grob woran es liegen könnte. Hab schon sowas gelesen wie PDE Dichtungen, Nockenwelle nicht richtig eingesetzt o.ä. Über ein paar Hinweise auf mögliche Fehlerquellen würde ich mich freuen damit ich einschätzen kann ob was mir die Werkstatt sagt plausibel ist. Bei dem Preis will ich schon dass die Reparaturen gut und gründlich gemacht sind. Vielen Dank!
 

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Nockenwelle nicht richtig eingesetzt o.ä. Über ein paar Hinweise auf mögliche Fehlerquellen würde ich mich freuen damit ich einschätzen kann ob was mir die Werkstatt sagt plausibel ist.
War das eine auf den T5 und speziell auf den R5- Motor spezialisierte Werkstatt?
"etwas Träge" hört sich nach falscher Nockenwelle etc. an...


Gruß fotowusel
 
...Zur freien Werkstatt gebracht, Nockenwelle, Lagerschalen und Hydrostößel ausgetauscht (2.6 t eur Gesamtkosten: an dieser Stelle gerne auch Rückmeldung ob der Preis für diese Reparaturen angemessen ist).
Ob der Preis angemessen ist kann man solange nicht beantworten bis man weiß, von welchem Hersteller die Teile stammen die da eingebaut wurden. Warum akzeptierst du so eine Rechnung ohne auch nur den geringsten Anhaltspunkt zu haben was da verbaut wurde? Hersteller der Nockenwelle? Geheim? Eingefülltes Öl? Geheim? Der ganze verbaute "Kleinkram"? Geheim? Traut sich die Werkstatt nicht, die verbauten Teile exakt zu benennen?

Ansonsten bin ich bei fotowusel: Hört sich nach falscher Nockenwelle an, Anhaltspunkte aus der Rechnung gibt es ja aber leider keine.

Ich verstehe nicht, wie man 2,6t€ für so eine "Wir hamm da mal was repariert"-Rechnung ausgeben kann.

Grüße
Jochen
 
Ich verstehe nicht, wie man 2,6t€ für so eine "Wir hamm da mal was repariert"-Rechnung ausgeben kann.
Das liegt daran, daß diese Materie ´"Deine Welt" ist und Du Dich darin bewegst. Für jemand, der sich da nicht drin bewegt, der gibt das Auto ab, nimmt an, die wissen, was sie tun und zahlt dann eine Rechnung.
 
Der T5 5-Zylinder Motor ist super speziell mit dem Stirnradantrieb.
Es gibt keinen anderen Motor mit dem Prinzip.

Das kann so gut wie keine Werkstatt. Viele Werkstätten haben uns weg geschickt mit dem Motor.
Deshalb liegt der Verdacht nahe, dass hier nicht richtig gearbeitet wurde oder die falschen Teile verbaut wurden.


Und ja. natürlich sollte man davon ausgehen können dass man sowas an eine Werkstatt geben kann.
ABER bei diesem Motor kennt sich eben kaum jemand aus. Von daher ist hier wirklich Vorsicht geboten wem man einen solchen Auftrag gibt.

Ich würde ersmtal den Stirnradantrieb ansehen. Evtl. ist hier was falsch eingestellt worden.
Aber das muss die Werkstatt machen. Insofern sie verstehen was sie da tun. Aber ne andere Wahl hast du ja nicht.
 
Vielen Dank schonmal für die schnellen Rückmeldungen. Aber...Oh nein, das hört sich nicht gut an...
@fotowusel nein, es war keine spezialisierte Werkstatt. In Berlin habe ich sowieso Probleme eine Werkstatt zu finden, geschweige denn eine spezialisierte. Wenn da jmd eine Empfehlung hat gerne per DM.
@exCEer es ist so wie @wow2 sagt, ich bin überhaupt nicht von der Materie und gehe deshalb zum Fachmann und erwarte dass die sich mit solchen speziellen Themen auskennen. Ich versuche natürlich das grobe Problem zu verstehen, aber wenn's ins Detail geht (wie alles weitere was an der Nockenwelle hängt) bin ich raus. Genauso wie ich nicht jeden einzelnen Wert und Diagnose nachprüfe wenn ich zum Arzt gehe. Aber ich werde mal bei der Werkstatt nach den Details der Nockenwelle fragen (Hersteller usw).
@Stefan2.0TDI danke für die Hinweise. Mir war es nicht bewusst dass mein Motor so speziell ist. Das sind schonmal einige Anhaltspunkte um bei der Werkstatt nachzuhaken.
Danke schonmal ich werde weiter berichten...
 
War das eine auf den T5 und speziell auf den R5- Motor spezialisierte Werkstatt?
"etwas Träge" hört sich nach falscher Nockenwelle etc. an...


Gruß fotowusel
Lässt sich über die Teilenr herausfinden ob die richtige/falsche Nockenwelle eingebaut wurde? Laut Werkstatt hat die neue Nockenwelle hat die Teilenr: 070 109 101 Q
 
Lässt sich über die Teilenr herausfinden ob die richtige/falsche Nockenwelle eingebaut wurde? Laut Werkstatt hat die neue Nockenwelle hat die Teilenr: 070 109 101 Q
demnach sollte sie passen...


Gruß fotowusel
 
demnach sollte sie passen...


Gruß fotowusel
Die spannende Frage ist jetzt natürlich, wo die her ist und ob der Lieferant die Unterschiede zwischen den NW verstanden hat.

Schlecht anspringen deutet auf Probleme mit dem NW Sensor bzw. den Steuerzeiten hin. - Kann aber zig. andere Ursachen haben.
 
Ich halte es für wahrscheinlicher dass die Werkstatt die Einstellung des Stirnradantriebs nicht korrekt gemacht hat.
Das ist ne Wissenschaft für sich und wenn man es nicht regelmäßig macht, dann braucht man sehr viel Geduld.

Fahre zeitnah zur Werkstatt und reklamiere das Problem. Würde auch nicht mehr viel damit fahren.
Wenn das Zahnflankenspiel falsch eingestellt ist, kann das auch schnell zu einem Schaden führen.
 
Auf der Rechnung steht in Position 8 "Dichtungssatz Einspritzdüse", wurden gewechselt.
Das schlechte Startverhalten kann eine Folge davon sein, falls eine oder mehrere der PDE- Dichtungen nicht mehr dicht abschliessen.
Bei 280.000km Laufleistung sollten (müssen) alle 5 PDE Führungen überprüft werden(?)

Bei der beschriebenen Laufleistung kommt es bei fast allen PDE Motoren zu einer Einarbeitung der PDE's und zu Gratbildungen, die sehr häufig zu Undichtigkeiten im O- Ringbereich der PDE's führt.
Dadurch fällt u.A. der Kraftstoffvordruck soweit ab, dass es zu Motorlaufstörungen kommt oder der Motor schlecht oder nicht anspringt.

siehe hier:

Bei einem Verwechseln der Nockenwelle A- Motorenwelle statt B- Motorenwelle gibt es keine spürbare Beeinträchtigung des Startverhaltens - aber die Leistungsentfaltung ist beeinträchtigt und die DPF- Reinigung funktioniert nicht mehr weil ein erherblicher Teil der Nacheinsprizung fehlt.

Bevor der Motor noch einmal geöffnet wird sollten die Mengenwerte und die Schaltzeiten der PDE's sowie der Verdrehwinkel der Nockenwelle z.B. mit VCDS überprüft werden.
Außerdem unbedingt der Tandempumpendruck mit einem Druckmessgerät, er gibt Aufschluss ob die O- Ringe PDE's im Vordruckbereich dicht halten.
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(Bei 1.500 UpM über 10bar)

Gruß fotowusel
 
Zuletzt bearbeitet:
@fotowusel vielen Dank für die ausführlichen Infos!! Das sind viele gute Anhaltspunkte
 
Hallo nochmal. Ich melde mich wieder mit Nachrichten aus der Werkstatt. Eure zahlreichen Hinweise habe ich an die Werkstatt weitergeleitet. Nun hier die Antwort. Was denkt ihr dazu? Ich kann mit diesen ganzen Werten nichts anfangen. Ist es plausibel dass sich die NW verdreht hat oder doch wahrscheinlich dass es eine falsche NW für A- Motor ist?

Guten Tag,
den von Ihnen beschriebenen Fehler können wir dank ihrer Aussage auch so nachvollziehen.
Unzerlegt ist das leider nicht ausreichend zu prüfen bzw. einzustellen.
Das Saugrohr und der Ventildeckel müssen nochmal demontiert werden und der Motor abgesteckt.
Man kann den Syncronisationswinkel auslesen(2°), da aber das NW-Rad freilaufend ist, könnte die Welle trotzdem falsch stehen.
Die Injektoren laufen einwandfrei, auch die Laufruheregelung liegt weit unter den Maximalwerten/im normalen Bereich(+-0,8).
Ein Druckabfall im PDE System ist nicht vorhanden, da er auch ohne "Qualmwolke" warm/kalt anspringt und die Vorförderpumpe arbeitet.

Wir haben den Verdacht, dass die Welle sich beim festziehen der Zentralschraube minimal verdreht hat.
Das würde dann auch die 2° erklären.
Bei bisherigen NW-Reparaturen, lag dieser Wert niedriger.
Ein Zusammenhang mit den Leistungsverlust im unteren Drehzahlbereich ist somit plausibel.
 
Statt des emojis sollte +- 0 , 8 stehen
 
Man kann den Syncronisationswinkel auslesen(2°), da aber das NW-Rad freilaufend ist, könnte die Welle trotzdem falsch stehen.
Das ist natürlich kompletter Unsinn. Gemessen wird die Phasenlage der NW selbst und nicht des NW Rades.
 
Das stimmt meines Erachtens nicht. Beim 2.5 TDI ist das Geberrad für den NW-Sensor doch am Stirnrad. Somit könnte man das Rad verdrehen bzw. falsch einstellen, auch wenn die Nockenwelle noch im OT abgesteckt ist.
Ergo: Nockenwelle kann richtig eingestellt sein, aber Rad versetzt.
Nockenwelle kann daneben sein, aber das Rad kann richtig stehen.
Oder beides stimmt nicht…
Viele Möglichkeiten. Auf jeden Fall sollte dort nochmal angesetzt werden. Da hat die Werkstatt recht, der muss nochmal aufgemacht werden.
 
Das stimmt meines Erachtens nicht. Beim 2.5 TDI ist das Geberrad für den NW-Sensor doch am Stirnrad. Somit könnte man das Rad verdrehen bzw. falsch einstellen, auch wenn die Nockenwelle noch im OT abgesteckt ist.
Ergo: Nockenwelle kann richtig eingestellt sein, aber Rad versetzt.
Nockenwelle kann daneben sein, aber das Rad kann richtig stehen.
Oder beides stimmt nicht…
Viele Möglichkeiten. Auf jeden Fall sollte dort nochmal angesetzt werden. Da hat die Werkstatt recht, der muss nochmal aufgemacht werden.
Hmm, wirklich? Dann macht die Messung des Winkels keinen rechten Sinn.
 
Ist es plausibel dass sich die NW verdreht hat
Nach sachgerechtem Einbau kann sich die NW nicht verdrehen (Suchwort Diamantscheibe). Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass Einbaufehler (z.B. ungeeignetes Absteckwerkzeug u.v.m.) zu dem "Verdrehfehler" führen.
*Das hier 2° zu spürbar mangelnder Leistung führen halte ich allerdings für unwahrscheinlich.
(der vorgegeben Toleranzbereich durch VW ist größer)

Wird der "Verdrehwinkel" zu stark überschritten wird das Signal für das Motorsteuergerät unplausibel und es erfolgt keine Startfreigabe.
In diesen Fällen (auch bei einem um 180° verdrehtem Einbau erfolgt eine Freigabe nur bei abgezogenem NW- Sensorstecker - das MSG verwendet dann einen errechnetes Ersatzsignal.

Selbst mit einem korrekt aufgesetzen Geberrad können immer noch Fehler zwischen dem Winkel der NW und KW sein
Das richtige Verhältnis KW-NW wird durch richtiges Abstecken sowie passender Vorspannung des Zwischenrades erreicht (war das Absteckwerkzeug Original oder eine Kopie???).
Das Geberrad kann dann immer noch fehlerhaft (ungenau) aufgesetzt werden (Markierung beachten
- siehe Beitrag #16 @SamK

Hinzu kommen die vielfältigen Möglichkeiten an eine ungeeignete Nockenwelle zu geraten...
Wer sich in diesem Bereich nicht 100% auskennt kann gerade beim R5- Motor sehr schnell Schiffbruch erleiden.

Gruß fotowusel

*Beitrag dazu:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm, wirklich? Dann macht die Messung des Winkels keinen rechten Sinn.
Für das Steuergerät macht es nur Sinn, wenn eben der echte OT der Nockenwelle möglichst nahe am „OT“ des Geberrads liegt. Wenn man es korrekt macht, liegt man sehr nah an 0 Grad, aber man schafft eigentlich nicht genau 0 grad wie bei den 1.9 TDI mit verstellbarem Nockenwellenrad.
Bei mir lag ich vor dem Wechsel der NW bei 2,irgendwas und danach bei 0,zerquetschte… Ich weiß es leider nicht mehr genau.
Aber der OT der Nockenwelle hat exakt gestimmt.
Ist aber auch nicht so wichtig, da der NW-Sensor ja nur eine schnellere Orientierung ermöglichen soll, wo der Zünd-OT des ersten Zylinders ist.
 
Wir haben den Verdacht, dass die Welle sich beim festziehen der Zentralschraube minimal verdreht hat.
Das würde dann auch die 2° erklären.
Hiermit sagt die Werkstatt implizit, dass sie nicht das richitge Werkzeug verwendet haben. Bei Verwendung des richtigen Montagewerkzeuges ist ein Verdrehen beim anziehen ausgeschlossen. Da alles mit einer dicken Spannpratze arretiert wird.

Auto nehmen und zu jemanden bringen, der sich mit T5 auskennt. Job nochmal prüfen und ggf. richtig machen lassen.

Gruß,
Yogi
 
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