Nach Glühkerzen-Wechsel Kurzschluss im Kabelbaum und Steuergerät defekt

tobiasakm

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8 Jan. 2017
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Mein Auto
T6 Sondermodell
Erstzulassung
12/2015
Motor
TDI® 150 KW EU6 CXEB
Getriebe
DSG® 7-Gang
Antrieb
Front
Ausstattungslinie
Editionsmodell T6 (Gen.SIX/Gen.30/70Jahre)
Hallo zusammen,

folgende Situation (es darf gerne zum Popcorn gegriffen werden): Bei einem Glühkerzen-Wechsel aller 4 Glühkerzen kam es zu Problemen beim Wechsel der defekten Glühkerze (2.). Es wurde vom Freundlichen erklärt, dass weitere Arbeiten notwendig sind, um besser an eine abgebrochene Glühkerze ranzukommen. Dabei wurde auch das Gewinde vom Zylinderkopf zerstört, konnte aber erneuert und der Zylinderkopf gerettet werden. Statt der ursprünglich veranschlagten ca. 1.000€ Kosten wurden uns ca. 2.000 € in Rechnung gestellt, davon angeblich viele Arbeitsstunden (24h) überhaupt nicht berechnet, einiges rabattiert. Soweit so gut. Wir haben die Rechnung bezahlt und das Auto abgeholt. Am gleichen Tag waren wir damit noch 2 Kurzstrecken zum Einkaufen gefahren, dann haben wir das Auto abgestellt.

Am nächsten Morgen dann das böse Erwachen. Beim Einschalten der Zündung (vor Start des Motors) leuchteten plötzlich viele Motorlampen hintereinander auf:

1. Glühwedel (gelb) blinkt
2. Abgaslampe (gelb) leuchtet
3. In der MFA steht "Fehler: Front Assist"
4. In der MFA steht "Fehler: Start-Stopp"
5. Es kommt eine gelbe Warnleuchte Abstandsregler
6. Es kommt eine rote Warnleuchte Ölkanne. Dazu die Meldung in der MFA: "Öldruck: Motor aus! Boardbuch!" Dazu ein Piepton.

Nach Anruf beim Freundlichen schleppt er den T6 in die Werkstatt. Dann dauert es 14 Tage "Fehleranalyse". Wir bekommen immerhin einen Werkstattersatzwagen.

Dann sagt man uns Folgendes:

1. Kurzschluss im Kabelbaum. Den zu erneuern, kostet wohl 5.000 €. Die Ursache für den Defekt war angeblich nicht das Wechseln der Glühkerzen, obwohl dabei der Kabelbaum "zur Seite geschoben" werden musste, sondern ist unabhängig davon zu sehen.
2. Sie bieten uns 18k, um das Auto abzukaufen, weil sie wissen, dass wir es verkaufen wollen (Dekra-Gutachten sagt 31k Händlereinkaufswert inkl. MwSt.)
3. Weil wir den T6 immer scheckheftgepflegt hatten in der betreffenden Werkstatt wollte man nochmal mit den Werkstattleitern reden.
4. Anschließend kommt die Aussage, dass zusätzlich zum Kabelbaum auch das Steuerungsgerät "verbrannt" riecht, also defekt ist. Ersatzteil Steuergerät gibt es wohl nicht zeitnah (bis zu einem Jahr Wartezeit), weswegen wir eins privat auf ebay kaufen sollen (???) und dann der Werkstatt zum Einbau übergeben sollen. Alternativ würde man versuchen, eine Firma zu finden, die das Steuergerät repariert (bisher erfolglos).
5. Nun will man sich mit uns persönlich mit dem Werkstattleiter treffen. Da sollen wir mal am Steuergerät riechen... Und dann wollen sie eine Lösung mit uns finden (immerhin!)

Leute, ich bin verzweifelt. Kann das sein? Was meint ihr dazu? Ich weiß nicht, ob ich einen technischen Sachverständigen einschalten soll? Die Werkstatt kann ja sonstwas behaupten, ich kann das als Laie alles nicht nachvollziehen, dass der Glühkerzen-Wechsel tatsächlich nicht die Ursache für die Folgeprobleme ist.

Vielen Dank für eure Einschätzungen.

VG
 
Die Angaben der Werksatt sind für uns - genauso wie für dich - nicht nachvollziehbar. Wir kennen weder den Schadensumfang, noch können wir ohne Kenntnis der realen Schäden vernünftig einschätzen, ob eine Reparatur/ Sanierung des Kabelstranges funktionieren würde.

Hier kann nur ein Sachverständiger, oder eine andere Werkstatt Auskunft über den tatsächlichen Schadensumfang geben. Dass ein Steuergerät für einen T6 nicht lieferbar sein soll halte ich für besonders fadenscheinig, bzw besonders großen Blödsinn. Dazu kann man erst etwas sagen, wenn man das Stg kennt, bzw. die FIN oder einen Scan hat. Das Angebot, dir das Fahrzeug abzukaufen, stinkt zum Himmel.

Lass die in dem Glauben, dass Du ihnen dass Fahrzeug ggf verkaufen willst, aber hole es da zeitnah und unangekündigt weg, um entweder einen Sachverständigen, oder eine andere Firma drüber schauen zu lassen.
Ist das eine freie Werkstatt?

Nimm das angebotene Gespräch war und lass dir den Schaden am Kabelstrang zeigen.
Fotografiere das möglichst detailreich. Wenn Du etwas nicht verstehst, frage nach, bis man Dir das plausibel erklärt.

Gruß
 
Nimm am besten eine zweite Person mit zum Gespräch, gerne zum Notizen/Fotos/Videos machen ;) Dann kannst Du ganz viele Fragen stellen und jemand notiert für Dich.
Auf keinen Fall voreilig verkaufen. 3 Tage später steht der Bus dann "repariert" für 40k € drinnen... Das bisherige Verhalten Deiner Werkstatt klingt sehr dubios.
 
Na da bin ich auch mal gespannt was dabei raus kommt 🤨

Gruß Windhundtaxi
 
Hallo, hier ein kurzes Update:

1. Das Gespräch mit der Werkstatt hat stattgefunden. Man hat uns empfohlen, das Steuergerät zu wechseln. Die Kosten dafür sollten wir übernehmen. Die Werkstatt hat den Kabelbaum bezahlt. Ich wollte es reparieren lassen, weil wir es nur dann verkaufen konnten. Kosten für uns: erneut 3k.
2. Auto war repariert, und lief (nach über 100km Testfahrt durch den Freundlichen wieder problemlos.)
3. Wir haben das Auto verkauft.
4. der Käufer meldet sich nach einem Monat: Wieder der gleiche Fehler, Steuergerät hat einen Kurzschluss. Ich schicke dem Käufer die damalige Rechnung, weil ja noch Gewährleistung drauf war.
5. Er fährt in eine andere Werkstatt (auch vom Freundlichen).
6. Die stellen nach 40h Analyse fest: Eine der erneuten Glühkerzen war defekt und hat die Kurzschlüsse produziert.
7. Es wurde alles auf Garantie repariert, der Käufer musst 0€ zahlen.
8. Ich bleibe auf den 3k € sitzen. Ist mir aber auch egal, weil für mich feststeht, dass ich NIEMALS wieder einen VW kaufen werde!!!!

In diesem Sinne! Good bye…
 
Ui...
Dann war aber offensichtlich die Glühkerze defekt, und nicht der Kabelbaum.
Wie hat man denn einen Kurzschluss diagnostiziert? Und dann damals geschlussfolgert, dass der Kabelbaum betroffen war?
40h zur Diagnose ist auch nicht schlecht.
 
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