MV: die Umweltsau?

Rob_68

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Mein Auto
T5 Multivan
Erstzulassung
März 07
Motor
TDI® 96 KW
DPF
ab Werk
Motortuning
Warum?
Getriebe
6-Gang
Antrieb
Front
Ausstattungslinie
Beach
Im Zuge der aktuellen Debatte habe ich mir mal ganz bewusst die CO2-Emissionen beim MV mit 96KW angeschaut: 227 mg. Das sind 89% mehr als die bis 2012 geforderten 120 mg CO2. Im Vergleich zur VW-PKW-Flotte liegt der CO2-Ausstoß des MV noch um 43% drüber.

Wir sind Leute, die meist täglich mit dem MTB in der Natur sind, das Wochenende und den Urlaub immer in den Alpen verbringen. Der jetzige „Winter“ ist defintiv der Vorgeschmack auf die kommende Erwärmung. Ende Dezember noch auf 1.700 Meter mit dem Bike fahren zu können, ist keineswegs normal. Mal sehen, ob’s im Sommer wieder Überflutungen und Erdrutsche gibt.

Ich habe vor einer Woche nach langem Überlegen einen MV Beach gekauft, mit dem wir unser Unabhängigkeitsbedürfnis ausleben wollen (losfahren und schlafen wo man will).

Danach ging’s los mit der politischen Debatte und ich muss eigentlich feststellen, wie inkonsequent und opportunistisch ich gehandelt habe. Ich habe über die Umweltverträglichkeit des 2 Tonnen-Wagens überhaupt nicht nachgedacht. Schlimmer noch: selbst wenn, wäre meine Entscheidung wohl die gleiche gewesen.

Trotzdem: hätte es eine Möglichkeit gegeben, eine umweltfreundlichere Variante des MV zu wählen, wäre ich durchaus bereit gewesen gegen Mehrkosten diese zu kaufen oder dafür auf irgendwelche Extras zu verzichten. Letztendlich bleibt ein fader Beigeschmack, obwohl ich mich auf den Beach unheimlich freue.

Das Marketingkonzept für den Beach (Natur, Freiheit, Unabhängigkeit) geht spätestens dann nicht auf, wenn man auf verantwortungsvollere Konsumenten trifft. Auch der „normale“ MV, beworben als Familienkutsche, ist doch in dieser Hinsicht der Widerspruch schlechthin: er befördert unseren Nachwuchs, dem er doch eigentlich, zugegebenermaßen zugespitzt, den lebenswerten Lebensraum nimmt.

Wenn’s so weiter geht, werden wir alle ganz schnell umdenken müssen.

Trotzdem schönen Tag noch (und nach mir die Sintflut)
Rob.
:(
 
AW: MV: die Umweltsau?

Hallo Rob,

was willst du uns jetzt eigentlich sagen ?

Ich versteh den Sinn deines Posting jetzt nicht wirklich. Wenn du/ihr so umweltbewusst seid, dann hättet ihr euch doch eigentlich überhaupt kein Auto holen dürfen .... wieviele Leute musst du befördern? Hätte es nicht auch ein kleinerer getan ... usw. usw.
 
Der Weg ist das Ziel !

Hallo Rob_68,

sicherlich hast Du vom Prinzip her recht. Wäre das Umweltbewußtsein vor 20 oder 30 Jahren schon so ausgeprägt gewesen, dann sähe die Welt heute anders aus.

In dem Moment, wenn wir uns nicht nur über PS und Zuladung, sondern auch über die Umweltverträglichkeit Gedanken machen, dann sind wir auf dem richtigen Weg.

Überraschenderweise geht der erste VW mit Hybridantrieb 2008 nicht in Deutschland, sondern in China in Serie - da es dort laut Fernsehbericht schärfere Abgasgrenzen für Neufahrzeuge gibt als bei uns.

Übrigens ... wenn Du Dein Mountainbike nicht erst auf dem Parkplatz im Wald oder in den Bergen auspackst, sondern damit auch tägliche Wege erledigst, vermindert sich Deine persönliche C0² Emission erheblich.

Gruß aus dem verschneiten Rheinland

Gerd
 
AW: Der Weg ist das Ziel !

Hallo Rob_68,

Übrigens ... wenn Du Dein Mountainbike nicht erst auf dem Parkplatz im Wald oder in den Bergen auspackst, sondern damit auch tägliche Wege erledigst, vermindert sich Deine persönliche C0² Emission erheblich.

Gruß aus dem verschneiten Rheinland

Gerd

Ja, du hast vollkommen Recht. Das habe ich auch schon zur Beruhigung meines Gewissens in meine persönliche Umweltbilanz eingerechnet. So oft es geht fahren meine Frau und ich mit dem Bike zur Arbeit (13 KM Strecke einfach). Und die überflüssigen Pfunde bleiben dabei auch auf der Strecke.

Im Rheinland schneits - ich sag ja: das Klima spielt verrückt ;)
 
AW: MV: die Umweltsau?

Deine Bedenken finde ich richtig. Nur lässt sich z. B. bei uns auf dem Land das Leben ohne Auto gar nicht bewerkstelligen!!! Die Buslinien werden immer mehr eingeschränkt, wenn sie überhaupt noch existieren.
Wo aber CO2 eingespart werden kann, ist dein täglicher Stromverbrauch. Ich habe gerade Gestern meine Abrechnung von Lichtblick bekommen. Bei knapp 2800 Kw/h habe ich nach deren Angaben rund 1900 kg Kohlendioxid gespart im Vergleich zum Bundesdurchschnitt der Stromerzeuger. Vom Preis her auch kein Unterschied zu unserem örtlichen Regeltarif des Monopolisten.
 
AW: MV: die Umweltsau?

Hallo Rob,

wenn ich bedenke, dass ich bei einer Menge Fahrten mit 6 oder 7 Leuten unterwegs bin und diese Fahrten ansonsten mit zwei Autos zu bewältigen wären, ist das auch aus Umweltschutzgesichtspunkten mit einem T5 besser. 2 x 140 - 160 sind halt noch deutlich mehr.

Und wenn ich an die Amis mit ihren Schluckspechten oder die auch hierzulande um sich greifende Seuche mit den Quasi-Offroadern denke, dann sind diese Autos ohne Sinn und Zweck mir viel eher ein Dorn im Auge.

Klar hört sich das nach Guck-erst-mal-auf-die-Anderen an, aber diese Leute haben in den seltensten Fällen eine richtige Begründung für ihr Auto.
 
AW: MV: die Umweltsau?

ich denke für die zukunft wird ganz entscheidend sein wie die chinesen und amis mit diesem thema umgehen..wenn die nicht mitziehen können wir uns noch so anstrengen. auch wenn es sicherlich immer gut einen schritt nach vorne zu machen, und so evtl. innovativer zu sein....
 
AW: MV: die Umweltsau?

... hätte es eine Möglichkeit gegeben, eine umweltfreundlichere Variante des MV zu wählen, wäre ich durchaus bereit gewesen gegen Mehrkosten diese zu kaufen oder dafür auf irgendwelche Extras zu verzichten.

???

Die Möglichkeit gibt es.
Ab Werk, ist sogar billiger und spart KFZ-Steuer und Versicherungsprämie ...
der 1,9 Liter TDI.

Aber dann müsstest du hin und wieder ein klein wenig langsamer reisen und du müsstest vielleicht hin und wieder akzeptieren nicht bei den "schnellen" dabei zu sein. Welch Einschränkung und welch ein Verlust an Lebensqualität ...

Sorry, aber ich empfinde solche Beiträge als Heuchelei.
 
AW: MV: die Umweltsau?

Sorry, aber ich empfinde solche Beiträge als Heuchelei.

Schwachsinn. 96 kW sind für ein derartiges Fahrzeug eine sinnvolle Motorisierung, und ob man jetzt auf das schwachbrüstigere Modell wechselt, und dann immer mit Vollgas (!) fährt, macht dann den Braten auch nicht mehr wirklich fett.

Fakt ist doch, daß wir mit unseren Fossil- Schleudern alle Umweltsäue sind.

Klar, daß jetzt der große Verteilungskampf losgeht, wer ist "unschuldig", und "wer nicht".
Das ist peinlich, und erinnert mich an das Szenario Deutschland ab 1945: Natürlich ist jeder nur Nazi gewesen, "weil er mußte", heimlich "hat er ja eine ganz andere Meinung gehabt".

Bla, bla, bla.

@ StefanMarea: Und was soll Dein Beitrag? Ich verstehe Rob_68 sehr gut, und finde es mutig, daß er das so veröffentlicht hat. Meinen Respekt dafür.

Dies ist ein Thema, mit dem wir uns alle in den nächsten Jahrzehnten auseinanderzusetzen haben werden. Da finde ich es gut, wenn einer der Anfang macht, und das einmal zur Sprache bringt.

Positiv und sinnvoll wäre es, kraftvoll und bewußt Schritte zu unternehmen, die in eine bessere Richtung weisen: Wie Stucki erwähnt hat, ist es, anders als derzeit auf dem Automobilmarkt, etwa auf dem Strommarkt sehr wohl bereits möglich, seine Entscheidungen zu treffen:

Strom etwa von den Elektrizitätswerken Schönau (erste Gemeinde, die ihr Stromnetz dem Betreiber abgekauft hat, um umweltfreundlich, inklusive kernspaltungsfrei, Strom zu erzeugen) kostet nur unwesentlich mehr als gängiger Standard ist, bietet dafür aber erhebliche Vorteile für die Umwelt. Umstieg = "baby- einfach".

Auch können Eigenheimbesitzer ihre Häuser oft besser dämmen lassen, über ein Blockheizkraftwerk statt der Gasheizung nachdenken usw.. Viele dieser Maßnahmen werden sogar noch relativ gut durch den Staat gefördert, und amortisieren sich innerhalb weniger als 10 Jahren.

Ich hielte es für absolut wünschenswert, wenn die deutsche Automobilindustrie zum Vorreiter in Sachen sinnvolle Kraftstoffe avancierte, statt immer nur hinterherzuhecheln.

Wie wäre es etwa mit einem Rapsölantrieb (ja richtig: Rapsöl, nix mit ätzendem Biodiesel).

Das Problem dabei ist, daß halt eine gigantische Mehrheit lieber den letzten Tropfen fossiles Öl abfackelt, "weil es billiger ist", als ihren A**** hochzukriegen, um Alternativen zu bevorzugen (und dafür ihr Opfer zu bringen).

Und nach der derzeit "gängigen" Management- Doktrin wird dann "nach Maßgabe des Kunden produziert" (wer erinnert sich: der Lupo war ein "Flop").
 
AW: MV: die Umweltsau?

Hallo

Ich finde den Beitrag von Rob_68 absolut ok.

Ein wohltuender Kontrast zu der sonst weit verbreiteten Stärker-Tiefer-Schneller-Debatte, die mitunter auch auf das T5-Board übergreift. Was ich gelinde gesagt etwas grotesk finde beim Blick auf den Gegenstand unserer Zuwendung. Ein VW-Bus wird nie ein Oeko-Fahrzeug sein. Auch wenn er oft als fahrender Untersatz bewegter Alternativer herhalten muss und das oft genug als T2-Bleischleuder...
Im Rahmen des Möglichen wären auf alle Fälle Verbesserungen denkbar. Gerade die deutsche Automobilindustrie muss sich da etwas einfallen lassen. Die politische Rückendeckung wird nicht lange halten (vgl. aktuelle Diskussion in der EU um CO2-Grenzwerte). Wer braucht alle diese V8, V10 und V12-Motoren wirklich? Hier wurde sträflich gepennt und man kaprizierte sich lieber auf Altherrenphantasien und Omnipotenzwünsche einiger ergrauter Würdenträger. Herr Piech lässt grüssen. Und genau da habe ich meine Zweifel, ob VW (und andere) die Zeichen der Zeit wirklich begreifen. Kommen doch die alten Dinosaurier wieder verstärkt ans Ruder. ''Premium'' (lächerliches Wort) heisst für mich nicht einfach fetter, dekadenter und potenter. Sondern mindestens ebenso smarter, cleverer und innovativer. Da ist in meinen Augen durchaus noch Spielraum vorhanden. Dabei braucht es aber auch Kunden, die bereit sind, die Rechnung etwas anders aufzustellen, als sich ausschliesslich auf den aktuellen Diesel- oder Benzinpreis abzustützen. Ich bin überzeugt, dass es gerade unter den T5-Fahrern viele gibt, die nicht an einem angeborenen Bleifuss und Schrumpfhirn leiden. Ich bin deshalb sehr gespannt, was VW in Zukunft anbieten wird und hoffe fest, dass die ''richtige'' Fraktion den Gockelkampf in der Vorstandsetage für sich entscheiden wird. Dann werde ich als Kunde gerne dabei bleiben :-)

Grüsse
Sternlöwe
 
AW: MV: die Umweltsau?

Mein Senf -ne besser- meine Gedanken zu dem Thema:
-Brauchen wir wirklich alle 6 ... 8 Jahre ein neues Auto, das in der Herstellung viel Rohstoffe und Energie kostet

-Wie haben wir früher ohne Klimaanlage, Zuheizer, Sitzheizung, Bordcomputer, Elektrische Schiebetüren... überlebt?

-0,3l weniger Benzin / Dieselverbrauch je 100km beim neuen Modell sind nicht so viel Umweltfreundlicher als doch öfters mal das Auto stehen zu lassen und eine Wanderung / Fahradtour von Zuhause aus zu unternehmen, statt z.B. 120km in den Freizeitpark zu fahren.

-Die meisten Autos sind nur mit einer oder 2 Personen Besetzt.

-Machen Breitreifen technisch wirklich einen Sinn.

Ich könnte die Liste endlos weiterführen. Ich selbst bin aber bestimmt kein Umweltengel. Ich fahre gerne sinnlos mit dem Mopped Durch die Gegend und meine Kinder 8und ich auch) gehen auch gerne in den Freizeitpark.
Allerdings ist mir auch schon aufgefallen wie wenig ich meine direkte Umgebung kenne. Die ersten Wanderungen ab der Haustüre waren ganz toll und haben mir und den Kindern viel Spass bereitett! Weitere werden dieses Jahr bestimmt Folgen!

gruss

Fish
 
Rapsöl / AW: MV: die Umweltsau?

Schwachsinn. 96 kW sind für ein derartiges Fahrzeug eine sinnvolle Motorisierung, und ob man jetzt auf das schwachbrüstigere Modell wechselt, und dann immer mit Vollgas (!) fährt, macht dann den Braten auch nicht mehr wirklich fett.

Hi,

den Hinweis auf die "Umwelteigenschaften" des MV finde ich schon deshalb richtig und wichtig, weil viele (mich eingeschlossen) häufig alleine mit dem Dicken unterwegs sind. Und der 1,9er TDI ist *natürlich* eine Alternative, solange man sinnvollerweise eben nicht Vollgas fährt, um die 2,5er einzuholen. Der 1,9er, doppelt aufgeladen und mit robusten (man könnte auch sagen "nachhaltigen") Komponenten könnte den Namen BlueTec verdienen, oder?

Wie wäre es etwa mit einem Rapsölantrieb (ja richtig: Rapsöl, nix mit ätzendem Biodiesel).

Ja, hatte ich eigentlich vor. Ich wünsche mir aber ein Ein-Tank-System, weil das Auto als Firmenwagen von verschiedenen Leuten gefahren wird und ich nicht darauf vertraue, dass jeder ans Umschalten nach dem Start und vor dem Fahrtende denkt. Zumal bei den Zwei-Tank-Lösungen mittlerweile für den Zusatztank ein Außenanschluß Vorschrift ist und ich an meinem heiligen Blech nicht den Dosenöffner ansetzen will.

Dafür ist ein Motorumbau nötig, klar. Aber das wäre ok. Bis es das gibt, warte ich auf das, was mein Profil als Motortuning ausweist. ;) Ich hoffe, dass nach der EU-Entscheidung etwas Bewegung auch in Nachrüstlösungen kommen wird.

Dirk
 
AW: MV: die Umweltsau?

Wir sind Leute, die meist täglich mit dem MTB in der Natur sind, das Wochenende und den Urlaub immer in den Alpen verbringen. Der jetzige „Winter“ ist defintiv der Vorgeschmack auf die kommende Erwärmung. Ende Dezember noch auf 1.700 Meter mit dem Bike fahren zu können, ist keineswegs normal. Mal sehen, ob’s im Sommer wieder Überflutungen und Erdrutsche gibt.


Moin!

Was für ein Thema..... :help:
Sinn & Unsinn einer mobilitätsausgerichteten Gesellschaft könnte man das auch nennen.
DAS Dilemma werden wir nicht lösen. Aber dennoch ein wenig Senf von mir dazu:

Der Zusammenhang CO² Ausstoß & beföderte Passagierzahl gehört natürlich in ein entsprechendes gesetzgebendes Verfahren.
Leerfahrten sind ärgerlich, aber das beobachte ich auch täglich bei Linienbussen, mit 50 Sitzplätzen ausgerüstet, diese Kapazität aber nur 2x täglich benötigen.

3 Smart mit je 2 Figuren besetzt pusten zusammengenommen auch einiges an CO² in die Luft, insofern hinkt der Vergleich, wenn es nur um absolute Werte geht.

Noch relativer wird's, wenn ich in die weite Welt schaue (Und ich betrachte den IST-Zustand, nicht kommende Pläne):
Peking zur Rush-hour & Du siehst die Sonne nicht, soviel Qualm liegt in der Luft von Millionen 2-Taktern. Die paar 1000 PKW mit geregeltem Kat spielen auch in den nächsten Jahren nur eine untergeordnete Rolle, da sich in dieser aufstrebenden Gesellschaft die Gesamtzahl der Mobile erhöhen wird und nicht, was man gerne hoffen würde, der Ersatz eines Blauqualmers durch einen super abgasgereinigten PKW...
Wir hatten es ja schon im Thema Feinstaubproblematik, was kümmert es Länder, wie Indien, China aber auch die hochtechnisierten USA, wenn hier ein "paar" (im Verhältnis) Autos stehenbleiben müssen.
Wobei sie nicht wirklich stehenbleiben, gegen Aufgeld (erhöhte KFZ-Steuer) dürfen sie ja weiterhin über Land fahren, insofern was hat der Baum davon? NIX.
Mit Brieftaschenleerung hier und einer weiterhin vorhgandenen Ignoranz (in den USA) und noch fehlenden technischen Möglichkeiten (Indien, China...) der effizienten Abgasreinigung kommen wir nicht wirklich weiter.

Es hat, auch da wiederhole ich mich, nicht mehr wirklich Sinn, hier gewissermaßen märtyrerisch vorzugehen, europäische Insellösungen reichen nicht.
Die Zeitdauer (und damit auch das Unterlassen wirksamer Reduktionskonzepte), mit der die USA die Anerkennung des Kyoto-Protokolls haben verstreichen lassen, fällt in Ihren Folgen für die globale Erderwärmung viel mehr ins Gewicht, als jegliche gegenwärtige EU-Abgasregelung.

Und bei der US-Gesetzgebung kommen hier zwar in den Diskussionen immer die "verschärften" US-Normen (ULEV) ins Spiel, aber es handelt sich immer um einzelne Bundesstaaten, nie der gesamte US Staatsbereich.
So entsteht immer der Eindruck, daß dort sehr effizient Umweltkonzepte umgesetzt werden, aber gemessen an deren Ölverbrauch (1/4 des Weltbedarfs) ist die dort erzeugte CO² Menge überproportional hoch.

Und, auch wenn es vielleicht ein anderes Thema ist:
Wie kommst Du jedes WE in die Alpen (Profil von Dir fehlt), wenn dazu aber auch Mobilität erforderlich ist, dann mußt Du das natürlich auf Dich selbst beziehen, ob nicht stattdessen ein "paar Runden um den Block" in der Konsequenz sinnvoller wären?
Ich kenne auch Berichte von Leuten, die den MTB Abfahrern auch skeptisch in Sachen Störung der Natur gegenüber stehen, zumindest wenn steile Abfahrten auf unbefestigten (und nicht ausgewiesenen Wegen) Gelände gemeint sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: MV: die Umweltsau?

Der Zusammenhang CO² Ausstoß & beföderte Passagierzahl gehört natürlich in ein entsprechendes gesetzgebendes Verfahren.
Den CO² Ausstoß hat die Politik bereits als latente Geldquelle entdeckt.
http://www.sueddeutsche.de/,poll1/deutschland/artikel/393/101292/
Ob und wie die tatsächlich beförderte Personenzahl dann erfasst werden wird bleibt abzuwarten.
Auf jeden Fall werden wir in absehbarer Zeit noch viel zu diesem Thema zu lesen und zu schreiben haben.
 
AW: MV: die Umweltsau?

[quote=pille;102941]Moin!
Und, auch wenn es vielleicht ein anderes Thema ist:
Wie kommst Du jedes WE in die Alpen (Profil von Dir fehlt), wenn dazu aber auch Mobilität erforderlich ist, dann mußt Du das natürlich auf Dich selbst beziehen, ob nicht stattdessen ein "paar Runden um den Block" in der Konsequenz sinnvoller wären?
[/quote]

Wie zu lesen ist, sehe ich mein Verhalten durchaus kritisch. Vielleicht ist das ja schon mal ein Anfang. Ob du es glaubst oder nicht: für mich gibts auch schon ein persönliches Geschwindigkeitslimit von 120 kmh. Sicherlich gehts auch noch langsamer. Mal ausprobieren. Was der Rest der Welt so treibt, muss einem in diesem Fall vollkommen egal sein. Sonst kommen wir wirklich nicht weiter.

OT on: Ich kenne auch Berichte von Leuten, die den MTB Abfahrern auch skeptisch in Sachen Störung der Natur gegenüber stehen, zumindest wenn steile Abfahrten auf unbefestigten (und nicht ausgewiesenen Wegen) Gelände gemeint sind.

Ich kenne auch Leute, die sind allem gegenüber skeptisch, was von ihrer persönlichen Norm abweicht. Ein verantwortungsvoller Biker verhält sich naturgerecht und bedroht den Naturraum genau so wenig, wie ein verantwortungsvoller Wanderer. OT off

Den Tip mit dem alternativen Strom finde ich super! Das ganze Problem kann und wird nur durch wirtschaftliche Anreize gelöst werden. War denn der umweltfreundliche Lupe eine wirtschaftliche Alternative?

Eigentlich will ich meinen MV mind. die nächsten 10 Jahre fahren. Habe aber das ungute Gefühl, dass der bis dahin von Staats wegen unerschwinglich im Unterhalt sein wird. :rolleyes:
 
AW: MV: die Umweltsau?

NOCMAL:
Wir sind TÄTER und NICHT OPFER.

Nicht die böse Automobilindustrie zwingt uns immer stärkere, schnellere und spritfressendere Fahrzeuge zu fahren, sondern wir Kunden wollen es so und zahlen bereitwillig viel Geld dafür.

Niemand hat Rob gezwungen einen 96kw Multivan Beach zu bestellen und wenn es (aus nachvollziehbaren Gründen) ein T5 sein soll, dann hätte Rob diesen auch mit einem weniger leistungsstarken und dafür verbrauchsärmeren Motor wählen können.

Aber offensichtlich sind Rob eine hohe Motorleistung und dementsprechende Fahrleistungen wichtiger als ein niedriger Kraftstoffkonsum.
Diese Prioritäten seien ihm und auch anderen unbenommen,
ABER dann sollte man auch dazu stehen und nicht in die Opferrolle flüchten.

Hier noch mal das Zitat:
Trotzdem: hätte es eine Möglichkeit gegeben, eine umweltfreundlichere Variante des MV zu wählen, wäre ich durchaus bereit gewesen gegen Mehrkosten diese zu kaufen oder dafür auf irgendwelche Extras zu verzichten.

Ich bleib dabei, diese Möglichkeiten gibt es schon.
Und in der Marktwirtschaft hängt das Angebot auch von der Nachfrage ab ...

Denkt bitte mal drüber nach.
 
AW: MV: die Umweltsau?

.... was nützt es, wenn wir uns in Deutschland alle auf neue und umweltfreundliche Fahrzeuge umsteigen .....

...und die Fahrzeuge die wegen schärferer Steuergesetze im Unterhalt zu teuer geworden sind und daher ihren wert verloren haben und fast unverkäuflich

.. nicht fachgerecht entsorgt, sondern aufgekauft und nach Afrika exportiert werden ...

:uuups: der globalen Umweltbilanz sicherlich gar nichts !
 
AW: MV: die Umweltsau?

Aber offensichtlich sind Rob eine hohe Motorleistung und dementsprechende Fahrleistungen wichtiger als ein niedriger Kraftstoffkonsum.

Nun ja, mir haben sie alle erzählt, dass der 96kw nicht so getreten werden muss und nicht so am Limit ist, als die kleinen Wagen und somit weniger Sprit verbraucht.

Ich geb es ja zu, wie man ja hier auch lesen kann (wenn man will): die Umweltproblematik spielte bei meinem Autokauf keine Rolle. Hätte sie das, wäre ich zum Entschluss gekommen, keinen MV zu kaufen, da selbst der 65 kw Wagen einen indiskutabel hohen CO2-Ausstoß hat. Und daran ist schon die Industrie schuld, oder?

Was soll jetzt das Ganze: einfach mal nachdenken - Selbstreflektion und ggfs. Verhaltensänderung. Und wenn du dazu keinen Bock hast, darfst du das auch schön hier rein schreiben, wie du es ja schon getan hast. :cool:
 
AW: MV: die Umweltsau?

Wie zu lesen ist, sehe ich mein Verhalten durchaus kritisch.
Ich auch..........Sorry, aber es verschließt sich mir immer noch der Sinn, über praktizierten Umweltschutz zu diskutieren, wenn ich zeitgleich davon ausgehen muß, daß Du zur Ausübung Deiner Sportart jedesmal das Auto über eine längere Strecke benutzen mußt, darum ja u.a. auch die Frage nach Deinem Profil.

Was der Rest der Welt so treibt, muss einem in diesem Fall vollkommen egal sein. Sonst kommen wir wirklich nicht weiter.
Nein, eben nicht. Sonst verkommt der Rest des Augenmaßes, was unseren Politikern ohnehin schon deutlich verloren gegangen ist.
Der Weg muß ein Globaler sein.
Und eine globale Verständigung kommt ja jetzt erst schleppend in Gang.
Anzunehmen, der Autoverkehr sei der Treibhauseffektverstärkende Faktor #1 ist ohnehin verkehrt, dient aber als Hintergrundrechtfertigung für die monetäre Abzocke.

Ich kenne auch Leute, die sind allem gegenüber skeptisch, was von ihrer persönlichen Norm abweicht.
Nimm das mit den "naturliebenden MTB'lern" nicht zu ernst...eher metaphorisch.
:danke:
Ich stehe bisher nicht erklärten Zusammenhängen grundsätzlich skeptisch gegenüber, das ist keine Norm, sondern Erfahrungswerte im Umgang mit heißer Luft:
Der erwähnte LUPO ist so ein Fall, wirtschaftlich auf den reinen Spritverbrauch betrachtet ja. Aber die Anschaffungskosten und die dadurch erforderliche Jahresfahrleistung, um kostenmäßig unter dem Benziner zu bleiben:
nahezu unerreichbar.
Nun gabs tatsächlich 'ne Menge Leute, die sich diesen Wagen nur wegen der vermeintlichen Umweltverträglichkeit angeschafft haben.
Konsequent wäre es gewesen, die Mehrausgabe lieber als angewandte Beteiligung (Umweltmaßnahme) z.B. in Bau & Betrieb eines Blockheizkraftwerkes zu stecken.
Das möglichst noch dort, wo Energie noch mehrheitlich vorsintflutlich erzeugt wird, dann wird da ein Schuh draus.

Eigentlich will ich meinen MV mind. die nächsten 10 Jahre fahren. Habe aber das ungute Gefühl, dass der bis dahin von Staats wegen unerschwinglich im Unterhalt sein wird. :rolleyes:
Eben, unsere nationalen Alleingänge in der bisherigen Form bringen nix, außer zunehmender Überforderung des Einzelnen, weil das hier ganz einfach über die Brieftasche erfolgt und im wesentlichen Staatsdefizite ausgleicht.
 
AW: MV: die Umweltsau?

:ot:on
Ich glaube wir sollten jetzt einen eigenen Thread aufmachen. Themenvorschläge:
Generelles Rauchverbot - Ruß, Teer, CO
Abschaffung der Weiderinder (Massentierhaltung generell) - CO², Methan,
Verbot des Exports unserer alten Ruß- und Abgasschleudern ins Ausland - Problemverlagerung
Abschaltung aller AKW´s - dafür mehr Stromimporte aus Ländern mit geringerem Sicherheitslevel
Abschaffung aller PKW > 500 cm³ Hubraum - MV-Fahrer ausgenommen wegen Besitzstandswahrung
Stillegung aller Heizungen ausgenommen in Küche u. Wohnzimmer -
Ausdünnung aller Bus-,Bahnfahrpläne - Bus u. Bahn ist dann wieder voller besetzt
Verbot von Urlaubsflügen - Umweltschonung
Verbot aller grenzüberschreitenden Luftströmungen - wir leben dann auf einer glücklichen Insel8)
etc.
:ot:off
Ich tapp jetzt nach Hause und eß mein Müsli;)
 
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