Motor kaputt und dann GFK-Dach beim Abschleppen zerstört, was jetzt?

Moin!

Wenn ich einen komplett neuen Motor inklusive Einbau für 10 k€ bekommen könnte, würde ich es mir vielleicht noch überlegen. Der Bus ist ansonsten top und der Ausbau genau so, wie wir es haben wollen. Ein neues Dach bekomme ich jetzt ja ohnehin.

Alle anderen Lösungen sind immer teuerer. Wir hatten schon auf den Ford Nugget Plus geschaut und ein sehr gute Angebot eingeholt. Die Aufteilung gefällt uns sehr gut, aber wir wären mehr als 55000 Euro los. Klar, dann hätte ich ein neues Auto mit 185 PS, Automatik und Xenon-Scheinwerfern... wäre sehr schön, aber das brauche ich nicht zwingend.

Gebrauchte Californias mit >200 kkm kosten immer noch über 20 k€... Außerdem würde mir dann das feste Hochdach fehlen.

Drückt mir mal die Daumen, dass ich nur die Nockenwelle und die Hydros machen lassen muss.

Viele Grüße und danke für euere Beiträge!
Matze
 
Moin Zusammen,

werde in den nächsten Tagen die Reparatur des Motors organisieren.

Was sollte eurer Meinung nach gleich mitgemacht werden? Eventuell die Wasserpumpe mit tauschen (ist noch die erste)? Die Gates-Kupplungen und Freiläufe von Lima und Klimakompressor haben schon wieder fast 100 kkm gesammelt. Vermutlich werde ich die ersetzen lassen. Dann sollte Ruhe sein für den Rest des Bus-Lebens. Der Wischwasserbehälter tropft, wenn er ganz voll ist. Wenn man da gut ran kommt, könnte der auch neu.

Die PDEs habe ich vor 100 kkm abgedichtet und mit Keilen versehen. Wenn der Kopf nicht runter muss, würde ich die gerne drin lassen. Bisher keine Startprobleme.

Habt ihr noch weitere Ideen?

Viele Grüße und besten Dank im Voraus,
Matze
 
Ja, WaPu und Freiläufe bietet sich an.
Zum Wischwasser, der Einfüllstutzen ist unten nur in den Behälter gesteckt und mit zwei Gummidichtungen abgedichtet.
Wenn du also bis Oberkannte Einfülltrichter füllst tropft es dir wahrscheinlich an besagter Steckverbindung raus, bis das Einfüllstutzen leer ist.

Entweder damit leben und nur bis zur Oberkannte Behälter füllen oder neue Dichtungen kaufen oder diese versuchen mit Dichtband dicht zu bekommen.

Sind die PDE´s damals auch aufgearbeitet/revidiert worden?
Diese sollen so ca. 200.000-250.000km als "Lebensdauer" haben.
Deshalb würde es sich eventuell anbieten diese bei einem Servicedienst überholen oder wenigstens überprüfen zu lassen.
Ansonsten ist es ja auch nicht unmöglich diese später (falls Probleme auftreten) zu tauschen, wenn der Motor eingebaut ist.
 
Mir fällt da noch der Temperatursensor Zylinderkopf ein (Senor mit kurzem Kabel dran). Dieser ist bei offenen Zylinderkopf
schon fummelig zu tauschen, sonst eigentlich gar nicht.

Gruss
Prof
 
Moin Zusammen,

und danke für die Tips! :danke:

Über die PDEs denke ich mal nach. Beim letzten mal habe ich sie nicht überarbeiten lassen. Den Wischwasserbehälter schaue ich mir auch mal genauer an. Es war mir nicht bewusst, dass er aus 2 Teilen besteht.
Den Temperatursensor im Kopf hatte ich noch nie auf dem Schirm. Werde mich schlau machen und ihn je nach Preis und Aufwand auch tauschen lassen.

Beste Grüße,
Matze
 
Moin zusammen, es wird Zeit, dass ich euch mal mit einem Update versorge!

also: Im Dezember war es ja so, dass sowohl der Motor als auch das Dach kaputt waren. Vom Gutachter gab es die Info, dass der Bus keinen finanziellen Totalschaden hat. Es lohnte sich also das Dach und den Motor zu reparieren. Wer das Dach übernimmt, war von vorn herein klar. Beim Motor hatte ich Schwierigkeiten eine Werkstatt zu finden, die vor Weihnachten noch Zeit hatte. Letzteres war wichtig, da wir am 27. Dezember für 5 Monate Richtung USA aufgebrochen sind. Um es kurz zu machen, ich habe keine Werkstatt gefunden. Aber, mein Womo-Ausbauer hatte jemanden zur Hand, der lange als Selbständiger Motorinstantsetzungen gemacht hat. Also haben wir vereinbart, dass die Jungs den Bus in Hamburg abholen, das Dach und den Motor fit machen während ich in den USA bin und den Bus dann für die restliche Zeit auf ihrem Stellplatz parken. Das Gesamtpaket inklusive Service hat mir sehr gut gepasst.

Dann kam der Anruf vom ADAC, dass sie nur 8000 EUR der Dach-Reparatur übernehmen werden. Das war laut Gutachter die Differenz zwischen dem Wert vor und nach dem Dachschaden. Leider lag der Kostenvoranschlag für das neue Dach inklusive Dachluke bei knapp 12000 Euro... Da war die verkratze Felge noch nicht mal dabei. Es ging eine Weile hin und her, es wurde mir ausgiebig erklärt, dass die Reparaturkosten keine Rolle spielen würden, weil es sich um die Beschädigung von Frachtgut handelt, und da kommt eben das entsprechende Gesetz zu Einsatz etc. pp. Stimmt alles soweit, steht auch so in den AGB. Ich habe mich trotzdem geärgert und habe noch einmal in einer (tatsächlich) freundlichen Mail mein Unverständnis dazu geäußert, dass so ein Fall nicht kulanter behandelt wird. Auserdem habe ich noch einmal geschrieben, dass ich nicht nachvollziehen kann, wie der Gutachter auf die 8000 EUR kommt. Jedenfalls waren wir am Ende soweit, dass der ADAC tatsächlich alle Kosten für das Dach übernommen hat und mir sogar noch 400 EUR für einen Mietwagen gezahlt hat. Ende gut, alles gut! Ich kann den Verein also wieder uneingeschränkt weiterempfehlen und bleibe selbst auch dabei.

In den USA habe ich dann immer wieder Bilder und Infos von der Motorreparatur bekommen. Wir haben uns geeinigt, dass der Zylinderkopf runter kommt, damit die Ventile und die Zylinder begutachtet werden können. Am Ende habe ich entschieden, dass ein neuer Kopf mit Ventilen, Nockenwelle und Hydrostößel drauf kommt. Am Kopf war auch schon eine Stehbolzen für den Krümmer ausgerissen.
Außerdem wurde die Verkabelung zu den PDEs neu gemacht und die Wasserpumpe getauscht. Die PDEs sind noch die alten.

Aus meinen 5 Monaten USA wurden am Ende nur 3. Corona hat uns nach Hause getrieben. Konnte dort nicht mehr arbeiten, der geplante Womo-Urlaub war absehbar nicht möglich (State Parks und andere Campgrounds geschlossen etc). Aus dem Grund bin ich schon seit Mitte März wieder zu Hause, habe meinen Bus hier und bin eigentlich recht zufrieden :-) Das gesparte Urlaubsgeld ist teilweise in eine Markise, ein zusätzliches Fenster im Heck, zwei neue Batterien und eine Remifront Verdunkelung geflossen und auch sonst habe ich einiges nachgebessert und schick gemacht.

Und jetzt? Jetzt habe ich einen total schicken Bus hier, mit 256000 km auf dem Tacho und überlege, was ich damit machen soll. So gut er mir auch gefällt, eigentlich wäre jetzt ein guter Zeitpunkt ihn zu verkaufen. In die Anzeige könnte ich schreiben: Dach neu, Luke neu, Markise neu, Zylinderkopf neu, Batterien neu, Turbo fast neu, Krümmer fast neu, Stoßdämpfer hinten so gut wie neu usw. Und eigentlich fände ich einen langen Radstand inzwischen eh besser für unsere Urlaube und Ausflüge :-) Finanziell wäre ein neuerer Ersatz drin. Mal sehen was sich ergibt :-)

Was würdet ihr machen?

Beste Grüße,
Matze
 

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Und noch Bilder von außen mit neuem Dach (leider nicht geputzt...)
 

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12 Mille für das Reimo Dach??? Selbst die An- und Einbauten sind mir bei dem Preis noch rätselhaft.

Wenn das Ding doch jetzt fast neu ist, und Du vor dem Schaden nicht vorhattest ihn zu verkaufen, wieso dann gerade jetzt?

Dafür würde sprechen, das bald die Preise für Gebrauchte explodieren werden, wenn Du also nicht vorhast dieses Jahr noch irgendwo hin zu fahren dann kannst Du auch was neueres umbauen.
 
Moin, das Reimo Dach ist nicht das Problem. das alte Dach musste runter (war mit 14 Tuben Sikaflex 221i verklebt), die Multirail war auch verklebt und musste weg. Das ging nicht ohne Schaden am Lack, also entsprechend die Klebefläche bearbeiten, lackieren etc. Dann war die Luke kaputt, es mussten alle Fensterausschnitte neu gemacht werden, die Dämmung, der Filz, die Lampen im Dach inkl. aller Kabel, der Aufbau für das Bett im Dach...

Ich hatte das Dach damals selbst aufgebaut mit Verkleidung etc. Das ist sauviel Arbeit und auch so Nebensächlichkeiten wie Kleber gehen richtig ins Geld. Der Betrieb, der die Arbeiten ausgeführt hat ist sicherlich kein Wucherer. Als ich damals bei verschiedenen Betrieben angefragt hatte, als es um das erste Hochdach ging, waren die Preise auch immer >10 kEUR.

Warum gehst du davon aus, dass die Preise der Gebrauchten explodieren?

Viele Grüße, Matze
 
Hast du die PDEs nicht prüfen oder überholen lassen?
 
Warum gehst du davon aus, dass die Preise der Gebrauchten explodieren?

Viele Grüße, Matze

Wegen Corona wollen immer mehr Deutsche Campingurlaub machen. Wird vermutlich nicht lange anhalten, aber die Zeit muss man dann ggf nutzen.

Das HD selbst einzubauen samt hin- und her kenne ich, habe es ja auch selbst gemacht.

Grüße
 
Moin,

Hast du die PDEs nicht prüfen oder überholen lassen?

Nein, das wurde nicht gemacht. Aber ich gebe dir recht, das hätte ich machen lassen können, wo sie sowieso schon draußen waren. Vermutlich hätte ich auch daran gedacht, wenn ich vor Ort gewesen wäre.


Wegen Corona wollen immer mehr Deutsche Campingurlaub machen. Wird vermutlich nicht lange anhalten, aber die Zeit muss man dann ggf nutzen.

Ok, den Gedanken hatte ich auch schon. Es wäre aber auch denkbar, dass weniger ausgegeben wird, weil viele wirtschaftlich unsichere Zeiten befürchten bzw. schon stark betroffen sind. Ich werde mal sehen wie sich das alles entwickelt.

Auf jeden Fall aber vielen Dank für euere Antworten!

Cheers, Matthias
 
Finanziell wäre ein neuerer Ersatz drin
Neuerer vielleicht schon - aber technisch vermutlich kein besserer bzw. ehrlicher.

Ich fahre nen 07er BPC mit 270 tKm und nen 09er BNZ 4M mit 340 tKm -
weiss genau was gemacht ist, kenne jede Schraube persönlich und habe vollstes Vertrauen in die beiden Fahrzeuge.

Ein neuer gebrauchter Ersatz wäre immer die berühmte Büchse der Pandora
oder Forest Gump sagte es besser:

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiss nie, was man bekommt.

Viele Pralinen kennst Du bereits - ich würde ihn nicht hergeben und weiter den Wagen geniessen.

Dazu, das Geld, was bis dato investiert wurde, bekommst nicht raus und dass die Preise
auf Grund von Corona steigen - daran glaube ich nicht.

Gruss
Prof
 
Wenn Du das Auto mit der Vergangenheit verkaufst, wirkst Du meiner Meinung nach unglaubwürdig auf einige Käufer. Sprich Dein Käuferkreis und damit der Preis ist evtl. gar nicht so gut wie Du denkst.
Ausserdem hast Du die Entscheidung bereits gefällt und Dich für das Auto und die Reparatur entschieden. Du weißt jetzt was Du hast und bist darin auch der einzige. Bei einem neuen geht alles von vorne los ...
Wenn das Auto noch Dein Auto ist und noch mit "Dir spricht" würde ich ihn weiter fahren.
 
Mensch, biete ihn an. Zu einem realistischen Preis.
Wenn ein Käufer ihn nimmt - hole Dir einen neuen mit LR und Euro 6.
Wenn nicht - fährste ihn halt weiter.
 
Behalten und weiterfahren!
 
Moin!

Vielen Dank dafür, dass ihr mich mit meinen Überlegungen nicht alleine lasst :-)

Die meisten Vorschläge gehen in Richtung behalten und weiterfahren. Das kann ich gut verstehen, halte es ja seit 10 Jahren selbst so. Der Bus gehört schon fast zur Familie, meine Tochter kennt keinen anderen. Momentan bin ich sehr unentschlossen, aber es kann gut sein, dass diese Beiträge einen entscheidenden Einfluss auf meine Entscheidung haben. :)

Wenn Du das Auto mit der Vergangenheit verkaufst, wirkst Du meiner Meinung nach unglaubwürdig auf einige Käufer.

Ich würde den Bus durchaus mit gutem Gewissen verkaufen (den Anspruch habe ich auf jeden Fall an mich...). Er ist bei jeder Inspektion gewesen, wurde auch alles dokumentiert. Ölwechselinterval war nie länger als 18 kkm (seit ich ihn habe), es gibt keinen Reparaturstau. Ich bin damit nur sehr selten Kurzstrecke gefahren. Die Liste der Neuteile ist lang. Nach 10 Jahren auf ein etwas größeres Modell umzusteigen ist ja auch nachvollziehbar.

hole Dir einen neuen mit LR und Euro 6.

Das ist die Alternative. Es steht durchaus zur Diskussion einen Neuwagen zu nehmen und die maximale Garantieverlängerung dazu. Dann habe ich erstmal meine Ruhe. Da viel Verwandtschaft in Städten mit Umweltzonen wohnen, wäre Euro 6 auch nicht schlecht. Mit meinem aktuellen Bus darf ich da nicht hin...

Ich werde noch einmal in Ruhe überlegen :)

Beste Grüße, Matze
 
Jo, mit meinen Term "unglaubwürdig" würde ich auch nicht in Abrede stellen, dass alles so ist wie es dokumentiert ist und Du ihn in gutem Gewissen verkaufst. Aber denke Dich mal in die Position eines Interessenten hinein. So kurz nach einer so umfassenden Reparatur!? Ich würde ihn jedenfalls nicht kaufen wollen. Zu groß das Risiko, dass noch Folgeschäden auftauchen - egal ob vorsätzlich verheimlicht oder einfach nur weil es jetzt eben so ist. Wenn nach so einem Eingriff noch ein Jahr und ein paar 1000Km auf der Uhr sind, schaut alles ganz anders aus ...
 
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