Meinung zu Zylinderkopf und Injektorenwechsel gefragt

pit67

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Ort
hessisches Äppelwoi-Zentrum
Mein Auto
T6 Multivan
Erstzulassung
11/2017
Motor
TDI® 110 KW EU6 / 6d-temp CXHA
DPF
ab Werk
Getriebe
6-Gang
Antrieb
4motion
Ausstattungslinie
Trendline
Extras
GRA, ACC, MFL, WWZH, PDC, Zweitbatterie
Umbauten / Tuning
Drehkonsole, AHK, Dachschienen, Küchenmodul, Dachträger mit Markise
FIN
WV2ZZZ7HZJH065xxx
Typenbezeichnung (z.B. 7H)
7H-VN75 (7E0) (laut VCDS)
Servus zusammen,
mein gerade erst vor acht Wochen erworbener T6 ist im wahrsten Sinne vor zwei Tagen verreckt (100tkm mit erstem Motor, Kupplung & Schwungrad bei 60tkm neu, AGR-Kühler neu, sonst nix bekannt). Er wirkte, als würde er nur noch auf drei Töpfen laufen. Der ADAC stellte fest, dass am vierten Injektor Kraftstoff raus spritzt und natürlich steigt somit auch Rauch auf. Also zur nächsten VW-Werkstatt geschleppt und auf den heutigen Anruf gewartet.

Ich versuche mal zu wiederholen, wie es mir erklärt wurde: Immer zwei Injektoren hingen zusammen. Die Schrauben für Halterungen wären irgendwie raus, die Gewinde kaputt und die Injektoren hätten sich "rausgearbeitet". Der Zylinderkopf müsste gewechselt werden und natürlich die Injektoren. Materialkosten 6000,- € , Arbeitszeit 3000,- € (Angebot hänge ich an). Nach Einschätzung der Werkstatt könnte man das nicht vorher merken, der Verkäufer hätte garantiert unwissend und das nicht verschweigend verkauft. Es wäre einfach Zufall.

Dazu habe ich folgende Fragen an die Motorspezialisten:
a) Würdet ihr beim letzten Satz zustimmen?
b) Keine Frage, VW-Repaturen sind immer wertvoll. Aber bekam man nicht mal für 9k einen ganzen Motor? Sprich: ist der Preis nicht sehr übertrieben und kennt jemand eine zuverlässige freie Werkstatt im Rhein-Main-Gebiet?
c) Wusste gar nicht das ich einen 3-Zylinder fahre. Warum wollen die drei Injektoren wechseln?

Sorry vorab, aber bei 9k möchte man das natürlich nicht so einfach hinnehmen...

Vorab herzlichen Dank für eure Meinungen
 

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Das mit den zwei Injektoren ist korrekt. Immer zwei werden von der selben Spannbrücke im Kopf fixiert.
Der Kopf könnte mit Aufwand rettbar sein, Finanziell aber ein neuer vermutlich deutlich billiger.

Ob der Verkäufer was davon merkt - hm. Denke für jemanden vom Fach ist das im Ansatz schon erkennbar. Das wird ja nicht von jetzt auf gleich locker werden, sondern sich mit der Zeit gelöst haben. Und warum sollten die Schrauben 100tkm halten um dann doch auf zu geben - Sowas passiert normal Zeitnahe und eher schnell.
Die Frage ist aber auch: Warum lösen sich die Schrauben der Spannbrücke. Evtl war da schonmal jemand dran. Schau doch mal auf das Alter der Injektoren - nciht dass die vor kurzem erst gewechselt wurden. Oder KurbelwellenEntlüftung. Ich meine dazu müssten auch die Injektoren raus.

Wichtig: Kann ein Schaden am Block etc. ausgeschlossen werden? Injektor kaputt? Dreck und zu viel Diesel im Brennraum?

Nur drein Injektoren macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Wenn man da schon dran ist, macht mans komplett. 700€ für einen Injektor ist teuer. Im Zubehör kosten Markenartikel pro Stück rund 300€.

Kurz zusammengefasst:
a) Jaein.
b) Ich persönlich würde zu einer Freien Werkstatt gehen. Dann ist der Kopf mit allem am Ende noch deutlich günstiger als ein neuer Motor.
c) siehe oben.
 
Top! Besten Dank für die Antwort. 👍 Angeblich habe ich alle Rechnungen seit "Geburt" bekommen. Ich schaue mal nach, ob da Injektoren dabei waren.

Und nun suche ich eine zuverlässige freie Werkstatt im Rhein-Main-Gebiet. Hast jemand vielleicht einen Tipp?
 
Na ja, wenn Du einen guten Industriemechaniker findest, repariert Dir der die Gewinde im Kopf mit Helicoils.
Richtig gemacht hält das besser als neu.

Keine Ahnung ob man bei montiertem ZK dran kommt.

Ob die Injektoren zwingend gewechselt werden müssen weiß ich nicht.

Dem Vorbesitzer einen Vorschaden nachzuweisen dürfte nahezu unmöglich sein. Wahrscheinlich hat mal irgendwann eine Werkstatt ein Gewinde vernudelt oder die Schrauben der Injektoren nicht korrekt angezogen. Er selbst wusste davon wahrscheinlich nix.
 
Beim T6 wäre dafür oben genug Platz um das Gewinde zu retten. LLK runter, LLK Halter runter, und man ist quasi schon dran. Bei der Gelegenheit evtl auch gleich Kurbelgehäuseentlüfung mit neu machen.

Davor ist die Frage ist, haben sich die Spannbrücken auch in den Kopf gearbeitet. Und vor allem: passen die Bohrungen für die Injektoren noch -> Nachmessen.
 
Die VW-Werkstatt meint, am Kopf wäre nix zu retten. Sie hätten auch schon mal versucht, das Gewinde zu retten. Das hielt aber nur 2000 km und deshalb machen sie es nicht mehr.

Theorie hin, Praxis Herr. Ohne fähige Werkstatt sind alle Optionen nix. Kann jemand eine Empfehlung für den Großraum Frankfurt aussprechen?
 
So, bin von der Dienstreise zurück. Der Schrauber meines Vertrauens meint, er bekäme deutlich günstiger hin als die VW-Werkstatt.... und günstiger. Er würde die Injektoren es mal bei Bosch prüfen lassen, bevor er sie tauscht. Und wenn, dann nicht drei, sondern alle. Selbst im schlimmsten Fall wäre 9k unrealistisch.

Wenn's jemand interessiert, werde ich weiter berichten.
 
Vielleicht doch nicht eine Frage: muss man Injektoren anlehnen oder sind die plug and pray?
 
Injektoren müssen angelernt werden. Kannst du zur Not mit deinem VCDS machen.

Grüße
Jochen
 
Müssen angelernt werden.

Ich persönlich würde die Injektoren lassen, wenn sie nicht offensichtlich defekt sind. Schließlich ist ja auf der hydraulischen Seite nichts passiert - wenn die Spannpratze sich löst, dann drückt das Verbennungsgas den Injektor nach oben raus und dann bläst es die Kompression raus. Der Injektor spritzt dann zwar noch in den Brennraum, aber wegen der fehlenden Kompression zündet das Gemisch dann nicht mehr.

Ich würde auf jeden Fall Zahnriemen samt Wasserpumpe neu machen, wenn du schon den Kopf herunten hast. Und dafür den freien Schrauber entscheiden lassen, welche Schrauben neu müssen und welche bleiben können... Das Kleinmaterial macht schon ordentlich was aus.

Mfg
 
Müssen angelernt werden.

Ich persönlich würde die Injektoren lassen, wenn sie nicht offensichtlich defekt sind. Schließlich ist ja auf der hydraulischen Seite nichts passiert - wenn die Spannpratze sich löst, dann drückt das Verbennungsgas den Injektor nach oben raus und dann bläst es die Kompression raus. Der Injektor spritzt dann zwar noch in den Brennraum, aber wegen der fehlenden Kompression zündet das Gemisch dann nicht mehr.

Ich würde auf jeden Fall Zahnriemen samt Wasserpumpe neu machen, wenn du schon den Kopf herunten hast. Und dafür den freien Schrauber entscheiden lassen, welche Schrauben neu müssen und welche bleiben können... Das Kleinmaterial macht schon ordentlich was aus.

Mfg
Die Injektoren hat VW bereits entsorgt 😥

Warum sollte ich den Zahnriemen jetzt schon wechseln lassen? Bei derzeit erst 100tkm und meinem Fahrprofil wäre der erste in vier, fünf Jahren dran....
 
Vermutlich, weil der Riemen eh runter ist, wenn der Kopf runter kommt. Und die 200€ für die Teile im Gesamtpreis untergehen.
 
Ja wie, ohne Reparaturauftrag entsorgt?

Und ja, Riemen und Wapu kosten nicht die Welt, beim neuen Kopf fàllt der Großteil der Arbeit sowieso an.

Mfg
 
Ja, im besten Fall 4 neue Injektoren. Das AH kann die ja ohne jeglichen Auftrag nicht einfach entsorgen. Ich fürchte das wird allerdings ein steiniger Weg.
 
Habe mal einen freundlichen Brief an den Freundlichen geschickt. Mal sehen, wie er reagiert.

Mir wurde übrigens der vierte (angeblich noch intakte) Injektor verpackt bei der Fahrzeugabholung übergeben mit dem Hinweis, er müsse senkrecht gelagert werden, sonst ginge er kaputt. Was kann denn passieren, wenn er liegt? Die Post hält sich jedenfalls bestimmt nicht dran... 😂
 
Auf Nachfrage waren die defekten Injektoren jetzt doch noch da und es wurden mit Fotos geschickt. Man kann sehen, dass die elektronischen Anschlüsse zerstört wurden, von wem/was auch immer. Damit ist zumindest dieser Part des Themas durch.

Frage mich allerdings immer noch, warum der letzte Verbliebene nicht liegen darf. Ich konnte dazu auch nirgends etwas finden... 🤔
 
So ihr Leut, mein Bus ist zurück und ich mache mal den Finalbericht für Interessierte:

Mein Schrauber hat's mit Helicoils gemacht, alle vier Injektoren neu, dazu Riemen und Wapu neu und natürlich Ölwechsel neu. Alles VW- und Delphi-Originalteile nach VW-Empfehlung (außer natürlich den Helicoils). Der Spaß machte 3,5k. Faktisch nur ein Drittel der anvisierten VW-Kosten (ok, der Zylinderkopf ist nicht neu, also etwas Milchmädchenrechnung). Spaßig war übrigens die Bestimmung der nötigen Ölmenge. Für CXHA gibt's zahlreiche Listungen mit verschiedenen Mengenangaben. Ich glaube nicht, dass jede Werkstatt auch auf die PR-Nummer schaut und einfach 6,4 Liter Standardmenge einfüllt.

Warum der 3. Injektor kaputt war, entzieht sich jeder Kenntnis und scheint unlogisch zu sein. Aber kann/will/muss man da der VW-Werkstatt etwas vorwerfen...?

Sei's drum. Der Dicke fährt jetzt erst mal wieder und ich hoffe mind. nochmal so lang wie die ersten 100tkm.

Danke an alle hier für Rat und Tat.
 
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