Lose Radmuttern - wie lange bis die auffallen?

archer455

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Mein Auto
T6 Multivan
Erstzulassung
25.02.16
Motor
TDI® 110 KW EU6 / 6d-temp CXHA
DPF
ab Werk
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Wozu?
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6-Gang
Antrieb
Front
Ausstattungslinie
Comfortline
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Delta
Der Titel klingt so komisch wie das, was passiert ist:

Am Dienstag morgen musste ich dank eines Gelbphasensuchers ertwas kräftiger bremsen, (ABs kam nicht). Dabei gabs ein Geräusch. Ich hab erst angenommen, irgendwas loses im Auto sei verrutscht, aber so ganz hab ich dem schon nicht getraut.
Dann beim Beschleunigen wieder "knack". Ab da konnte ich es planmäßig reproduzieren. Kräftiger Bremsen -> Knack; stärker Beschleunigen -> Knack.
Sofort zur Werkstatt - auf die Schnelle nicht feststellbar.
Morgen geht er eh hin, dann sollte genauer gesucht werden.

Vorhin habe ich durch Zufall gesehen, dass ein Radbolzen um 2 oder 3 Umdrehungen lose war :help:.
Also sofort den Drehmomentschlüssel aus der Garage geholt und den Bolzen angezogen. Vorsichtshalber alle anderen Bolzen an dem Rad auch kontrolliert, alle nicht richtig fest.
Die anderen drei Räder - alles gut!

Letzter Radwechsel war Ende November, Anfang Dezember; kein Werkstattaufenthalt seit dem, aber Anfang April HU bei der Dekra (direkt, nicht beim Schrauber!)
Ich ziehe eigentlich alle Radmuttern beim Wechseln schon mit Radkreuz so fest, dass ich mit dem Drehmomentschlüssel nur noch nachziehen muss. (Drehwinkel zwischen 10 und 30°)
Ausserdem bin ich eigentlich gewissenhaft und kann mir nicht vorstellen, dass ich ein Rad nicht nachgezogen hätte, aber gut - Fehler sind dafür da, gemacht zu werden.

Bei der HU war er auf der "Folterplatte" und dem Rüttelstand, da ist nichts aufgefallen.

Daher die Frage:
Kann es wirklich sein, dass ich seit Ende letzten Jahres mit nicht richtig angezogegen Radbolzen rumgefahren bin und das jetzt erst akut geworden ist?
Oder muss ich mir Gedanken machen, ob da ein "netter" Zeitgenosse mit meinem Leben und dem anderer gespielt hat, in dem er Radmuttern gelockert hat??
 
Hallo archer455,
aus eigener Erfahrung mit unserm alten t4 kann ich Dir sagen, daß lockere Radbolzen eine ganze Weile am Auto vorhanden sein können, ohne daß man es sofort merkt. Wir sind mal mit einem lockeren Rad an dem besagten t4 vom BGL bis nach Florenz gerauscht. Meine Frau hat dann beim Fahrerwechsel moniert, Dass die Lenkung etwas schlägt. nach weitern 50km haben wir dann angehalten und die Radbolzen vorne rechts konnte ich mit dem Radkreuz ca. 3 Umdrehungen anziehen. War da allerdings selbst schuld, da ich am Tag den "Packens" den Reservereifen am besagten Rad montiert hatte um einen gleichmäßigen Verschleiß an allen "5" Rädern zu erreichen. Ergebniss, Ich habe mir damals einen Drehmomentschlüssel zugelegt und versuche seither sehr gewissenhaft beim Radwechsel zu arbeiten.
Mit sportlichen Grüßen, Arno, transalpfan
 
Vielleicht war das Rad auch verspannt und bei der Bremsung hat sich das Ganze gelöst...
Sowas habe ich mal bei meinen Vorgängerauto geschafft.
 
...also ich will Dir ja keine Angst machen, aber in Süddeutschland ist es in letzter Zeit öfter vorgekommen, dass ganz liebe Mitbürger bei irgendwelchen Autos Radmuttern gelöst haben...

Ob das in Deinem Fall auch so war, ist natürlich schlecht nachvollziehbar, die Möglichkeit würde ich aber nicht ganz ausschließen.

Ich hab auch schon überlegt, so ne Infrarot-Wildkamera bei mir zu installieren, damit man solche Zeitgenossen zumindest im Nachhinein entdeckt, und vielleicht schlimmeres verhindern kann.

Gruß Joe
 
Moin,

einen ähnlichen Fall hatten wir letztens bei den Dodgefahrern auch. Dem Besitzer sind auch über einen längeren Zeitraum Geräusche aufgefallen, die er nicht wirklich zuordnen konnte.
Bis er eines Morgens eine fehlende Radschraube bemerkt hat. Bei der Kontrolle der restlichen waren 17 von 19 lose.
Der letzte Radwechsel war ca. 4 Monate davor. Fremdeinwirken konnte ausgeschlossen werden und Unfähigkeit auch.

Du bist also nicht allein mit deinem Phänomen.
 
Hallo,

ich wechsele seit ca 35 Jahren immer die Sommer- und Winterreifen in der Familie, je nach Fuhrpark bis zu 20 Räder. Wie sich´s gehört unter Einsatz eines Drehmomentschlüssels.
Es gab nie Probleme.
Bis eines Tages tief in der Pampa der T4 vorne rechts diese typischen Rattergeräusche von sich gab: fünf lockere Radschrauben, die bis zu zwei vollen Umdrehungen bis zum gefühlten Drehmoment (gewinkelte 19er Nuss an kofferraumbreites Gasrohr geschweißt:D) nachgezogen werden mussten.
Natürlich hat meine Frau erstmal mich als Schuldigen bestimmt
91.gif
und entsprechend verunglimpft?(.
Ich war´s aber nicht, sondern der :D, der hatte eine zerschlissene Achsmanschette ersetzt, die ich beim Radwechsel entdeckt hatte, er hat´s halt vergessen, die Zigarette war wichtiger.
Ich mache mir seither die Mühe, den Sitz der Radschrauben zu prüfen, wenn das Auto beim Freundlichen war und es da irgendwas an den Bremsen oder an der Radaufhängung zu schrauben gab.
Seit mein Sohnemann drei Jahre alt geworden ist, wechseln wir die Räder meist gemeinsam. Der Kurze passt auf wie ein Schießhund, daß aber auch wirklich jede Schraube festgezogen wird.

Gruß

hjb
 
Ok - dann geh ich mal davon aus, dass ICH dämlich war.

Werkstatt kann ich definitiv ausschliessen, Bussi hat am Dienstag das erste Mal wieder seit dem Radwechsel eine Werkstatt von innen gesehen.

Es bleiben nur ich und Einar
(Kennt Ihr Einar? Kann mal Einar Kaffe kochen, Einar müsste mal .....)
 
Hallo,

es gibt leider auch das andere Extrem: Alle Radschrauben entnommen und Rad bleibt am Wagen kleben, festgerostet durch Salz etc., läßt sich selbst durch grobes Hämmern mit dem Vorschlaghammer von innen in Abzugsrichtung nicht ablösen. Vierzehn Tage herumfahren mit gelockerten Radschrauben hat auch nichts gebracht. Es war allerdings nicht der neue T5 sondern das betagte Zweitwägelchen.

Gruß

hjb
 
Interessant, das scheint Fahrzeugabhängig zu sein.

Ich hatte das vor vielen Jahren mal bei einem Fiat 124 Spider. Da hat es nur 3km gedauert bis das Rad ab war (Stadtverkehr).

Gruß, Marcus
 
Wie die Beiträge zeigen, kennen viele das Problem mit losen Radmuttern.
Auf jeder Rechnung einer ordentlichen Werkstatt steht. dass nach 50 km Radmuttern nachzuziehen sind.
Der Kommentar steht nicht da um die Verantwortung los zu werden (zumindest sollte es so sein), sondern weil es trotz sorgfältigem Arbeiten immer wieder passiert.
Grund ist, dass Schrauben mit zu wenig Vorspannung und dynamischer Belastung sich immer lösen werden.
Vorspannungsverlust entsteht durch sogenanntes "Setzen" in Fugen. Zwischen Schraube und Unterlegscheibe, Unterlegscheibe und Felge, Felge und Nabe kann sich Rost oder Schmutz befinden. Ziehe ich jetzt die Schrauben mit dem vorgegebenen Drehmoment an und über die Zeit gibt der Rost (meistens ist es Rost) nach führt das zu einem Vorspannungsverlust. Verrostete Schrauben können im Gewinde zu schwergängig sein mit der Folge, dass zu wenig Spannkraft trotz vorgeschriebenem Drehmoment vorhanden ist. Verrostete Zentrierungen sei es Nabe oder Felge haben den gleichen Effekt.
Daraus folgt, genauso wichtig wie das Anziehen mit Drehmoment ist das saubere Arbeiten bzw. das Säubern der Auflageflächen und Gewinde um Setzen und den damit verbundenen Vorspannungsverlust zu verhindern. Ach ja und nach einigen km nachziehen.
Gruß Rainer
 
Hallo
das hatte ich auch schon mal aber auf allen 4 Rädern. Damals war ich bei der Bundeswehr und irgend so ein Depp hat sich den Spass gemacht an Autos einfach mal alle Bolzen zu lösen. Ich bin da dann noch 120 km nach Hause gefahren, auf der Autobahn hab ich da nix gemerkt, erst auf der Landstrasse war der Wagen,damals ein Seat Toledo, bisschen schwammig und es hat gepoltert. Ich hab dann auf Verdacht mal nach den Bolzen geschaut und siehe da alle Räder locker! Hätte dum ausgehen können
LG
 
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