LÖSUNG: Zu hoher Ruhestrom bei T5.2?

Auch hier hilft genaues Lesen meiner Beiträge:
"Wirklich indiziert ist sie [AGM Batterie] nur bei Start-Stopp Systemen. [...] Batterien sollten nach Herstellerinformationen immer Typengleich ausgetauscht und am besten auch gleich angelernt werden."
Ich habe Deinen Beitrag gelesen, da kann ich Dich beruhigen.

Du hast auch Recht, dass in Deinem Auto ab Werk keine AGM verbaut ist. - Aber der Rückschluss, dass Deine Batterie nach einem Jahr im Eimer war, da es der AGM Batterie zu warm war ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Der Hinweis ist auch nicht sinnvoll, weil das wieder andere lesen und in T6 mit Start/Stopp Bleibatterien verbauen.
 
Dass Batterien NICHT im Motorraum verbaut werden, liegt wohl überwiegend daran, dass dort zu wenig Platz ist, und nicht an der Temperatur. Das gab es auch schon in Zeiten der alten Bleibatterien, beim T3 z.B. war sie beim Diesel im Motorraum (Motor lag schräg nach links), beim WBX kam sie unter den Beifahrersitz, da war der Platz wohl zu knapp.
Bei vielen Autos auch aus Gründen der Gewichtsverteilung (z.B. viele Audis & BMWs). Da sitzt die Batterie im Kofferraum oder unter der Rücksitzbank.
 
der AGM Batterie zu warm
Aber ist die geänderte Trennwand Motorraum / Batterie"fach" nicht ein Indiz für diese Theorie ?

non-S/S -> schwarze Plaste
S/S, und damit AGM -> Plaste mit Alukaschierung zum Motor hin, sogar die oben schräg aufgesetzte Rundung mit Alu

Unterscheidungsmerkmal im Edgar ist der PR-Code für Start/Stop.

Nur mal so als Diskussionsanreiz :)
 
non-S/S -> schwarze Plaste
S/S, und damit AGM -> Plaste mit Alukaschierung zum Motor hin, sogar die oben schräg aufgesetzte Rundung mit Alu
Das ist ein interessanter Hinweis. War mir so gar nicht bekannt.
 
zum Glück weiß meine AGM das alles nicht und funktioniert seit Jahren anstandslos...

ich werde meinem Bus nie das Forum zu lesen geben, sonst leidet der anachliessend noch an Hypochondrie...
 
zum Glück weiß meine AGM das alles nicht und funktioniert seit Jahren anstandslos...

ich werde meinem Bus nie das Forum zu lesen geben, sonst leidet der anachliessend noch an Hypochondrie...
Da schließ ich mich an.
 
Erstmal Glückwunsch zum ersten Beitrag seit 2022

Ergänzung 2: Das Komfortsteuergerät unter dem Beifahrersitz macht wohl auch öfter Ruhestromprobleme hier nochmal prüfen wenn Fehler wiederkommt. Es kontrolliert alle anderen Steuergeräte

Hier geht es inhaltlich etwas durcheinander:

Du schreibst im T5-er Bereich - Da trifft das zu. Deine Überschrift lautet aber

"LÖSUNG: Zu hoher Ruhestrom bei T5.2?"​


Ein 5.2-er hat kein KomfortStg unter dem Beifahrersitz.

Ansonsten präsentierst Du ja in Teilen korrekte Denkansätze, aber die Lösungen zu Ruhestromproblemen sind sehr individuell. Garnicht beleuchtet wurde das Messen und die bildliche Darstellung von CAN-Bus Signalen als Diagnoseansatz, um überhaupt erstmal festzustellen, ob ein aktiver CAN-Bus verursachend ist, oder "nur" sonstige Stromkreise betroffen, bzw. verursachend sind.

Aber ist die geänderte Trennwand Motorraum / Batterie"fach" nicht ein Indiz für diese Theorie ?

Naja, das ist schon ein Thema und eine "Therorie" ist es ja nicht. Es ist allgemein bekannt, das AGM empfindlich für einen "thermal runout/runaway" sind (thermisches Durchgehen). Deswegen wurden die auch immer in ihre Filzhüllen gepackt. Das diente nicht dem Schutz vor Kälte, sondern vor der Hitze im Motoreninnenraum ("Thermoschutzhülle")


Zitat "Banner":


"Bei der AGM-Batterie muss unbedingt ein „aufschaukeln“ der thermischen Belastung durch (extrem) hohe Umgebungstemperaturen vermieden werden (Thermal Runaway).

Aus diesem Grund darf die Umgebungstemperatur nicht höher als +55 Grad Celsius sein. +85 Grad Celsius, kein unüblicher Wert vor allem im Sommer, wird pro Tag für maximal 3 Stunden als unkritisch angesehen. Sonst kann dies den frühzeitigen Totalausfall der AGM-Batterie bewirken, denn der Separator trocknet aus und die Gitter können extrem korrodieren!


Direkt neben dem Motorblock eines Hybridlers (Verbrennungsmotor) ist die hitzebeständigere EFB-Batterie - mit montierter Thermoschutzhülle - zu bevorzugen, falls diese bereits ab Werk als Originalbatterie verbaut war.

Ganz anders die Situation bei Verbau im Kofferraum (wie z. B. bei vielen BMW-Modellen) bzw. im Fahrgastraum, ein upgrade zur AGM-Batterie ist dann durchaus empfehlenswert. Denn die thermische Belastung auf die Batterie durch Hitzeeinwirkung ist hier vernachlässigbar, im direkten Vergleich mit dem Motorraum.



Gleiches gilt für eine Bordnetzbatterie im E-Auto, denn elektrische Antriebe geben wegen ihres hohen Wirkungsgrades nur wenig Verlustwärme an die Umgebung ab.

Durch die laufende Optimierung von Elektroautos kann sich die im Einsatz befindliche 12V Bordnetzbatterie im Baujahr ändern. Ein E-Auto, mit konventioneller Nassbatterie ab Werk ausgestattet, kann im Laufe der folgenden Jahre ein upgrade in Richtung AGM-Batterie machen." - Zitat Ende


Den wirklichen Mehrwert des von @Jonas2504 gestarteten Beitrages, erhält das Thema aus meiner Sicht erst durch den Beitrag von @fotowusel . Hier wird eine Methode für Langzeitmessungen vorgestellt, um den Zangendrift zu umgehen. Der Profi macht das nicht so viel anders, außer dass das angeschlossene DSO bzw die Software eine zusätzliche Stromzange (zur beispielhaften Darstellung des Zangendriftes) und einen Rechenkanal zulässt, wo der Wert über mehrere Tage lang geloggt (infinite) werden kann. Darüber hinaus wird dann auch parallel die Aktivität des CAN-BUS dargestellt. Aus meiner Sicht eine der ersten Fragen die zu klären sind, wenn es um Ruhestrom geht. Daran richtet sich das weitere Vorgehen aus und kann wesentliche Zeit bei der Fehlersuche sparen.


Wer sich für das Thema interessiert:

 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, das ist schon ein Thema und eine "Therorie" ist es ja nicht. Es ist allgemein bekannt, das AGM empfindlich für einen "thermal runout/runaway" sind (thermisches Durchgehen). Deswegen wurden die auch immer in ihre Filzhüllen gepackt. Das diente nicht dem Schutz vor Kälte, sondern vor der Hitze im Motoreninnenraum ("Thermoschutzhülle")
Wobei thermisches Durchgehen wieder eine ganz andere Geschichte ist als wenn die Batterie angeblich nach einem Jahr durch Hitze im Eimer ist.
 
Wobei thermisches Durchgehen wieder eine ganz andere Geschichte ist als wenn die Batterie angeblich nach einem Jahr durch Hitze im Eimer ist.

Ok, das musst Du erläutern. Ich bringe den umgangsprachlichen Hitzetod der AGM direkt mit dem Thema "thermal runaway" bei AGM in Verbindung, bzw. werfe das in einen gedanklichen Topf? Deine Anmerkung legt nahe, dass Du das differenziert betrachtest. Du meinst sicher den zeitlichen Aspekt "nach einem Jahr"?
 
Ok, das musst Du erläutern. Ich bringe den umgangsprachlichen Hitzetod der AGM direkt mit dem Thema "thermal runaway" bei AGM in Verbindung, bzw. werfe das in einen gedanklichen Topf? Deine Anmerkung legt nahe, dass Du das differenziert betrachtest. Du meinst sicher den zeitlichen Aspekt "nach einem Jahr"?
Thermal Runaway bedeutet, dass eine Batterie sich durch Erwärmung selbst zerstört. Das kann bei Batterien mit einer negativen Strom/Innenwiderstandskennlinie passieren. Je wärmer die Batterie wird, desto mehr Strom fließt. Dadurch wird sie noch wärmer und es fließt noch mehr Strom usw. Besonders empfindlich dafür sind NiCd Akkus.
Das ist aber kein Verschleiß sondern ein einmaliges Ereignis, das unmittelbar zur Zerstörung der Batterie führt.


Bei LiIon Batterien kommt es vor allem durch Beschädigungen oder Fertigungsfehler zu Thermal Runaways: Ist der extrem dünne Separator beschädigt, kommt es zu einem Kurzschluss der wiederum den Rest so erwärmt, dass am Ende alle brennt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist aber kein Verschleiß sondern ein einmaliges Ereignis, das unmittelbar zur Zerstörung der Batterie führt.

Du meinst also den Zeitfaktor bzw. das einmalige Ereignis. Ich bin der Meinung dass hohe Temperaturen darüber hinaus auch die Alterung der Batterien beschleunigen, ohne jeweils in den kritischen Bereich des "einmaligen" Ereignisses zu geraten. Das ist im Einklang mit einem Zitat aus deinem Link: "Batterien können mit zunehmendem Alter anfälliger werden" - Das sind also - neben dem einmalige Supergau - auch Prozesse über Zeit.

So oder So sind Umgebungstemperaturen in den genannten Bereichen (Motorraum) für die in Rede stehenen Batterietypen relevant, insofern sie die im Link beschriebenen Prozesse beinflussen, bzw. zusätzliche Energie einbringen.


Ob nun ein einmaliger thermischer Runaway , oder zuvour dauerhaft hohe Temperaturen - Beides sind ja relevante Rahmenbedingungen für die Lebensdauer einer Batterie. Nicht umsonst werden dann die entsprechenden Schutzmaßnahmen angepasst. Spätestens bei erhöhten Fallzahlen innerhalb der Garantiezeit kommen dann solche Änderungen zum Tragen, oder werden auch wieder weggelassen, wenn sich "im Feld" herausstellt, das Kosten in der Fertigung gespart werden können. Das war jetzt aber offtopic vom Thema Ruhestrom - Sorry

Nendoro
 
Insgesamt ein Super Fred, wenn meine Batterie ersetzt werden muss, werde ich also nach den jetzigen Informationen die Geleiche wieder nehmen und nicht auf AGM umsteigen.

Bei vielen Autos auch aus Gründen der Gewichtsverteilung (z.B. viele Audis & BMWs). Da sitzt die Batterie im Kofferraum oder unter der Rücksitzbank.
Ja, das spielt manchmal auch eine Rolle, auch wenn der Gewinn im Bereich Straßenlage (?) vermutlich meistens im homöopatischen Bereich liegt.
Ich habe die Bordbatterie zum Ausgleich für die Küchenmöbel deshalb unter dem Beifahrersitz eingebaut.
 
Zu der Messung mit Shunt habe ich noch einen Tip: Ich messe das auch mit einem Lastwiderstand, allerdings mit 0,1Ohm, weil ich den passend hatte. Den habe ich über so einen Batteriepolunterbrecher geklemmt. Batteriepoltrenner . Also zwei Kabel mit 6mm bzw. 8mm Ösen an den Widerstand löten/crimpen und dann eine Öse an die Schraube der Klemme und die andere an die Klemme der Fahrzeugseite schrauben. Dann kann bequem den Shunt überbrücken (indem man die grüne Rändelschraube festdreht) solange sich noch nicht alle hohen Stromverbraucher abgeschaltet haben.
Weil an 0,1Ohm bei so 12A-16A mit eingeschalteter Zündung schonmal 1,2-1,6V weg sind, und dann der Widerstand mit 15W heizt..
Man kann natürlich auch an passenden Stellen in das Teil 4mm Löcher bohren, da kann man dann Meßkabel direkt einstecken.
Ich würde ja gerne ein Foto machen, aber Meßadapter ist gerade bei Nachbarn im Einsatz.☺️
 
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