Erstmal Glückwunsch zum ersten Beitrag seit 2022
Ergänzung 2: Das Komfortsteuergerät unter dem Beifahrersitz macht wohl auch öfter Ruhestromprobleme hier nochmal prüfen wenn Fehler wiederkommt. Es kontrolliert alle anderen Steuergeräte
Hier geht es inhaltlich etwas durcheinander:
Du schreibst im T5-er Bereich - Da trifft das zu. Deine Überschrift lautet aber
"LÖSUNG: Zu hoher Ruhestrom bei T5.2?"
Ein 5.2-er hat
kein KomfortStg unter dem Beifahrersitz.
Ansonsten präsentierst Du ja in Teilen korrekte Denkansätze, aber die Lösungen zu Ruhestromproblemen sind sehr individuell. Garnicht beleuchtet wurde das Messen und die bildliche Darstellung von CAN-Bus Signalen als Diagnoseansatz, um überhaupt erstmal festzustellen, ob ein aktiver CAN-Bus verursachend ist, oder "nur" sonstige Stromkreise betroffen, bzw. verursachend sind.
Aber ist die geänderte Trennwand Motorraum / Batterie"fach" nicht ein Indiz für diese Theorie ?
Naja, das ist schon ein Thema und eine "Therorie" ist es ja nicht. Es ist allgemein bekannt, das AGM empfindlich für einen "thermal runout/runaway" sind (thermisches Durchgehen). Deswegen wurden die auch immer in ihre Filzhüllen gepackt. Das diente nicht dem Schutz vor Kälte, sondern vor der Hitze im Motoreninnenraum ("Thermoschutzhülle")
Zitat "Banner":
"Bei der AGM-Batterie muss unbedingt ein „aufschaukeln“ der thermischen Belastung durch (extrem) hohe Umgebungstemperaturen vermieden werden (Thermal Runaway).
Aus diesem Grund darf die Umgebungstemperatur nicht höher als +55 Grad Celsius sein. +85 Grad Celsius, kein unüblicher Wert vor allem im Sommer, wird pro Tag für maximal 3 Stunden als unkritisch angesehen. Sonst kann dies den frühzeitigen Totalausfall der AGM-Batterie bewirken, denn der Separator trocknet aus und die Gitter können extrem korrodieren!
Direkt neben dem Motorblock eines Hybridlers (Verbrennungsmotor) ist die hitzebeständigere EFB-Batterie - mit montierter Thermoschutzhülle - zu bevorzugen, falls diese bereits ab Werk als Originalbatterie verbaut war.
Ganz anders die Situation bei Verbau im Kofferraum (wie z. B. bei vielen BMW-Modellen) bzw. im Fahrgastraum, ein upgrade zur AGM-Batterie ist dann durchaus empfehlenswert. Denn die thermische Belastung auf die Batterie durch Hitzeeinwirkung ist hier vernachlässigbar, im direkten Vergleich mit dem Motorraum.
Gleiches gilt für eine Bordnetzbatterie im E-Auto, denn elektrische Antriebe geben wegen ihres hohen Wirkungsgrades nur wenig Verlustwärme an die Umgebung ab.
Durch die laufende Optimierung von Elektroautos kann sich die im Einsatz befindliche 12V Bordnetzbatterie im Baujahr ändern. Ein E-Auto, mit konventioneller Nassbatterie ab Werk ausgestattet, kann im Laufe der folgenden Jahre ein upgrade in Richtung AGM-Batterie machen." - Zitat Ende
Den wirklichen Mehrwert des von
@Jonas2504 gestarteten Beitrages, erhält das Thema aus meiner Sicht erst durch den Beitrag von
@fotowusel . Hier wird eine Methode für Langzeitmessungen vorgestellt, um den Zangendrift zu umgehen. Der Profi macht das nicht so viel anders, außer dass das angeschlossene DSO bzw die Software eine zusätzliche Stromzange (zur beispielhaften Darstellung des Zangendriftes) und einen Rechenkanal zulässt, wo der Wert über mehrere Tage lang geloggt (infinite) werden kann. Darüber hinaus wird dann auch parallel die Aktivität des CAN-BUS dargestellt. Aus meiner Sicht eine der ersten Fragen die zu klären sind, wenn es um Ruhestrom geht. Daran richtet sich das weitere Vorgehen aus und kann wesentliche Zeit bei der Fehlersuche sparen.
Wer sich für das Thema interessiert:
T5 T6 Multivan Forum für VW Busse aller Generationen
t-bus.de