Jonas2504
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- T5 Multivan
Die Starterbatterie unseres VW T5.2 Multivan Baujahr 2013 war mehrmals nach 3-4 Tagen so leer, dass das Auto nicht startete. Nachfolgend ein paar Erkenntnisse die ich bei der Fehlersuche erlangt habe, in Stichpunkten für die Nachwelt:
- Das OBD ist einfach und schnell zu überprüfen. Bei mir gibt es allerdings keine Fehler aus. Alles funktioniert ordnungsgemäß - Oft verursachen angeblich defekte Türkontakte ein nicht Einschlafen des Fahrzeugs. Diese sind laut OBD aber intakt. Ergänzung hierzu: Auch ein Nutzer der eine Tür ausversehen nicht richtig schließt hindert das Fahrzeug am einschlafen!
- Die Messung erfolgt mit der Messzange UNI-T UT210E. Sie ist in der 2A Einstellung erfahrungsgemäß auf knapp 10mA genau. Eine Messung mit Multimeter wäre genauer, dieses muss aber im laufenden Betrieb eingeschleift werden um es durch Ausgleichsströme nicht zu zerstören. Vor der Messung müssen alle Türen geschlossen werden und mit einem Schraubendreher auch der Motorhaubenkontakt
- Das Auto geht nach 10-20 min (manchmal auch bis zu 45min) in den Ruhemodus egal ob abgeschlossen oder nicht. Vor dem Ruhemodus fällt der Strom von ca 3A an stufenweise ab. Unangefochtener Fehler Nummer 1 bei der Ruhestrommessung ist, dass der Messende einfach zu ungeduldig ist. Ruhig mal die vollen 45 min Abwarten, ggf mehr.
- Der Ruhestrom beträgt bei mir ohne alles ca. 40-50mA. Handy-Ladegeräte, Navis etc rausziehen und Innenraumlichter abschalten. Einzig der fest verbaute GPS Sender ist noch aktiv.
- Über einen OBD-Steckeradapter ist eine Dashcam angeschlossen. Diese erhöht den Ruhestrom nicht, da der Adapter so eingestellt ist, dass er nach 10min abschaltet
- In der Mittelkonsole habe ich nachträglich zwei Voltmeter montiert. Diese verbrauchen zusammen 100mA! Der Bluetooth Stecker mit Handyladefunktion 60mA
- Eine volle 100Ah Batterie hat 50Ah Nutzladung. Diese wäre bei 50mA Ruhestrom nach 40 Tagen Standzeit aufgebraucht. Bei 200mA Ruhestrom (Worst Case wie oben beschrieben) nach 10 Tagen. Das geht ggf auch schneller, zB bei kaltem Wetter oder wenn die Batterie nicht richtig voll ist (durch viel Kurzstrecke). Das könnte schon Mal ein Fehler sein. Viel signifikanter ist aber der nächste Punkt
- Lädt man eine leere Batterie (leer= 9-10V und Auto startet nicht) mit einem Victron Smart Ladegerät für mindestens 24h kann man anschließend per Bluetooth die hineingeladenen Amperestunden und so folglich auch die Nutzkapazität sehen. 50Ah müssten es sein, sind aber nur 14Ah. Die Batterie ist tot.
- Diese verringerte Nutzkapazität ist nach 3-4 Tagen ausgelutscht (bei 200mA Ruhestrom) und das Auto startet nicht mehr. Genau der Fehler der mehrfach beobachtet wurde
- Die noch kein Jahr alte Varta AGM Starterbatterie wurde in meinem Fall vermutlich von der Hitze dahingerafft. Daher der Kapazitätsverlust. Im Motorraum ist es erfahrungsgemäß zu warm für AGM Batterien. Vor allem der Bus Motorraum heizt sich immer ziemlich ziemlich auf. Bei jeder Fahrt. Insbesondere natürlich im Sommer und insbesondere durch den von uns gemachten Spanienurlaub in dem der Motor extrem viel Last hatte (Wohnwagen + Klimaaggregate auf Vollast über 2x 20h Stunden am Stück). Besser ist eine Blei-Batterie.
- Um den Fehler in Zukunft zu vermeiden empfehle ich folgendes:
1. Tausch der Batterie gegen Blei
2. Im Normalbetrieb wird der Bus nur sporadisch genutzt und hat zwischendurch lange Standzeiten. Wenn er so auf dem Hof steht immer das Batterieladegerät anstecken. So ist die Batterie immer frisch. Das Auto startet immer und die Batterie lebt lange
3. Wird das Auto öfter gefahren, weil zB ein anderes in der Werkstatt ist, und bekommt dabei ggf auch viel Kurzstrecke ab, am Besten eine Zweitbatterie nachrüsten. Auch hier schadet es nicht öfter mal das Ladegerät anzustecken. Generell kann man sagen: Jede Stunde die das Auto am Ladegerät hängt verlängert die Lebensdauer der Starterbatterie.
Ergänzung 1: Hängt das Auto am Ladegerät ist der Ruhestrom deutlich höher (ca 800mA), da manche Steuergeräte einfach nicht einschlafen. Vermutlich weil sie durch die Ladespannung denken der Motor läuft. Also vor Ruhestrommessung Ladegerät abziehen!
Ergänzung 2: Das Komfortsteuergerät unter dem Beifahrersitz macht wohl auch öfter Ruhestromprobleme hier nochmal prüfen wenn Fehler wiederkommt. Es kontrolliert alle anderen Steuergeräte und schickt diese auch Schlafen. Hier gibt es öfter Kontaktprobleme am Stecker oder an Lötstellen im Gerät selbst. Weniger häufig, aber auch vertreten, sind defekte Zuleitungen.
Ansonsten falls alle Stricke reißen hilft natürlich immer Sicherung für Sicherung messen und so schauen wo im Ruhemodus noch Strom hinfließt. Am besten mit der Strommesszange um die abführenden Leitungen. So muss die Sicherung nicht gezogen und wieder eingesteckt werden was das Auto vielleicht wieder aufweckt. Natürlich sehr mühselig.
Und wie immer bei der Fehlersuche gibt bekanntermaßen nichts das es nicht gibt.
Viel Erfolg!
- Das OBD ist einfach und schnell zu überprüfen. Bei mir gibt es allerdings keine Fehler aus. Alles funktioniert ordnungsgemäß - Oft verursachen angeblich defekte Türkontakte ein nicht Einschlafen des Fahrzeugs. Diese sind laut OBD aber intakt. Ergänzung hierzu: Auch ein Nutzer der eine Tür ausversehen nicht richtig schließt hindert das Fahrzeug am einschlafen!
- Die Messung erfolgt mit der Messzange UNI-T UT210E. Sie ist in der 2A Einstellung erfahrungsgemäß auf knapp 10mA genau. Eine Messung mit Multimeter wäre genauer, dieses muss aber im laufenden Betrieb eingeschleift werden um es durch Ausgleichsströme nicht zu zerstören. Vor der Messung müssen alle Türen geschlossen werden und mit einem Schraubendreher auch der Motorhaubenkontakt
- Das Auto geht nach 10-20 min (manchmal auch bis zu 45min) in den Ruhemodus egal ob abgeschlossen oder nicht. Vor dem Ruhemodus fällt der Strom von ca 3A an stufenweise ab. Unangefochtener Fehler Nummer 1 bei der Ruhestrommessung ist, dass der Messende einfach zu ungeduldig ist. Ruhig mal die vollen 45 min Abwarten, ggf mehr.
- Der Ruhestrom beträgt bei mir ohne alles ca. 40-50mA. Handy-Ladegeräte, Navis etc rausziehen und Innenraumlichter abschalten. Einzig der fest verbaute GPS Sender ist noch aktiv.
- Über einen OBD-Steckeradapter ist eine Dashcam angeschlossen. Diese erhöht den Ruhestrom nicht, da der Adapter so eingestellt ist, dass er nach 10min abschaltet
- In der Mittelkonsole habe ich nachträglich zwei Voltmeter montiert. Diese verbrauchen zusammen 100mA! Der Bluetooth Stecker mit Handyladefunktion 60mA
- Eine volle 100Ah Batterie hat 50Ah Nutzladung. Diese wäre bei 50mA Ruhestrom nach 40 Tagen Standzeit aufgebraucht. Bei 200mA Ruhestrom (Worst Case wie oben beschrieben) nach 10 Tagen. Das geht ggf auch schneller, zB bei kaltem Wetter oder wenn die Batterie nicht richtig voll ist (durch viel Kurzstrecke). Das könnte schon Mal ein Fehler sein. Viel signifikanter ist aber der nächste Punkt
- Lädt man eine leere Batterie (leer= 9-10V und Auto startet nicht) mit einem Victron Smart Ladegerät für mindestens 24h kann man anschließend per Bluetooth die hineingeladenen Amperestunden und so folglich auch die Nutzkapazität sehen. 50Ah müssten es sein, sind aber nur 14Ah. Die Batterie ist tot.
- Diese verringerte Nutzkapazität ist nach 3-4 Tagen ausgelutscht (bei 200mA Ruhestrom) und das Auto startet nicht mehr. Genau der Fehler der mehrfach beobachtet wurde
- Die noch kein Jahr alte Varta AGM Starterbatterie wurde in meinem Fall vermutlich von der Hitze dahingerafft. Daher der Kapazitätsverlust. Im Motorraum ist es erfahrungsgemäß zu warm für AGM Batterien. Vor allem der Bus Motorraum heizt sich immer ziemlich ziemlich auf. Bei jeder Fahrt. Insbesondere natürlich im Sommer und insbesondere durch den von uns gemachten Spanienurlaub in dem der Motor extrem viel Last hatte (Wohnwagen + Klimaaggregate auf Vollast über 2x 20h Stunden am Stück). Besser ist eine Blei-Batterie.
- Um den Fehler in Zukunft zu vermeiden empfehle ich folgendes:
1. Tausch der Batterie gegen Blei
2. Im Normalbetrieb wird der Bus nur sporadisch genutzt und hat zwischendurch lange Standzeiten. Wenn er so auf dem Hof steht immer das Batterieladegerät anstecken. So ist die Batterie immer frisch. Das Auto startet immer und die Batterie lebt lange
3. Wird das Auto öfter gefahren, weil zB ein anderes in der Werkstatt ist, und bekommt dabei ggf auch viel Kurzstrecke ab, am Besten eine Zweitbatterie nachrüsten. Auch hier schadet es nicht öfter mal das Ladegerät anzustecken. Generell kann man sagen: Jede Stunde die das Auto am Ladegerät hängt verlängert die Lebensdauer der Starterbatterie.
Ergänzung 1: Hängt das Auto am Ladegerät ist der Ruhestrom deutlich höher (ca 800mA), da manche Steuergeräte einfach nicht einschlafen. Vermutlich weil sie durch die Ladespannung denken der Motor läuft. Also vor Ruhestrommessung Ladegerät abziehen!
Ergänzung 2: Das Komfortsteuergerät unter dem Beifahrersitz macht wohl auch öfter Ruhestromprobleme hier nochmal prüfen wenn Fehler wiederkommt. Es kontrolliert alle anderen Steuergeräte und schickt diese auch Schlafen. Hier gibt es öfter Kontaktprobleme am Stecker oder an Lötstellen im Gerät selbst. Weniger häufig, aber auch vertreten, sind defekte Zuleitungen.
Ansonsten falls alle Stricke reißen hilft natürlich immer Sicherung für Sicherung messen und so schauen wo im Ruhemodus noch Strom hinfließt. Am besten mit der Strommesszange um die abführenden Leitungen. So muss die Sicherung nicht gezogen und wieder eingesteckt werden was das Auto vielleicht wieder aufweckt. Natürlich sehr mühselig.
Und wie immer bei der Fehlersuche gibt bekanntermaßen nichts das es nicht gibt.
Viel Erfolg!
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