LÖSUNG: Zu hoher Ruhestrom bei T5.2?

Jonas2504

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Mein Auto
T5 Multivan
Die Starterbatterie unseres VW T5.2 Multivan Baujahr 2013 war mehrmals nach 3-4 Tagen so leer, dass das Auto nicht startete. Nachfolgend ein paar Erkenntnisse die ich bei der Fehlersuche erlangt habe, in Stichpunkten für die Nachwelt:

- Das OBD ist einfach und schnell zu überprüfen. Bei mir gibt es allerdings keine Fehler aus. Alles funktioniert ordnungsgemäß - Oft verursachen angeblich defekte Türkontakte ein nicht Einschlafen des Fahrzeugs. Diese sind laut OBD aber intakt. Ergänzung hierzu: Auch ein Nutzer der eine Tür ausversehen nicht richtig schließt hindert das Fahrzeug am einschlafen!

- Die Messung erfolgt mit der Messzange UNI-T UT210E. Sie ist in der 2A Einstellung erfahrungsgemäß auf knapp 10mA genau. Eine Messung mit Multimeter wäre genauer, dieses muss aber im laufenden Betrieb eingeschleift werden um es durch Ausgleichsströme nicht zu zerstören. Vor der Messung müssen alle Türen geschlossen werden und mit einem Schraubendreher auch der Motorhaubenkontakt

- Das Auto geht nach 10-20 min (manchmal auch bis zu 45min) in den Ruhemodus egal ob abgeschlossen oder nicht. Vor dem Ruhemodus fällt der Strom von ca 3A an stufenweise ab. Unangefochtener Fehler Nummer 1 bei der Ruhestrommessung ist, dass der Messende einfach zu ungeduldig ist. Ruhig mal die vollen 45 min Abwarten, ggf mehr.

- Der Ruhestrom beträgt bei mir ohne alles ca. 40-50mA. Handy-Ladegeräte, Navis etc rausziehen und Innenraumlichter abschalten. Einzig der fest verbaute GPS Sender ist noch aktiv.

- Über einen OBD-Steckeradapter ist eine Dashcam angeschlossen. Diese erhöht den Ruhestrom nicht, da der Adapter so eingestellt ist, dass er nach 10min abschaltet

- In der Mittelkonsole habe ich nachträglich zwei Voltmeter montiert. Diese verbrauchen zusammen 100mA! Der Bluetooth Stecker mit Handyladefunktion 60mA

- Eine volle 100Ah Batterie hat 50Ah Nutzladung. Diese wäre bei 50mA Ruhestrom nach 40 Tagen Standzeit aufgebraucht. Bei 200mA Ruhestrom (Worst Case wie oben beschrieben) nach 10 Tagen. Das geht ggf auch schneller, zB bei kaltem Wetter oder wenn die Batterie nicht richtig voll ist (durch viel Kurzstrecke). Das könnte schon Mal ein Fehler sein. Viel signifikanter ist aber der nächste Punkt

- Lädt man eine leere Batterie (leer= 9-10V und Auto startet nicht) mit einem Victron Smart Ladegerät für mindestens 24h kann man anschließend per Bluetooth die hineingeladenen Amperestunden und so folglich auch die Nutzkapazität sehen. 50Ah müssten es sein, sind aber nur 14Ah. Die Batterie ist tot.

- Diese verringerte Nutzkapazität ist nach 3-4 Tagen ausgelutscht (bei 200mA Ruhestrom) und das Auto startet nicht mehr. Genau der Fehler der mehrfach beobachtet wurde

- Die noch kein Jahr alte Varta AGM Starterbatterie wurde in meinem Fall vermutlich von der Hitze dahingerafft. Daher der Kapazitätsverlust. Im Motorraum ist es erfahrungsgemäß zu warm für AGM Batterien. Vor allem der Bus Motorraum heizt sich immer ziemlich ziemlich auf. Bei jeder Fahrt. Insbesondere natürlich im Sommer und insbesondere durch den von uns gemachten Spanienurlaub in dem der Motor extrem viel Last hatte (Wohnwagen + Klimaaggregate auf Vollast über 2x 20h Stunden am Stück). Besser ist eine Blei-Batterie.

- Um den Fehler in Zukunft zu vermeiden empfehle ich folgendes:
1. Tausch der Batterie gegen Blei
2. Im Normalbetrieb wird der Bus nur sporadisch genutzt und hat zwischendurch lange Standzeiten. Wenn er so auf dem Hof steht immer das Batterieladegerät anstecken. So ist die Batterie immer frisch. Das Auto startet immer und die Batterie lebt lange
3. Wird das Auto öfter gefahren, weil zB ein anderes in der Werkstatt ist, und bekommt dabei ggf auch viel Kurzstrecke ab, am Besten eine Zweitbatterie nachrüsten. Auch hier schadet es nicht öfter mal das Ladegerät anzustecken. Generell kann man sagen: Jede Stunde die das Auto am Ladegerät hängt verlängert die Lebensdauer der Starterbatterie.

Ergänzung 1: Hängt das Auto am Ladegerät ist der Ruhestrom deutlich höher (ca 800mA), da manche Steuergeräte einfach nicht einschlafen. Vermutlich weil sie durch die Ladespannung denken der Motor läuft. Also vor Ruhestrommessung Ladegerät abziehen!

Ergänzung 2: Das Komfortsteuergerät unter dem Beifahrersitz macht wohl auch öfter Ruhestromprobleme hier nochmal prüfen wenn Fehler wiederkommt. Es kontrolliert alle anderen Steuergeräte und schickt diese auch Schlafen. Hier gibt es öfter Kontaktprobleme am Stecker oder an Lötstellen im Gerät selbst. Weniger häufig, aber auch vertreten, sind defekte Zuleitungen.

Ansonsten falls alle Stricke reißen hilft natürlich immer Sicherung für Sicherung messen und so schauen wo im Ruhemodus noch Strom hinfließt. Am besten mit der Strommesszange um die abführenden Leitungen. So muss die Sicherung nicht gezogen und wieder eingesteckt werden was das Auto vielleicht wieder aufweckt. Natürlich sehr mühselig.

Und wie immer bei der Fehlersuche gibt bekanntermaßen nichts das es nicht gibt.

Viel Erfolg!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist anscheinend auch noch einen Versuch wert:

 
Was anscheinend auch gut geht ist den Spannungsabfall über die Sicherung zu messen und daraus Rückschlüsse darauf zu ziehen wohin der Strom fließt. Jede Sicherung hat einen kleinen Übergangswiderstand. Fließt ein Strom über die Sicherung ist an ihr ein kleiner Spannungsabfall (idR im mV Bereich) zu messen. Falls nicht dann nicht. Die einzig sichere Aussage die so zu treffen ist, ist nur ob ein Strom fließt oder nicht. Über die Höhe des Stroms lässt sich nichts mit Sicherheit sagen, da das Alter, der Zustand, Feuchtigkeit, Material, etc etc jeder einzelnen Sicherung und so natürlich auch ihr Wiederstand stark variiert!

Was auch wichtig ist: Prüft vorher die Genauigkeit eurer Messgeräte an einer bekannten Referenzspannung/ Referenzstrom! Könnt ihr das selbe Messergebnis an der Referenz mehrmals richtig reproduzieren? Falls nein könnt ihr die Messung auch gleich lassen.

Und Ergänzung Nr 7: Sind eventuell irgendwo in den Tiefen des Fahrzeugs noch nachgerüstete Verbraucher vom Vorbesitzer versteckt? GPS Sender werden gerne sehr versteckt verbaut. Hifi Komponenten finden sich an den unmöglichsten Orten im Heck und in den Radioschacht und hinters Armaturenbrett kann man auch einiges stopfen wenn man es drauf anlegt.
 
- Die noch kein Jahr alte Varta AGM Starterbatterie wurde in meinem Fall vermutlich von der Hitze dahingerafft. Daher der Kapazitätsverlust. Im Motorraum ist es erfahrungsgemäß zu warm für AGM Batterien. Vor allem der Bus Motorraum heizt sich immer ziemlich ziemlich auf. Bei jeder Fahrt. Insbesondere natürlich im Sommer und insbesondere durch den von uns gemachten Spanienurlaub in dem der Motor extrem viel Last hatte (Wohnwagen + Klimaaggregate auf Vollast über 2x 20h Stunden am Stück).
Normal sollte die das auch im Motorraum aushalten.

Was die Batterien aber mit Sicherheit tötet sind Tiefentladungen. Schon eine Tiefentladung schadet der Batterie. Danach geht es dann immer schneller.
 
Falsch! Es dauert zwar etwas Länger, bis Busruhe einkehrt, aber sie kehrt ein.
Nein, richtig. Ich habe nicht "nie" geschrieben sondern bloß "hindern". Nach 1,5h war der Strom bei offener Tür noch bei ca. 1,2A. Vielleicht geht er irgendwann noch runter, sicher ist aber das der Bus deutlich später einschläft und bis dahin gut Ladung verliert. Passiert das öfter, zB durch erschwertes Schließen durch gealterte Türdichtungen, Schlösser oder schlicht Nutzer die nicht darauf achten, kommt dadurch ein ganz signifikanter Ladungsverlust zustande.

Zum Thema AGM: Diese sind faktisch deutlich temperaturempfindlicher. Nicht umsonst sind sie oft unter den Sitzen oder im Kofferraum statt im Motorraum verbaut. Eine AGM Batterie erfordert eine gut durchlüftete Batterie Einbauposition und am besten einen schattigen Parkplatz, da jede Temperatur über 25°C den Alterungsprozess beschleunigt. Alleine beim Parken in der Sonne gibt's unter der Haube schon 50°C, vom Fahren mal ganz zu schweigen. Wirklich indiziert ist sie nur bei Start-Stopp Systemen. Nichts davon bot unser Multivan. Batterien sollten nach Herstellerinformationen immer Typengleich ausgetauscht und am besten auch gleich angelernt werden.

Quelle 1: https://de.redway-tech.com/how-temperature-affects-the-performance-and-cycle-life-of-agm-batteries/

Quelle 2: » Upgrade EFB zu AGM Start-Stop-Autobatterie ❘ Banner Batteriewissen AGM, EFB

Hier heißt es sogar wörtlich: "Direkt neben dem Motorblock (Verbrennungsmotor) ist die hitzebeständigere EFB-Batterie zu bevorzugen, falls diese bereits ab Werk als Originalbatterie verbaut war."
Und in meinem Fall war sie das.

Was natürlich trotzdem richtig ist: Jede Tiefentladung verringert die Gesamtkapazität. Ich denke jedoch meine AGM Batterie war bereits irreparabel durch Hitze beschädigt bevor die Tiefentladungen eintraten.
 
- Die Messung erfolgt mit der Messzange UNI-T UT210E. Sie ist in der 2A Einstellung erfahrungsgemäß auf knapp 10mA genau. Eine Messung mit Multimeter wäre genauer, dieses muss aber im laufenden Betrieb eingeschleift werden um es durch Ausgleichsströme nicht zu zerstören. Vor der Messung müssen alle Türen geschlossen werden und mit einem Schraubendreher auch der Motorhaubenkontakt
Hier ein Beispiel zum Einschleifen, 1 mA entsprechen bei einem eingeschleiften Widerstand von 1 Ω (Shunt) genau 1mV
im Beispiel wäre das ein Ruhestrom von 28mA
Wird über die Messzange (ohne Shunt) gmessen kommt es bei allen mir bekannten Geräten zu einer Drift über die Zeit.
Die angezeigten Werte weichen schon nach 30 Minuten erheblich von den tatsächlichen Werten ab.
(Ein 0-Abgleich ist leider während der Messungen im Zangenmodus nicht möglich ohne die Messschleife aufzuheben)
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Das Gerät kann über Bluetooht und einer App loggen hier ein Beispiel mit einem Messwiderstand von 0,1Ω
(die Stromwerte müssen hier wegen des veränderten Widerstandes (Shunt 0,1Ω) duch 10 geteilt werden

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Es ist zu erkennen das der Ruhestrom auch nach CAN-Ruhe innerhalb bestimmter Grenzen schwankt - hier wäre der Mittelwert 29mA (In einem fünfminütigen Ausschnitt nach einer Stunde dargestellt 26mA min und 32mA - untere Grafik)

Gruß fotowusel
 
Hier ein Beispiel zum Einschleifen, 1 mA entsprechen bei einem eingeschleiften Widerstand von 1 Ω (Shunt) genau 1mV
im Beispiel wäre das ein Ruhestrom von 28mA
Wird über die Messzange (ohne Shunt) gmessen kommt es bei allen mir bekannten Geräten zu einer Drift über die Zeit.
Die angezeigten Werte weichen schon nach 30 Minuten erheblich von den tatsächlichen Werten ab.
(Ein 0-Abgleich ist leider während der Messungen im Zangenmodus nicht möglich ohne die Messschleife aufzuheben)
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Das Gerät kann über Bluetooht und einer App loggen hier ein Beispiel mit einem Messwiderstand von 0,1Ω
(die Stromwerte müssen hier wegen des veränderten Widerstandes (Shunt 0,1Ω) duch 10 geteilt werden

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Es ist zu erkennen das der Ruhestrom auch nach CAN-Ruhe innerhalb bestimmter Grenzen schwankt - hier wäre der Mittelwert 29mA (In einem fünfminütigen Ausschnitt nach einer Stunde dargestellt 26mA min und 32mA - untere Grafik)

Gruß fotowusel
Wertvoller Beitrag! Vielen Dank. Das mit der Zange ist richtig. Deshalb habe ich vor jeder Messung die Zange abgezogen, händisch genullt und dann wieder drangesteckt. So war der Messwert immer so präzise wie möglich. Nicht einfach die Zange eine halbe Stunde montiert lassen und hoffen, dass das Ergebnis dann noch stimmt.
 
Bei mir ist Busruhe mit offenen Türen nach 30min. Und dann ähnlich wie bei @fotowusel so 38mA. Die 300mA kann man provozieren wenn man einen Funkschlüssel aus der VAG Gruppe betätigt.
Und zum Thema Batterien, AGM oder EFH ist nicht das Problem sondern die Tiefentladungen und dazu gehört 9-10V schon lange.
Das macht man drei bis fünf Mal und die Batterie, selbst eine neue ist garantiert hin. Selbst erlebt bei unserem Audi letzten Winter.
Neue Batterie durch CAN Probleme jede Nacht leer (8A 😮 Ruhestrom, MSG, Bose etc....). Nach vier Nächten eine neue 100Ah EFH entschärft.
Und noch zum Ladegerät, bei mir geht alles in die Busruhe trotz Ladegerät, allerdings nutze ich kein C Tek o.ä. (die nämlich mit Strompulsen laden), sondern so ein 13,8V Lader von EAelektronik aus dem BOS Bereich. Wenn der mit Laden fertig ist, dazu geht er 14,4V, schaltet er um auf 13,8V und funktioniert auch als Versorgungsnetzteil. Habe ich so gemacht um das auch für meinen Funk nutzen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Jonas2504

Ich vestehe den Thread nicht.

Hast Du ein Problem mit Deiner Batterie?
Dein Bus ist, wenn ich es dem Text entnehmen, BJ 2013, da ist es normal, dass die Batterie am Ende ist.

Oder hast Du schon die x-te Batterie drin?

Du schriebst:
"Direkt neben dem Motorblock (Verbrennungsmotor) ist die hitzebeständigere EFB-Batterie zu bevorzugen, falls diese bereits ab Werk als Originalbatterie verbaut war."
Und in meinem Fall war sie das.

Da verstehe ich Deine Abhandlung über AGM-Batterien im Motorraum nicht:
- Die noch kein Jahr alte Varta AGM Starterbatterie wurde in meinem Fall vermutlich von der Hitze dahingerafft. Daher der Kapazitätsverlust. Im Motorraum ist es erfahrungsgemäß zu warm für AGM Batterien.

Was war es nun für eine?

Zumal die Batterie im Tx NICHT so direkt eneben dem Motor eingebaut ist wie in dem verlinkten Beispiel:
1758787396434.webp
Dagegen TX:
1758787729496.webp
 
Was natürlich trotzdem richtig ist: Jede Tiefentladung verringert die Gesamtkapazität. Ich denke jedoch meine AGM Batterie war bereits irreparabel durch Hitze beschädigt bevor die Tiefentladungen eintraten.
Alle Tx mit Start/Stop haben AGM Batterien. Die sind absolut identisch verbaut und gehen auch nicht nach einem Jahr kaputt
 
Dann ist bei mir was kaputt!
Nach 10Minuten ist Ruhe, Ruhestrom ca. 50mA.
Ich vermute mal, daß es auch deswegen so schnell geht, weil ich die Zeit der Innenraumbeleuchtung auf ca. 5 Minuten codiert habe.
 
Auch ein Nutzer der eine Tür ausversehen nicht richtig schließt hindert das Fahrzeug am einschlafen!
Also ein Bus geht auch mit offenen Türen in den "Schlafmodus". Mein Bus steht oft mit den Türen nur in der ersten Raste oder angelehnt rum und er geht trotzdem in den Tiefschlaf. Auch wenn er nicht abgeschlossen ist!

- Die noch kein Jahr alte Varta AGM Starterbatterie wurde in meinem Fall vermutlich von der Hitze dahingerafft. Daher der Kapazitätsverlust. Im Motorraum ist es erfahrungsgemäß zu warm für AGM Batterien. Vor allem der Bus Motorraum heizt sich immer ziemlich ziemlich auf. Bei jeder Fahrt. Insbesondere natürlich im Sommer und insbesondere durch den von uns gemachten Spanienurlaub in dem der Motor extrem viel Last hatte (Wohnwagen + Klimaaggregate auf Vollast über 2x 20h Stunden am Stück). Besser ist eine Blei-Batterie.
Da ich erst letztens nachgeschaut habe: Meine AGM ist von 2019 und ist bis jetzt wohl noch keinem Hitzetod gestorben.
Der Bust steht zu 90% drausen, mit der Motorhaube Richtung Süden ;)

2. Im Normalbetrieb wird der Bus nur sporadisch genutzt und hat zwischendurch lange Standzeiten. Wenn er so auf dem Hof steht immer das Batterieladegerät anstecken. So ist die Batterie immer frisch. Das Auto startet immer und die Batterie lebt lange
Ladegerät anhängen ist immer gut! Alle Fahrzeuge welche nur selten bewegt werden haben ein Erhaltungsladegerät. Und der Bus bekommt ab und zu euch eins spendiert wenn er mal ne Woche oder so nur rumstehen darf. Besonders vorm / im Winter wenn der Zuheizer die ganze Zeit an der Starter nuckeln darf schadet einmal volladen nicht. (wird ja bei mir dank BMT beim fahren eh nie voll)

- Diese verringerte Nutzkapazität ist nach 3-4 Tagen ausgelutscht (bei 200mA Ruhestrom) und das Auto startet nicht mehr. Genau der Fehler der mehrfach beobachtet wurde
Aber wenn dein Ruhestrom (durch Voltanzeigen, Handylader usw) immer so hoch ist fährst du halt dauerhaft (Mikro)Zyklen auf deine Bleibatterie. Und für zyklische Belastungen sind die Bleidinger nicht gemacht. Davon sterben sie.
Hitze können die eigentlich recht gut ab. (Mach mal einen Lipo auf >60°C warm --> 🔥)
 
Hier heißt es sogar wörtlich: "Direkt neben dem Motorblock (Verbrennungsmotor) ist die hitzebeständigere EFB-Batterie zu bevorzugen, falls diese bereits ab Werk als Originalbatterie verbaut war."
Und in meinem Fall war sie das.
In deinem Fall reicht eine stinknormale Bleibatterie. Hast ja kein Start-Stopp und großartiges Batteriemanagement.
 
Ich habe auch kein Start-Stop, aber da bereits eine Agm verbaut war, habe ich vor 3Jahren auch wieder eine verbaut, und egal ob ich ich campe, oder das Büssle 2Wochen stehen lasse, nie wieder ein Thema mit der Batterie gehabt.

Ich muss aber auch dazu sagen, das ich die Türwn nie unnötig lang offen lasse, und immer abschließe.
 
@Jonas2504

Ich vestehe den Thread nicht.

Hast Du ein Problem mit Deiner Batterie?
Dein Bus ist, wenn ich es dem Text entnehmen, BJ 2013, da ist es normal, dass die Batterie am Ende ist.

Oder hast Du schon die x-te Batterie drin?

Du schriebst:
"Direkt neben dem Motorblock (Verbrennungsmotor) ist die hitzebeständigere EFB-Batterie zu bevorzugen, falls diese bereits ab Werk als Originalbatterie verbaut war."
Und in meinem Fall war sie das.

Da verstehe ich Deine Abhandlung über AGM-Batterien im Motorraum nicht:
- Die noch kein Jahr alte Varta AGM Starterbatterie wurde in meinem Fall vermutlich von der Hitze dahingerafft. Daher der Kapazitätsverlust. Im Motorraum ist es erfahrungsgemäß zu warm für AGM Batterien.

Was war es nun für eine?

Zumal die Batterie im Tx NICHT so direkt eneben dem Motor eingebaut ist wie in dem verlinkten Beispiel:
Anhang anzeigen 473332
Dagegen TX:
Anhang anzeigen 473333
Das "In meinem Fall war sie das" bezog sich auf den Einbauort im Motorraum. Wenn man aufmerksam liest sieht man, dass der Beitrag sich um die ein Jahr alte AGM Batterie dreht und nicht um eine hypothetische 13 Jahre alte Blei-Werksbatterie.
Und "neben" ist ja bekanntermaßen relativ: Heißt "neben" am Block wie auf Bild 1? Oder heißt "neben" einfach rechts neben dem Motor aber dennoch im selben Motorraum wie auf Bild 2? Dafür müssten wir den Autor fragen. Bis dahin haben wir wohl beide Recht/Unrecht. So oder so, meine Batterie wurde am selben Einbauort wie Bild 2 zu warm. Ob im Regelbetrieb oder durch die Urlaubsfahrt, keine Ahnung. Ob das die Todesursache war oder doch eine falsche Ladekennlinie oder irgendeine Tiefentladung in entfernter Vergangenheit oder doch was ganz anderes lässt sich jetzt auch nicht mehr mit Sicherheit sagen. Ich habe daraus auf jeden Fall gelernt nur gegen Batterien des gleichen Typs wie die Werksbatterie zu tauschen und das Hitze für die Lebensdauer von Batterien mindestens genauso schlecht ist wie Kälte.

Alle Tx mit Start/Stop haben AGM Batterien. Die sind absolut identisch verbaut und gehen auch nicht nach einem Jahr kaputt
Auch hier hilft genaues Lesen meiner Beiträge:
"Wirklich indiziert ist sie [AGM Batterie] nur bei Start-Stopp Systemen. [...] Batterien sollten nach Herstellerinformationen immer Typengleich ausgetauscht und am besten auch gleich angelernt werden."


Und nochmal: Ich habe mein Problem bereits gelöst. Ich hab den Post nur erstellt um Leuten die ein ähnliches Problem haben und nach der Lösung googeln zu helfen und ihnen eine kleine Schritt für Schritt Anleitung an die Hand zu geben. Ich denke das ist mir gelungen und ich habe damit alle gängigen Ursachen die hier im Forum bereits seitenlang mal mehr und mal weniger professionell diskutiert wurden abgedeckt und zusammengefasst.

Ob man mir glaubt oder nicht muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Ich muss hier niemanden bekehren. Ich klinke mich deshalb an dieser Stelle aus der Diskussion aus und wünsche allen die nach mir kommen noch viel Glück bei der hoffentlich erfolgreichen Fehlersuche :)
 
Habe auch zwei Agm und schließe in der Garage nur ganz selten die Tür.
 
Gerade gemessen: 2,5 Minuten!
Dein Beitrag hat mir keine Ruhe gelassen. Gerade nochmal die Ruhestrommessung mit offener Tür wiederholt. Nach 10min konnte ich nun auch endlich die 50mA messen. Die erste Messung wurde verfälscht wie ich eben erfahren habe. Meine Schwester hat während ich in der Werkstatt war und die 45min abgewartet habe eine Tür geöffnet und den Bus so vor meiner Messung wieder aufgeweckt.

Du hattest Recht, danke für den Hinweis. Ich streiche somit die folgenden Passagen ersatzlos:

Nein, richtig. Ich habe nicht "nie" geschrieben sondern bloß "hindern". Nach 1,5h war der Strom bei offener Tür noch bei ca. 1,2A. Vielleicht geht er irgendwann noch runter, sicher ist aber das der Bus deutlich später einschläft und bis dahin gut Ladung verliert. Passiert das öfter, zB durch erschwertes Schließen durch gealterte Türdichtungen, Schlösser oder schlicht Nutzer die nicht darauf achten, kommt dadurch ein ganz signifikanter Ladungsverlust zustande.

Und

Ergänzung hierzu: Auch ein Nutzer der eine Tür ausversehen nicht richtig schließt hindert das Fahrzeug am einschlafen!

Der Rest hat jedoch weiterhin Bestand.

So jetzt aber: Auf Wiedersehen und allen noch eine schöne Restwoche :)
 
Alle Tx mit Start/Stop haben AGM Batterien. Die sind absolut identisch verbaut und gehen auch nicht nach einem Jahr kaputt
Mein T6 TraPo hat serienmäßig eine EFB, Varta 70A.
Ist wohl eine abgespeckte AGM-ähnliche Technologie. Inwieweit die Hitze besser ertragen kann, weiß ich nicht.
Aber mein Benziner wird schon ordentlich warm, insofern vermute ich, dass für den frühen Tod der AGM von @Jonas2504 ein anderer Grund vorliegt.

Dass Batterien NICHT im Motorraum verbaut werden, liegt wohl überwiegend daran, dass dort zu wenig Platz ist, und nicht an der Temperatur. Das gab es auch schon in Zeiten der alten Bleibatterien, beim T3 z.B. war sie beim Diesel im Motorraum (Motor lag schräg nach links), beim WBX kam sie unter den Beifahrersitz, da war der Platz wohl zu knapp.

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