LKW-Betriebserlaubnis nach Umbau / Vorgehen hin zur evtl. WoMo-Zulassung

PatDie

Jung-Mitglied
Mein Auto
T5 Kastenwagen
Erstzulassung
2011/04
Motor
TDI® 75 KW Euro 4 BRS
DPF
ab Werk
Getriebe
5-Gang
Antrieb
Front
Ausstattungslinie
Basis
Radio / Navi
Aftermarket
Typenbezeichnung (z.B. 7H)
7J0
Hallo zusammen,

mein VW T5.2 BJ 2010 hat durch den Vorbesitzer vergangenes Jahr eine HU als Fahrzeug zur Güterbeförderung bis 3,5T (mit dem Zusatz "Van" im Fahrzeugschein) bekommen. Teil des Transporters war eine Trennwand. Bei Übernahme des Fahrzeugs habe ich dieses gemäß des aktuellen TÜV / Fahrzeugscheins als LKW wieder zugelassen und versichert, um während des Umbaus sporadische Werkstatt- und Lackier-Fahrten recht spontan umsetzen zu können. Der Umbau ist nun fertig - im Rahmen dessen habe ich auch die Trennwand entfernt und den Innenraum mit Nut- und Federholz verkleidet. Da ich davon ausgehen muss, mit den Veränderungen meine Betriebserlaubnis zu gefährden, stellen sich mir jetzt ganz praktische (und vielleicht dumme) Fragen zum weiteren Vorgehen:
  • Ich habe über die SuFu sehr widersprüchliche Aussagen dazu gefunden, ob Leute nach dem Ausbau der Trennwand Probleme beim TÜV bzgl. der Zulassung als LKW bekommen haben. Es ist aber schon richtig, dass ich mit dem Umbau auf jeden Fall für eine frische HU vorfahren sollte, da bei einem Unfall / in einer Verkehrskontrolle der Umstand einer fehlenden Trennwand sonst zu meinen Lasten gehen könnte? Gibt es dann vor Ort eine Art Gutachten o.Ä., welches bezeugt, dass meine Betriebserlaubnis auch nach Umbau weiter existiert? Versicherung und Polizei können ja nicht wissen, ob der Umbau vor oder nach der letzten HU stattgefunden hat, hier benötige ich doch dann irgendetwas Schriftliches?
  • Ich habe Beiträge gefunden, in denen davon gesprochen wird, wie eine erfolgreiche Abnahme sehr vom individuellen Prüfer abhängt. Wie kann man denn hier im Vornherein sicherstellen, einen gutmütigen Prüfer zu erwischen? Über den TÜV-Süd gibt es nur eine zentrale Rufnummer; eine Verbindung telefonisch oder schriftlich zu den individuellen TÜV-Stellen scheint laut Auskunft nicht möglich.
  • Ich überlege natürlich auch, den T5 gleich als Wohnmobil umschreiben zu lassen. Die meisten Bedingungen hierfür sind bereits erfüllt, nur um die feste Kochstelle müsste ich mich kümmern. Ich stoße über die SuFu jedoch auch auf Voraussetzungen wie "nur abgerundete Kanten und nicht splitternde Materialien im Innenraum", was beides mit den verbauten Nut- und Federholzbrettern nicht erfüllt ist. Und auch hier waren andere schon erfolgreich beim TÜV. Und das führt mich zur vorherigen Frage: Wie sicherstellen, hier einen gutmütigen Prüfer zu erwischen?
  • Würdet ihr empfehlen, gewissermaßen zweigleisig zum TÜV zu fahren? Sprich auf die Abnahme des Umbaus ohne Trennwand und Weiterfahrt als LKW anzuvisieren und - sofern sich hier der Prüfer dagegenstellt - alles für die WoMo-Zulassung vorbereitet zu haben? Da müsste man natürlich noch hoffen, dass das Nut- und Federholz keine Probleme macht, sonst steh ich am Ende ja wirklich mit leeren Händen dort (bzw. würde der TÜV hier das Fahrzeug sogar mit Entfernen der zuvor noch gültigen Plakette vor Ort stilllegen?)
  • Bei einer erfolgreichen WoMo-Zulassung beim TÜV müsste ich ja gleich die Versicherung informieren und eine neue eVB beantragen, um bei der Zulassungsstelle die Papiere umzuschreiben und den T5 final zuzulassen - benötige ich dann schon für die Fahrt zur Zulassungsstelle neue Übergangskennzeichen, weil die aktuellen Kennzeichen ja auf der Zulassung als LKW basieren?
Danke und VG
 
Also meinen TÜV Prüfer interessiert die fehlende Trennwand ( LKW Zulassung ) nicht die Bohne :D
 
Also meinen TÜV Prüfer interessiert die fehlende Trennwand ( LKW Zulassung ) nicht die Bohne :D
Genau.

LKW = mehr Ladefläche als Sitzfläche / Personenbeförderungsfläche

Ob du LKW behalten willst oder WoMo würde ich anhand vom Geldbeutel (Versicherung Steuer usw) und den anderen Voraussetzung machen. Außerdem... Ohne Kochstelle kann es kein WoMo sein. Also muss der Bus LKW bleiben... Geht ja nicht anderst :D

Nachtrag: Die Sache mit dem "nicht splitternden Holz" würde ich nicht für den TÜV sondern für "mich und etwaige Mitfahrer" machen. Ein bisschen hänge ich doch an meinem Leben....
Und es gibt sicherlich schöneres als von Holz aufgespießt zu werden.
 
Vorab mit dem, der es abnehmen soll reden, das hilft!
 
Hi,
die Informationen sind ein bsischen dürftig.

um während des Umbaus

Was hast Du "umgebaut" und was willst Du noch umbauen?
Wenn es noch ein LKW ist, warum willst Du da etwas abnehmen lassen?

Nut- und Federholz an den Aussenwänden und der Decke sollte unkritisch sein.
Wenn Du eh nur vorne Sitzplätze hast, ist es nochmal einfacher.

Eine Neuabnhame wird erforderlich, wenn sich die Fahrzeugart ändert, sprich, vom LKW zum PKW oder Wohnmobil.
Dazu wird bei der Abnahme ein Gutachten erstellt, ob und wieweit die Kriterien erfüllt sind.

Probleme mit dem TÜV bekommst Du eigentlich erst, wenn Du eine HU für einen LKW machen lassen willst und das Ding augenscheinlich kein LKW mehr ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du tatsächlcih rostiges Eisen auf einer Schlafbank transportierst, der Augenschien ist da entscheidend; sprich, was sieht der Prüfer gerade. Die Plakette entfernt er auhc nciht, sondern es gibt halt keine Neue, und damit hats Du automatisch eine Frist, den Umbau fertig zu machen. War bei mir jedenfalls so.

Ebenso kannst Du mit derm Nummernschild weiterfahren, die Versicherung ist auch nicht erloschen.

Was noch zu beachten ist, dass eine Umschreibung ggf. aufgrund der Abgasbestimmungen nicht ohne Weiteres möglich ist, weil für PKW,WoMo und LKW jeweils andere Normen gelten. (War bei mir so.)
 
- Woher kommst du? Ich kann dir Tipps für TÜV Prüfer in Hamburg und Umgebung geben
- Kochstelle: es reicht auch eine fest eingebaute Herd/Induktionsplatte
- Lkw-Zulassung: erst mit der Änderung der Fahrzeugart bei der Zulassungsstelle brauchst du eine eVB, vorher fährst du wie bisher weiter
- Sitzplätze: bei mehr als drei eingetragenen Sitzplätzen wird Pkw-Kfz-Steuer fällig trotz Lkw-Zulassung
- Trennwand: mein T6 wurde ohne Trennwand ausgeliefert als Lkw - das ist überhaupt kein Thema
 
Hallo zusammen und danke für die bisherigen Antworten.

Die bisherigen Umbauten:
  • Verkleidung der Seiten und Decke mit Nut- und Federholz
  • 2 Schiebefenster links und rechts
  • Zum Bett ausziehbares, fest installiertes Sitzelement mit darunter liegendem Stauraum
  • Fest verschließbarer Seitenschrank sowie Schubladenelement
  • Waschbecken mit Zu- und Abwassersystem
  • Klappbarer Tisch
  • Diverse Elektronik (Solar-Panel mit Zweitbatterie, Wechselrichter, 12V-Anschlüsse, Deckenspots, ...
So, wie ich es verstanden habe, laufe ich mit dem Umbau Gefahr, ohne Betriebserlaubnis und im Zweifel auch ohne Versicherungsschutz zu fahren. Beispielsweise dann, wenn die Trennwand zwangsläufig Bestandteil der im Fahrzeugschein eingetragenen Fahrzeugart ist. Und hier verstehe ich wie gesagt nicht so recht, was sich mit dem Besuch beim TÜV tatäschlich ändert (bestätigt ein Gutachten die weiterhin die korrekte Fahrzeugart lt. Fahrzeugschein? Gerate ich in einen Unfall, könnte ja die Versicherung behaupten, dass der Umbau ja erst nach der HU stattgefunden hat und es sich ja gar nicht mehr um den versicherten LKW handelt). Ich möchte es auf jeden Fall nicht bis zur nächsten HU schieben, um dann vor Ort feststellen zu müssen, dass ich längst ohne gültige Betriebserlaubnis unterwegs bin.

Nach weiterer Recherche scheint die Ummeldung zum Wohnmobil seit der Überarbeitung des TÜV Merkblatts zu den Anforderungen an Sonstige Kraftfahrzeuge in 2022 übrigens eh uninteressant, da nun auch zusätzliche Löcher in die Karosserie gesägt werden müssen: „Der bewohnbare Raum muss mit einer Sicherheitslüftung (DIN EN 721) versehen sein. Hierbei handelt es sich um Lüftungsöffnungen die für Zu- und Abluft unabhängig von Fenstern und Türen sorgen.“

Bleibt also die Frage, ob ich mit dem Umbau und dem Heraustrennen der Trennwand weiterhin legitim einen LKW fahre und wie vor Versicherung und Polizei bescheinigt werden kann, dass eine HU bereits mit dem Umbau und nicht noch vor dem Umbau stattgefunden hat.

Achja, ich bin wohnhaft im Raum München, da wäre wohl Unterhaching die relevante TÜV-Stelle.

VG
 
laufe ich mit dem Umbau Gefahr, ohne Betriebserlaubnis und im Zweifel auch ohne Versicherungsschutz zu fahren.
Wie erwähnt habe ich bei meinem Trapo die Trennwand rausgeschmissen und einen Camping light Einbau vorgenommen.
Hat den TÜV null interessiert, Stempel drauf und fertig.
Einen Bus mit mehreren Sitzreihen zum LKW umstempeln ist echt ne schwierigere Nr.
Bei Deinem würde ich mal mit den Graukitteln sprechen und danach hinfahren 👍
 
Diese Thema hatten wir ja schon öfters. Den Bulli gab/gibt es mit und ohne Trennwand zu bestellen.
Weder der TÜV sagt da groß was, noch die Versicherung oder das FA.
 
Und hier verstehe ich wie gesagt nicht so recht, was sich mit dem Besuch beim TÜV tatäschlich ändert (bestätigt ein Gutachten die weiterhin die korrekte Fahrzeugart lt. Fahrzeugschein?

Du hattest einen LKW.
Wenn Du so viel eingebaut hast, Tisch, Schrank, Schlafbank usw., ist es eben kein LKW mehr, was ich in Deinem Fall nun mal annehme.
Die Trennwand ist nicht entscheidend, die Einbauten, die Du vorgenommen hast, zeigen das. (Bilder wären noch aussagekräftiger.)
Daher verstehe ich Dein Beharren auf dem LKW nicht, zumal ein WoMo in der Versicherung günstiger ist, jedenfalls hat das bei mir ein paar 100€ ausgemacht.

Es gibt auch Ausbauten, da ist alles leicht herausnehmbar und gilt daher als Ladung, dann bleibt es beim LKW. Das sind aber fast immer Leute, die das Fahrzeug die meiste Zeit gewerblich als LKW nutzen.

Zu der Belüftungsöffnung bemühe bitte die Suche, da findest Du alles dazu.
 
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