Kaufen trotz Roststellen? (T5 Multivan EZ 10/2006 ACD 2,5 TDI 131 PS Automatik)

jemaro

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Berlin
Mein Auto
T5 Multivan
Erstzulassung
10/2006
Motor
TDI® 96 KW
DPF
ab Werk
Motortuning
Getriebe
Autom.
Antrieb
Front
Ausstattungslinie
Beach
FIN
WV2ZZZ7HZ7H040***
Typenbezeichnung (z.B. 7H)
7HM
Hallo zusammen,

ich möchte einen T5 von privat erstehen und sehe mir den kommenden Freitag an. Laut eines befreundeten Multivan Liebhabers stimmen die Eckdaten und der Preis. Die bisherige Werkstatt meinte auch am Telefon, er sei technisch gepflegt worden. Als Laie fahre ich bei der Besichtigung lieber kurz zur DEKRA und lasse ihn checken. Wenn er sich gut fährt und optisch gut dasteht, würde ich den kaufen. Da der Verkäufer gerade im Urlaub ist und ich extra zur Besichtigung anreise, wollte ich gerne vorab hier um Rat fragen.

Es gibt nämlich Roststellen an der Schiebetür und am Einstieg, bei denen ich nicht so gut einschätzen kann, inwieweit Handlungsbedarf besteht und wie aufwändig und kostenintensiv das ist. Dazu anbei ein paar Bilder. Mich würde sehr eure Meinung interessieren – sieht das böse aus oder eher unproblematisch? Ich habe hier schon ein par Mal gelesen, daß die Hohlräume häufig betroffen sind, wenn Türen an der Seite aufblühen. Sieht das schon mal behandelt aus?

Was mich noch stutzig gemacht hat: auf dem Foto vom Heckraum wurde ein Teil der Rückbank hinten geblurred. Was wäre denn an der Stelle normalerweise zu sehen oder was könnte sich da verstecken?

Ich freue mich natürlich auch über allgemeine Einschätzungen und Tipps was den Kauf betrifft. Die einschlägigen Beiträge auf diesen wunderbaren Forum habe ich gelesen und werde mir große Mühe geben, eure wertvollen Hinweise beim Kauf zu beachten. 2,5 TDI und Automatik scheint ja keine gute Kombi zu sein, wenn man sich nicht auskennt und wenig gesichertes über die bisherige Nutzung weiß. Ich habe beim Verkäufer ein gutes Gefühl, nur verkauft er den Bus im Auftrag und hat unter Umständen keine so lückenlose Dokumentation aller gemachten Reparaturen.

Weil ich das hier gelesen habe, habe ich die FIN bei erWin abgefragt, aber leider kam nichts zur original Ausstattung dabei raus:

VW Multivan 7HM ACD
Modelljahr 2007
MULTIVAN Beach KR 96 TDI AUT
Verkaufstyp 7HFD03
Produktionsdatum 20.09.2006
MKB BNZ
GKB JAD
Typgenehmigungsnummer
e1*2001/116*0218*13

Hier die Angaben aus der Anzeige:

Standheizung mit Fernbedienung, Scheibenverdunkelung und Gardinen, 4 Drehsitze ( 1. und 2. Sitzreihe), Flexboard, Sitz- und Schlafbank versch.-/klappbar und und und... Aus 3. Hand ( 1. hand 1jahr vw), seit 2011 in jetztiger hand, automatik, ABS, ESP, Servo; 6 airbags, Tempomat, Navi, Aussentemp.-anzeige, Einparkhilfe hinten, Anhängerkupplung abnehmabr, elektr. Aussenspiegel beheiz- und anklappbar, ZV mit fernbedienung, Elektr. wegfahrsperre, Standheizung mit fernbedienung, Klimaanlage manuell, 2 elektr. Fensterheber, 2 Schiebefenster, Colorverglasung, scheibenverdunkelung, Sitzbank in dritter reihe und 2 einzelsitze in 2ter reihe, Lenkradhöhenverstellung, 2 drehsitze in 1. reihe mit sitzheizung, Flexboard, sitz- Schlafbank verschieb- und klappbar, gepäcknetz im dachhimmel, gardinen, radio- cd, freisprecheinrichtung, 2. batterie, Dieselpartikelfilter, 4 neue sommerreifen, 4 gebr. winterreifen, grüne Umweltplakette
Rost an den bekannten Stellen, siehe bilder...

Preis: 10.000 €
Laufleistung: 206.000 km
Hubraum: 2460 cm³
Anzahl der Türen: 4/5 Türen
Anzahl Sitzplätze: 7
Schadstoffklasse: Euro4
Umweltplakette: 4 (Grün)
Anzahl der Fahrzeughalter: 3
HU: 3/2026
Airbags: Front-, Seiten- und weitere Airbags
Anhängerkupplung: Anhängerkupplung abnehmbar

Ausstattung
ABS, Dachreling, ESP, Elektr. Fensterheber, Elektr. Seitenspiegel, Navigationssystem, Nichtraucher-Fahrzeug, Partikelfilter, Scheckheftgepflegt, Servolenkung, Sitzheizung, Sommerreifen, Standheizung, Traktionskontrolle, Winterreifen, Zentralverriegelung

Vielen Dank für eure Tipps!
 

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Zuletzt bearbeitet:
Mehr als der Rost, würde mich die Automatik vom Kauf abhalten. Um die Korrosion zu beurteilen muß man den Bus gründlich inspizieren und die Schwachstellen checken. Die liegen oft hinter den Unterboden Verkleidungen. Da ist die Schiebetür wohl das kleinste Problem. Viel Glück und Erfolg. Der Bus ist halt 19 Jahre alt....
 
Wenn du selbst schraubst und einiges an Geld für Teile in Hinterhand hast, kein Problem. Sehe auch das Automatikgetriebe als nicht so Problematisch (meines hält schon 260tkm). Es darf halt nicht erst nach Ausfallerscheinungen gewartet werden, dann ist es zu spät.
Bei der Laufleistung ist davon auszugehen das der Vorbesitzer bei 180tkm nicht viel investiert hat wenn er vorgehabt hat das Auto zu verkaufen. Die Freiläufe und Gateskupplungen werden zu tauschen sein. Der Dpf wird sein Aschevolumen erreicht haben. Zylinderkopf/ Nockenwelle eingelaufen? PDE überholen lassen. Wenn du es nicht selbst machen kannst kommt locker das doppelte des Kaufpreises nochmal on Top drauf 👍
 
Die Schiebetür dürfte nicht mehr zu retten sein.

Automatik ist ein Problem für sich. - Beim 96kW aber nicht so kritisch wie beim 128kW.
 
Danke für eure schnelle Einschätzung – puh das sind ernüchternde Worte...

@franz5744 meinst Du wirklich, ich muss da nochmal 20.000 € in die Hand nehmen?

Zustand der Automatik lässt sich vor allem am Fahrverhalten beurteilen, oder?

Ist Schiebetür ersetzen jetzt etwas was man häufiger macht oder eher nicht weil zu teuer / aufwändig? Gebraucht müsste ja eine zu finden sein.
 
Wenn du selbst schraubst und einiges an Geld für Teile in Hinterhand hast, kein Problem. Sehe auch das Automatikgetriebe als nicht so Problematisch (meines hält schon 260tkm). Es darf halt nicht erst nach Ausfallerscheinungen gewartet werden, dann ist es zu spät.
Bei der Laufleistung ist davon auszugehen das der Vorbesitzer bei 180tkm nicht viel investiert hat wenn er vorgehabt hat das Auto zu verkaufen. Die Freiläufe und Gateskupplungen werden zu tauschen sein. Der Dpf wird sein Aschevolumen erreicht haben. Zylinderkopf/ Nockenwelle eingelaufen? PDE überholen lassen. Wenn du es nicht selbst machen kannst kommt locker das doppelte des Kaufpreises nochmal on Top drauf 👍
Das gilt generell für T5 diesen alters. Da gibt es ständig was zu tu. Wenn man es nicht selbst erledigen kann und für jeden Handgriff eine Werksatt braucht, kann der Spaß sehr sehr schnell ein Loch haben. Der R5 plus Automatik macht es da nicht besser...die Multivans haben ja auch noch die Klimaleitungen im Radhaus, die irgendwann durch sind, ect...
Kann alles sein, muß aber nicht. Kommt halt darauf an, was schon gemacht wurde.
 
Zustand der Automatik lässt sich vor allem am Fahrverhalten beurteilen, oder?
Häufig merkt man das erst nach einiger Zeit.


Ist Schiebetür ersetzen jetzt etwas was man häufiger macht oder eher nicht weil zu teuer / aufwändig? Gebraucht müsste ja eine zu finden sein.
Das kann man schon machen, gebrauchte Türen gibt es natürlich

Insgesamt sieht das Auto halt sehr abgeritten aus. Wenn das der Fall ist, lauern da sicherlich noch einige Fallen.

Merke: Beim T5 kostet das alles richtig viel Geld. Da die Teile teuer sind, hilft selber machen nur bedingt.
 
Servus!
Grundsätzlich kann man den schon nehmen. Der Motor zumindest schafft noch deutlich mehr, wird aber sicher früher oder später Investitionen brauchen (gesetzt sind schonmal DPF reinigen und Torsionselastische Kupplungen erneuern, wenn noch nicht geschehen, der Rest kann, muss aber nicht). Dazu hab ich hier schonmal geschrieben:
Servus!
Ich möchte im Folgenden mal alle relevanten Informationen für Interessenten und Neulinge zum T5 zusammentragen, die man beim Kauf beachten sollte.
Besonders mit Fokus darauf, dass der T5 mittlerweile das Youngtimer-Alter erreicht hat und so einiges komplizierter geworden ist. Also gerade in Bezug auf den 2.5TDI, mit dem ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht hab, aber wo man auch enorm daneben greifen kann.
Ergänzenungen und Korrekturen sind im Folgenden gewünscht, aber keine ellenlangen Diskussionen, das Ganze soll übersichtlich bleiben und sich ggf. zum Anpinnen eigenen.
Gerne soll das Ganze genutzt werden, um bei einer Besichtigung alle relevanten Punkte abzuchecken.

Varianten und bevorzugte Anwendungen:

- 1.9TDI: Praktisches Fahrzeug für überschaubares Geld, als AXB oder BRS auch beladen gut, aber nicht sportlich motorisiert.
- 2.5TDI: Kraftvoll, aber im Vergleich deutlich kostenintensiver, siehe unten! Einziger Diesel mit 4motion original verfügbar.
- 2.0 Benziner: Sehr zuverlässig und einfach konstruiert, nicht sportlich, aber dafür günstig und auch für Umweltzonen uneingeschränkt geeignet.
- 3.2 V6: relativ selten, Motor mit Fahrspaß, verbrauchsintensiv, alle die ihn suchen, wird das nicht weiter stören.
- Multivan und California eher hochpreisig, dafür gut ausgestattet und gedämmt
- Caravelle und Transporter günstiger und tendenziell weniger Ausstattung, häufig aber günstige Alternativen zum Multivan, je nach Anwendung
- Sonderfälle:
> California Beach: in den ersten Baujahren Aufstelldach nicht serienmäßig!
> Multivan Startline: Transporter mit Schienensystem und entsprechenden Sitzen, deutlich einfacher ausgestattet, auch im Vergleich zu späteren Startlines
> Atlantis: Sondermodell des Multivan
> Sonora, Biker: Sondermodelle des California Comfortline, No Limit: limitierter Cali (222 Stück) mit hoher Ausstattung

Motoren:

1.9TDI:
- sparsam, einfach zu reparieren, im VW Konzern unzählige Male eingesetzt
- mögliche teure Schäden:
> Zylinderkopfdichtung
> PDEs und Kopf
> Turbo
> DPF
- Schäden halten sich meist in Grenzen und sind zu überschaubaren Preisen instandzusetzen

2.5TDI:
- vergleichsweise auch sparsam
- bei guter Pflege ebenfalls sehr haltbar, neigt andernfalls aber zu folgenden Schäden:
> Wasserpumpe (häufig die Ursache für Wasser im Öl und Mangel im Ausgleichsbehälter)
> PDEs und Kopf (Diesel im Öl, Startverhalten schlecht)
> Eingelaufene Nockenwelle (klingt wie ein Hubschrauber, evtl. wenig Leistung)
> Turbo
> DPF
- ist sehr besonders konstruiert:
> Stirnradantrieb
> Alu-Block mit Plasmabeschichteten Zylinderlaufbahnen
> Antrieb Lima und Klimakompressor durch sog. Torsionselastische Kupplungen
- 2 dieser Besonderheiten lassen sich bislang nicht auf seriöse Weise reparieren (zumindest gibt es von VW keine Teile dazu und es wurde auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss gefunden):
> Stirnradantrieb
> Plasmabeschichtung der Zylinder
—> Daher ist es für Anfänger zu empfehlen, von schlecht gepflegten 2.5TDI und solchen, die einen Austauschmotor haben, der nicht neu von VW gekauft wurde, generell die Finger zu lassen. Alle anderen müssen genauestens prüfen, wer da wann welche Arbeiten genau durchgeführt hat. Lässt sich das nicht nachvollziehen, Finger weg!
- Besonderheiten bei AXD / AXE, also 2.5TDI vor 2006 (bei BNZ / BPC nicht zu beachten):
> es muss zwingend Öl der Norm VW 50601 verwendet werden. Alles andere ist falsch und kann zum Motorschaden führen.
> häufig hat das einfüllen von VW 50700 zu vorzeitigen Nockenwellenschäden geführt, bei vielen ist es auch bisher gut gegangen.
> in jedem Fall sollte vor Kauf klar sein, was da eingefüllt wurde.
> besonders Baujahre 2003 und 2004 hatten zu Beginn häufig frühzeitig defekte Wasserpumpen und manchmal ebenfalls frühzeitig defekte Plasmabeschichtung. Diese Probleme spielen allerdings nach 20 Jahren eher eine untergeordnete Rolle, da die meisten noch existenten Busse ja schon 200-300tkm hinter sich haben.

2.0 Benziner:
- einfache Konstruktion
- keine besonderen Schwachstellen bekannt
- allerdings im T5 auch nicht so verbreitet

3.2 V6:
- Im Allgemeinen nicht sehr anfällig
- Gelängte Steuerketten sind als häufigeres Problem bekannt
- mittlerweile eher selten zu bekommen

Getriebe:

5-Gang Schaltgetriebe:
- grundsätzlich solide
- bei höherer Laufleistung Defekte durchaus möglich / schon öfters vorgekommen
- serienmäßig bei allen 1.9TDI
- immer 2WD

6-Gang Schaltgetriebe:
- solide / für viel Drehmoment ausgelegt, besonders in Verbindung mit AXD / BNZ (131PS, 340Nm) Defekte sehr selten
- Zentralausrücker, Kupplungsnehmerzylinder im Inneren, bei Defekt daher teurer, da das Getriebe raus muss
- serienmäßig bei allem 2.5TDI und beim 3.2 V6 4motion
- optional mit 4motion

Automatikgetriebe:
- nur in Verbindung mit 2.5TDI oder 3.2 V6
- mit Drehmoment des Diesels anscheinend überfordert, Defekte da häufig, Reparatur teuer
- in Verbindung mit dem V6 unauffällig und offensichtlich haltbar
- immer 2WD

Allradantrieb 4motion:
- grundsätzlich problemlos und ein sinnvolles Extra
- optional mechanische Diff-Sperre an der Hinterachse
- beim T5 immer handgeschalten
- Verbrauch beim 2.5TDI geschätzt 0,5-1l mehr
- zusätzlich Haldexölwechsel alle 60tkm (wird häufig weggelassen, unbedingt prüfen!)
- Kardanwellenmittellager können im hohen Alter einen Mangel darstellen, Tausch mit gewissen Kosten verbunden, daher prüfen. Billige Ersatzteile halten hier von früh bis mittags, keine gute Idee!
- im V6 die einzige Variante mit Schaltgetriebe.

Karosserie:

- war im Allgemeinen vernünftig verarbeitet, zeigt aber nach 20 Jahren häufig Rost und Beschädigungen
1. Häufige Roststellen:
- Aggregateträger
- Bereich um Ersatzrad / Heckstoßstange
- sämtliche Radläufe, besonders vorne
- Schwellerspitzen hinter den Radhausschalen (wenn möglich bei Besichtigung lösen)
- unter allen Plastikverkleidungen der Einstiege (wenn möglich drunterschauen)
- alle Türunterkanten / Falze
- neben allen Türgriffen
- Heckklappe: zusätzlich am Griff und Blende über dem Kennzeichen (neue gebrauchte Heckklappen teuer zu beschaffen)
- Motorhaube und Scheibenrahmen manchmal durch Steinschläge
—> begrüßenswert sind Maßnahmen wie Unterbodenschutz und Hohlraumkonservierung mit Seilfett oder Wachs, insbesondere wenn professionell durchgeführt und belegbar
—> ganz und gar nicht in Ordnung sind Dinge wie „alles mal mit U-Schutz / Steinschlagschutz schwarz übergeduscht“
—> mit Vorsicht zu genießen sind Lackierungen mit Raptor / Strukturlack: leicht auszubessern und strapazierfähig, aber eben auch geeignet, um vorhandenen Rost zu verdecken und kaum je wieder zu entfernen
2. Klassische (Unfall-) Schäden:
- Seitenwand vor Hinterachse und hintere Radläufe (besonders beim LR): verursacht durch manche, die mit der Länge des T5 nicht vertraut sind, daher unbedingt auf Rost / Spachtel prüfen (Magnet hilft!)
- Heckklappe unterer Bereich: Schäden durch Anhänger
- Schweller: durch unsachgemäßes Anheben oder Aufsetzen deformiert

Unterboden:

Ähnlich wie an jedem Auto auf Ölundichtigkeiten und Rost prüfen, Lager begutachten, beim 4motion auch die der Kardanwelle. Besonderes Augenmerk sollte beim T5 dem Aggregateträger / Vorderachsträger gelten. Der ist was Rost angeht eine Schwachstelle (genau prüfen, nicht auf den ersten Blick erkennbar). Rost in mäßigem Umfang an den Achslenkern ist dagegen weniger bedenklich. Genau anschauen sollte man sich auch die hinteren Bremsleitungen im Spritzbereich der Hinterräder: Ein kompletter Tausch ist teuer (Tank raus, …).

Fahrwerk:

- ist aufgrund des hohen Fahrzeuggewichts stark beansprucht, Mängel im Schnitt früher zu erwarten als an PKW
- Federn HA auf Bruch prüfen (rel. häufig)
- Lautes Knurren beim einlenken weißt auf verschlissene Domlager an der VA hin, ist häufig und sollte ein gewisses Maß nicht übersteigen

Papiere / Serviceheft:

1. Es sollte das sein:
- Brief
- Schein (wenn zugelassen)
- Serviceheft
- Rechnungen für Reparaturen
- idealerweise CoC
- ggf. Code fürs Originalradio
2. Besonderheiten Service:
- bei allen Motoren, besonders beim 2.5TDI ist ein möglichst häufiger Ölwechsel sehr wichtig, das Intervall sollte möglichst bei unter 15tkm liegen!
- bei allen TDIs ab 2006: ab 180tkm DPF prüfen (bis 250tkm sollte dieser auch gereinigt / ersetzt worden sein) Achtung: für den 2.5TDI 4motion ist ein neuer DPF schwer zu bekommen!
- beim 4motion: Haldexöl alle 60tkm wechseln
- ebenfalls bei der Automatik: Ölwechsel
- nur beim 2.5TDI: bei 150-180tkm sollten die Torsionselastischen Kupplungen gewechselt worden sein.

Viel Erfolg beim Kauf! :)
Was den Rost angeht, Schiebetür ist wirtschaftlicher zu tauschen, der Rest ist von dem, was man sieht rettbar. Wichtiger wär, wie’s von unten aussieht. Stichwort Aggregateträger. Bei dem Schadensbild oben rum dürfte es vermutlich grenzwertig sein, ob man den noch retten kann. Auch dazu steht aber im oben verlinkten Beitrag noch mehr.
Von dem Automatikgetriebe bin ich auch kein Fan, hat keinen guten Ruf, beim 131PSer sind die Chancen, dass es hält aber schon noch höher, da etwas weniger Drehmoment.
Mal ohne des Automatikgetriebe, dafür noch mit 4motion zusätzlich gerechnet, ich hab meinen vor 3 Jahren gekauft und seither 30tkm gefahren und sicher so 13.000€ reingesteckt. In Etwa 5000€ davon hätten auf jeden Fall sein müssen wegen Defekten, 2000€ hab ich für den langfristigen Erhalt ausgegeben und ungefähr 5000€ liegen an Betrug durch eine VW Werkstatt im Ausland, Pech gehabt. Insgesamt kann man aber sagen, dass der Bus jetzt technisch in gutem Zustand ist.
So hast du mal paar Zahlen, aber letztlich gilt, alles kann kaputtgehen aber nix muss. Realistisch gesehen denk ich, dass es bei Bussen, die mit vernünftiger Historie (regelmäßiger Service, nachvollziehbar, seriöser Vorbesitzer) gekauft werden, nicht viel schlimmer laufen wird, als bei mir. Ausschließen kann man es aber nicht, und bei Bastelbuden schaut’s sowieso ganz anders aus.
Ich find aber nicht, dass der Bus runtergeritten ausschaut, bisserl Korossionsschutz hätt ihm halt mal gut getan. Aber genau weiß man das erst vor Ort. Der technische Zustand, Reparaturen, die schon gemacht wurden und der Unterboden werden da jedenfalls entscheidender sein als die Tür, die kann man tauschen.
Viele Grüße
Fabi
 
Hey Fabi,

Danke für Deine Zeilen, das gibt mir wieder Mut. Ich werde mir den am Freitag ansehen und je nachdem wie er unten rum ausschaut und wie die Dekra ihn grundsätzlich beurteilt, lässt sich vielleicht der Preis noch verhandeln. Wenn es nicht klappt, suche ich halt weiter. Wichtig ist ja vor allem, dass einem von Verkäuferseite kein Quatsch erzählt wird und man weiß, was man kauft zu einem angemessenen Preis. Alles weitere ist dann Erfahrung, die ich eben sammeln muss. Dein Beitrag zur Kaufberatung ist jedenfalls wirklich extrem hilfreich, den hatte ich auch schon gelesen, danke dafür. Das Ding ist, dass der Vorbesitzer verstorben ist und es nicht so einfach ist, die Historie des Fahrzeugs lückenlos nachzuvollziehen. Ich hoffe, da auch bei der bisherigen Werkstatt noch ein paar Sachen rauszufinden.

Viele Grüße,
Jens
 
Die Schiebetür dürfte nicht mehr zu retten sein.

Automatik ist ein Problem für sich. - Beim 96kW aber nicht so kritisch wie beim 128kW.
Meine Tür sah/sieht ähnlich aus. Das hab ich (ziemlich schlecht) entrostet und übergeduscht, dann hält es noch etwas, auch wenn es darunter weiterblühen dürfte. Allerdings fahre ich einen Transporter, unterhalb der Falz foliert. Da fällt das optisch nicht weiter auf und wenn sie dann doch durch ist, hol ich mir ne neue weiße aus nem Schlachter. Bei einem MV, der auch optisch mehr hermachen soll als das, ist das natürlich alles nicht so zweckmäßig billig zu handeln
 
Das hab ich (ziemlich schlecht) entrostet und übergeduscht, dann hält es noch etwas, auch wenn es darunter weiterblühen dürfte.
Weiter verlangsamen lässt sich das ganze auch noch mit Hohlraumwachs von innen (das dort am besten schon früher mal hin gehört hätte, um den Schaden zu vermeiden). Ob das bei dieser doch schon ziemlich stark rostigen Tür noch zielführend wär, weiß ich nicht. Man kanns versuchen, verlieren tut man dadurch nix (außer Zeit).
 
Danke nochmals für eure Antworten und Hinweise. Ich sehe mir den diesen Freitagmittag in Fürth an und wollte damit zur Dekra Prüfstelle in Bruck, um ihn von unten zu besichtigen. Die freie Werkstatt, wo er bisher beim Service war, hatte leider keine Termine frei. ADAC auch nicht. Hat jemand sonst eine bessere Idee, wo ich hingehen könnte in der Gegend, eine Werkstatt die sich gut mit T5 auskennt?
 
Hi,
jetzt auch von mir mal eine Einschätzung:
Die Kiste ist auf alle Fälle angeschlagen.
Wieviel es genau kosten wird und was noch kaputt geht, können Dir auch 10 TÜV Prüfer nicht sagen, ist aber im Ende sekundär.

Du musst selbst entscheiden, ob Du Dich auf das Abenteuer einlässt.
Das wird mit Eigenleistung machbar, ohne auch, aber auf Dauer recht teuer, und so einfach wie an einem T3 läßt das Alles nicht reparieren.
Trotzdem kann so ein Bus viel Freude machen.

Hinweis:
Ich kann wirklich viel Schrauben, haben unter Anderem einen T3-WBX-Motor bis auf den Rumpf zerlegt und wieder zusammengebaut.
Ich habe den T3 im Endeffekt aber doch gegen den nagelneuen T6 ausgetauscht, weil ich
a) bei langen Reisen nicht immer bibbern wollte das ja nichts passiert (ist nichts passiert, aber der Stau im Sommer in Basel ... :()
b) keine Hebebühne habe und die für manche Sachen (ab einem gewissen Alter) unabdingar ist
c) bei so einer alten Kiste (mit H-Kennzeichen!) als Backup eine Pkw benötigt hätte. (Stellplatzproblem)

Solche Überlegungen sollten bei jedem einfließen, der sich mit dem Gedanken trägt, einen fast 20 Jahre alten Bus zu kaufen.
Wenn das aber alles OK ist - zuschlagen! 😉
 
Moin,

ich finde die Roststellen sehen auf den Fotos nicht so dramatisch aus, dass diese mich vom Kauf abhalten würden.

2,5 TDI und Automatik scheint ja keine gute Kombi zu sein

Meine Eltern hatten eine T5 mit 174 PS und Automatik, das Getriebe hatte bei ca. 300.000 km schlapp gemacht und wurde dann überholt, mit ca. 400.000 km haben sie ihn dann verkauft. Das war 2022 und da hat die Kiste immer noch 7.000 Euro gebracht, daher finde ich dein Objekt auch preislich nicht so uninteressant.

Gruß
Henrik
 
Meine Eltern hatten eine T5 mit 174 PS und Automatik, das Getriebe hatte bei ca. 300.000 km schlapp gemacht und wurde dann überholt, mit ca. 400.000 km haben sie ihn dann verkauft. Das war 2022 und da hat die Kiste immer noch 7.000 Euro gebracht, daher finde ich dein Objekt auch preislich nicht so uninteressant.
2022 waren die Preise zum Teil aber auch noch etwas höher. Ansonsten seh ich das aber genauso, was den Rost angeht, gibts wie gesagt ja andere Stellen, die man prüfen sollte und die wichtiger sind 👍
 
Vielen Dank nochmal für eure Antworten und Hinweise. Wie gesagt, je nach Zustand lässt sich am Preis vielleicht auch noch was machen. Wenn es ganz übel aussieht, lasse ich es.

Und nochmal kurz, weil das gestern vll untergegangen ist — Ich sehe mir den Bus diesen Freitagmittag in Fürth an und wollte damit zur Dekra Prüfstelle in Bruck, um ihn von unten zu besichtigen. Die freie Werkstatt, wo er bisher beim Service war, hatte leider keine Termine frei, ADAC auch nicht. Hat jemand sonst eine bessere Idee, wo ich hingehen könnte in der Gegend, eine Werkstatt die sich mit T5 auskennt oder jemand der mal drauf schauen kann?

Werde auf jeden Fall berichten 📝 und Bilder teilen.
 
Ist Schiebetür ersetzen jetzt etwas was man häufiger macht oder eher nicht weil zu teuer / aufwändig? Gebraucht müsste ja eine zu finden sein.
Der Preis für das Fahrzeug bewegt sich bezogen auf den aktuellen Markt noch einigermaßen im Rahmen. Ich fahre selber auch einen T5 aus 2007 und auch bei mir rostet die Ecke von der Schiebetür, allerdings noch nicht so schlimm wie bei dem.
Vor 2 Jahren habe ich das mal entrostet und versiegelt, seitdem rostet es wieder langsamer 😄
Steckt der Rost erst einmal im Blech, kann man es mit Mittelchen (Rostumwandler etc.) bremsen, aber es wird immer wieder kommen. Letztendlich Tür ersetzen, oder Einschweißblech. Das Einstiegsblech kann man aus meiner Sicht aber noch gut von außen behandeln.

Wichtiger sind aber andere Dinge, den Rest der Karre sollte man ordentlich checken, auch und insbesondere von unten. Gerade Achs- und Fahrwerksteile etc., bei schlechter Pflege kann da schon einiges im argen sein.
Der 2.5L BNZ ist ein guter Motor, zum Automatikgetriebe kann ich nichts sagen, bei der Motorleistung dürfte das noch klargehen, ich würde aber aufgrund der Reparaturmöglichkeiten eher einen Schalter wählen.
 
Ich freue mich natürlich auch über allgemeine Einschätzungen und Tipps was den Kauf betrifft.
Im Grunde sind hier eben alle Voraussetzungen für den finanziellen Supergau gegeben:

Motor: Top wenn i.O. - extrem teuer in Reparatur wenn nicht... Ersatz gibt es neu ohnehin nicht mehr... Es drohen viele T € an Kosten...
Getriebe: Grundsätzlich keine besonders haltbare Konstruktion. Auch dem fehlendem Platz geschuldet. Die Standzeit einer zb. ZF im Längseinbau wird im Schnitt nicht erreicht... Auch hier drohen viele T € an Kosten bei Defekt.
Rost: In dem Stadium realistisch nicht mehr dauerhaft zu entfernen, also muss man immer wieder ran - um viel Geld wenn nicht selber...

Dazu noch alle üblichen T5 Leiden...

Auch der Zustand sieht extrem "verbraucht" aus...
Es ist auch kein "echter Multivan" - nacktes Blech hinten, billige Transporterverkleidung.
Die Schienen hinten sind hauptsächlich in der Theorie ein Vorteil, der Ausbau der Sitzbank ist ein Horror, für den Ausbau/ Einbau von einem Sitz muss immer erst die Bank nach hinten und raus etc.
In der Praxis ist eine Caravelle hier deutlich im Vorteil, außerdem mit ordentlichen Verk´leidungen hinten...
Nur manuelle Klima: Die ist mit dem vermutlich vorhandenem hinteren Kondensator genau so anfällig wie die Klimatronic, dennoch muss man immer rumdrehen weil sie sich nicht selber regelt...

Wenn die Türen so aussehen, ist sicher die Heckklapp erst Recht komplett fertig. Die bekommt man aber nicht zu einem fairen Preis gebraucht - weil beinahe alle rostig sind von den alten T5...
Da kann man dann für gute gebrauchte Karosserieteile auch schnell einplanen, dass es in die Tausende € gehen KANN. Selbst "Müll" wird oft für hunderte € gehandelt, weil die Leute glauben sie bekommen den Rost weg und können sich so eine "neue" Klappe aufbauen und dann einfach 1:1 tauschen gegen die alte wenn sie fertig ist.
Aber wirklich weg bekommt man den Rost bei starkem Befall nur, wenn man ausschneidet...

Wenn man viel Zeit hat, viel Geld, idealerweise selber schrauben kann und will: eventuell?
Sonst? Würde ich nur abraten...

Besser mehr Geld in die Hand nehmen und einen mit 140/150 PS einfach Turbo kaufen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Grunde sind hier eben alle Voraussetzungen für den finanziellen Supergau gegeben:

Motor: Top wenn i.O. - extrem teuer in Reparatur wenn nicht... Ersatz gibt es neu ohnehin nicht mehr... Es drohen viele T € an Kosten...
Getriebe: Grundsätzlich keine besonders haltbare Konstruktion. Auch dem fehlendem Platz geschuldet. Die Standzeit einer zb. ZF im Längseinbau wird im Schnitt nicht erreicht... Auch hier drohen viele T € an Kosten bei Defekt.
Rost: In dem Stadium realistisch nicht mehr dauerhaft zu entfernen, also muss man immer wieder ran - um viel Geld wenn nicht selber...

Dazu noch alle üblichen T5 Leiden...

Auch der Zustand sieht extrem "verbraucht" aus...
Es ist auch kein "echter Multivan" - nacktes Blech hinten, billige Transporterverkleidung.
Die Schienen hinten sind hauptsächlich in der Theorie ein Vorteil, der Ausbau der Sitzbank ist ein Horror, für den Ausbau/ Einbau von einem Sitz muss immer erst die Bank nach hinten und raus etc.
In der Praxis ist eine Caravelle hier deutlich im Vorteil, außerdem mit ordentlichen Verk´leidungen hinten...
Nur manuelle Klima: Die ist mit dem vermutlich vorhandenem hinteren Kondensator genau so anfällig wie die Klimatronic, dennoch muss man immer rumdrehen weil sie sich nicht selber regelt...

Wenn die Türen so aussehen, ist sicher die Heckklapp erst Recht komplett fertig. Die bekommt man aber nicht zu einem fairen Preis gebraucht - weil beinahe alle rostig sind von den alten T5...
Da kann man dann für gute gebrauchte Karosserieteile auch schnell einplanen, dass es in die Tausende € gehen KANN. Selbst "Müll" wird oft für hunderte € gehandelt, weil die Leute glauben sie bekommen den Rost weg und können sich so eine "neue" Klappe aufbauen und dann einfach 1:1 tauschen gegen die alte wenn sie fertig ist.
Aber wirklich weg bekommt man den Rost bei starkem Befall nur, wenn man ausschneidet...

Wenn man viel Zeit hat, viel Geld, idealerweise selber schrauben kann und will: eventuell?
Sonst? Würde ich nur abraten...

Besser mehr Geld in die Hand nehmen und einen mit 140/150 PS einfach Turbo kaufen!
So madig würde ich den jetzt nicht machen. Die Preise für gebrauchte T5 sind, wie sie sind. Entweder man findet sich damit ab, oder man lässt es. Dass an einem 20 Jahre alten Auto immer etwas kommt ist normal und darauf stellt man sich vorher ein. Nicht nur konstruktionsbedingt ist immer was zu tun. Kann oder will man nichts selber machen, wird ein altes Auto immer schnell zum Geldgrab.
 
So madig würde ich den jetzt nicht machen.
Ich schon;)
Hat aber in Wirklichkeit nichts zu tun mit "madig machen".
Es ist eben die Realität.
Laut Bilder wurde das Ding eben gefahren - nicht umsorgt...
Wenn man sich um sein Auto kümmert - völlig unabhängig ob man es selber macht oder machen lässt - dann wartet man halt nicht, bis der Rost so aussieht wie auf den Bildern.
Da wird man früher tätig.

Auch innen sieht er eben "abgenutzt" aus.

Ist ja auch normal, nur ist es finanziell gesehen sinnfrei so ein Risiko einzugehen - wenn man mit einem 2L mit 140/150 PS mit ungleich weniger Risiko was bekommen kann.

Das Fzg. hat eben über 200 Tkm, da können eben Motor und Getriebe dann mit Pech bald Probleme machen...
KÖNNEN - denn ev. laufen die auch nochmal 100 Tkm oder mehr problemlos.

Am Ende dreht es sich immer um Wahrscheinlichkeiten, man tut aber eben idealerweise immer gut daran, sich kein Kzf. zu kaufen, dass schon bei Kauf eher eine Baustelle ist.
Die Probleme kommen von ganz alleine, da lohnt es schon wenn die dann nicht zu denen dazu kommen, die schon bei Kauf vorhanden waren.

Wenn sich jemand schon die Mühe macht zu fragen, schadet es ja nicht realistisch zu sein und offen zu sagen was da ev. auf ihn zukommt...

Selbst "informierte" T5 Besitzer werden ja oft kalt erwischt...
 
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