Kabel mit eingebautem FI Schalter für Campingbus?

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Teefünf Multifan

Guest
Hallo, Elektrik-Spezialisten!
Hat jemand Erfahrung mit folgendem Kabel mit eingebautem FI Schalter?
http://www.ebay.de/itm/Fehlerstroms...78?pt=Elektroversorgungen&hash=item4607031dd6

Ich habe meine Multivan zum Reisemobil umgebaut. Doch was noch fehlt sind 220 Volt im Fahrzeug. Benötigt werden die 220V nur auf dem Campingplatz zum Laden der 2. Batterie und für die Versorgung der Kühlbox. Ich könnte vorne einen CEE Stecker anschließen (oder Adapterkabel). Was meint ihr? Reicht das aus?
Danke und Gruß
Klaus
 
Hallo Klaus,

schau doch mal im Caliboard, da gibt es jede Menge solider Informationen zu dem Thema.
Wenn ich mal wieder am PC sitze kann ich dir gerne einen Link posten.

Grüße,
Arne
 
Danke Arne, für den Tip. Doch es ist etwas mühsam, in den Foren eine kurze und knappe Antwort auf meine Frage zu finden (ja/nein). Aus diesem Grund - dachte ich - fragst halt mal nach!
Gruß Klaus
 
Es gibt kein ja/nein.
Höchstens ein ja mit Einschränkungen.
Deshalb bin ich der Meinung es macht Sinn das Thema zu lesen damit Du für dich selbst entscheiden kannst ob Du mit 98% leben kannst oder nicht.

Wir reden hier schließlich nicht von der Farbe eines Aufklebers an der Ersatzradhalterung sondern von 230V Wechselstrom.

Grüße,
Arne
 
Das ist wahr, Arne. Werde mich mal "durchkämpfen"! :-)
Gruß Klaus
 
.... ist auch keine 62 Seiten lang, versprochen!
 
Liebe Leut´,

laßt die Finger von den Steckdosen am Campingplatz.

Das ist abenteuerlich.

Kürzlich waren wir auf einem Campingplatz im Seehoferland. Der (vermutlich) Opa und ein junger Mann zogen ein Kabel mit nasser Schuko-Kupplung aus dem durchnäßten Boden, rammten einen Holzpfosten mit CEE-Dose per Bagger ein und klemmten die Kabel an.
Bei dem damals herrschenden Wetter hätte der FI-Schalter im Verteilerschrank längst auslösen müssen.

Mit Schraubendreher mit Glimmlampe prüften sie, ob Spannung anlag, das war´s.

Eine weitergehende Prüfung fand nicht statt.
 
Die meisten Campingplatz-Verteilerschränke, die ich kenne, haben keine Schuko, sondern die blauen CEE 230V Steckdosen. Von daher dürfte das Kabel wenig taugen!
 
Hallo Klaus,

hier im Board gibt es auch schon einige interessante Diskussionen zu dem Thema. Die ultimative Lösung für eine "fliegende" Installation die nicht den VDE Vorschriften 0100-721 (gilt z.B. für Caravans) unterliegt, ist ein PRCD-S in der Zuleitung, damit gehst Du auf Nummer sicher. Für Wohnmobile gibt es Vorschriften, wie die Installation für 230V auszusehen hat.

Ich habe mir vor einiger Zeit mal die Mühe gemacht und zusammen getragen, was Google zur Installation im Wohnmobil hergibt.

- Die Zuleitung zum Wohnmobil darf max. 25m betragen und muss 3adrig in 2.5mm² ausgeführt sein. Es wird H07RN-F vorgeschrieben.
- Hinter dem Einspeisepunkt des Fahrzeugs muss ein RCD mit 30mA vorhanden sein.
- Es muss ein Sicherungsautomat im Fahrzeug vorhanden sein.
- Alle Fahrzeuzgteile und Geräte, die im Fehlerfall mit Spannung beaufschlagt werden können müssen mit dem PE verbunden werden. Der PE muss an allen Steckdosen durchgängig sein.
- Es müssen Aderendhülsen verwendet werden
- Die Leitungen im Fahrzeug müssen gegen mechanische Beschädigung geschützt sein (mal ganz platt formuliert). Im Fahrzeug muss mindestens 1,5mm² verlegt werden.

Angaben ohne Gewähr ;-)

Eigentlich gibt es für Campingplätze in Deutschland klare Vorschriften: Blaue CEE Steckdose mit RCD (FI) max. 30mA Auslösestrom und 16A abgesichert. Sollte dies nicht vorhanden sein, sollte man den Betreiber mal darauf hinweisen.
 
Hilft ja alles nichts, außer wasserdichtem Trenntrafo unmittelbar hinter dem Verteilerschrank.

Ich darf zwar nur bis 60V, aber nach allem was ich bisher auf Campingplätzen und auch sonst insbesondere in Südeuropa gesehen habe, speise ich die (für mich) Hochspannung nur daheim ein, unterwegs gibt es nur Sonnenstrom.
 
@ Fahrradler

Aber dann nicht beide Adern hinterm Trenntrafo berühren, sonst ists auch wieder vorbei ;-)
Ich denke mit nem PRCD-S bist schon relativ sicher.

Und wenn einem der Stromanschluss suspekt vorkommt, dann sollte man tatsächlich die Finger weg lassen.
 
Und wenn einem der Stromanschluss suspekt vorkommt, dann sollte man tatsächlich die Finger weg lassen.
Klar, auf jeden Fall.
Man könnte sich ja einen kleinen Prüfstecker basteln, der dafür ausgelegt ist, den FI vom Campingplatz gerade so abzuschießen.
Der würde an der Dose im Fahrzeug ja auch seinen Job erfüllen ...

Ehrlich gesagt habe ich aber auch noch nie was von gegrillten Campern an 230V gehört.

Die meisten Unfälle passieren doch ohnehin am Strand weil betrunken oder Hirn von Sonne gegerbt (oder beides?).

Da ist doch das Risiko immens viel höher als an den unterdimensionierten Stromtankstellen kurz vor den Grenzen Europas.
Meistens steigt doch da eher das Stromnetz aus wenn man mal etwas mehr Strom zieht als das Handyladegerät schafft.

Viel wichtiger finde ich einen sinnvollen Umgang mit der Zuleitung.
Also raus aus dem Wasser, Steckverbindungen ins trockene, Kabel immer schön kontrollieren ob nicht doch der Nachbar beim letzten Mal seinen Zelthering durchgeklopft hat und so weiter.
Ich denke da liegen eher die Ursachen für Probleme.
Dass man im Auto ab und zu schaut ob alles in Ordnung ist versteht sich meines Erachtens von selbst.

Aber dann ist bei mir auch gut.
Ich bin selbst immer noch mit einem Eriba Pan von 1975 unterwegs, der hat auch nur einen einfachen Schukoanschluß wie es früher üblich war.
Streß auf dem Platz gab es bisher damit nie und in Panik werde ich deshalb auch nicht geraten, aber etwas gesunder Menschenverstand kann dennoch nicht schaden.

Grüße,
Arne
 
Hallo Klaus,
Das angebotene Kabel erfüllt nicht die oben geforderten 3x2,5mm²
Ob Du mit dem Winkelstecker glücklich wirst ist fraglich, da oft noch ein Adapter CEE auf Schuko dazwischen muß.
Und immer bedenken: geschützt wird der Anschluss hinter dem Schutzschalter (vom E-Werk aus gesehen). Beim Anschließen selbst bist Du ungeschützt und solltest unbedingt auf Trockenheit achten. Auch Gummihandschuhe erhöhen hierbei die Sicherheit.
Gruß,
Günther
 
Dank an alle für die Unterstützung. Heisst dass, ich kaufe mir einen PRCD wie diesen hier:
http://www.arturus24.de/products/Ka...ZdG2MwjDKzkHArMMYccGfYTqHJnlBlg6rMs8FrJDw_wcB
Dazu 25 m NYMHY (Campingkabel) 3x2,5 und schliesse hinten (Stromkasten Campingplatz) einen CEE Stecker an und am anderen Ende (Innenraum) eine WP Doppelsteckdose. Dort dann Kühlbox und Ladegerät rein. Dazwischen den PRDC (Soll der PRCD dann im Bulli liegen oder besser am andern Ende?). Wenn nicht das Kabel durchscheuert oder jemand (wie schon erwähnt) seinen Hering ins Kabel haut, sollte doch kein Strom im Innenraum auftreten können. Wäre das ene vertretbare Lösung?
Gruß Klaus
 
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