Ist Allradantrieb im Bulli wirklich sinnvoll ?

MaxRockatansky

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Mein Auto
T5 Kastenwagen
Erstzulassung
2005
Motor
TDI® 96 KW
DPF
nein
Getriebe
6-Gang
Antrieb
Front
Ausstattungslinie
Basis
Radio / Navi
Aftermarket
Typenbezeichnung (z.B. 7H)
7H
Liebe Bullifreunde,

jeder möchte es haben, jeder denkt, Allradantrieb bzw. 4motion ist die suveränere Antriebsart.
Doch gibt es auch Nachteile ? Sind die höheren Kosten in Anschaffung, Verbrauch, Wartung und Reparatur
den tatsächlichen Nutzen wert ?

Unlängst konnte ich auf einem Übungsplatz 5 Bullipiloten beim fahren durchs Gelände beobachten. Es waren T5 aber
auch T6 mit Vierzylinder Motoren und jeweils 4motion.
Mir fiel auf, dass viele den Wagen an langen, steilen und matschigen Rampen abwürgten. Offensichtlich fehlte das nötige Drehmoment
für das schwere Auto. Man musste mit viel Anlauf bzw. Schwung fahren, denn wenn die Geschwindigkeit zu gering wurde,
oder die Räder gar im Sand stecken blieben, kamen die Fahrzeuge nicht mehr vorran, auch wenn es keinen Schlupf gab.
Mich interessiert brennend, wie sich hier ein 2,5 TDI 5 Zylinder geschlagen hätte.


Der 4motion wiegt gegenüber dem 2WD stolze 100kg mehr, der Verbrauch ist auf dem Papier 1 Liter höher. Abgesehen von
grad erzählten Geländefahrten, wofür ist der 4motion Antrieb im alltäglichen Gebrauch sinnvoll ?
Ich las bereits von Leuten, die den 4motion Antrieb gar nicht als Allradantrieb bezeichnen.
Auch erzeuge die Torsion der relativ dünn gerechneten Antriebswellen eine kaugummiartige Kraftübertragung.

Ich lass von Leuten, die in ihrem 2WD auf Seilwinde, Sandbleche und Schneeketten setzen und damit auch bereits durch
Island und Kirgisistan gefahren sind.


Wie ist eure Meinung oder sogar Erfahrung zu 4motion ? Was kann der Antrieb wirklich und ist er im alltäglichen Einsatz sinnvoll ?

Viele Grüße, Max
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun das kommt ganz drauf an, was du mit dem T machen möchtest. Meiner ist ein reiner Camper der zwischen März und Oktober bewegt wird. Tiefes oder schwieriges Gelände fahr ich nicht. Mir reicht 2 WD
 
Unlängst konnte ich auf einem Übungsplatz 5 Bullipiloten beim fahren durchs Gelände beobachten. Es waren T5 aber
auch T6 mit Vierzylinder Motoren und jeweils 4motion.
Mir fiel auf, dass viele den Wagen an langen, steilen und matschigen Rampen abwürgten
🙈
 
"Alles ausser Allrad ist nur eine Behelfslösung."
Ich hatte mir eine Schallmauer gesetzt, die ich mit 4m gebrochen hätte ... hätte ich das mal gelassen :)

Aber es kommt immer drauf an, was du vor hast.
Ich vermisse 4m erst seit Corona. Klingt komisch, ist aber so.
Das kommt daher, dass ich den Bus als Familien Auto für Aktivitäten wie
- ewig lange Autobahn in Frankreich
- Musseen
- Kinder-Aktivitäten an anderen befestigeten Strassen
nutzen wollte. Das ging gut, bis es hiess "bloß weg von Menschen".

Und wo waren KEINE ... im Wald, auf abgelegenen Wegen und Plätzen. Und da dauerte "rückwärts einparken" schon mal 30 min.
Hat aber auch mächtig Spass gemacht :)

full


Das Dreckwühlen macht uns leider sehr viel Spass ...
 
beim Frontscharrer die Vorderräder auf nasser Fahrbahn beim Anfahren durchdrehen.
NE, noch schlimmer !
Das ASR dreht schnell und brutal den Hahn zu ... und ist im MJ2016 NICHT abschaltbar.
 
  • Haha
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Wie ist eure Meinung oder sogar Erfahrung zu 4motion ? Was kann der Antrieb wirklich und ist er im alltäglichen Einsatz sinnvoll ?
Viele Grüße, Max
Hallo Max,
da hast Du jetzt eine religiöse Grundsatzfrage gestellt und wirst wahrscheinlich nach 100 Antworten nicht schlauer sein.
Einige wichtige Pro und Kontras hast Du dir ja bereits selbst beantwortet.
Meines Erachtens sind die Tx nicht fürs Gelände gemacht und gedacht.
Allrad ist ganz nützlich um in den Bergen bei Schnee oder von einer nassen Wiese mit Anhänger besser zurecht zu kommen.
Da hat aber jeder eine individuelle Meinung dazu und wenn Du den G-Klasse Fahrer aus der Großstadt fragst, kann er Dir das
auch erklären warum es unbedingt dieses Fahrzeug sein muß.
 
Ich wollte unbedingt einen 4M, damit ich das, was ich mit seinem Vorgänger erlebt hatte, nicht noch einmal "durchmachen" muss:
sehr steile Straße,
Vorderradantrieb,
schweres Auto,
verkehrsbedingter Halt in einer Kehre,
Anfahren (vorwärts) nicht mehr möglich (nur noch durchdrehende Reifen trotz staubtrockenem Asphalt),
rückwärts ging auch nicht, da solide walisische Steinmauer im Weg,
Megastress, da Frau und Kleinkind an Bord und alles sehr eng und unübersichtlich
Geendet hat es mit übersprungenem Zahnriemen, da Motor überdreht (alles kein Ruhmesblatt)

Mit dem Bus war ich schon oft wieder an dieser Stelle. Nie mehr Probleme gehabt. Und auch im letzten wirklich schneereichen Winter und auf diversen Campingplätzen war er sehr hilfreich.
"Besser haben als brauchen" ist deshalb meine Meinung und bei meiner Fahrweise ist der Mehrverbrauch eine geringe Investition in die Gesundheit meines Nervenkostüms.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Gedanken hatte ich ebenfalls, habe es aber wieder verworfen.
Wollte meinen Trapo beim Umbau auf 6 Gang mit 4 Motion ausstatten.
Kosten-Nutzen passen für mich nicht und bis heute musste ich nur einmal mit einem Seil raus gezogen werden.

Liebe Bullifreunde,

jeder möchte es haben, jeder denkt, Allradantrieb bzw. 4motion ist die suveränere Antriebsart.
Doch gibt es auch Nachteile ? Sind die höheren Kosten in Anschaffung, Verbrauch, Wartung und Reparatur
den tatsächlichen Nutzen wert ?

Unlängst konnte ich auf einem Übungsplatz 5 Bullipiloten beim fahren durchs Gelände beobachten. Es waren T5 aber
auch T6 mit Vierzylinder Motoren und jeweils 4motion.
Mir fiel auf, dass viele den Wagen an langen, steilen und matschigen Rampen abwürgten. Offensichtlich fehlte das nötige Drehmoment
für das schwere Auto. Man musste mit viel Anlauf bzw. Schwung fahren, denn wenn die Geschwindigkeit zu gering wurde,
oder die Räder gar im Sand stecken blieben, kamen die Fahrzeuge nicht mehr vorran, auch wenn es keinen Schlupf gab.
Mich interessiert brennend, wie sich hier ein 2,5 TDI 5 Zylinder geschlagen hätte.


Der 4motion wiegt gegenüber dem 2WD stolze 100kg mehr, der Verbrauch ist auf dem Papier 1 Liter höher. Abgesehen von
grad erzählten Geländefahrten, wofür ist der 4motion Antrieb im alltäglichen Gebrauch sinnvoll ?
Ich las bereits von Leuten, die den 4motion Antrieb gar nicht als Allradantrieb bezeichnen.
Auch erzeuge die Torsion der relativ dünn gerechneten Antriebswellen eine kaugummiartige Kraftübertragung.

Ich lass von Leuten, die in ihrem 2WD auf Seilwinde, Sandbleche und Schneeketten setzen und damit auch bereits durch
Island und Kirgisistan gefahren sind.


Wie ist eure Meinung oder sogar Erfahrung zu 4motion ? Was kann der Antrieb wirklich und ist er im alltäglichen Einsatz sinnvoll ?

Viele Grüße, Max
 
Von einem 4M? :D :D :D
 
Hatte bisher beim T4 kein Allrad und hab ihn nie vermisst. Unser demnächst-T6 hat vom Erstbesitzer volle Hütte bekommen, aber auf Allrad hätte ich lieber verzichtet. Stichwort Komplexität, Verbrauch usw.
Die Gattin findet es natürlich toll, Allrad ist halt auch was für Mädchen ich_muss_weg.gif
 
Hatte bisher beim T4 kein Allrad und hab es nie vermisst.
Ich hatte beim T4 ebenfalls keinen Allrad und habe das sehr vermisst - weil ich vorher im T3 einen allerfeinsten syncro hatte.
 
Ein Allrad mit Sperre ist sicher eine feine Sache, ich könnte mir vorstellen für Besitzer von Wohnanhängern oder Leuten die im Gebirge wohnen sicher optimal.
Ich finde, es ist aber wichtig, dass man weiß wie man im Winter bei Schnee und Matsch überhaupt fahren muss, hier fehlt es bei vielen ganz gewaltig.
In fahre seit 1971 Auto und bin noch keine dreimal auch im tiefsten Winter hängen geblieben.
 
Ich fahre jetzt mit den 4M auch nicht extra ins Gelände aber hattr schon viele Situationen, in denen ich mich mit 2WD nicht getraut hätte an die Stelle zu fahren, sowohl mit Blick auf verschneite Feldwege aber auch am Strand oder auf die nassen Wiesen. Ob‘s der 2WD vielleicht auch gepackt hätte kann ich nicht sagen aber zumindest hat man keine allzugroßen Sorgen.
 
von einer nassen Wiese mit Anhänger besser zurecht zu kommen
Nicht erst dort. Bereits beim Anfahren bei Nässe mit Anhänger ist es mit 4M weit entspannter.

Auch wenn sicher 99% der Fahrsituationen auch mit 2WD zu bewältigen sind. Ich liebe meinen 4M.

Auf rutschiger Fahrbahn deutlich angenehmer zu fahren.
Man überlegt im Winter nicht, soll ich die vereiste oder verschneite Parklücke versuchen, sondern man fährt einfach hinein - und auch wieder problemlos hinaus!

Die 1-2 mal im Jahr nicht hängenbleiben und das bessere Fahrgefühl bei manchen Bedingungen ist mir 4M auf jeden Fall wert.
 
Und wo waren KEINE ... im Wald, auf abgelegenen Wegen und Plätzen. Und da dauerte "rückwärts einparken" schon mal 30 min.
Hat aber auch mächtig Spass gemacht :)
Abgesehen davon das mein Bus keinen Schnee sieht, habe ich für mögliche Traktionsprobleme am 2WD so eine billige
Anfahrtshilfe mit Spikes für die Reifen in der EWZ Kiste dabei.
anfahrhilfe.webp
Einmal in einer Wiesensenke in Montenegro nach einem nächtlichen Wolkenbruch und der "Vorarbeit" eines tschechichen Caravangespanns hätte ich sie fast benötigt.

Zum Driften, Offroadfahren und anderen Spaß nutze ich dann billigere Fahrzeuge des Fuhrparks.
 
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