Innenraumgebläse im Stand über nicht-werksseitige Zweitbatterie betreiben

Goider

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Camperumbau
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7J0
Hallo zusammen,

das ist mein erster Post im Forum. Falls ich einen bereits bestehenden Beitrag zum Thema übersehen habe, bitte ich um Nachsicht.

Ich haben einen T6.1 Transporter zum Wochenendcamper umgebaut und mit einer 100 Ah LiFePo Wohnaumbatterie ausgestattet (mit Ladebooster). Der T6.1 hat eine Climatic mit manueller Gebläseregelung (Drehknopf). Wie ich es verstanden habe, erfolgt die Drehzahlsteuerung bei der Climatic über einen Vorwiderstand.

Ich würde gerne beim Übernachten die Möglichkeit haben, frische Luft u. a. über das bordeigene Gebläse in den Innenraum zu führen. Dazu möchte ich mit einem möglichst geringen Eingriff in die Elektrik das werksseitige Innenraumgebläse bei ausgeschalteter Zündung über meine Zweitbatterie betreiben. Meine Idee ist, den bestehenden Gebläsestromkreis am Sicherungskasten aufzutrennen und um eine geeignete Diode (als Strom-Rückflusssperre) zu ergänzen. Parallel dazu eine Leitung von meiner Zweitbatterie (ebenfalls mit Diode), beides natürlich weiterhin abgesichert. Es ist mir klar, dass an der Diode ca. 0,5 V Spannungsabfall erfolgt - das nehme ich in Kauf.

Hat jemand eine solche Lösung schon probiert oder sieht jemand Probleme bei meinem Vorschlag? Für bessere Ideen zum Betrieb des Innenraumgebläses (bei ausgeschalteter Zündung) bin ich auch gerne aufgeschlossen 🙂

Viele Grüße
Frank
 
Ich hab sowas bei meiner China Lsh! Dort habe ich in die Zuleitung von der Platine zum Ventilator aber 2 Wechselrelais (für Plus und Minus) gebaut! Im normalfall sind die Relais geschlossen, im Lüftungsbetrieb schalten diese um und bestromen den Lüfter von Außen. Die Drehzahl ist über einen Regler steuerbar, von lau(ganz leise) bis Sturm. Die Luft für die Lsh wird Unterflur angesaugt, dann kälter wie am Boden geht nur mit Klima. Das ganze sogar über das Tc3 Modul per App zu Starten, wenn man zB. vom Schwimmbad oder Party ... kommt. Zu deinem Vorhaben. Bedenke das Lüftergebläse braucht viel Strom und ist laut. Die Zuleitung erfolgt vom Steuergerät in der Armatur zum Lüfter, nicht vom Sicherungskasten aus. Die Dioden müssen auch max. 40A aushalten. Wenn dann in der einen Stufe bestromen (2. Stufe im original Zuheizer Betrieb auch) die du willst oder auch separat mit Relais und Regler.
 
Original ist die Laufzeit im Zuheizer und Lüftungsbetrieb nicht ohne Grund begrenzt. Eine Unterspannungsabschaltung zim Schutz der Batterie ist dennoch sinnvoll! Außer für die Sachen, die das selbst machen, wie gute Kühlboxen, Lsh, Zuheizer, Spannungswandler usw.
 
Ich hab sowas bei meiner China Lsh! Dort habe ich in die Zuleitung von der Platine zum Ventilator aber 2 Wechselrelais (für Plus und Minus) gebaut! Im normalfall sind die Relais geschlossen, im Lüftungsbetrieb schalten diese um und bestromen den Lüfter von Außen. Die Drehzahl ist über einen Regler steuerbar, von lau(ganz leise) bis Sturm. Die Luft für die Lsh wird Unterflur angesaugt, dann kälter wie am Boden geht nur mit Klima. Das ganze sogar über das Tc3 Modul per App zu Starten, wenn man zB. vom Schwimmbad oder Party ... kommt. Zu deinem Vorhaben. Bedenke das Lüftergebläse braucht viel Strom und ist laut. Die Zuleitung erfolgt vom Steuergerät in der Armatur zum Lüfter, nicht vom Sicherungskasten aus. Die Dioden müssen auch max. 40A aushalten. Wenn dann in der einen Stufe bestromen (2. Stufe im original Zuheizer Betrieb auch) die du willst oder auch separat mit Relais und Regler.
Besten Dank erstmal für die schnelle Antwort und die hilfreichen Hinweise.

Die LSH mit ihrer Verbindung zur "Außenwelt" als Lufteinlass zu verwenden ist eine gute Idee. Habe noch keine LSH, werde das aber im Hinterkopf behalten.

Ich stimme zu, dass der Stromverbrauch des Innengebläses auch auf den niedrigen Stufen sicher nicht ohne ist. Der Spannungsegler (wenn ich direkt von der Zweitbatterie in den Gebläsemotor einspeise) muss wohl selbst bei niedrigeren Drehzahlen >10 A fahren können. Ich hatte gehofft, dass ich vor dem werksseitigen Drehregler einspeisen kann und über diesen dann die Drehzahl einstelle.

Ich werde das sicher nicht oft brauchen und will daher keine allzu zeit- und kostenaufwändige Lösung. Daher zunächst die Idee mit dem bestehenden Gebläse. Als Alternative könnte ich auf einen der in die Fahrerhausfenster einhängbaren Frischlüfter (die ich bereits habe) ein oder zwei PC-Lüfter aufbringen. Hier gibt es sehr leise und erschwingliche Exemplare. Außerdem vom Stromverbrauch her deutlich effizienter, die Luft muss z. B. ja nicht durch den Innenraumfilter gepresst werden.

Werde das Ganze nochmals in Ruhe überdenken.
 
Der Spannungsegler (wenn ich direkt von der Zweitbatterie in den Gebläsemotor einspeise) muss wohl selbst bei niedrigeren Drehzahlen >10 A fahren können.
Wieviel Strom jede Stufe braucht, war hier schon mal Thema. Weiß es aber nicht mehr und finde es auch nicht. Regler bräuchtest du nicht, wenn du direkt zwischen dem Originalen Widerstand (bei Climatik) und dem Steuergerät einspeißt. Genauso wie bei Fahrzeugen mit Originaler Wasserzusatzheizung.
 
Ich werde das sicher nicht oft brauchen und will daher keine allzu zeit- und kostenaufwändige Lösung.
Fange nie elektrisch an, was du mechanisch lösen kannst.

Ich empfehle Dir den viel bewährten Heckklappenaufsteller.

Ohne Landstrom wird es kaum möglich sein, mit dem Heizungsgebläse über die ganze Nacht hinweg einen vernünftigen Luftaustausch zu realisieren.
 
Fange nie elektrisch an, was du mechanisch lösen kannst.

Ich empfehle Dir den viel bewährten Heckklappenaufsteller.

Ohne Landstrom wird es kaum möglich sein, mit dem Heizungsgebläse über die ganze Nacht hinweg einen vernünftigen Luftaustausch zu realisieren.
Danke für die Antwort.

Hintergrund meines Anliegens ist ein leicht "gebläseunterstützter" Luftaustausch nachts, auch bei Regen. Durch die Frischlüfter in den vorderen Fenstern kommt zwar schon etwas Luft, bei Windstille ist das aber eher mager, wie ich inzwischen feststellen musste.

Eine mechanische Lösung wäre grundsätzlich natürlich auch OK. Mein T6.1 hat allerdings Heckflügeltüren, weswegen der Heckklappenaufsteller ausscheidet. Bei Regen (und ggf. Mücken) wird es aufwändig, eine leicht geöffnete Hecktür "dicht" zu bekommen. Falls es da aber ein Äquivalent zum Heckklappenaufsteller gibt, schaue ich mir das gerne mal an.

Was den Stromverbrauch betrifft: Ich denke, die niedrigste Lüfterstufe würde für meinen Zweck reichen (sonst wird es auch eher zu laut). Ich hab nicht nachgemessen, rechne aber nicht mit mehr als 5 A in der kleinsten Stufe. Wenn ich 7 Stunden ansetze, ziehe ich etwa 35 Ah aus meinem 100 Ah LiFePo-Akku, was für mich gerade noch akzeptabel wäre.

Ich weiß, dass das keine optimale Lösung ist - eher "quick and dirty". Wenn es mit "quick" doch nichts werden sollte (s.o.), dann werde ich wohl die Frischlüfter mit PC-Ventilatoren ausstatten. Das ist halt doch etwas mehr Gebastel, v. a. wenn ich die Drehzahl regeln möchte.
 
Um deine Frage zu beantworten: Bei der Climatic ist es voll einfach:
Bedienteil raus und die Fette + Zuleitung abklemmen und mit extern 12V beschalten.
Dann Läuft die Lüftung mit der eingestellten Lüfterstufe.

Statt "umklemmen" würde ich dann halt ein Relais verbauen um zwischen Fahrzeug und Zweitbatterie umschalten zu können.
Schau dir dazu einfach mal die Anleitungen der Zuheizer Aufrüstungen an.

Was vermutlich nicht funktionieren wird, ist sonstige Gebläseeinstellungen wie z.b. Umluft umzuschalten. Glaube dazu muss die Bedieneinheit per CAN-Bus aufgeweckt werden, was die Zuheizer-Aufrüstung bei mir automatisch macht, da ich darüber auch nur Lüften kann.
Bin mir aber nicht sicher.

Stromaufnahme ist nicht ohne. Aber bei nem fetten Zweitakku auch kein Problem.
Alternativ LSH mit Luftklappe verbauen und dann darüber Lüften. Hat natürlich weniger bumms als das Fahrzeuggebläse. Futtert dafür aber auch keine 30A weg...
 
Heckklappenaufsteller hab ich! Ist aber bei weitem nicht so effektiv wie die Lüftung. Die eine Tür sollte man trotzdem, genauso wie bei der Heckklappe aufstellen können! Moskitonetz ist das Gleiche. Als Regenschutz ein Streifen Plane mit Magneten oben drüber.
 
Um deine Frage zu beantworten: Bei der Climatic ist es voll einfach:
Bedienteil raus und die Fette + Zuleitung abklemmen und mit extern 12V beschalten.
Dann Läuft die Lüftung mit der eingestellten Lüfterstufe.
Danke, hatte ich gehofft, dass das so (über die fette Plus-Leitung) geht.

Viellleicht taucht diese Leitung beim T6.1 irgendwo auch an einem Sicherungskasten auf. Je nachdem wo, wäre dann der Zugriff darauf evtl. noch einfacher als hinter dem Climatic-Bedienteil.

Die Lösung mit Relais klingt auch besser als mein ursprünglicher Gedanke mit den Dioden.
 
Heckklappenaufsteller hab ich! Ist aber bei weitem nicht so effektiv wie die Lüftung. Die eine Tür sollte man trotzdem, genauso wie bei der Heckklappe aufstellen können! Moskitonetz ist das Gleiche. Als Regenschutz ein Streifen Plane mit Magneten oben drüber.
Das schaue ich mir auch nochmal für die Flügeltüren an. Habe eine Heckbox hinten drin. Das Moskitonetz müsste bei mir im Prinzip nur den Bereich oberhalb der Box abdichten. Da bastele ich mir evtl. selbst eine individuelle Lösung mit Magnetstreifen - mal sehen.

Plane mit Magneten ist auch gut. Die Tür ist ja nicht weit offen und wenn es wirklich sehr stark regnet kann man ja immer noch die Tür zumachen.
 
Eine mechanische Lösung wäre grundsätzlich natürlich auch OK. Mein T6.1 hat allerdings Heckflügeltüren, weswegen der Heckklappenaufsteller ausscheidet. Bei Regen (und ggf. Mücken) wird es aufwändig, eine leicht geöffnete Hecktür "dicht" zu bekommen. Falls es da aber ein Äquivalent zum Heckklappenaufsteller gibt, schaue ich mir das gerne mal an.
Hallo Goider,

wir haben auch Heckflügeltüren. Diese sind beim Schlafen nur in der ersten Schließraste. Damit ist noch ein kleiner Spalt zum
Luftaustausch gewährleistet und einen Regenschutz bietet diese Stellung auch.
Falls es zu warm wird und die Luft steht, machen wir die Heckflügeltüren ein Stück oder ganz auf. Dabei habe ich je nach Bedarf das Mückennetz mit angenähten Neodymmagneten darüber geworfen. Das Gleiche gilt für die Schiebetüre.
In den Fahrertüren und in einem hinteren Schiebefenster haben wir immer die allseits bekannten Lüftungsgitter dran.
Beim Flügeltürer passt auch der gleiche Heckklappenaufsteller aber bei Regen läuft das Wasser halt rein.
 
. Je nachdem wo, wäre dann der Zugriff darauf evtl. noch einfacher als hinter dem Climatic-Bedienteil.
Beim T5.2 kommt man fast ganz leicht raus, wenn der Radio raus ist. Wie das beim T6.1 ist? kA!
 
Diese sind beim Schlafen nur in der ersten Schließraste. Damit ist noch ein kleiner Spalt zum
Luftaustausch gewährleistet und einen Regenschutz bietet diese Stellung auch.
Falls es zu warm wird und die Luft steht, machen wir die Heckflügeltüren ein Stück oder ganz auf. Dabei habe ich je nach Bedarf das Mückennetz mit angenähten Neodymmagneten darüber geworfen. Das Gleiche gilt für die Schiebetüre.

In den Fahrertüren und in einem hinteren Schiebefenster haben wir immer die allseits bekannten Lüftungsgitter dran.
Beim Flügeltürer passt auch der gleiche Heckklappenaufsteller aber bei Regen läuft das Wasser halt rein.
Danke für den Tipp mit der ersten Schließraste. Das werde ich auch ausprobieren. Gut zu wissen auch, dass der Heckklappenaufsteller für die Fügeltüren passt. Mitforist Yamaier hat ja die Idee eingebracht, den Spalt mit einer kleinen magnetisch befestigten Plane abzudichten. Es muss ja nicht zu 100% wasserdicht sein und bei starkem Regen schließt man die Türen halt.

Die Lüftungsgitter für die Fenster haben wir auch und übrigens auch die Project-Camper Verdunkelungsmatten (die ihr Geld trotz des deftigen Preises wert sind).
 
Hi,

werksseitige Innenraumgebläse - ich nehme an, dass Du das Gebläse vorne meinst. (-> Kastenwagen)
Das ist nicht sehr effizient, da der Luftstrom durch die ganzen Schläuche und den Filter gebremst wird, der Auslass wäre mir bei der Länge auch zu weit vorne.

ich würde da einen separaten Lüfter kaufen. Ist günstiger und braucht vermutlich weniger Strom.
Kannst es auch mal mit alten einem PC-Lüfter probieren, gibt da einige die mit 12V laufen. (Ich hatte so einen im T3 um den Kühli zu optimieren)
Einen USB-Lüfter habe ich noch nicht ausprobierte, könnte sein, dass der Luftumsatz doch etwas wenig ist.

Was die Heizung macht, wenn der Lüfter an einem anderen Stromkreis hängt, vermag ich auch nicht zu sagen, die Schaltung würde mir definitv nicht gefallen.

Wenn es unbedingt der originale Lüfter sein muss, dann würde ich einen Umschalter einschleifen, so dass er wahlweise von der einen oder anderen Batterie betrieben werden kann. Dann brauchst Du auch keine Dioden, ein Unterspannungsschutz sollte für das Bordnetz eh vorhanden sein und die Werkstatt hat im Falle eines Falles im Prinzip den Originalzustand.
Wenn es ganz komfortabel sein soll, machst Du das mit einem Relais, welches an der Zündspannung (Klemme 15) hängt, dann wird der Lüfter beim Einschalten der Zündung automatisch auf die Fahrzeugbatterie geschaltet.
 
Was die Heizung macht, wenn der Lüfter an einem anderen Stromkreis hängt, vermag ich auch nicht zu sagen, die Schaltung würde mir definitv nicht gefallen.
Ist bei einer Aufrüstung zur Wwzh nix anderes!
Wenn es ganz komfortabel sein soll, machst Du das mit einem Relais, welches an der Zündspannung (Klemme 15) hängt, dann wird der Lüfter beim Einschalten der Zündung automatisch auf die Fahrzeugbatterie geschaltet
Oder ein Wechselrelais, das ohne Strom auf der 1. 🔋 hängt.
 
Was die Heizung macht, wenn der Lüfter an einem anderen Stromkreis hängt, vermag ich auch nicht zu sagen, die Schaltung würde mir definitv nicht gefallen.
Das ist ein guter Punkt, das ist mir auch unklar.

Mein allererster Ansatz (über den ich hier nicht schrieb) war übrigens, die Dioden / den Umschalter direkt am Lüfteranschluss anzubringen. Dann hätte ich allerdings den Drehzahlregler (für den Standbetrieb) selbst stellen müssen. So kam dann der nächste Gedanke, den vorhandenen Regler (bei Climatic über Vorwiderstand) zu nutzen und weiter vorne einzuspeisen.
 
Da passiert nix! Wie gesagt, bei einer Aufrüstung ist es genauso!
 
Mitforist Yamaier hat ja die Idee eingebracht, den Spalt mit einer kleinen magnetisch befestigten Plane abzudichten. Es muss ja nicht zu 100% wasserdicht sein und bei starkem Regen schließt man die Türen halt.
@Yamaiers Idee gefällt mir hier auch gut.
Ich werde mal einen ca. 20cm breiten Streifen LKW Plane mit Neodymmagneten verschweißen und das ausprobieren.
Da wir meistens den AHK Fahrradträger drauf haben, lassen sich die Heckflügeltüren im hochgeklappten Zustand noch ca. 10 cm öffnen.
 
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