"Idealer" Serienersatz für Federn und Dämpfer

Rastafazi

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18 Apr. 2024
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Ort
Bayreuth
Mein Auto
T5 Multivan
Erstzulassung
11/2014
Motor
TDI® 132 KW
DPF
ab Werk
Motortuning
ATM
Getriebe
DSG® 7-Gang
Antrieb
4motion
Ausstattungslinie
Highline
Radio / Navi
RNS 510+Dynaudio
Umbauten / Tuning
Koni Special Active FSD // Umbau auf 2MR/1BJ // Falken Wildpeak 255/55 R18
FIN
WV2ZZZ7HZFH066XXX
Typenbezeichnung (z.B. 7H)
7EM
Moin!

Nach ordentlicher Vorstellung, ausgiebiger Nutzung der Suchfunktion und ewiger Lektüre zu einzelnen Optionen muss ich jetzt doch trauen ein Thema zu eröffnen. Ich kann für den Moment aus den zusammengetragenen Informationen nicht ausreichend selbstbewusst die Kaufentscheidung herleiten.

Zur Ausgangssituation:
  • T5.2 Multivan 2.0 BiTDI 4Motion
  • 0603 / AQO
  • 1BA // 0JF / 0YC
  • Farbcode HA: 2x grün / 1x orange // Farbcode VA: 2x grau / 1x grün
  • Laufleistung ca. 182.000km, gekauft vor zwei Monaten bei ca. 179.000km
  • VW Canberra mit Falken Azenis 255/45 R18, DOT 2023, keine 10.000km
  • Vorderachse poltert zunehmend. Besonders unangenehm auf schlechten Straßen innerstädtisch und im Geschwindigkeitsbereich von 20-40km/h, da fällt die Karre einfach in jedes Loch. Hier ist spürbar an den falschen Stellen Bewegung im Fahrwerk, offensichtlich braucht es hier einen Satz neuer Querlenkerbuchsen.
  • Zunehmend schwammiges Fahrverhalten. Gefühlt stärker bemerkbar, je höher die Außentemperatur ist und je weiter das Fahrzeug in den Federweg geht. Keine Ahnung, wie gut die Seriendämpfer noch mit Gasdruck beaufschlagt sind, wieviel Öl tatsächlich noch drin ist (nicht, dass man ausgetretenes sehen würde) und wie gut dieses noch aussieht. Wahrnehmbare Geräuschkulisse und schwaches Dämpfungsverhalten lassen vermuten dass da Luft ist, wo keine hingehört. Das ist allerdings nur Wissenstransfer aus der Arbeit an Mountainbikes.
  • Vor gut eineinhalb Wochen hat das Fahrzeug begonnen nach links zu ziehen. Auf dem Supermarktparkplatz ist mir dann aufgefallen, dass das Fahrzeug hinten links tiefer steht. Der erste Verdacht war, dass die Feder gebrochen sein muss. Daheim in der Dämmerung mit Handyfunzel kurz drunter gelegt habe, war so nicht direkt zu erkennen. Genauer nachsehen konnte ich dann erst Tage später, der Verdacht hat sich bestätigt. Dabei ist dann noch aufgefallen, das an der Vorderachse links offensichtlich mal die Feder gewechselt worden ist, rechts nicht.
Ergriffene Maßnahmen:
  • Tausch von Koppelstangen und Traggelenken auf Verdacht. Hat allerdings kaum spürbare Verbesserung gebracht.
  • Check Domlager, das vorne links war etwas lose.
  • Lemförder Querlenkerbuchsen liegen schon bereit.
Anstehende Maßnahmen:
  • Tausch der Querlenkerbuchsen an der Vorderachse.
  • Tausch der Stabilisatorbuchsen rundum.
  • Tausch der Stoßdämpfer und Federn rundum.
  • Tausch der Domlager und Federteller bzw. Federunterlagen rundum.
Ziele:
  • Konsistente Federung und Dämpfung
  • Seriennaher Komfort mit besserer Dämpfung
  • Nachhaltigkeit (Qualität/Dauerhaltbarkeit/Serviceability)
  • Angenehme Geräuschkulisse

Offene Fragen:
  • ET-Nummern der Federn rausbekommen, das war komplizierter als gedacht. Ließ sich aber mit PR-Codes, Farbmarkierungen und irgendeiner russischen ELSA klären. VA 7E0411105D / HA 7E0511115G. Diesen Verdacht lasse ich mir gerne bestätigen. 😎
  • Was ist der "ideale" Serienersatz für Federn und Dämpfer? Klar, das ist extrem subjektiv. Die Frage signalisiert aber vielleicht ganz gut, wo ich hin will.
Rahmenbedingungen:
  • Gerne moderat tiefer und straffer (im Sinne von ordentlicher Dämpfung) wegen besserer Optik (Höhe, Niveau VA / HA) und Fahrsicherheit (Komfort / Fahrdynamik). Härte (im Sinne von hoher Federkonstante) will hier niemand und geht auch nicht, der kleine Brudi ist gerade noch keine vier Monate alt.
  • Darf mehr kosten als vermeintlich ordentlicher Serienersatz wie Sachs Touring oder Bilstein B4 mit entsprechenden Federn. Mehr als 1.500 EUR möchte ich aber eigentlich nicht investieren, Qualitätsanspruch ist aber durchaus vorhanden.
  • Der Kram soll haltbar sein. Wir werden das Auto, so Gott will, einige Jahre fahren. Nachhaltigkeit ist irgendwie nicht unwichtig. Wer billig kauft, kauft zwei mal. Wer a Glump kaaft, der hat a Glump.
  • Hinsichtlich der Beladung gibt es regelmäßig außer dem Standard (ein bis zwei Erwachsene, bis zu drei Kinder, Hund, Kinderwagen, Einkäufe) nur ein weiteres Szenario: Urlaub (Standard zzgl. Dachzelt, VW Fahrradträger samt Rädern auf der Heckklappe, Campingbox im Kofferraum)
Rechercheergebnisse Federn:
  • VW Original: Hoher Preis, naheliegend, haltbar, feine Abstufung - sichere Sache aber für das Gebotene zu teuer
  • Sachs: Moderater Preis, naheliegend, haltbar, feine Abstufung - sichere Sache aber irgendwie unspannend
  • Bilstein B3: attraktiver Preis, grobe Abstufung (eine Feder für mehrere Gewichtsbereiche) - Lotterie, wie gut das am Ende dann passt, funktioniert und aussieht
  • H&R: Tief, hart - nichts für mich
  • Eibach ERL: attraktiver Preis, grobe Abstufung (eine Feder für mehrere Gewichtsbereiche) - unser T5.2 ist von dem Sortiment nicht abgedeckt
  • Eibach Pro-Kit: Moderater Preis, moderate Tieferlegung, zwei Federhärten VA / eine Federhärte HA - scheint einigen zu hart zu sein, konkrete Tieferlegung und damit Optik ist absolute Glückssache
  • Eibach Sportline Gewindefedern: Hoher Preis, moderate Tieferlegung, zwei Federhärten VA / eine Federhärte HA, Federunterlage HA oben mit Gewinde - angeblich seriennaher Komfort, bessere Dynamik, beste Optik
Rechercheergebnisse Dämpfer:
  • VW Original: Sichere Sache, teuer, vermutlich akzeptables Fahrverhalten - Dauerhaltbarkeit zweifelhaft, Fahrdynamik mit Luft nach oben
  • Sachs: Attraktiver Preis, naheliegend, vermutlich akzeptables Fahrverhalten - Dauerhaltbarkeit zweifelhaft, Fahrdynamik mit Luft nach oben
  • Bilstein B4: Attraktiver Preis, naheliegend, wohl mit das Beste aus dem Serienersatzkram - Dauerhaltbarkeit zweifelhaft, Fahrdynamik mit Luft nach oben
  • Bilstein B6 / B8: Moderater Preis, Monotube, vermutlich wesentlich mehr Dämpfung - klingt gut, könnte ggf. aber zu straff sein
  • Bilstein B6 Komfort: Hoher Preis, Monotube, vermutlich mehr aber nicht zu viel Dämpfung - klingt richtig gut, könnte ggf. etwas teuer sein
  • Koni Special Active: Hoher Preis, hohe Qualität, gute Dämpfung, guter Komfort - klingt richtig gut, könnte ggf. etwas teuer sein
  • Koni Adjust Sensitiv Short: Zu hoher Preis, hohe Qualität, gute Dämpfung, guter Komfort, Anpassbarkeit - klingt ideal, ist aber zu teuer
Rechercheergebnisse Fahrwerke:
  • Bilstein B12 (Bilstein B6 / B8 mit Eibach Pro-Kit): Moderater preis, moderate Tieferlegung, bessere Fahrdynamik - Auf den ersten Blick interessant, Optik und Härte könnten aber wegen der Federn zum Problem werden
  • Bilstein B14: Hoher Preis, hohe Qualität, viel Dämpfung, akzeptabler Komfort - lange wohl DIE Lösung für fast alle, eigentlich aber fast zu teuer und ggf. zu hart
  • Bilstein B14 Komfort: Zu hoher Preis, hohe Qualität, viel Dämpfung, guter Komfort - Goldrandlösung, in der Konsequenz zu teuer
  • Twin-Monotube Twin-Adjust Projekt Sensitive : zu hoher Preis, hohe Qualität, gute Dämpfung, guter Komfort - Goldrandlösung, in der Konsequenz zu teuer
Fazit:
  • Fahrwerke: Die interessanten Sachen sind richtig teuer. Da werde ich wohl nicht fündig werden.
  • Federn: Wenn es nicht Serienersatz (VW / Sachs) sein soll, dann bleiben eigentlich nur Eibach Sportline Gewindefedern.
  • Dämpfer: Wenn es nicht Serienersatz (VW / Sachs / Bilstein B4) sein soll, dann bleiben eigentlich nur Bilstein B6 Komfort und Koni Special Active zur Auswahl.
  • Tendenz: Bilstein B6 mit Eibach Sportline Gewindefedern. Kommt der B6 Komfort mit Tieferlegungen von 25mm HA bzw. 35mm VA klar?
Verdammt noch eins, was für ein Textbatzen zum Einstand. Ich wäre wirklich froh über jeden, der sich das reinzieht und zu dieser Sache noch zeitnah Input geben mag. Merci!
 
VA 7E0411105D / HA 7E0511115G.
VA ist korrekt
HA Nummer hat sich in 7LA511115B ersetzt.

Die Nummern können ja eh nur als Referenz dienen, wenn Du da Änderungen planst.

Ansonsten wurde ja dazu schon alles geschrieben. Noch dazu hast Du das ja für dich schon zusammengefasst. Wenn ich jetzt daher komme und von selbst laborierten Fahrwerksänderungen abrate, bringt dich das nicht weiter. Deswegen halte ich mich da raus. Ich wäre er derjenige, der dazu raten würde, sich etwas Geld beiseite zu legen, um für die Baugruppen, die vermutlich bald Probleme bereiten werden, das notwendige Polster zu haben. Aber das ist ja hier nicht das Thema. Wir sprechen und hören uns dann (hoffentlich nicht) in anderen Threads.

Im Tuning-Bereich gibt es da "Experten". Schreibe doch mal @vincent3 an, oder lies die Beiträge von ihm. Der hat die notwendige Expertise, um zielgerichtet zu beraten. Generell wäre dein Beitrag in diesem Unterforum (Tuning, Tipps und ....) wohl besser positioniert gewesen. Aber gut - hier werden auch Antworten kommen. 1500€ werden wohl nicht reichen, wenn man sich das qualitativ hochwertig von einem Fachbetrieb einbauen und anschließend das Fahrzeug vermessen lässt.

Gruß und viel Erfolg bei der Fahrwerkssanierung
 
Koppelstange und Traggelenke nicht vergessen!
 
Zur Ausgangssituation:
  • T5.2 Multivan 2.0 BiTDI 4Motion
  • ...
  • Laufleistung ca. 182.000km, gekauft vor zwei Monaten bei ca. 179.000km
Ich weiß....klingt blöd und ist nicht Thema, aber....

Wie sieht es mit Ölverbrauch aus, bevor da jetzt viel Geld ins Fahrwerk fließt?

Gruß,
Dödel
 
Also ich habe dein Programm gerade durch. Mein Trapo ist von 2012 und hat ebenfalls knapp 180TKM runter. Ich habe rundherum gelehmfördert, das was du machen willst plus Spurstangenköpfe und Axialgelenke. Also wirklich alles. Auch inkl der größeren T6.1 Domlager von Lehmförder. Lediglich die Querlenkerlager hinten muss ich noch machen. Liegen aber schon hier.

Beim Fahrwerk hab ich es dann letztlich aber nicht eingesehen. Der einzige Hersteller über den ich so gar nichts schlechtes gefunden habe war KW. Zu dem Zeitpunkt um die 2000€. ST ist auch KW (?) aber etwas günstiger wenn ich mich recht erinnere.
Bilstein war komplett raus. Überall liest man bei den aktuellen Chargen von Federbrüchen.
Zwischenzeitlich habe ich immer wieder von Leuten gelesen, die mit den billigen TA Technix Fahrwerken zufrieden waren. Teils auch nach mehr als 90TKM. Fand ich damals noch "wunderlich".
Ich habe es nach langem hin und her dann einfach gemacht. 330€ im Angebot direkt beim Hersteller auf ebay.
Zusätzlich habe ich auf Kleinanzeigen einen Satz Federauflagen gekauft, der das Knarzen der Federn auf den Dämpfern unterdrücken soll. Funktioniert auch wunderbar.
Sehr angenehm war die Tatsache, dass ich so das ganze Federbein vorher aufbauen konnte. Das geht bei TA ohne Federspanner. Einfach zusammenschrauben. Die alten Federbeine können zusammengebaut bleiben. Man benötigt lediglich die Mutter, die die Federbeine zusammenhält. Die hat ein Sondermaß und gibt es bei VW für ein paar Euro. Die ist auch wichtig, denn mit einer normalen Mutter zieht man den Teller oben auf dem Federbein auf die Karosserie und man erzeugt eine starre Verbindung.
So war der Umbau innerhalb von 3 Stunden komplett fertig. Wichtig an dieser Stelle ist, das Fahrwerk spannungsfrei einzubauen. Also auch Querlenker etc lösen, alles erst in Leergewichtslage anziehen. Dann zum Spur einstellen.

Ich musste mir deswegen schon einiges anhören. Das kann ich in Maßen auch nachvollziehen. Das Argument ist immer: "Wie soll das gehen für 330€"? Da muss ich die Gegenfrage stellen "warum kostet Bilstein 1600€?".
Marketing kostet Geld. TA gibt dafür kein Geld aus. Der Stützpunkt in Deutschland wird nicht viel mehr als ein Briefkasten sein. Fertigung im fernen Osten. Die Qualität ist wahrscheinlich Glückssache. Ist sie bei Bilstein offenbar auch. Muss man sehen. Aber offensichtlich geht es für 330€. Mit Gutachten. Und wie man hört sind sie bei TA auch sehr kulant. Neue Stoßdämpfer kostenlos nach einem Jahr habe ich gelesen.
Über Bilstein wird sich im Augenblick viel echauffiert weil es sie scheinbar gar nicht interessiert wenn ihre Federn brechen.

Meine Meinung nach 5000km ist, dass das Fahrwerk klasse läuft. Es ist progressiv und spricht gut an. Es hat 1cm mehr Federweg und ist überraschend komfortabel. Zwischen original und TA liegen Welten bezüglich Komfort, Straßenlage und Sicherheitsgefühl.

Die Verarbeitung geht absolut in Ordnung. Ich war sehr überrascht wie gut das TA gegen Korrosion geschützt ist gegenüber dem original Fahrwerk.der Faltenbalg könnte besser sein. Ich glaube da wird der Dreck schnell seinen Weg zu den Simmeringen finden.
Wenn mir nach 50TKM die Dämpfer kaputt gehen sollten, dann gibt es eben für 80€ pro Stück neue. Ist mir aber lieber als Federbrüche bei Bilstein, die sich da unkulant verhalten. Und ist mir persönlich auch lieber als 2000€ für KW hinzulegen. Ich habe nicht die Ansprüche eines echten Tuners. Ziel war bezahlbarer Komfort und eine dezente Tieferlegung. Ich mag das Ergebnis sehr. Und das sagt jemand, der früher im Motorrad Rennsport geschraubt hat und ein sehr feines Popometer hat. Öhlins und Wilbers Fahrwerke habe ich damals jedes Wochenende zerlegt, gereinigt und auf die Strecke eingestellt etc...

Abschließend würde ich im Augenblick das TA auch empfehlen, wenn es 1000€ kosten würde. Ob es hält muss halt die Zeit zeigen. Aber da ich auf dem Land wohne, kaum Gullideckel und Schlaglöcher habe, bin ich da guter Dinge.
 
VA ist korrekt
HA Nummer hat sich in 7LA511115B ersetzt.

Die Nummern können ja eh nur als Referenz dienen, wenn Du da Änderungen planst.

Ansonsten wurde ja dazu schon alles geschrieben. Noch dazu hast Du das ja für dich schon zusammengefasst. Wenn ich jetzt daher komme und von selbst laborierten Fahrwerksänderungen abrate, bringt dich das nicht weiter. Deswegen halte ich mich da raus. Ich wäre er derjenige, der dazu raten würde, sich etwas Geld beiseite zu legen, um für die Baugruppen, die vermutlich bald Probleme bereiten werden, das notwendige Polster zu haben. Aber das ist ja hier nicht das Thema. Wir sprechen und hören uns dann (hoffentlich nicht) in anderen Threads.

Im Tuning-Bereich gibt es da "Experten". Schreibe doch mal @vincent3 an, oder lies die Beiträge von ihm. Der hat die notwendige Expertise, um zielgerichtet zu beraten. Generell wäre dein Beitrag in diesem Unterforum (Tuning, Tipps und ....) wohl besser positioniert gewesen. Aber gut - hier werden auch Antworten kommen. 1500€ werden wohl nicht reichen, wenn man sich das qualitativ hochwertig von einem Fachbetrieb einbauen und anschließend das Fahrzeug vermessen lässt.

Gruß und viel Erfolg bei der Fahrwerkssanierung

Vielen Dank für die Bestätigung. Unwichtig ist diese nicht. Auch, wenn das in dem Eingangsbeitrag so nicht rausgekommen ist, sind Serienfedern (VW bzw. Sachs) durchaus eine ernstzunehmende Option.

Danke auch für den Verweis auf @vincent3, mit seinem Output hab ich hier schon gut Zeit verbracht. Wenn man Recherche zu Bilstein und Koni betreibt, dann ist dem Mann und seinem Arbeitgeber ja kaum aus dem Weg zu gehen.

Darf ich abschließend trotzdem noch Fragen, welche Fallstricke du beim "selbst laborieren" siehst und welche Baugruppen du meinst?
 
Ich weiß....klingt blöd und ist nicht Thema, aber....

Wie sieht es mit Ölverbrauch aus, bevor da jetzt viel Geld ins Fahrwerk fließt?

Gruß,
Dödel

Haha. War zu klar, dass dieser Punkt aufkommt. Und völlig berechtigt.

Das Auto hat im Herbst 2021 bei VW einen neuen Motor bekommen und ist mit diesem jetzt gut 60.000km rumgerollt. Wenn ich das in der Rechnung zu dem Motoraustausch richtig überblicke, dann wurde da so ziemlich alles an wichtiger Peripherie mit ersetzt außer Turboladern und ZMS.
Wir sind jetzt in zwei Monaten knapp 3.000km weit gekommen. Zum Ölstand wurde nichts gemeldet. Ich hatte das jetzt aber wegen des relativ aktuellen und umfangreichen Austauschs nicht zu kritisch bewertet. Neue CFCA von Volkswagen mit dem neuesten AGR scheinen ja durchaus gut zu halten.
 
Also ich habe dein Programm gerade durch. Mein Trapo ist von 2012 und hat ebenfalls knapp 180TKM runter. Ich habe rundherum gelehmfördert, das was du machen willst plus Spurstangenköpfe und Axialgelenke. Also wirklich alles. Auch inkl der größeren T6.1 Domlager von Lehmförder. Lediglich die Querlenkerlager hinten muss ich noch machen. Liegen aber schon hier.

Beim Fahrwerk hab ich es dann letztlich aber nicht eingesehen. Der einzige Hersteller über den ich so gar nichts schlechtes gefunden habe war KW. Zu dem Zeitpunkt um die 2000€. ST ist auch KW (?) aber etwas günstiger wenn ich mich recht erinnere.
Bilstein war komplett raus. Überall liest man bei den aktuellen Chargen von Federbrüchen.
Zwischenzeitlich habe ich immer wieder von Leuten gelesen, die mit den billigen TA Technix Fahrwerken zufrieden waren. Teils auch nach mehr als 90TKM. Fand ich damals noch "wunderlich".
Ich habe es nach langem hin und her dann einfach gemacht. 330€ im Angebot direkt beim Hersteller auf ebay.
Zusätzlich habe ich auf Kleinanzeigen einen Satz Federauflagen gekauft, der das Knarzen der Federn auf den Dämpfern unterdrücken soll. Funktioniert auch wunderbar.
Sehr angenehm war die Tatsache, dass ich so das ganze Federbein vorher aufbauen konnte. Das geht bei TA ohne Federspanner. Einfach zusammenschrauben. Die alten Federbeine können zusammengebaut bleiben. Man benötigt lediglich die Mutter, die die Federbeine zusammenhält. Die hat ein Sondermaß und gibt es bei VW für ein paar Euro. Die ist auch wichtig, denn mit einer normalen Mutter zieht man den Teller oben auf dem Federbein auf die Karosserie und man erzeugt eine starre Verbindung.
So war der Umbau innerhalb von 3 Stunden komplett fertig. Wichtig an dieser Stelle ist, das Fahrwerk spannungsfrei einzubauen. Also auch Querlenker etc lösen, alles erst in Leergewichtslage anziehen. Dann zum Spur einstellen.

Ich musste mir deswegen schon einiges anhören. Das kann ich in Maßen auch nachvollziehen. Das Argument ist immer: "Wie soll das gehen für 330€"? Da muss ich die Gegenfrage stellen "warum kostet Bilstein 1600€?".
Marketing kostet Geld. TA gibt dafür kein Geld aus. Der Stützpunkt in Deutschland wird nicht viel mehr als ein Briefkasten sein. Fertigung im fernen Osten. Die Qualität ist wahrscheinlich Glückssache. Ist sie bei Bilstein offenbar auch. Muss man sehen. Aber offensichtlich geht es für 330€. Mit Gutachten. Und wie man hört sind sie bei TA auch sehr kulant. Neue Stoßdämpfer kostenlos nach einem Jahr habe ich gelesen.
Über Bilstein wird sich im Augenblick viel echauffiert weil es sie scheinbar gar nicht interessiert wenn ihre Federn brechen.

Meine Meinung nach 5000km ist, dass das Fahrwerk klasse läuft. Es ist progressiv und spricht gut an. Es hat 1cm mehr Federweg und ist überraschend komfortabel. Zwischen original und TA liegen Welten bezüglich Komfort, Straßenlage und Sicherheitsgefühl.

Die Verarbeitung geht absolut in Ordnung. Ich war sehr überrascht wie gut das TA gegen Korrosion geschützt ist gegenüber dem original Fahrwerk.der Faltenbalg könnte besser sein. Ich glaube da wird der Dreck schnell seinen Weg zu den Simmeringen finden.
Wenn mir nach 50TKM die Dämpfer kaputt gehen sollten, dann gibt es eben für 80€ pro Stück neue. Ist mir aber lieber als Federbrüche bei Bilstein, die sich da unkulant verhalten. Und ist mir persönlich auch lieber als 2000€ für KW hinzulegen. Ich habe nicht die Ansprüche eines echten Tuners. Ziel war bezahlbarer Komfort und eine dezente Tieferlegung. Ich mag das Ergebnis sehr. Und das sagt jemand, der früher im Motorrad Rennsport geschraubt hat und ein sehr feines Popometer hat. Öhlins und Wilbers Fahrwerke habe ich damals jedes Wochenende zerlegt, gereinigt und auf die Strecke eingestellt etc...

Abschließend würde ich im Augenblick das TA auch empfehlen, wenn es 1000€ kosten würde. Ob es hält muss halt die Zeit zeigen. Aber da ich auf dem Land wohne, kaum Gullideckel und Schlaglöcher habe, bin ich da guter Dinge.

Yeah! Vielen Dank für deine ausführliche Antwort und die Hinweise. Meine Pläne sind tatsächlich nicht unähnlich, hier wird auch umfassend gelemfördert.

Die vorgeschlagenen Fahrwerke wirken auf mich alle so, als wären sie tendenziell eher hart/straff abgestimmt. Gullideckel und schlechter Straßenbelag sind hier fester Teil des Habitats. Wenn das dann auch nicht erwiesen dauerhaft haltbar ist, dann ist das nicht das richtige für mich. Ich schraube zwar richtig gerne (auch aufwändig an Federelementen für Zweiräder, wenn auch die ohne Motor 😉) , noch lieber verbringe ich meine Zeit aber draußen mit Frau, Kindern und Hund, dem Fahrrad, Seidlas bei der Oldschdod und in der Wirtschaft,...
 
War auch meine Denke. Lieber das Geld mit Frau und Kind verprassen. Für uns sind 1000€ ein schöner Urlaub in Nordfrankreich.
Hatte zwar Angst dass ich in die "wer billig kauft kauft zwei mal" Falle tappse, hat sich aber als unbegründet erwiesen.

Gullideckel kann das TA besser als das original Fahrwerk. Aber das hat auch seine Grenzen. Da es progressiv ist wird es dann nach unten auch irgendwann mal hart. Der cm mehr Federweg hilft aber. Mein erster Eindruck war "wie auf Wolken". Das weiss ich so genau, weil ich meinen Trapo 8 Jahre lang fast leer mit Serienfahrwerk als Privatfahrzeug gefahren habe.
Ich HASSE Gullideckel. Schon seit BMW E36 Zeiten. Das wird sich auch nie ändern. Mit Serie war es eine Katastrophe. Jetzt geht es deutlich besser.

Nachgewiesene Haltbarkeit: wie gesagt es gibt Berichte über 90TKM problemlose Kilometer. Ebenso gibt es Berichte von defekten Dämpfern. Dabei muss man aber 2 Dinge beachten.
1. Bei Bilstein und Co gehören defekte Dämpfer und gebrochene Federn auch zur Tagesordnung. Zumindest seit Covid.
2. Die Zielgruppe fur TA Fahrwerke ist wohl eher die junge Fraktion. Wenn die so drauf sind wie ich früher, dann bauen sie das nicht vernünftig ein. Verspannt, Schlagschrauber, alte Domlager usw...

Ich finde für 330€ kann man das schon mal probieren.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Servus,

wie oben zusammengefasst (Wahnsinnsliste) ist ja gut recherchiert und eruiert worden. Die Frage nach Serienersatz ist aber meiner Meinung nach noch offen geblieben. Ich selbst habe mir vor einem guten Jahr das B14 eingebaut (vorher waren Seriendämpfer und 40mm H&R Federn drin...ein Graus) aber weiß noch nicht ob das ohne Stabi-Tausch auf lange Sicht so bleibt. Das werde ich wahrscheinlich noch ändern, wenn das FW hält. Ich hoffe das jedenfalls!
Zur Sache: Fast jeder kenn Philipp Kaess (Tuningszene) der hat bei seinem Bus auf rote Konis mit original Federn umgebaut und dazu Stabis (glaube KW). Originale Optik und Höhe war wichtig aber fahren sollte es. Laut dessen Aussage ist das das non plus...
Gibts ein Video bei YT 😉

Vielleicht ne Option!?
 
Dicke Stabis wären mir mit B14 zu unkomfortabel bei Gullideckeln und kleinen Buckeln. Mir reichen da schon die Vollgummibuchsen vorne. Seit der Umrüstung von den geschlitzen auf die Vollgummibuchsen ist er deutlich direkter geworden. Da sprechen dann die dünnen Stabis auch schon früher an. Liegt aber wohl auch daran welche Ausstattung bzw Zuladung man fährt. Von daher gibt es da auch keine allgemeingültige Aussage.
 
Ich werfe mal noch das MTS Gewindefahrwerk mit in die Runde. Erfahrungen im TX sind leider kaum vorhanden, aber in meinem Bekanntenkreis haben es welche im BMW und Mercedes verbaut, und sind da sehr zufrieden mit. Ich hab von MTS Sturzdomlager in einem anderen Auto, die sind von Qualität her echt super. Nur im T5 hab ich leider das Schwerlastfahrwerk ab Werk, und da bietet MTS leider nichts für an, sonst hätte ich das schon längst verbaut.

@MSize Stabis waren beim Philipp von H&R.
 
Ich werfe mal noch das MTS Gewindefahrwerk mit in die Runde. Erfahrungen im TX sind leider kaum vorhanden, aber in meinem Bekanntenkreis haben es welche im BMW und Mercedes verbaut, und sind da sehr zufrieden mit. Ich hab von MTS Sturzdomlager in einem anderen Auto, die sind von Qualität her echt super. Nur im T5 hab ich leider das Schwerlastfahrwerk ab Werk, und da bietet MTS leider nichts für an, sonst hätte ich das schon längst verbaut.

@MSize Stabis waren beim Philipp von H&R.

Hab ich mir schonmal angesehen und auch für nicht uninteressant befunden. Eibach Federn, Verarbeitung sieht auf Bildern ganz gut aus, aber eben auch kaum brauchbare Reviews. Das ist mir zu heikel.
 
Servus,

wie oben zusammengefasst (Wahnsinnsliste) ist ja gut recherchiert und eruiert worden. Die Frage nach Serienersatz ist aber meiner Meinung nach noch offen geblieben. Ich selbst habe mir vor einem guten Jahr das B14 eingebaut (vorher waren Seriendämpfer und 40mm H&R Federn drin...ein Graus) aber weiß noch nicht ob das ohne Stabi-Tausch auf lange Sicht so bleibt. Das werde ich wahrscheinlich noch ändern, wenn das FW hält. Ich hoffe das jedenfalls!
Zur Sache: Fast jeder kenn Philipp Kaess (Tuningszene) der hat bei seinem Bus auf rote Konis mit original Federn umgebaut und dazu Stabis (glaube KW). Originale Optik und Höhe war wichtig aber fahren sollte es. Laut dessen Aussage ist das das non plus...
Gibts ein Video bei YT 😉

Vielleicht ne Option!?

Au ja! Das klingt sehr gut und ist definitiv eine Option.

Ich hab gerade eine Stunde nebenher Videos von dem Typen laufen lassen. Fahrwerk am T5 wurde ganz kurz in irgendeinem Video zu einem festgegangenem Bremssattel angerissen. Kannst du mir da vielleicht noch irgendwie mehr an die Hand geben?
 
Irgendwo sinnlos wenn man auf die Frage nach Empfehlungen positive Erfahrungen über Alternativen sowie negative Erfahrungen über Althergebrachtes teilt und im Endeffekt die Kaufentscheidung für Bilstein von vornherein fest stand. Da kann man sich die Finger wund schreiben wenn alles außer Bilstein zu heikel ist.
Es gibt kein perfektes Fahrwerk von der Stange. Schon gar nicht für den T5. Dafür ist die Spreizung bei der Gewichtsverteilung und -Beladung einfach zu unterschiedlich zwischen den verschiedenen Modellen. Dazu kommen noch andere Faktoren. Der, der ein Fahrwerk nicht empfiehlt: ist das Fahrwerk fachlich korrekt verbaut worden? Ist sonst alles in Ordnung wie Traggelenke, Buchsen etc... Vor allem die Vorderachse ist immer wieder Gegenstand von Problemen auch schon beim Serienfahrwerk etc etc... Das hört gar nicht auf.
Wenn es ein Golf wäre, dann wären solche allgemeinen Empfehlungen deutlich einfacher auszusprechen.
Dass Bilstein immer wieder empfohlen wird, liegt vor allem daran, dass sie ursprünglich die einzigen waren, die überhaupt ein Fahrwerk für den T5 angeboten haben. Dementsprechend ist die breite Menge derer, die empfehlen einfach groß.
Etwas anderes, vielleicht sogar günstigeres zu empfehlen gleicht dann schon fast einem Affront. Teurer geht komischerweise immer.

Haltbarkeit ist nicht nur eine Frage der Materialqualität, sondern auch der Montage. Wenn ich einen Dämpfer vorne mit 120NM anziehe, dann brauche ich mich nicht zu wundern wenn ich mir die Kolbenstange kaputt ziehe. Sieht man auf Youtube an allen Ecken, wie sie TA oder JOM mit einem Schlagschrauber reinkloppen.

Ich habe neulich noch bei einem Bekannten ein defektes Bilstein ausgebaut. Da klappten dann die Querlenker nach unten als ich die Federbeine am Radlagergehäuse gelöst habe. Jeder, der ein bisken was über Fahrwerke weiss, weiss auch was da passiert ist. Oben auf den Kolbenstangen passten die Muttern nicht. Da hatten sie die oberen Widerlager fest auf die Domhäuser gezogen.
"Hab ich nix von gemerkt, lief 1000x besser als das Serienfahrwerk davor".... Und jahrelang lief er durch die Gegend und hat für das B14 missioniert.
Das nur, um mal aufzuzeigen wer wie was empfiehlt obwohl eigentlich nichts funktioniert. Was dann bei Jungs ohne Geld in den Taschen los ist, kann man sich ja dann denken. Da geht der Zauber dann erst richtig los. Kein Spreizwerkzeug, die Radlagergehäuse mit 2kg Hammer von unten auf die Dämpfer gekloppt. Alte Domlager weiterverwendet etc...

Sorry für die "Hasstiraden", aber vor lauter Hardware-Hype muss auch mal dagegen gehalten werden.
 
Ahoi!

Weil das ja immer blöd ist, wenn Threads eröffnet werden und dann ergebnislos versanden, möchte ich hier nochmal wiedergeben, wie das hier weitergegangen ist:
  • Das Knocking kam hauptsächlich von der unsachgemäßen Reparatur der gebrochenen Feder an der Vorderachse. Die Mutter auf dem Fangtopf war lose.
  • Im Übrigen war die Ursache für leichteres Knocking in den Buchsen der Querlenker an der Vorderachse zu finden.
  • Bei der Auswahl der Teile kam dann letztendlich mehr Experimentierfreudigkeit auf, als ich mir eingangs zugetraut hatte:
    • Eibach Sportliche Gewindefedern aus den Kleinanzeigen. Ausgesprochen ordentlicher Zustand, preislich sehr attraktiv.
    • Bilstein B8 mit kürzeren Bumpstops. Bilstein B6 waren an der VA zu lang, die Federn hätten entlastet nahezu keine Vorspannung gehabt. Bilstein B8 sind zu ansprechenden Konditionen neu zu bekommen, die anderen interessanten Sachen kosten direkt sehr viel mehr.
    • Lemförder, wo möglich (Buchsen/Lager).
    • VW, wo nötig (Schrauben).
  • Weil ich ein geiziger Bastard bin, hat die Aktion in der Einfahrt stattgefunden.
  • PITA:
    • Die Buchsen aus den zehn Jahre alten Querlenkern auszutreiben war trotz ordentlichen Werkzeugs richtige Mistarbeit, das Einpressen des Ersatzes war dann immerhin easy. Sollte an den Querlenkern jemals nochmal was sein, werde ich die einfach gegen ordentlichen (Lemförder-)Kram tauschen.
    • Die originalen Dämpfer sind zum Ende hin verjüngt, geben den Achsschenkeln in diesem Bereich der Aufnahme für die Dämpfer richtig schön Platz zum Rost austreiben. Trotz gründlicher Bearbeitung der Innenflächen waren die Dämpfer kaum zur Platzfindung zu bewegen. Mir war das dann irgendwann zu blöd, Kopfsteinpflaster hat geregelt.
    • Für die Arbeit an den Federn HA ist mit 4Motion wenig Platz (ich hatte keine Lust die Antriebswellen zu lösen). Die Einstellung der Höhe mit den verstellbaren Federtellern bringt zwar optisch gute Ergebnisse, ist aber total zum Kotzen. Nur halb assembliert ist der Kram schon kaum mehr zu bewegen.
    • Fuck. Schrauben am T5 ist voll der Mist. Alles extrem fest, alles eher gammlig, alles schwer, immerhin aber Low-Tech.
Das Ergebnis ist ein Traum:
  • Die Höhe liegt rundum bei knapp über 40cm.
  • Im ersten Moment war ich in negativem Sinne überrascht wegen er Höhe. Ich hatte viel Recherche betrieben und weniger Tieferlegung beabsichtigt und erwartet. Vor der ersten Fahrt hat sich richtige Mistlaune eingestellt, weil Progression, Federweg, Bumpstops, Komfort,...wenn das gut aussieht, meine Frau aber wegen unzulässiger Härte nervt, dann kann ich den ganzen Mist nochmal durchturnen.
  • Die ersten Kilometer war ich extrem angespannt in stetiger Erwartung fieser Durchschlagereignisse unterwegs. Diese sind jedoch trotz zunehmender Provokation (stark abnehmende Qualität des Straßenbelags, abnehmende Rücksichtnahme auf ebendiese) einfach ausgeblieben.
  • Bei meiner Recherche sind mir trotz überwiegend positiver Erfahrungen auch einige Berichte (gerade in englischsprachigen Foren) untergekommen, die der Kombination Bilstein B6/B8 und Eibach Sportline eher mäßigen Komfort attestiert haben. Das kann ich in keiner Weise bestätigen. Die Nummer bietet genug Federweg und harmonische Progression. Die Dämpfung ist aus meiner Sicht als potent zu bezeichnen und unterbindet in sinnvollem Maße unerwünschte Chassisbewegungen.
  • Meine Frau hat auf harte Fahrwerke wirklich überhaupt keine Lust und auch keine Scheu, das zu äußern. Sie hat die Veränderungen als extrem positive Veränderungen des Fahrverhaltens wahrgenommen.
  • Ich wäre neugierig, was andere Stabilisatoren in diesem Setup noch so anrichten, habe diese Position aber ganz bewusst im Serienzustand belassen.
 
Ich glaube so ziemlich jedes Gewindefahrwerk ist dem Serienfahrwerk in Sachen Ansprechverhalten überlegen. Das ist ja sogar bei meinem 180€ TA-Technix so. Nur sind halt der Physik Grenzen gesetzt. Wenn Federweg gefragt ist, dann ist bei einer Tieferlegung nun mal weniger vorhanden und es tut einen Schlag Ins Kreuz. Das TA hat zwei Zentimeter mehr Federweg. Aber es ist halt auch progressiv. Das heißt viel Negativfederweg in KO-Lage und wenig Restfederweg in Schlaglöchern. Das wird bei den Eibach Federn ähnlich sein. Ich glaube Eibach und Bilstein sind übrigens baugleich. Nicht ganz sicher, müsste aber. Bei beiden muss man aufpassen mit Federbrüchen. Da haben die Ärger mit.

Dickere Stabis sorgen für weniger Rollbewegung. Mit Tieferlegung meiner Meinung nach nicht mehr unbedingt nötig, es sei denn man fährt mit Messer zwischen den Zähnen durch Kreisverkehre.
 
Klar. Federweg ist grundsätzlich nur durch Federweg zu ersetzen und Tieferlegung erzeugt Zielkonflikte, die dann entsprechend zu managen sind.

Ich wollte hier nur meine Eindrücke zu explizit dieser Kombination schildern und zum Ausdruck bringen, dass diese meines Erachtens uneingeschränkt alltags- und langstreckentauglich ist. Sie genügt sogar den hohen Ansprüchen an Federungskomfort meiner Prinzessin auf der Erbse und unserer drei Kinder (6 Monate, 5 Jahre und 8 Jahre alt).
Die Rahmenbedingungen sind hier bestimmt nicht irrelevant. Für unseren vollgepackten, schweren 4Motion Multivan mit 18 Zoll Felgen funktioniert das aber eben richtig gut.

Federweg ist bei Betrachtung der Einbausituation definitiv ein Thema. Unter Last sieht das seltsam knapp aus, scheint aber kein Problem zu sein. Ich bin der Verkürzung der Federwege lediglich durch den Einbau kürzerer Bumpstops (die zu PR 1BV) an der VA entgegengetreten.
Vielmehr fehlt mir so ein bisschen das Vorstellungsvermögen, wo die Karre mit mehr Federweg noch hin will und wie das Ganze in sämtlichen Fahrsituationen freigängig bleibt.
Laut Gutachten haben die Federn an der VA eine lineare Kennlinie, an der HA eine progressive.

Dickere Stabis sind der Fahrdynamik sicherlich weiter zuträglich. Nach meinem Verständnis beeinträchtigen sie aber auch den Komfort, weil einseitiges Einfedern eine Erhöhung der Federrate auslöst. In Bayreuth und um Bayreuth herum gehen Bodenunebenheiten nicht gleichmäßig über die Breite der gesamten Fahrspur.
Mich würde tatsächlich nur interessieren, was ein Umbau auf die 1BV Stabis noch so macht. Notwendigkeit erkenne ich im Moment aber auch keine und für einen Testballon ist mir das zu viel Arbeit und Geld. Geht mir da nicht anders als dir. 😉
 
Klar. Federweg ist grundsätzlich nur durch Federweg zu ersetzen und Tieferlegung erzeugt Zielkonflikte, die dann entsprechend zu managen sind.

Ich wollte hier nur meine Eindrücke zu explizit dieser Kombination schildern und zum Ausdruck bringen, dass diese meines Erachtens uneingeschränkt alltags- und langstreckentauglich ist. Sie genügt sogar den hohen Ansprüchen an Federungskomfort meiner Prinzessin auf der Erbse und unserer drei Kinder (6 Monate, 5 Jahre und 8 Jahre alt).
Die Rahmenbedingungen sind hier bestimmt nicht irrelevant. Für unseren vollgepackten, schweren 4Motion Multivan mit 18 Zoll Felgen funktioniert das aber eben richtig gut.

Federweg ist bei Betrachtung der Einbausituation definitiv ein Thema. Unter Last sieht das seltsam knapp aus, scheint aber kein Problem zu sein. Ich bin der Verkürzung der Federwege lediglich durch den Einbau kürzerer Bumpstops (die zu PR 1BV) an der VA entgegengetreten.
Vielmehr fehlt mir so ein bisschen das Vorstellungsvermögen, wo die Karre mit mehr Federweg noch hin will und wie das Ganze in sämtlichen Fahrsituationen freigängig bleibt.
Laut Gutachten haben die Federn an der VA eine lineare Kennlinie, an der HA eine progressive.

Dickere Stabis sind der Fahrdynamik sicherlich weiter zuträglich. Nach meinem Verständnis beeinträchtigen sie aber auch den Komfort, weil einseitiges Einfedern eine Erhöhung der Federrate auslöst. In Bayreuth und um Bayreuth herum gehen Bodenunebenheiten nicht gleichmäßig über die Breite der gesamten Fahrspur.
Mich würde tatsächlich nur interessieren, was ein Umbau auf die 1BV Stabis noch so macht. Notwendigkeit erkenne ich im Moment aber auch keine und für einen Testballon ist mir das zu viel Arbeit und Geld. Geht mir da nicht anders als dir. 😉
Deine Eindrücke teile ich durchaus mit dem TA Technix Fahrwerk. Allenfalls ist das TA etwas unterdämpft. Dennoch eine deutliche Aufwertung zum original Fahrwerk. Für die knapp 200€ ein echtes Schnäppchen.

Der zusätzliche originale Federweg wird sicherlich voll beladen im täglichen Einsatz auf Baustellen und auf Feldwegen benötigt. Ein so tiefer gelegtes Fahrzeug ist wohl in Norwegen eher weniger zu gebrauchen. Ich hab mir das damals dreimal überlegt ob ich das machen soll. Bin aber jetzt sehr zufrieden. Ich fahre halt ausschließlich befestigte Straßen und er hat ein Saisonkennzeichen. Würde ich im Winter damit im Süden Deutschlands fahren...hmmm...dann hätte ich nen 2,5to Schneeschieber.

Ich fahre auch noch mit den kleinen Stabis. Aus den gleichen Gründen wie du. Und aus einem weiteren:
IMHO kann man das lassen mit den Stabis wenn man Vollgummi Querlenkerbuchsen fährt. Das ist zwar nicht Dasselbe. Aber es ist ein ähnlicher gefühlter Effekt. Die Stöße beim einseitigen überfahren von Schlaglöchern werden härter. Dafür aber wird die Zielgenauigkeit in Kurven und vor allem Wechselkurven besser. Vor allem, wenn man in selbigen bremsen muss. Ich bin mor unsicher, ob dickere Stabis da nicht zu viel des Guten wären. Zumal dicke Stabis dafür sorgen, dass das kurveninnere Rad bei weniger Beladung auch weniger Bodenkontakt hat. Damit kommt es zum untersteuern.
Wenn man nen Cali oder Multi fährt macht das sicher eher Sinn als beim leeren Trapo, wie ich ihn fahre.
 
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