Was mir auch Sorge macht, ist die Batterieherstellung und den damit verbunden Umweltsünden bei der Rohstoffgewinnung in den jeweiligen Ländern.
Ich sehe da ehrlich gesagt keinen grundsätzlichen Unterschied zur Ölförderung. Für Öl wurden ja schon reichlich Kriege geführt, unter der die Zivilbevölkerung gelitten hat - auch wenn die "offizielle" Begründung für die Kriege natürlich jeweils eine andere war. Bitte auch nicht die Umweltschäden vergessen, die durch Ölförderung, Öltransport und Ölverarbeitung verursacht wurden und werden. Wir haben uns bloß an die "Öl - bedingten Schweinereien" gewöhnt und sie werden in den Medien nicht prominent gennant. Das ist alles.
Ich will damit nicht die aktuellen Elektroautos schönreden. Wer meint, dass die Umstellung von 1,8t Verbrennern auf 2,4T E - Autos den Klimawandel verhindert, der ist meiner Meinung nach der Propaganda der entsprechenden Ideologen aufgesessen.
Auch die aktuellen E-Autos sind NICHT umweltfreundlich, sondern lediglich (im Idealfall) im Betrieb weniger umweltschädlich.
Dabei denke ich nicht speziell an die Akkus, sondern schlicht an die Tatsache, dass jedes aktuelle Fahrzeug aus tonnenweise hochreinen Metallen und Kunststoffen gebaut wird. Die fallen nicht vom Himmel, egal, was man daraus baut.
Wollte man wirklich etwas ändern, dann müßte man ehrlich sein und sagen: wir fördern massiv den Radverkehr und Elektroleichtfahrzeuge (z.B. die L7E - Kategorie), aber die haben leider einen geringeren Komfort, geringere Reichweite, weniger Zuladung und weniger Unfallschutz. Außerdem ist die Gewinnmarge für die Hersteller geringer. Das traut sich aber kein Politiker zu sagen.
Also warten wir, bis das Klima so verrückt spielt, dass unsere Lieferketten beeinflusst werden und Mobilität so teuer wird, dass es durch Mutter Natur gesteuert zu einem "Umlenken" (Umdenken?) kommt.
Nein, die Welt wird nicht untergehen. Diese Hysterie nervt mich gewaltig. Aber unser Klimasystem hat durch die tendenziell steigenden Temperaturen eine ansteigende Anzahl von Überraschungen im Körbchen.
Optimistisch gesehen: wenn ausreichend viele Regierungen den Kurs Richtung Elektrifizierung von möglichst vielen Industrieprozessen einschliesslich der Mobilität lange genug beibehalten, werden technische Lösungen entwickelt werden, die komfortabel, sicher und bezahlbar sind. Auch wird der Anteil an fossilen Energieträgern sinken. Leider dauert das noch und die Umstellung wird "holprig".