@A LONG TRAPO
volles Verständnis für Enttäuschung und Verärgerung. Wir wissen nicht, warum Dein Auto ständig in der Werkstatt steht. Allerdings muss man auch ganz allgemein unterstellen, dass JEDES Fahrzeug, d.h. nicht nur der T5, nicht so dauerhaltbar konzipiert wird, dass er deutlich über 300 tkm locker mit den ersten Bauteilen übersteht. Die Hersteller möchten Neufahrzeuge verkaufen und fürchten - zu Recht - Mängel ihrer Produkte, die vom Neukauf abschrecken. Wenn ein Fahrzeug ca. 300 tkm ohne größere Reparaturen erreicht, ist der damalige Neuwagenkäufer zufrieden. Dann hat der Hersteller seine Hausaufgaben gemacht und das Ziel erreicht. 8-10 jährige Gebrauchtwagen mit Laufleistung über 280 tkm gehen üblicherweise nach Osteuropa oder Übersee, wo Fahrzeugmängel entweder gelassen hingenommen werden oder aber mit niedrigen lokalen Arbeitskosten mehr oder weniger notdürftig hingebastelt werden. Das alles nimmt der Hersteller billigend in Kauf, denn ein Fahrzeugkonzept mit Dauerhaltbarkeit für die Ewigkeit wäre viel zu teuer, und das wäre kein Neuwagenkäufer bereit zu bezahlen.
Wohl gemerkt, die vielen hier beschriebenen schweren Technikmängel bei T5-Exemplaren mit einem Alter unter 5 Jahren und Laufleistungen unter 200 tkm sind teilweise ein Armutszeugnis für VWN. Andere Wettbewerber sind allerdings auch nicht besser, insbesondere Daimler, Opel/ Renault, Fiat, Ford etc.. Der Spanier (V-Klasse) war zumindest bisher sogar grottenschlecht in meinen Qualitätserfahrungen.
Ich fürchte, wer einen Gebrauchtwagen mit über 300 tkm für mehrer Tausend Teuronen kauft und hofft, dass trotz der mit der Laufleistung verbundenen mechanischen, thermischen und verschleißbedingten Belastung keine größeren Probleme auftreten werden, geht generell ein hohes Risiko ein, um nicht zu sagen, ein unkalkulierbares Glücksspiel. Besonders gute und besonders schlechte Erfahrungen sind nicht repräsentativ und lassen keine generell Aussagen über die Regl zu, sondern sind Einzelfälle. Im übrigen gilt natürlich auch, je mehr an einem Fahrzeug repariert, ausgetauscht und gebastelt wird, desto stärker beeinflusst die Qualität der Arbeitsleistung der handelnden Beteiligten die Zuverlässigkeit und das Pannenverhalten des Fahrzeugs. Ganz abgesehen davon, dass natürlich auch das Nutzungsverhalten derjenigen Fahrer, die diese 300 tkm auf den Tacho gespult haben, einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Dauerhaltbarkeit hat.
Mit > 300 tkm gehört m.E. jedes Auto früher oder später in den Export, da die zwangsläufig anfallenden Reparaturen zumindest in Deutschland den Zeitwert überschreiten. Wer das ignoriert, betreibt Liebhaberei, sollte sich aber m.E. nicht mehr über Qualitätsmängel ab Werk beschweren, da Ursachen und Auswirkungen nicht mehr zuordenbar sind.
Meint Multivanpilot,
der damals von seinen notgedrungen billigen Studentenautos auch regelmäßig durch den TÜV getrennt wurde, dies aber niemals dem Hersteller vorgeworfen hätte - diese Karren waren halt nunmal verschlissen, alt und runtergefahren. Wurden ja auch intensiv genutzt.