Führungsbolzen hinterer Bremsträger sitzt fest

Parasol

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Wo soll ich anfangen?
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7HM
Hallo in die Runde,

ich bin gerade beim Wechseln der hinteren Bremsbeläge. Dabei ist mir aufgefallen, dass einer der Führungsbolzen (zu erkennen am Mini-Faltenbalg) im Bremsträger festgebacken ist. Dadurch können die Bremsbeläge nicht mehr seitlich schwimmen > einseitiger Bremsbekagverschleiß.

Frage:

Habt Ihr dieses Problem schon mal gehabt? Wie löst man diesen festen Bolzen (zerstörungsfrei für den Bremsträger)? Laut ETKA gibt es den Brenmsträger nur komplett mit diesen Bolzen, die Bolzen einzeln gibt es wohl nicht...

LG

Dirk
 

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Hallo,
ich erwärme das immer moderat, sprühe, erwärme usw.
Dabei spanne ich den Bolzen in den Schraubstock und wackele so lange am Träger bis das Teil sich bewegt.
Klappt leider nur fast immer.
Um dem Vorzubeugen nehme ich die Bolzen regelmäßig raus, reinige die Führung und setze es mit ordentlich Keramikpaste wieder ein.
Gruss
 
Danke Multitobi,

nach 16 Jahren darf so was auch mal kaputt gehen 😂

Fürs nächste Mal handhabe ich es dann entsprechend.

Gruß

Dirk
 
Raus bekommt man die eigentlich schon immer irgendwie. Lohnt sich nur nicht immer, die wieder aufzubereiten.
Ich mach es immer so (wenn es sich noch lohnt):
- Bolzen raus
- Dreck entfernen vom Bolzen
- Bolzen in Drehbank (in Akkuschrauber geht aber auch) und mit mindestens 240er vorsichtig schmirgeln
- Wenn die Riefen etc. zu tief sind -> neue Bolzen
- Bohrung vom Träger ist die Kunst, das ordentlich sauber zu bekommen. Wenn man nichts weiter zur Hand hat, kann man mit dem sauberen Bolzen immer rein und danach den Dreck wieder abwischen. Das muss man halt ein paar Mal wiederholen
- Wichtig ist hier die richtige Schmierung. Da hat WD40 und Konsorten nichts verloren, da braucht es eine schöne Hochtemperaturmontagepaste oder ähnliches, gehen geht viel (außer WD40) ;)
Danach sollte alles wieder schön laufen. Hat bei mir immer bis zum nächsten Bremsenwechsel (oder Autoverkauf) gehalten ohne fest zu werden.
Wichtig ist nur, dass man vom Bolzen und/oder der Bohrung nicht zuviel abnimmt damit das sauber und ohne zu viel Spiel läuft!
 
Bei mir ist der Bolzen immer wieder fest geworden. Trotz Schleifpapier, Drehmel, Fetten.

Nachdem die Bremse hinten rechts fest war und gequälmt hat (einziges Mal wo es gut war, das unser damals 3 Monate alter Nachwuchs das Autofahren doof findet), habe ich "rundum" geschlagen und alles neu gemacht.

Scheibe, Beläge, Halter, Bremssattel, Schläuche und Parkbremse.

Ist jetzt etwas über ein Jahr her. Alles tutti.
War ein Komplettset von Bande*.
 
Die Bolzen sammt Gummis und Schrauben gibts bei 321...
 
Hab mir jetzt beim Freundlichen einen neuen Bremsträger mit Bolzen geholt. Bei den Bremsen gehe ich lieber keine Kompromisse ein. In der VW-Werkstatt haben sie versucht, den Bolzen heraus zu bekommen – keine Chance! Deshalb wurde es leider die teurere Variante inkl. Bremsträger.

Danke für Eure Tipps!

Gruß

Dirk
 
Ja, das ist richtig. Mein Träger ist von TRW. Was steht bei dir drauf? ATE?

Hast du sonst schon seit 2006 etwas an der HR Bremsanlage machen müssen/ gemacht?
 
Ja, das ist richtig. Mein Träger ist von TRW. Was steht bei dir drauf? ATE?

Hast du sonst schon seit 2006 etwas an der HR Bremsanlage machen müssen/ gemacht?

Hmmm ... vor ca. 4 Jahren rundum Scheiben gewechselt plus Beläge plus Führungsbolzen vorn. Dabei vorne von 16 auf 17 Zoll gewechselt.

Mir war aber seit einiger Zeit aufgefallen, dass besonders nach regnerischen Nächten morgens beim rückwärtigen Anfahren die Beläge hinten sich mit Geräusch ("Knacken") von den Scheiben lösten. Das ist auch der Grund, warum ich jetzt hinten wieder gewechselt habe.

Die Beläge hinten sind und waren in Original Belaghalteblechen. Die Belagnasen immer mit Liqui-Moly-Bremsenpaste (blau, Antiquietsch) präpariert. Bremsträger und -sattel immer sauber drahtgebürstet und auf Freigängigkeit geprüft.

Ich hatte nie Effekte wie Bremsenquietschen oder -rubbeln.

Gruß

P.S.: Ob TRW oder Ate, schaue ich morgen nach

Dirk
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das "Knack" hinten haben wahrscheinlich alle T5 fahrer. Vorallem wenn du die Parkbremse ein paar Stunden gezogen hast. Ich ziehe jetzt immer mal an einem Berg oder wenn die Bahn frei ist mal die Handbremse (1-2 Rasten) damit die Scheiben wieder glänzen. Die Bremskraftverteilung ist glaube (lass mich Lügen) 80% vorn und 20% hinten. Da passiert sowieso eher nicht so viel (:

Meiner jungen Erfahrung nach, sind die Sättel nach über 10/15 Jahren einfach auch mal dran gewechselt zu werden. Vorallem hinten vergammelt der Handbremsmechanismus, geht fest und dann hast du den Salat auf der AB 🥳

Kannst ja gleich mal gucken ob der leichtgängig ist und am Anschlag (Ruheposition) steht.

Aber ich hab gut reden. Verschiebe am Laufenden Band auch meine Tragbildproblemchen an der Vorderradbremse
Solange er vernünftig Bremst und die HU nicht meckert (:
 
Da sagst Du was Wahres. Klar will jeder immer das Optimum, aber in der Realität bleibt man pragmatisch.

Wie auch immer: wirklich „dramatisch“ ist mein geschildertes Problem ja nicht. Es gibt ja eine Lösung (wenn auch nicht billig).

Was das Knacken angeht: Wissen wir/das Forum, was die wesentliche Ursache dafür ist? Ist es eher eine harmlose Begebenheit oder deutet es auf etwas Gravierenderes?

Gruß

Dirk
 
Hab für die TRW-Halter beider Seiten zusammen nen Fuffi bezahlt. Dafür fang ich nicht an die alten mit viel Zeitaufwand gängig zu machen.
Ansonsten gilt es bei dieser Bremskonstruktion nicht nur die Bremsklötze in den Gleitblechen gut zu fetten, sondern auch eine satte Lage Keramikspray o.ä. zwischen Gleitblech und Gusshalter einzubringen. So wird wirkungsvoll die mit Volumenzunahme verbundene Korrosion des Halters unter den Blechen vermieden, welche sehr gerne die Klötze verklemmt.
 
Mal so als Tipp:

click

Original vermutlich eher 100-120,-/Stück.
Scheint aber die TRW-Bremse zu sein. Die ATE-Version (0WR) hat diese eiingeschraubten Bolzen auf denen der Sattel sich verschiebt.
Der Nachteil solcher Webseiten ist leider, dass man sich bissl mit den Teilen beschäftigen muss, um die wirklich verbaute Version herauszufinden. Aber bei VAG geht das noch ganz gut ...

Grüße,
Erik
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei jedem Austausch der Beläge sollten die Faltenbälge für die Bolzen erneuert und die Bolzen neu gefettet werden. Das Fett liegt den Faltenbälgen, bzw. den Bolzen in der Regel bei.

Die Faltenbälge altern und lassen Wasser an die Führungsbolzen. Das ist der Anfang vom Ende.

Der Preis für den verlinkten TRW Sattelhalter ist unschlagbar. Das ist ein guter Tipp, wenn man schonmal Wasser an den Führungsbolzen hatte und der Träger quasi schon vorgeschädigt ist.

Bei den durchschnittlich langen Laufleistungen der Bremse kann man den "Fuffi" ohne Zögern investieren und hat an dieser Baustelle erstmal Ruhe.

Gruß
 
Und so sieht das neue "Prachtstück" aus:
 

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Und so sieht das neue "Prachtstück" aus:
Dann wird man wohl beim TRW-Teil an der Stelle des VW-Zeichens sehen, wie es nachträglich weggeschliffen wurde :) Ggf. auch noch weitere VW-Nummern.
Hast Du gleich beide Seiten erneuert ?

Grüße,
Erik
 
Bei jedem Austausch der Beläge sollten die Faltenbälge für die Bolzen erneuert und die Bolzen neu gefettet werden. Das Fett liegt den Faltenbälgen, bzw. den Bolzen in der Regel bei.
Das ist natürlich eine gute Idee. Hab ich bisher leider auch nie gemacht (PKW). Aber dank ordentlich Fahrleistung und dadurch Wechsel alle ca. 1,5 Jahre konnte es vermutlich auch nicht festgammeln.

Grüße,
Erik
 
Dann wird man wohl beim TRW-Teil an der Stelle des VW-Zeichens sehen, wie es nachträglich weggeschliffen wurde :) Ggf. auch noch weitere VW-Nummern.
Hast Du gleich beide Seiten erneuert ?

Grüße,
Erik
Hallo Erik,

ich habe den Bremsträger nur auf der betroffenen Seite (hinten links) erneuert.

Gruß

Dirk
 
Der Preis für den verlinkten TRW Sattelhalter ist unschlagbar. Das ist ein guter Tipp, wenn man schonmal Wasser an den Führungsbolzen hatte und der Träger quasi schon vorgeschädigt ist.

Geschlagen...:D - wenn auch nur marginal
 
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