Flexible Solarzellen auf dem Dach EMV Verträglichkeit

Ich möchte einiges klarstellen, aus meiner Sicht.
Das CE-Kennzeichnen wird in bestimmten Kreisen auch als China-Engineered übersetzt sagt recht wenig aus. Ist aber für den Betrieb einiger Geräte nötig.
Zurück zu Thema:
Flexible Solarzellen sind bei einer TÜV-Prüfung in der Regel nicht angeschlossen und somit Ladung. Sollten im Betrieb dieser Zellen tatsächlich Störungen erzeugt werden könnten diese nach dem Fernmeldegesetz geahndet werden. Allerdings müsste dann einer der wenigen Messwagen diese Störung lokalisieren.

Ich habe schon weiter oben ausgeführt das eine Trennung der Zelle(n) vom Regler jede Störung ausschließt und damit die Zellen zu einer
simplen Dachlast macht.
Wer meint er könnte einen Prüfer durch Nachweis von irgendwelchen Gesetzlichen Grundlagen beeinflussen -- Viel Glück!!!
Bei den Prüfbehörden hilft jedoch freundliches Nachfragen und Einsicht nicht nur weiter sondern in der Regel auch bei der Erlangung der Plakette.
Aus gegebenen Anlass weise ich noch daraufhin das ein sehr kurzer Minirock nur bei weiblichen Vorführenden Hilfreich sein kann. 😉
 
Ich habe mal meinen Dealer für das Dünnschicht-Panel (von BougeRV, das ist ja fest verklebt, also zu 100% kein Anbauteil) wegen einem ECE-Zertifikat angehauen.
Mal sehen, ob da was kommt.
 
Messwagen sind seit dem Wegfall von Röhren-TVs und Import-Schnurlos-Billigtelefonen (zumindest in Österreich) so selten wie Yetis im Himalaya geworden.
Früher (vor dem EU-Beitritt) sah man die hierzulande alle Nase lang nach Schwarzsehern und (CB-)Funksündern fahnden (hatten unter anderem im staaatlichen Auftrag unsere hiesigen Monopolisten zu beschützen), ...

CE kann ja aus dem Stand ohne Messraum, Elektronikkenntnisse, etc. sowieso niemand überprüfen.
Selbst der Papierkram hierzu wäre für Jedermann schnell einreichbar und kostet kein Vermögen (im Gegensatz zu dem, was es so in Foren zu lesen gibt).
Dabei versteh ich zB die chinesischen Hersteller nicht, die das bekanntermaßen faken (das "ChinaEngineered" sieht ja nicht zufällig ziemlich ähnlich aus), obwohl eigentlich schmerzfrei und kostengünstig legal anzubringen.

Wenn CE (das korrekte LOGO!) also dran ist, wird kein Prüfer da etwas zu monieren haben.
Alleine, wie soeben gelernt, das CE reicht im KFZ nicht aus.

Die ECE scheint der deutlich wichtigere Part zu sein.
In anderen Foren, explizit zum Fahrzeugausbau in Eigenregie, wird auch dazu geraten den Papierkram zur allfälligen Abnahme mitzunehmen.
Problemfälle wegen einer Verweigerung trotz Papieren konnte ich (bislang) nur wegen mangelhafter technischer Ausführung finden, nicht wegen entsprechend zertifizierter Komponenten, ...

Auch eine tatsächliche Gültigkeit der ECE kann vor Ort kein KFZ-TÜV-Prüfer mangels Kenntnissen und natürlich wegen der fehlenden Ausstattung verifizieren (gleich wie das CE)!
Dafür gibt es ja die spezifischen Prüfinstitute, welche entsprechende Zertifikate nur nach mängelfreien Prüfungen ausstellen.
Im Gegensatz zu CE geht das auf alle Fälle ins Geld.
Das Papier muss für uns und die Prüfer also abseits allfällger Einbaumängel in jedem Fall reichen.
Alles andere wäre schlicht anmaßend und Schikane.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerne:


Die oben bereits genannten Richtlinien wurden, wie alle EMV Richtlinien, in den letzten Jahren noch deutlich verschärft. Entsprechende Prüfungen gehören zur Typgenehmigung des Fahrzeugs. Natürlich sind die verbindlich und rechtlich verpflichtend. Zur Vorschrift werden sie durch die entsprechenden Richtlinien der EU. Natürlich müssen die nicht alle in der StVZO stehen. Da stehen nur Verweise auf die Regularien der EU drin.
Interessant!
Die EU-Richtlinie gilt, wenn ich das richtig lese, zunächst mal für die Typgenehmigung von Fahrzeugen.
Ob diese auch greift, wenn nachträglich ein Zubehörteil angebaut / genutzt wird, ist nicht klar.
Meiner Einschätzung nach bräuchte man dazu eine länderspezifische Ratifizierung, der Beitrag ist eine Ausarbeitung (!), kein Gesetzestext, auf den man sich berufen könnte.
Die BE erlischt aber auf keinen Fall, da dies in der StVZO eindeutig geregelt ist.

Der Selbstausbauer sollte demnach aber zur Vermeidung von Ärger für die Umschreibung nur das Minimum einbauen, die Bordelektrik also lieber danach. 😉

Allerdings kommen mir noch Zweifel an der Verbindlichkeit der Richtlinie auf, denn gemäß dem zitierten Text müssten die Teile eine entsprechende Kennung haben:
Zum Nachweis der von der zuständigen Behörde erteilten Typgenehmigung dient das „e-Kennzeichen“.
Dieses Genehmigungszeichen ist an einem wesentlichen Bauteil der jeweiligen EUB deutlich lesbar und unauslöschlich anzubringen.
...
Das e-Kennzeichen besteht aus einem Rechteck, das den Buchstaben „e“ und die Kennziffer des Mitgliedstaates, welcher die Typgenehmigung erteilt hat, umgibt (1 für Deutschland, 2 für Frankreich, 3 für Italien, … 12 für Österreich usw.).


Ich habe mal etwas nachgesucht, aber weder auf dem beliebten Victron Solarregler noch auf der Varta-Bordbatterie habe ich ein solche Kennung gefunden:
1728292078637.png
Auch mein (neues) Radio von Kennwood hat nur Prüfungen nach 2014/53/EU und 2011/65/EU.

Da sind m.E. weitere Informationen hinsichtlich der Verbindlichkeit notwendig, denn nicht alles, was die EU beschließt, wird automatisch nationales Recht.
Ich werde mich aber jetzt nicht durch die Einzeltexte quälen und gehe mal davon aus, dass alles, was ich bisher in meinen Bus eingebaut habe, zumindest Bestandsschutz genießt. (Wäre auch meine Argumentationslinie, wenn ein Prüfer einen schlechten Tag hat. 8))

Sonst müsste der TÜV theoretisch jedes Auto mit einem älteren Radio als 2004 drin bemängeln. :(
 
Ob diese auch greift, wenn nachträglich ein Zubehörteil angebaut / genutzt wird, ist nicht klar.
Alle Zulassungsregeln für KFZ gelten auch für nachträgliche Umbauten.

Meiner Einschätzung nach bräuchte man dazu eine länderspezifische Ratifizierung, der Beitrag ist eine Ausarbeitung (!), kein Gesetzestext, auf den man sich berufen könnte.
Die EG Amtsblätter werden in DE alle ratifiziert/umgesetzt. Dazu braucht es kein Gesetz. Eine nationale Verordnung genügt.
 
Wow, deutsche Gründlichkeit hier im Forum. Bitte posten wo die HU war. Mir scheint mache TÜV Niederlassung hat schon länger die Bodenhaftung verloren und legt eine geldsaugende Beamtenmentalität an den Tag. Ich bin halt aus dem letzten Jahrtausend, zB das Internet bei der Post war immer nur gut wenn nicht zugelassene Komponenten verwendet wurden. Gab es damals auch schon deutsche Angst?

Keiner muss zum TÜV gehen wenn die HU fällig ist.
 
Wow, deutsche Gründlichkeit hier im Forum. Bitte posten wo die HU war. Mir scheint mache TÜV Niederlassung hat schon länger die Bodenhaftung verloren und legt eine geldsaugende Beamtenmentalität an den Tag. Ich bin halt aus dem letzten Jahrtausend, zB das Internet bei der Post war immer nur gut wenn nicht zugelassene Komponenten verwendet wurden. Gab es damals auch schon deutsche Angst?

Keiner muss zum TÜV gehen wenn die HU fällig ist.
Ich habe "leider" mit dem TÜV hier in der Gegend (LK Miesbach/ Bad Tölz) bessere Erfahrung gemacht als mit KÜS oder GTÜ.
Trotzdem spannend, wo das war. Denn auch mein Solar-Panel hat keine ECE, sodass ich die Prüfstelle vermeiden sollte.
 
Ich empfehle, keine schlafende Hunde zu wecken. Trotzdem sollte jeder, der in/an seinem Fahrzeug etwas ändert oder erweitert über die Sicherheit in allen Aspekten nachdenken. Vorschriften sind nicht grundsätzlich Schikanen und können mit Sachverstand interpretiert werden.
So wird ein Prüfer (Abnahme WoMo oder HU) wohlwollend zur Kenntnis nehmen, wenn die Akkupole gut isoliert abgedeckt sind und nach meiner Erfahrung nicht dazu auffordern, den Sitz auszubauen und die Abdeckung zu öffnen, um dann eine LiFePo4 mit BMS (aktives elektronisches Bauteil) zu finden, welche zwar das CE Zeichen hat, aber keine ECE Kennung trägt.

Leider lese ich hier einige Beiträge, welche irgendetwas in Frage stellen, aber selber wurden keine tieferen Kenntnisse angestrebt, nicht einmal vor dem Anzweifeln einer Aussage eine Suchmaschine genutzt, um sich auf Sachstand zu bringen - Schade -
 
Um das von meiner Seite abzurunden:
Ich habe bei BougeRV mal ein Ticket erstellt.

Ich war dann doch überrascht, dass da binnen eines Tages tatsächlich geantwortet wurde.
Die sind fix, die Chinesen.
Ich habe sowohl für das Panel als auch für deren Regler Zertifikate erhalten.

ABER:
Die sind alle von chinesischen Prüfinstituten (EU-LAB und POCE).
Wie auch immer, CE und EMV halte ich mal für glaubwürdig eingehalten.

ECE? natürlich Fehlanzeige.
 
Da mache ich mir eh keine "Sorgen", ... 🤫
Mein Gewissen ist definitiv beruhigt.

Nicht, dass ich womöglich noch Funkklöcher in die Landschaft pflüge. 😜
 
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