Erfahrungsaustausch: Motorschaden nach Ölwechsel

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Wir hatten zum Kauf einen sachverständigen vor Ort. Das Auto war okay! Ich suche hier nach Lösungen, Erfahrungen etc. Bitte seid so gut und lasst euren Ärger über Newbies außen vor - merci!

Also ich fasse mal so zusammen: ihr seht das Problem beim zuvor falschen Öl und der Laufleistung nach dem Motto Pech gehabt?
 
Hi,

Du weisst ja nicht, ob die gesamten 285.000km das falsche Öl eingefüllt wurde.

Bei so einer Laufleistung ist ein 20 Jahre altes Auto immer ein bisschen eine Wundertüte, egal welches.

Ein Sachverständiger kann auch nicht feststellen, wie weit der Verschleiß schon fortgeschritten ist, wenn der Motor noch ordentlich läuft. Der kann die OBD auslesen, Kompression messen, evtl. mit einem Endoskop ein bisschen was ansehen, das ist immerhin schon Einiges, aber viel mehr geht auch nicht.
 
Wir hatten zum Kauf einen sachverständigen vor Ort. Das Auto war okay! Ich suche hier nach Lösungen, Erfahrungen etc. Bitte seid so gut und lasst euren Ärger über Newbies außen vor - merci!

Also ich fasse mal so zusammen: ihr seht das Problem beim zuvor falschen Öl und der Laufleistung nach dem Motto
Hi,

Du weisst ja nicht, ob die gesamten 285.000km das falsche Öl eingefüllt wurde.

Bei so einer Laufleistung ist ein 20 Jahre altes Auto immer ein bisschen eine Wundertüte, egal welches.

Ein Sachverständiger kann auch nicht feststellen, wie weit der Verschleiß schon fortgeschritten ist, wenn der Motor noch ordentlich läuft. Der kann die OBD auslesen, Kompression messen, evtl. mit einem Endoskop ein bisschen was ansehen, das ist immerhin schon Einiges, aber viel mehr geht auch nicht.
habe alle Rechnungen aus den letzten 18 Jahren. Sofern keine unterschlagen wurde…
 
Das Problem im Moment ist ein festgestelltes ruckeln des Motors in Verbindung mit der fragwürdigen „Diagnose“ eines befreundeten Schraubers der leider keine Ahnung von dem Motor hat. Das ganze garniert mit der Hektik einer waschweiberähnlichen Internet-Recherche.

Gibt es irgendwelche Fakten? Was tun Zylinder, wenn sie halb oder ganz aussteigen oder ganz oder halb platt sind? Gibt es Bilder der eingelaufenen Nockenwelle?

Gerne weitergackern, aber bisher ist das Zeitverschwendung…
 
Es geht nicht um Ärger über Newbies, das ist nur das Ergebnis der unklaren Beschreibungen.

Wenn Du die Antworten genau liest, wirst Du feststellen, dass nicht klar ist, was und wie der Sachverständige geprüft hat, dass das Auto okay war. (was immer Du damit meinst)
Okay sollte bei so einem Auto bedeuten, dass der Preis angemessen für das Gebotene wäre, nicht, dass nicht etwas kaputt gehen kann.

Wenn wir mehr über die Prüfungen des Sachverständigen hinsichtlich des Motors wüssten, könnte auch gezielter geholfen werden.
Gleiches gilt für das "Aussteigen" eines Zylinders.
 
Es geht nicht um Ärger über Newbies, das ist nur das Ergebnis der unklaren Beschreibungen.

Wenn Du die Antworten genau liest, wirst Du feststellen, dass nicht klar ist, was und wie der Sachverständige geprüft hat, dass das Auto okay war. (was immer Du damit meinst)
Okay sollte bei so einem Auto bedeuten, dass der Preis angemessen für das Gebotene wäre, nicht, dass nicht etwas kaputt gehen kann.

Wenn wir mehr über die Prüfungen des Sachverständigen hinsichtlich des Motors wüssten, könnte auch gezielter geholfen werden.
Gleiches gilt für das "Aussteigen" eines Zylinders.
Kann ich verstehen, aber der Ton macht ja bekanntlich die Musik ;)

Ich hole nochmal aus: der sachverständige hat das Auto per OBD ausgelesen, die Papiere - ist ein fetter Aktenordner mit allen relevanten Rechnungen fein säuberlich sortiert ab Kaufdatum, weil es ein Firmenwagen war. Dazu hat er das Auto vor Ort angeguckt (versteckte Reparaturen, Motorgeräusche, typische Roststellen im Sicht und nicht Sichtbereich) und eine Fahrt mitgemacht, um ggf. Motorgeräusche oder Ähnliches nochmal zu checken.

Der Schrauber macht das nicht als Hobby, sondern Hauptberuflich. Der hat nach den Geräuschen drauf geguckt. Gucken heisst hier OBD auslesen, klappern auf der linken Seite statt der rechten Seite festgestellt und an ein Gerät geschlossen, was die Motorspannung prüft. Dabei kam raus, dass Zylinder 5 bei dem Wert 3 noch was lag und Zylinder 4 bei 0,35. die sollten aber negative Werte haben. Dann hat er nochmal nach dem Öl geguckt und Abrieb also glitzer Staub gesehen. Mit seinem Gerät hat er auch ein defektes PDE geschätzt. Kann man ja leider erst sehen, wenn der Motor offen ist.

Ich habe den Ordner nochmal gewälzt und gesehen, dass beim letzten Ölwechsel 2024 die Norm 50700 genutzt wurde, also das 5w30. Soll ja wohl dann falsch sein. Es gibt ja etliche Beiträge und sogar einen Brief von VWN, dass das falsche Öl - in diesem Falle das 50700 - für Motorschäden sorgen kann.

Im Moment suche ich wirklich nur nach Ideen wie das zu lösen ist, ohne dass ich da jetzt qua Pech gehabt einfach stumpf einen neuen Motor einbauen lassen muss, weil irgendeine Wald und Wiesen Werkstatt ein falsches Öl in die Karre gekippt hat. Anyway, her mit Anregungen/Erfahrungen :)
 
Nur weil jetzt ein 0w30 drin ist heißt nicht das das richtige 0w30 drin ist. Das gibts auch in 50700 und dann wäre es auch falsch.

Also krieg mal raus, was genau (!!!) aktuell drin ist/war. Bei VW wäre das richtige Öl als LL2 gelistet, LL3 wäre falsch.

Und Nachtrag: bei Falschbeölung gehts wohl hauptsächlich um die Hauptlager der Kurbelwelle. Die reißen aber schneller den Rest in den Tod, als selber zu sterben…
 
Bei 285tkm hatte ich mir eher Gedanken zu einem Öl mit höherer Viskosität gemacht. Alle Lagerltmaße haben sich in den Kilometern vergrößert. Jetzt kommt das nuller Öl darein, welches sich jetzt viel schneller aus den Lagern drückt. Dadurch sinkt der eh schon niedrige Öldruck weiter und beim den Nockenwellen kommt dann kaum was an.
Ob deswegen aber auch die Zylinderlaufbahnen Schäden nehmen weiß ich nicht.
 
Alle Mutmaßungen zum Öl helfen doch jetzt auch nix mehr.

Ich würde die Zylinder endoskopieren, entweder durch die Glühkerzenbohrungen oder durch die Löcher der PDE.
Das legt die Basis offen, nämlich die Beschichtung der Zylinderwände. Sie die schlecht, brauchst du überhaupt nicht weiter machen außer du bist bereit 15k in die Hand zu nehmen um das Ding ordentlich zu renovieren.

Dann Ventildeckel demontieren und Nockenwelle/Hydros begutachten. Die PDE könnten auch undicht sein, ein neuer Zylinderkopf wäre dann eine Option. Wenn die Nocke sowieso platt ist, könnte man hier zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen.

Zusätzlich würde ich mal den Öldruck bei verschiedenen Drehzahlen prüfen, wenn hier etwas im Argen liegt, könnte das auf Hauptlagerschäden deuten, eventuell eine Folge des falschen Öls.
 
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Jetzt kommt das nuller Öl darein, welches sich jetzt viel schneller aus den Lagern drückt. Dadurch sinkt der eh schon niedrige Öldruck weiter und beim den Nockenwellen kommt dann kaum was an.
Ob deswegen aber auch die Zylinderlaufbahnen Schäden nehmen weiß ich nicht.
Davon geht weder die NW kaputt noch die Zylinder.
 
Ich fasse zusammen:
Also wurde 2024 einmal das falsche Öl für 15tkm eingefüllt und sonst - inkl dem letzten Mal - immer das richtige?

Ist das Auto denn von Privat oder von einem Händler gekauft?
Bei ersterem hat sich alles rumsuchen nach "ob der Fehler vorher schon da war" eh erledigt. Gibt ja keine Gewährleistung.

Wenn der Gutachter da nur bisschen per OBD ausgelesen hat hilft dir das auch nicht weiter. Evtl waren da deine Nockenwellen schon eingelaufen und die Zylinder halb platt (vermute mit platt meinst du ne Kompresionsprüfung?)

Also geht's doch jetzt eigentlich nur um die genaue Beurteilung was kaputt ist um dann zu entscheiden ob sich eine Reparatur lohnt oder nicht?
 
Was hier jetzt genau los ist? Keine Ahnung.

Ein paar Fakten:
- Einen Gutachter oder "Fachmann" das Auto prüfen zu lassen ist schön. - Leider aber sind die ganzen teuren Sachen so nicht zu finden. Dafür müsste man Motor und Getriebe zerlegen und vermessen.
- Das 5W30 Öl ist für den Motor auf jeden Fall FALSCH.
- Das 0W30 Öl könnte richtig sein (wenn es ein 50601 ist).
- Das falsche Öl sorgt dafür, dass die Nockenwellen schneller verschleißen
- Generell sind verschlissene NW für diesen Motor nach der Laufzeit nicht ungewöhnlich
- Der Wechsel auf ein 0W30 Öl zerstört sicherlich nicht den Motor in kurzer Zeit
- Die "Zylindermesswerte" des "Experten" sind nett - sagen aber auch nicht viel aus. Ich vermute, er hat Mengenabweichungen der PDEs ausgelesen. Meist sind das bei diesem Alter / Laufleistung verschlissene PDEs. Hat natürlich mit dem Öl nichts zu tun.
- Ein aktuelles Auto mit 285.000km hat den größten Teil seines Lebens hinter sich - vor allem nach 20 Jahren. Da ist alles schon weitgehend verschlissen und es werden permanent Sachen kaputt gehen.
 
Nur weil jetzt ein 0w30 drin ist heißt nicht das das richtige 0w30 drin ist. Das gibts auch in 50700 und dann wäre es auch falsch.

Also krieg mal raus, was genau (!!!) aktuell drin ist/war. Bei VW wäre das richtige Öl als LL2 gelistet, LL3 wäre falsch.

Und Nachtrag: bei Falschbeölung gehts wohl hauptsächlich um die Hauptlager der Kurbelwelle. Die reißen aber schneller den Rest in den Tod, als selber zu sterben…
Laut Rechnung aus 2024 steht da nur Motoröl nach Herstellerfreigabe 504/50700 vw longlife 5w30

Bei unserem Ölwechsel hieß es halt 0w30 nach Norm 50601
 
Damit ist doch die Ausgangsfrage geklärt. Die Fachwerkstatt hat das korrekte Öl eingefüllt und kann nicht für den Motorschaden verantwortlich gemacht werden.
 
Laut Rechnung aus 2024 steht da nur Motoröl nach Herstellerfreigabe 504/50700 vw longlife 5w30
Und das ist definitiv falsch, egal was dein Fachmann dir erzählt.

Ich hatte es dir bereits in Beitrag 16 geschrieben:
Dein Motor benötigt zwingend die VW-Freigabe 50601 und das gibt es nur als 0W30 und nicht als 5W30.

Aber wenn du es nicht begreifen willst, mach was du meinst.

Gruß

Peter
 
Laut Rechnung aus 2024 steht da nur Motoröl nach Herstellerfreigabe 504/50700 vw longlife 5w30

Bei unserem Ölwechsel hieß es halt 0w30 nach Norm 50601
Damit würde zumindest dein aktuelles Öl das richtige sein. (Also laut Rechnung)
 
Ich würde mal den OTG machen lassen, einen Wein trinken und erstmal fahren.
 
Ich habe kaum Erfahrung, aber ich würde (insofern wir von irgendeinem mechanischen Verschleißschaden ausgehen) den Zylinderkopfdeckel runter nehmen lassen und erstmal nur per Demontage die Nockenwelle + Hydros begutachten.
(Bei mir mit 170Tkm war das im Eimer, ein Hydro hatte sich schon fast zerlegt. Der Motor pochte aus dem Luftfilterkasten wie ein Einzylinder und klang wie ein nahender Totalschaden.) 50601 kommt auch bei meinem 20-Jahre alten AXE-Oldie rein, seitdem er in meinem Besitz ist.
Bei der Gelegenheit könnte man, wie schon gesagt, durch die herausgezogenen PDEs mit dem Endoskop in die Zylinder. Die PDEs ggf auch prüfen lassen.
An dieser Stelle weiß man dann schon recht viel, noch ohne Reparaturen, und kann entscheiden ...
Mit den bisher gelieferten komischen Diagnose-Infos kann auch ich überhaupt nichts anfangen.

Vorab kann man sich überlegen, wie man sich dann mit einem offenen Motor und in der Werkstatt stehendem Fahrzeug bei anstehenden Reparaturen strategisch verhält.
Es wagen oder verkaufen.
Leider muss man einer Werkstatt vertrauen, wenn man nicht selber schrauben kann.
 
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