DSG Langzeiterfahrung, gibt es postive Berichte?

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Beim Passat muss das DSG bei voller Zuladung auch eine Tonne weniger in Bewegung bringen.
VW könnte den BTDI im Tx auch mit 500 Nm liefern. Das macht VW aber nicht, weil es für den gesamten Antriebsstrang - da gehört das DSG mit dazu - besser ist, wenn 10% weniger Drehmoment über die Teile herfallen.
Man muss auch beachten, wenn ich dem gleichen Motor mehr Drehmoment gebe ohne die Lagerung anzupassen (härter machen) dann macht der Motor mehr Weg im Motorraum, weil die quer eingebauten Motoren kippen ja in Längsrichtung. Nun könnte es sein, dass nicht mehr genug Platz im Motorraum ist um die Sicherheitsabstände zu gewährleisten, oder aber man will die Lager nicht härter machen, weil dann mehr Schwingungen vom Motor in die Karosse übertragen werden. Drehmomentbegrenzung wird nicht immer nur zum Schutz des Getriebes gemacht.
Einige Fahrzeuge haben auch Begrenzungen in bestimmten Gängen um Resonanzen in der Lagerung / Karosse nicht zu stark anzuregen.

Ich bekomm das täglich mit ...

Das DQ500 ist dauerbelastbar bei 500 Nm ... und für Drehmomentspitzen gibt es auch noch Reserve. Wer das Getriebe ordentlich benutzt, damit meine ich allgemein den Motor/Getriebe erst mal warm fahren und dann die Belastung drauf geben, und sich um die Wartung kümmert, der sollte eigentlich keine Probleme haben. Grade in Verbindung mit dem 110 KW sehe ich da keinerlei Gefahr, denn da is noch sehr viel Luft nach oben.

Die einzigen mechanischen DSG Schäden die ich aus meinem Umfeld kenne (was Serienfahrzeuge angeht) ist ein defektes Differential bei nem 105 PS (2.0TDI) Caddy und ein Golf mit rutschender innerer Kupplung (der Kerl hat aber auch immer gedacht ... ist der Motor kalt, gib ihm Sechs einhalb .. also selbst verschuldet durch unsachgemäße Nutzung)
Ein paar Fälle mit ruckeligen/trägen Schaltvorgängen kenne ich auch noch, das sind jeweil Leute die ihr Öl nicht wechseln lassen, weil kost ja Geld oder Unwissenheit

Ich kann das DSG nur empfehlen.

Das einzige was ich nicht gut für das Getriebe sehe ist langsames rangieren mit schweren Anhängern... das kann ein Wandlergetriebe/Schaltgetriebe einfach besser.
 
Was hat denn nicht warmfahren mit den DSG Kupplungen zu tun? Die Kupplung ist sofort warm.
 
Jein, kurzzeitig sind die warm, werden aber durch das Öl relativ schnell runter gekühlt ... und schnelle Temperaturwechsel erzeugen Spannungen im Material wodurch sich die dünnen Metallträger der Kupplungsscheiben verziehen können und dann fangen Kupplungen auch mal gerne an zu rupfen. Verzogene Kupplungsscheiben führen zu punktuellen Hot Spots ... punktuelle Hot Spots zu punktueller Verglasung und so zu schnell rutzschenden Kupplungen.

Kaltes Öl ist auch nicht so tragfähig wie warmes, der Abrieb an den Zahnrädern also erhöht wenn im kalten Zustand hohe Drehmomente beaufschlagt werden.
 
Kaltes Öl ist auch nicht so tragfähig wie warmes, der Abrieb an den Zahnrädern also erhöht wenn im kalten Zustand hohe Drehmomente beaufschlagt werden.

Da stimme ich Dir zu.

Kupplungen glaube ich nicht. Heiß werden die bei jedem Anfahren bzw. Schaltvorgang. Ob ich den Gang danach ausdrehe spielt da keine große Rolle.

Ich habe zu der ganzen Haltbarkeit von Autos eh eine andere Meinung: Man hat am Ende kaum einen Einfluss darauf, wie lange so ein Auto hält. Entweder man hat Glück, dann hält es oder aber nicht, dann hält es nicht. Am Ende soll ja eh alles irgendwie schädlich sein:
- Niedrige Drehzahlen
- Hohe Drehzahlen
- Immer schnell fahren
- Immer langsam fahren
- Viel Stadtverkehr
- Viel Autobahn

usw.

Natürlich sollte man das Auto nicht mutwillig kaputt machen. Auch 5min mit -20° Öltemperatur im 1. Gang rumfahren ist sicher nicht förderlich. Wenn ich aber lese, dass man angeblich einen Saugmotor kaltfahren muss, dann hört es für mich irgendwo auf.

Gruß, Marcus
 
Einen Saugmotor kaltfahren ? .. wer erzählt denn so nen Schmarn ?
Kaltfahren ist doch nur wichtig bei Turbomotoren die keine Wassergekühlten Turbolader, Wasser/Öl Nachlaufpumpen haben ... damit soll ja nur verhindert werden dass das Öl im Lager der Turbowelle verkokt weil es zu heiß wird.

Natürlich ist generell jede Nutzung des Motors schädlich wenn man dem Internet alles glaubt. Es kommt immer darauf an worauf ein Motor ausgelegt ist. Egal welcher Motor ... zu untertouriges fahren mögen sie nicht und kurz vorm Begrenzer rumorgeln ist auch nicht grade förderlich.
Ich für mich halte es bei Autos immer so: unter 1500 Umdrehungen schalte ich runter weil eh keine Leistung zu erwarten ist, über 2500 (Diesel)/ 3000 (Benzin) schalte ich hoch (unter 50 Grad Öltemperatur werden jeweils 500 Umdrehungen abgezogen) ... 1500 bis 2500/3000 reicht zum ganz normalen Fahren im Verkehr voll und ganz aus. Hab ichs eiliger und der Motor ist warm ( ab 50 Grad Öl ist die volle Tragfähigkeit vom Öl erreicht) dann dreh ich Diesel bis max 4000 und Benziner bis max 5000 und schalte dann in den nächsten.

Das sind so meine Erfahrungen von 15 Jahren Auto fahren. Bisher hab ich so noch keine Motorschäden oder Getriebeschäden gehabt. Meine Motoren haben nie Öl gefressen, meist so 1 Liter auf 15000 km, mal bisschen mehr, mal bisschen weniger. Ich hab noch keine Turbolader kaputt gemacht oder Kopfdichtungen verblasen.
Meine Fahrzeuge bekommen alle 15000 km frisches Öl oder 1 mal im Jahr, egal was irgendwelche Serviceanzeigen mir erzählen wollen. Mein Passat 3BG 1.9 TDI 130 PS hat 1 mal ein Longlifeintervall gesehen .. sprich 30000 km mit einer Ölfüllung ... der Motor klang ab 20000 km schon viel rauher als sonst. Nach dem Ölwechsel (ich wollte dieses 30000er einfach mal probieren) war er wieder viel ruhiger.
Ich achte zB beim Auto meiner Frau darauf, dass wir 1 oder 2 mal im Monat eine längere Fahrt mit ihrem anstatt mit meinem Auto machen, damit das ganze Kurzstreckenkondenswasser und die Kraftstoffanteile aus dem Öl dampfen können. Sie fährt nen 105 PS 1,2l TSI mit DQ200 7 Gang DSG und ihre Strecken sind seltenst länger als 7 km. Das Öl erreich im Winter grade mal 40 Grad nach der Strecke. Aktuell 4 Jahre alt und 50000 gelaufen ... frisst kein Öl, Steuerkette rasselt nicht, schaltet sauber, keinerlei Probleme. Bekommt jedes Jahr vorm Winter neues Öl und gut.

Ein Kollege von mir fährt nen Golf mit 1,2 TSI 86 PS und Schaltgetriebe, er achtet nie auf Motortemperatur, Ölwechsel nur nach Anzeige ... Auto ist 5 Jahre alt hat 60000 gelaufen und er flucht über eine rasselnde Steuerkette und hohen Ölverbrauch und die Kupplung rupft ein wenig.
Woran das nur alles so liegen mag ?

Die ganze Frage "Wie haltbar ist Bauteil XY bei mir" ist immer individuell vom Fahrstil und der Wartung abhängig. Klar kann man noch so Sorgsam sein und trotzdem mal Pech haben und ein Bauteil geht einfach kaputt.


Das ist nur meine persönliche Meinung zur ganzen Geschichte
 
Einen Saugmotor kaltfahren ? .. wer erzählt denn so nen Schmarn ?
Kaltfahren ist doch nur wichtig bei Turbomotoren die keine Wassergekühlten Turbolader, Wasser/Öl Nachlaufpumpen haben ... damit soll ja nur verhindert werden dass das Öl im Lager der Turbowelle verkokt weil es zu heiß wird.

Korrekt. Findet man aber alles im Internet. Selbst bei Turbomotoren ist es heute kein Thema mehr: Benziner haben seit rd. 20 Jahren alle wassergekühlte Lader mit elektrischer Wasserpumpe (Nachlauf) und Diesel erreichen nur die Hälfte der Abgastemperaturen von Benzinern.

Ich fahre meine Autos immer sehr zügig, drehe Gänge aus usw. Warmfahren mache ich nach BDA: Sobald das Wasser warm ist, gebe ich auch Gas. Bei den heutigen Autos mit Öl/Wasserwärmetauscher hat dann das Öl 50° und sollte auch funktionieren.

Ich tanke auch keinen speziellen Sprit und mache die Inspektionen nach Wartungsintervallanzeige.

Also nicht besonders vorsichtig, aber auch nicht mutwillig böse. Motorschäden hatte ich damit in 30 Jahren auch noch keine. Ölverbrauch auch nicht.

Mir ging es vor allem um den ganzen Voodoo, den man im Internet so liest (wie z.B. das Kaltfahren eines Saugmotors). Da gibt es aber noch viel, viel mehr ...
 
Das DQ500 findet sich u.a. noch in Tiguan und Q3. Da sollte es rein von der Anzahl her noch Erfahrungen zum Getriebe geben. Hier im Tx kann ich mich an keine Häufung von Problemen erinnern.

Die größten Probleme verursachen die "kleinen" DSG (DQ200) welche sich meist bei den kleinen Benzinern finden.
 
Zur Verlängerung der Lebensdauer der DSG-Getriebe empfehlen die Autodoktoren (siehe YouTube-Kanal) einen Getriebeölwechsel jeweils nach 60Tkm.
 
Steht der denn nicht sogar im Handbuch bzw. im Serviceheft?
Wie bin ich denn da drauf gekommen den Wechseln bei 60000 machen zu lassen?
*nachdenk*
 
Na dann brauchen wir ja keine Autodoktoren
 
Rischtisch. Kostet auch 300-400 Taler. Sollte man nur wissen als DSG-Interessent.
 
Naja, Erfahrungsgemäß tut es auch Schaltgetrieben gut das Öl mal zu wechseln ... dieser ganze "Lifetimefüllung"-HickHack ... Öle altern alle und Abrieb gibts auch in nem Schaltgetriebe. Es ist kein Muss, aber alle 100000 mal frisches Öl rein lohnt sich auch.
 
Mein Bekannter von der Dekra hat mir berichtet, dass er das Ölwechselintervall beim DSG bei seinen Fahrzeugen halbiert und mir empfohlen das auch zu tun. Gerade, weil ich meinen neuen Bus wieder 12-15 Jahre fahren möchte.

Meine bisher besuchte freie Werkstatt hat mir dazu bereits Erfahrung signalisiert und empfohlen nur die Regelintervalle beim Freundlichen durchzuführen, zwecks Garantie.
 
Mein Bekannter von der Dekra hat mir berichtet, dass er das Ölwechselintervall beim DSG bei seinen Fahrzeugen halbiert und mir empfohlen das auch zu tun. Gerade, weil ich meinen neuen Bus wieder 12-15 Jahre fahren möchte.

Meine bisher besuchte freie Werkstatt hat mir dazu bereits Erfahrung signalisiert und empfohlen nur die Regelintervalle beim Freundlichen durchzuführen, zwecks Garantie.
Garantie gibts doch auch beim Service durch den Freien?
 
Garantie gibts doch auch beim Service durch den Freien?

Aber nur innerhalb der Werksgarantie / Gewährleistung.

Alles was danach kommt (Garantieverlängerung, Kulanz) ist an den Service bei VW gebunden.

Gruß, Marcus
 
Wir verlassen zwar gerade den Topic, aber das würde mich schon auch interessieren... Ich bin davon ausgegangen, dass ich im Rahmen der Garantie und der nun zusätzlichen (im Konfig) gebuchten drei Jahre Garantieverlängerung mit allen Setviceintervallen an VW gebunden bin? Dabei habe ich die neue buchbare Verlängerung der Garantie ohne Einschränkungen zu den ersten zwei Jahren verstanden. Wer kann das mal konkret ausführen?

Ggf. Den Part in einen andren Fred umhängen?!
 
Zur Langlebigkeit des DSG denke ich, dass ich mit einer Halbierung der Intervalle dem Teil schon was gutes tue, oder?

Ist halt auch nen stückweit Poker, da das hoffentlich positive Resultat erst in 12 Jahren, respektive 250.000km zum Vorschein kommt, -wenn alles glatt gegangen ist.
 
Einen Motor haben, der können könnte, wenn er denn dürfen dürfte, aber nicht dürfen darf, weil das Getriebe nicht kann
das trifft aber auch bei allen t5 und t6 5 gang getrieben mit 2.0tdi zu (aber auch viele andere Autos)
 
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