DSG Getriebeöl wechseln (DQ500)

Noch ein paar Fragen, wenn ich jetzt sowieso noch mal ran muss:

1. Meine Ölwanne (Deckel der Mechatronik - nach vorne der schwarze) ist ordentlich verrostet. Ich würde ihn gerne ersetzen, weil ich befürchte, dass der bald durchrostet. Erfahrungen/ Tipps eurerseits dazu? Die schrauben sehen stark verrostet aus, bin unsicher ob man die ohne weiteres raus bekommt.
2. Kann ich das Getriebeöl ablassen, in einen sauberen Behälter auffangen und wieder einfüllen? Ggf. noch durch einen Filter laufen lassen, vorher.
Solange das vertretbar ist, würde ich mir die Arbeit ggf. bis zum nächsten Intervall sparen und dann den Deckel wunschgemäß wechseln (Neuer Deckel, neue Schrauben, ggf neuer Filter). Den Intervall kann man ja auch kürzen. Der Sauerei und den Gefahren, sich beim Auffangen des Öls doch unbemerkt Dreck in das System zu holen, geht man so aus dem Weg. Auffangen mit sauberen Gefäßen ist sicher ein Option. Gebräuchlich ist das im Werkstattumfeld eher nicht, bzw, selten, weil das ja auch Zeit und somit Lohnkosten verursacht. Das spielt ja für dich als Selbstschrauber keine Rolle. Mach, wie Du denkst.

Welche Farbe muss es denn haben? Meins ist gelb, wenn ich mich nicht täusche...
Das würde ich auch gerne wissen. Habe im ETKA als TNs 0BT321363 in "naturfarben", und 0BT321363A in grün gefunden. Beide für DQ500 im T5.2, und völlig zufällig in den Tafeln für Diesel oder Otto, mit oder ohne 4M verteilt. Welches länger oder kürzer ist hab ich nicht gefunden. Außerdem ist mir ebenso das Kontrollmaß A schleierhaft, beide Röhrchen haben einen Bund der m.E. beim Einschrauben als Anschlag dienen sollte. Da dürfte sich A niemals ändern können?

Mit einem 2010-er Modelljahr ist ein "natur" farbens Röhrchen korrekt, solange das Produktionsdatum des Getriebes vor dem 7. November 2011 lag (Getriebenummer 06111)

Ab Herstellungsdatum (Getriebe) 7. November 2011 - mithin also Modelljahr 2012 (Nummer 07111) - ist ein grünes Röhrchen verbaut. Hier ist das auch klar im Teilekatalog zugeordnet.

Das Röhrchen bekommt 3Nm. Der Bund des Röhrchens kann brechen. Das geht schnell. Hierdurch schraubt man das Röhrchen ggf unbemerkt zu tief ein. Darüber hinaus bietet der Bauraum zwischen Röhrchen und Verschlussschraube den notwendigen Platz für das Röhrchen, um sich zu lösen und einen Tick abzusenken, was im Rahmen einer Kontrolle für einen zu niedrigen Ölstand sorgen würde. Deswegen das Kontrollmaß. Ist ja eigentlich ganz simpel und geht mit einem Tiefenmaß ruckzuck.

In älteren Arbeitsanweisungen ist übrigens noch von 50°C Temperaturschwelle bei der Ölstandkontrolle die Rede. Die Änderung auf 45° signalisiert hier klar, dass die Volumenänderung bei Temperaturzunahme relevant ist und nicht ignoriert werden sollte.


Viel Erfolg

Nachtrag zum Bild des Deckels: Ja, diesen Deckel würde ich auch mittelfristig wechseln wollen.
 
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Nachtrag zum Bild des Deckels: Ja, diesen Deckel würde ich auch mittelfristig wechseln wollen
So, ich habe es versucht und bin daran gescheitert, die Mechatronik aus dem Deckel zu ziehen... den Clip habe ich entfernt, aber keine Chance diesen Stecker da heraus zu bekommen.

Hat jemand Tipps? Habe den halben Tag unterm Bus verbracht...
 
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