Das Monster in der Ölwanne

heinz1950

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Ort
Köln
Mein Auto
T5 Kastenwagen
Erstzulassung
Sept.2006
Motor
TDI® 96 KW
DPF
ab Werk
Getriebe
6-Gang
Antrieb
4motion
Extras
Diff-Sperre, Solaranlage,
Umbauten / Tuning
Reisemobil Modell "Komet" von der Firma CS-Reisemobile
Seit gestern bin ich stolzer Besitzer einer Ölabsaugpumpe. Sie hat zwei Schläuche. Einen dünnen zum Ansaugen, der in das Rohr des Ölmessstabes passt, und einen dickeren zum Ablassen des Öls in einen Auffangbehälter. Ich habe also den dünnen in das Rohr des Ölmessstabes eingeführt und zwar so weit wie möglich. Und dann habe ich wohl einen schweren Fehler gemacht, denn ich habe den Motor nochmal kurz laufen lassen, weil mir das Öl noch zu kalt zu sein schien. Der anschließende Versuch, das Öl abzusaugen, scheiterte erstmal. Aber jetzt kommts: DER SCHLAUCH LIESS SICH NICHT MEHR RAUS ZIEHEN !!

Ich habe an dem Ding gezerrt und gezogen und sah vor meinem geistigen Auge schon den Pannenhelfer vom ADAC sich schlapp lachen. Aber der Schlauch saß bombenfest und rührte sich nicht mehr aus dem Rohr raus.

So kam ich also nicht weiter. Und dann habe ich die Flucht nach vorne angetreten und den Motor nochmal KURZ eingeschaltet. Und siehe da: Der Schlauch ließ sich locker raus ziehen. Aber an seinem Ende sah er aus, als habe jemand drauf rum gekaut.

Also, was war geschehen? Kann mir das jemand erklären? Wer oder was kaut da in der Ölwanne auf dem Schlauch rum?

Übrigens, nachdem ich das zerkaute Ende abgeschnitten hatte, habe ich den Schlauch nochmal reingesteckt. Und jetzt ließ sich das Öl wunderbar und leicht absaugen.
 
Tolle Idee.

Der Schlauch hat sich um die Kurbelwelle gewickelt als der Motor gelaufen ist.

Jetzt hast Du die Reste von dem Schlauch unten in der Ölwanne liegen.

Vielleicht sollte man von Dingen von denen man keine Ahnung hat einfach die Finger lassen und das Öl in der Werkstatt wechseln.

Gruß, Marcus
 
Oohh mein Gott...

mehr fällt mir dazu zuerst mal nicht ein. Jetzt müßte man wissen, ob der Schlauch kürzer rauskam, als er ursprünglich war. Ich vermute, dass dem so ist, weil Du ihn ja nicht mehr rausbekommen hast.
Dann schwimmt das abgekaute Stück in der Ölwanne und das wäre mir nicht geheuer. Bei 140° Öltemperatur wird das Plastik zwar nicht schmelzen, aber schön elastisch.
Wenn die Kurbelwelle das in den "falschen Hals" bekommt - na dann Gut Nacht.
Meiner Meinung nach ist da nun die sofortige (ohne weiteren Motorstart) Demontage der Ölwanne angesagt, um den Rest rauszufischen.
 
Zum Thema Werkstatt:

Sowas würde ich einem VW Azubi der mal eben das Öl absaugen soll auch ohne weiteres zutrauen....nur dass der dann schnell das abgekaute Ende abschneidet und wegwirft damit's keiner sieht....
 
Hallo,
der Schlauch könnte mit seinem Ende auch nur zwischen Kurbelwelle / Pleuel und dem Motorgehäuse etwas platt gequetscht worden sein, ohne dass ein Stück vom Schlauch abgetrennt wurde. Das zerkaute Ende deutet darauf hin. Sonst währe das Schlauchende vermutlich mehr oder weniger glatt abgerissen oder abgeschert worden.
Leider wird man die Schlauchlänge nicht genau bestimmen können, um eine sichere Diagnose zu stellen.

Aus eigener Erfahrung kenne ich das Problem mit einem normalen Absaugschlauch. Wenn der Schlauch in die Ölwanne geschoben wird, kann man den tiefsten Punkt nicht genau bestimmen, weil der Schlauch sofort seitlich in der Ölwanne ausweicht und sich kringelt. Schlimmstenfalls schiebt man ihn dann zu weit rein, so dass das Schlauchende sich schon wieder in die Höhe schiebt und deswegen beim Absaugen noch eine größere Ölmenge zurückbleibt.
Aus dem Grunde habe ich mir als Absaugsonde dafür ein dünnes Metallrohr besorgt, dass so dünn ist, das es durch das Rohr des Ölmessstabes hindurch passt.
Leider kann man sowas nicht überall verwenden, weil verschiedene Fabrikate stärker gekrümmte Rohre oder auch zu dünne Rohre für den Ölmessstab verwenden.

Viele Grüße Ludger
 
Hallo,
der Schlauch könnte mit seinem Ende auch nur zwischen Kurbelwelle / Pleuel und dem Motorgehäuse etwas platt gequetscht worden sein, ohne dass ein Stück vom Schlauch abgetrennt wurde.

Das wäre natürlich das wünschenswerteste. Meiner Meinung spricht aber dagegen, dass er den Schlauch nach Abstellen des Motors, auch nicht mit sehr viel Kraft, rausziehen konnte.

Und nach erneutem laufenlassen des Motors ging der Schlauch leicht raus. Das spricht eher dafür, dass das eingeklemmte Stück abgeschert wurde.
Bei dem was so ein Motor kostet, würde ich da auch auf Nummer sicher gehen. Da sind die Kosten für einmal Ölwanne runterschrauben, die sogenannten "Peanuts" dagegen.
Und diese Summe muß man dann halt unter "Erfahrung" oder "dumm gelaufen" verbuchen.
Er ist nicht der Erste und ganz sicher auch nicht der Letzte, der sich über seine eigene Dummheit ärgern mußte und dafür mit Summe X aus eigener Tasche bestraft wurde.

Falls der Hersteller der Absaugpumpe allerdings immer dieselbe Schlachlänge nutzt, könnte man dies erfragen und nachmessen --> wäre dann die günstigste Alternative.
 
Ja, danke erstmal. Also, ich bin ziemlich sicher, dass der Schlauch an seinem Ende zwar ein paar cm "zerkaut" wurde, dass aber nichts abgerissen wurde. Denn vor dem Einführen des Schlauches war mir aufgefallen, dass sein Ende nicht glatt angeschnitten war sondern schräg (Du verstehen?). Und genau diese Schräge wies nachher auch das "zerkaute" Stück noch auf. Wäre was abgerissen worden, hätte das Ende sehr wahrscheinlich doch anders ausgesehen.

Und selbst wenn winzige Plastikteile nun in der Ölwanne wabern sollten, würden die nicht im Ölfilter aufgefangen? Ich meine, das ist doch seine Aufgabe, oder?

Übrigens bin ich heute ca. 50 km gefahren. Der Motor schnurrt wie eine Mieze. Endlich hat er mal das von VW empfohlene preiswerte Castrol bekommen und nicht das sauteure ARAL, das mir sonst der Freundliche immer andreht :-)
 
Eine Nachfrage noch: Ist es eigentlich in der VW-Werkstatt üblich, das Öl abzusaugen? Ich habe von früher noch die altmodische Vorstellung, dass es besser ist, das Öl unten rauslaufen zu lassen, weil dann der ganze Schmand mit raus kommt. Ich meine, bei satten 300 Euros für einen Ölwechsel könnte sich der Freundliche ruhig mal etwas anstrengen, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sehe ich genauso. Ablassen finde ich besser kontrollierbar, auch wenn dann noch 1,50 für die neue Schraube datzukommt
 
Fast alle Werkstätten lassen ab.

Ich halte das auch für besser.

Gruß, Marcus
 
Ich habe bisher sechs mal (!) jeweils fast 300 Euro für die fälligen Ölwechsel beim Freundlichen ausgegeben. Meine schüchterne Frage, ob man es vielleicht ein wenig billiger machen könnte, indem man nicht das teure ARAL sondern das billigere (und von VW empfohlene !) CASTROL nehmen könnte, wurde mit einem klaren NEIN abgetan. Da muss sich der Freundliche nicht wundern, wenn ich mir einen anderen Freundlichen suche oder selbst freundlich werde ;-)
 
Bisher konnte ich in jeder Werkstatt mein eigenes Öl mitbringen. Und wenn das in deiner nicht geht, gehst du halt irgendwo anders hin :)
 
Zwischen Castrol und Aral gibt es auch keinen nennenswerten Preisunterschied.

Man darf das Öl halt nicht bei VW kaufen ...

Gruß, Marcus
 
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