Buschmechaniker vs. Big Brother - Überholung Antrieb auf Afrikanisch

cocktailyogi

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370000km
Hallo - interaktives Reparaturprojekt - lustiger Begriff, bisher hast du jede Schraube selber lösen müssen, oder?
Aber sehr nett von dir, dass du so viele Bilder schießt. Es ist hoch interessant für mich, wie so ein Motor nach 300.000 km aussieht. Allerdings dürften die wenigsten hier eine Motor schon mal von innen gesehen haben, entsprechend wenig Erhellendes wirst du hier hören.
Schade, dass die Kolben platt sind, bei so etwas bietet sich immer ein Probestück an. Mit Backofenreiniger hättest du fast das gleiche erlebt, je nach Einwirkdauer.
Ölkohle dürfte mit Holzasche gut abgehen. Mit Wasser vermengen und dann mit der Paste reiben. Die Kolben mehrere Tage in Öl einlegen und anschließend Bremsenreiniger sollte auch klappen. Aber das ist ja jetzt alles nicht mehr nötig. Die neuen werden schön sauber sein.
Was machst du sonst so im Leben, wenn du nicht gerade Motoren zerlegst? Wie viel hast du für den Bus noch bezahlt?

Viel Erfolg beim Schrauben!
Viele Grüße
Claudius
Hi,
danke für die Blumen. Den Bus habe ich letztes Jahr für 7000€ erstanden und sicherlich jetzt ungefähr die gleiche Summe nochmal investiert. Macht aber nix, die Bilanz stimmt noch.

Ansonsten arbeite ich in der Elektronikindustrie und mange ein mit einem kleinen Team die Entwicklung von Prüfanlagen für die Fertigung....
Autos repariere ich nebenher schon seit 20 Jahren. Ein Jahr habe ich in Afrika als Buschmechniker verbracht.
 
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cocktailyogi

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FAZIT Motoranalyse - Sonderbarkeiten

Eigentlich war ja erstmal alles gut. Kolben fit, Zylinder ohne Verschleiss.

ABER:
  • Hauptlager mit Auffälligkeiten
  • Motor innen VIEL ZU SAUBER, ich habe schon viele Motoren zerlegt, aber keiner war so lupenrein, wie dieser...
  • Dann fielen mit die Nockenwellenlager und die Hydrostössel auf - Nockenwellenlager defekt, Hydrostössel verschlissen
IMG_5391 (Large).JPG
Hintergrundinfo: Ich habe letztes Jahr eine neue Nockenwelle mit neuen Stösseln und Lagerschalen verbaut. Seitdem hat der Motor 12000km auf dem RICHTIGEN Öl gefahren.
Hydrostössel und Nockenwellenlager sehen aus, wie nach 200000km mit dem falschen Öl....
Besonders auffällig ist, dass die unteren Lagerschalen, die mittig im Zylinderkopf sitzen am meisten defekt sind. Die oberen Schalen sind alle gut.
Zusatzinfo: Die Nockenwelle erhält nach unten am meisten Druck, wegen der Rollenschpphebel der PD-Elemente.
Das Schadenbild ist symmetrisch. Zum Glück ist die Nockenwelle noch heil....

Was ist hier denn los? Nun fallen dem Kollegen Rallyschrauber aus der Firma und mir folgende Szenarien ein, was da los sein könnte:

  1. Ölansaugsieb war zu --> nein
  2. Ölpumpe defekt --> nein
  3. Montagefehler --> eher nict
  4. Materialqualität --> eher nicht (Hersteller INA)
  5. Falsches Öl --> NEIN!
  6. Zu wenig Öl --> nein
  7. Öldruckfehler --> möglich, aber unwahrscheinlich bei dem Pumpenzustand, kann gerade nicht geprüft werden
  8. Nockenwelle krumm? Schließlich kam die von Ebay..... Klären wir gleich....
  9. Ölverdünnung?! Sehr wahrscheinlich, denn mir haben ja festgestellt, dass der Zylinderkopf im Bereich PDE total verschlissen ist. Letztes Jahr hat der Vorbesitzer die Dichtungen gewechselt, sich aber scheinbar nicht um die ausgeleierten Bohrungen gekümmert. Interessanterweise hatte ich keine Startprobleme.

Also, erstmal Nockenwelle checken: Dazu legen wir sie in den Zylinderkopf und packen nur 2 Lagerschalen drunter und zwar außen. Dann in der Mitte eine Messuhr ansetzen und die Welle drehen. Zappelt der Zeiger ist was faul und der Internetkauf war Mist.
IMG_5388 (Large).JPG IMG_5389 (Large).JPG IMG_5390 (Large).JPG
TADAAAA: Die Welle ist gerade und hat keinen messbaren Verzug..

Also bleibt nur Theorie 9 oder eine Neue von Euch.

Bis dahin ist mein Erklärungsversuch, was in dem Motor passiert ist:
Der Klassiker, PDE-Bohrung im Kopf aufgerieben, ein bissl Diesel leckt in das Öl. Der 300000km-Motor braucht auch etwas Öl. Die Bilanz ist negativ, d.h. der Motor verbraucht mehr Schmierstoff, als Diesel ins Öl eintritt. Ergebnis: Öl wird verdünnt, der Pegel steigt nicht, und der Verschleiss ist enorm. So enorm, dass neue Teile im Ventiltrieb binnen 10000km den Abgang machen.
Dumm gelaufen für mich.
ICH BIN FROH, DASS ICH DIESEN MOTOR GEÖFFNET HABE. SO KANN ICH IHN NOCH REPARIEREN. WENN ICH GEWARTET HÄTTE, WÄRE DER BLOCK UND DIE KURBELWELLE AUCH NOCH GESTORBEN UND ICH HÄTTE IRGENDWO IM FAMILIENURLAUB IM TIEFSTEN FRaNKREICH EINEN MOTORSCHADEN ERLITTEN, ÜBER DEN ICH MICH DIE NÄCHSTEN 50 JAHRENOCH ÄRGERN WÜRDE.
:-)

So, nun will ich eure Theorien hören.

Gruß,
Yogi
 

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Claudius Paulus

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FIN
WV2ZZZ7HZ7H064593
Typenbezeichnung (z.B. 7H)
7H
Wenn du noch ein wenig Öl von vor der Motoröffnung hättest, könntest du deine Vermutung überprüfen lassen. Mit einer anderen Vermutung kann ich leider nicht dienen. Der letzten Motor, den ich offen hatte, war ein Trabi-Zweitakter vor 25 Jahren.
 
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cocktailyogi

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Hallo,

wenn du die einen Kopf von AMC holst dann kannst du dir die Keile eigentlich sparen. AMC buchst die PDE Sitze ja eh.
Ausserdem gibt es keine belastbare Statistik die die Sinnhaftigkeit der Keile beweist.
Meiner fährt jetzt über 20.000km mit neuen Dichtungen und ich investiere wenn nötig lieber in einen neuen Kopf als in die Keile.
Meiner lief fast 250.000km ohne Keile, also dürften mit dem neuen Kopf weiter 250.000km machbar sein. Dann braucht er eh keine Keile mehr ;)

Meine Meinung.

Gruss,
Peter
Hi,

ich habe mir das nochmal überlegt. An sich gege ich dir Recht, aber aus folgendem Grund baue ich die Dinger doch ein:

Meine PDEs sind auch schon leicht angegriffen, also nicht mehr perfekt rund. Im neuen Kopf würden die auch leicht eiern. Daher setze ich zur Sicherheit noch die Keile ein. Wenn sie ihren Job nicht tuen, wissen wir das nächstes Jahr. ;-)

Gruß,
Yogi
 
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cocktailyogi

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Ölrücklaufsperre

Servus,

kennt sich jemand mit dem Ölrücklaufventil im Motorblock aus? Es sitzt in einer Ölbohrung oben an der Zylinderkopffläche.

Beim mir war es lose und schaute ca. 1 mm aus dem Block raus?!
IMG_5433 (Large).JPG
Sollte es nicht festgeschraubt sein?
z.B. so?
IMG_5434 (Large).JPG

Meiner Meinung nach war es vorher gar nicht richtig dicht. Nach dem Anschrauben erscheint es mir irgendwie plausibler. Das Werkstatthandbuch sagt dazu nix.

Gruß,
Yogi
 
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cocktailyogi

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Getriebedemontage - der Hydraulikblock oder Schaltschieberkasten oder Ventilblock oder Valvebox

IMG_5414 (Large).JPG
wie man das Teil auch nennen möchte...

Den Ventilblock hatte ich schinmal offen, um ein Transgo-Shiftkit einzubauen. Damals wusste ich aber nicht, dass es im Ventilblock noch andere Probleme geben kann und man sich jeden einzelnen Steuerkolben mit seine zugehörigen Feder genau anschauen sollte. Also zerlege ich ihn nochmal. Auf die paar Schrauben kommt es bei diesem Auseinanderbaugemetzel auch nicht mehr an.
IMG_5439 (Large).JPG IMG_5442 (Large).JPG IMG_5443 (Large).JPG IMG_5444 (Large).JPG IMG_5446 (Large).JPG IMG_5445 (Large).JPG
Wenn ich mir so die vielen Kanäle und kleinen Gänge anschaue, bewundere ich schon etwas die Meister, die sowas entwickelt haben. Nun gut, bei meinem Teil gibt es keinerlei Auffälligkeiten, alles wie neu. Dieses Getriebe wurde schonmal überholt und vermtulich dieser Ventilblock mit ersetzt. Das war wohl mal richtig teuer.... Gut für mich :-)
IMG_5448 (Large).JPG In diesem Bild seht ihr gut die Endkappen der Steuerventile. Diese sind nicht mehr Original. Diese kamen mit dem Transgo-Shiftkit und wurden von mir ersetzt, als ich die Ventile wieder gängig gemacht habe.

Gruß,
Yogi
 
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cocktailyogi

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Wendepunkt

Das Projekt hat nun seinen Punkte der größtmöglichen Zerstörung erreicht. Ab jetzt geht es wieder rückwärts beim Zusammenbau.
 
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cocktailyogi

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Kurbelwelle

IMG_5398 (Large).JPG

Die Welle ist unauffällig und hat von den angegriffenen Lagerschalen nichts mitbekommen. Mit der Welle mache ich nicht viel, außer die Gleitlagerstellen zu läppen, damit sie wieder gut den neuen Ölfilm annehmen. Läppen heisst, die Gleitlagerstellen anzuschleien. Ja, ihr hat richtig gehört..... Anschleifen. Nur ganz leicht, aber das ist wichtig. Eine Gleitlagerstelle funktioniert durch einen Ölfilm. Damit sich ein guter Ölfilm aufbauen kann, mussdie Oberfläche leicht rauh sein. Des halb hohnt man übrigens auch die Zylinder für die Kolben.

Auf ans Werk:
IMG_5437 (Large).JPG IMG_5438 (Large).JPG
Ich mache das mit 800er-Schleifpapier und WD40. Damit schleife ich die Oberfläche nass an. Man sollte es aber nicht übertreiben.

Nun bleibt mit erstmal nur das Warten auf die Erstzteile. Die Zeit vertreibe ich mir mit Reinigungsaktionen am Motorblock und dem Ausbauen der alten Ventile aus dem defekten Zylinderkopf. Die Ventile werde ich in den neuen Kopf übernehmen.

Gruß,
Yogi
 

bonsai19

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Wendepunkt

Das Projekt hat nun seinen Punkte der größtmöglichen Zerstörung erreicht. Ab jetzt geht es wieder rückwärts beim Zusammenbau.
HALT! Kannst Du ein Bild Deiner kompletten Teilesammlung machen? So bekommt man das doch nie wieder zu sehen! Würde sich gut im Tx-Board-Kalender machen! :D

Grüße

bonsai
 

MarcusMüller

Moderator
Team
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TDI® 128 KW
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ab Werk
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Getriebe
6-Gang
Antrieb
4motion
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Highline
Extras
Diverses ...
(Ex Werksauto)
Die Welle ist unauffällig und hat von den angegriffenen Lagerschalen nichts mitbekommen. Mit der Welle mache ich nicht viel, außer die Gleitlagerstellen zu läppen, damit sie wieder gut den neuen Ölfilm annehmen. Läppen heisst, die Gleitlagerstellen anzuschleien. Ja, ihr hat richtig gehört..... Anschleifen. Nur ganz leicht, aber das ist wichtig. Eine Gleitlagerstelle funktioniert durch einen Ölfilm. Damit sich ein guter Ölfilm aufbauen kann, mussdie Oberfläche leicht rauh sein. Des halb hohnt man übrigens auch die Zylinder für die Kolben.
Das ist ein Irrtum. Die KW Lager sollen eine perfekte Oberfläche haben und sollen nicht rau sein. Das hat mit dem honen nichts zu tun. Man hont damit der Ölfilm trotz der linearen Bewegung hängen bleibt. Das Gleitlager wird aber ständig mit Öl versorgt.

Gruß, Marcus
 
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cocktailyogi

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HALT! Kannst Du ein Bild Deiner kompletten Teilesammlung machen? So bekommt man das doch nie wieder zu sehen! Würde sich gut im Tx-Board-Kalender machen! :D

Grüße

bonsai
Hi, ich habe das mal versucht. Allerdings verteilt sich das Zeug auf 2 Räume, den Hof und einen Schuppen.... Ich habe nochmal ein paar Bilder gemacht. Wahrschienlich ist das nicht, was du möchtest. Ggf. könnte jemeand der in Photoshop oder Gimp gut ist, aus den folgenden Bilder etwas basteln?`Ich weiss auch nicht so genau.

Gruß,
Yogi
IMG_5455 (Large).JPG IMG_5456 (Large).JPG IMG_5457 (Large).JPG IMG_5458 (Large).JPG IMG_5459 (Large).JPG IMG_5460 (Large).JPG IMG_5465 (Large).JPG IMG_5466 (Large).JPG IMG_5467 (Large).JPG IMG_5468 (Large).JPG
 
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cocktailyogi

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Das ist ein Irrtum. Die KW Lager sollen eine perfekte Oberfläche haben und sollen nicht rau sein. Das hat mit dem honen nichts zu tun. Man hont damit der Ölfilm trotz der linearen Bewegung hängen bleibt. Das Gleitlager wird aber ständig mit Öl versorgt.

Gruß, Marcus
Hi Marcus,
du hast völlig Recht. Ich habe nochmal nachgelesen. Gleitlageroberflächen sollen möglichst glatt sein. Um dies zu erreichen wird aber in der Regeln mit 600er oder 800er Schleifpapier ein Schliff druchgeführt. Dummerweise war meine Oberfläche perfekt glatt..... Nun habe ich meine Lagerstellen nochmal mit 1000er Papier und WD40 nachgeschliffen. Bei meinen Recherchen bin ich über folgendes Video bei Youtube gestoßen, das ich echt cool fand.
Ich habe mal direkt meiner Frau die Schnürsenkel stibitzt und das gleich mal an meiner Kurbelwelle ausprobiert. :-)
Ich muss sagen: PERFEKT!

Hier der Beweis:
IMG_5491 (Large).JPG
 
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Ventile reinigen

IMG_5494 (Large).JPG


Das mache ich immer aus einer Standbohrmaschine mit WD40 und Schleifpapier/Schleifvlies. Vorher noch schnell durch ein Ultraschallbad.
Ich poliere sie dann meisten gleich mit.
Seht selbst:
IMG_5492 (Large).JPG IMG_5493 (Large).JPG
 
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Pumpe-Düse-Elemente

Da meine PD-Element vorher gut funktionierten, die Messwertblöcke in VCDS keine Auffölligkeiten zeigten und alle Kolben das gleiche Spritzbild auf der Oberfläche wiedergaben, verzichte ich darauf, die Dinger zu einem Boschdieselcenter zur Kontrolle zu geben. Angebliche wwaren sie da auch letztes Jahr erst. Ein PDE wurde ersetzt und hat ein neueres Herstllungsdatum als die anderen.

Folgende Maßnahmen nehme ich an den PDE vor:
  • Reinigen im Ultraschall
  • Planfläche fräsen, um die Keile von Chris alias Bastelgarage zu montieren
Netterweise darf ich mir für diese Aktion die Fräse in der Firma mal kurz zwechentfremden:
IMG_20160704_131757.jpg
Ich muss gestehen, das Aufspannen mit der Ausrichtung zur Planfläche war gar nicht so einfach. Hier im Bild sieht man die Quick- and Dirty-Variante. Besser wäre es, sich dafür eine Vorrichtung zu bauen, oder die Teile bei Bastelgarage bearbeiten zu lassen. Doch bei uns hat alles gut geklappt und die Planfläche steht.

IMG_5495 (Large).JPG
Gut zu erkennen bei diesem Injektor:
Ich hatte die NC-Fräse auf das falsche Vorzeichen der Z-Tiefe eingestellt Plus statt Minus ....
Daher ging der Fräser anfangs zu tief in das Material (oben links). Zum Glück bemerkte ich den Fehler schnell genug und konnte korrigieren. Der Rest verlief problemlos, ich muss aber gestehen, dass ich schon bessere Stähle gefräst habe....
 

bonsai19

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Hi, ich habe das mal versucht. Allerdings verteilt sich das Zeug auf 2 Räume, den Hof und einen Schuppen.... Ich habe nochmal ein paar Bilder gemacht. Wahrschienlich ist das nicht, was du möchtest. Ggf. könnte jemeand der in Photoshop oder Gimp gut ist, aus den folgenden Bilder etwas basteln?`Ich weiss auch nicht so genau.

Gruß,
Yogi
@Parasol Dirk, Deine Fähigkeiten sind gefragt! Kannst Du aus den Bildern was Nettes für den Kalender puzzeln? So ein Szenario sieht man schliesslich nicht alle Tage!

Grüße

bonsai
 
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Kurbelwelle

Zack, da ist sie wieder im Block. Auf den Tausch der langen Lagerbkochschrauben habe ich verzichtet, auch wenn das Werkstattbuch etwas anderes sagt. Meiner Meinung nach sind es keine Dehnschrauben.
IMG_5497 (Large).JPG IMG_5498 (Large).JPG
 
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Da ich ja unnötigerweise meine guten Originalkolben bei diesem Projekt gekillt habe, darf ich ich jetzt das tun, was schon lange auf meiner Männer-ToDo-Liste stand:
Neben Flugschein machen, teuren Autos, schönen Frauen und Privatiee-Dasein steht auch: Neue Kolben auspacken und montieren!
IMG_5500 (Large).JPG
Da sind sie. Unglaublich, früher brauchte man für ein PS ein ganzes Pferd. Heute macht ein solche ein Kolben in diesem Motor bis zu 43 PS und passt auf eine Hand...

Das ich die Kolben im Internet bestellt habe und der Anbieter meint, seinen Namen nicht draufschreiben zu müssen, folgt erstmal die Qualitätskontrolle samt Entscheidung, ob die Teile zurückgeschickt werden. Dazu nehmen wir ein paar Maße und weigen die Kolben mal.
IMG_5499 (Large).JPG
Und siehe da, die Dinger scheinen gut zu sein. Der Gewichtsunterschied liegt incl. Bolzen bei unter 1 gramm. Die Maße sind gut. Also behlaten wir sie, auch wenn mir Originalteile an dieser Stelle leiber gewesen wären... Aber das hatten wir schon.
IMG_5502 (Large).JPG IMG_5503 (Large).JPG IMG_5504 (Large).JPG IMG_5505 (Large).JPG IMG_5506 (Large).JPG IMG_5507 (Large).JPG
 
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cocktailyogi

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Es kam eine Frage auf:
Ein Frage habe ich trotzdem, wollte damit aber nicht das Thema "unterbrechen":
Warum hast Du die 12 Lagerbockschrauben nicht ersetzt?
Ich meine, 4,45 Euro sind jetzt auch nicht geschenkt, aber was ist, wenn mit den alten Schrauben etwas ist???
Dann mußt Du die ganze Scheixxe wieder auseinanderreißen...


Antwort:
Das stimmt schon.... allerdings sahen die Schrauben gut aus. Die sind echt mächtig stabil und hatten keine sichtbaren Schäden. Meiner Meinung nach sind es auch keine Dehnschrauben. Nun die technische Ausführung:
In diesem Aluminiummotor werden besagte Kurbelwellenlagerschrauben/Zugankerschrauben via Gewindegleitbuchsen mit den Zylinderkopfschrauben gekontert. D.h. Der ganze Alu-Motorblock wird durch diese Schraubverbindung zusammengespannt. Das Kommt nun jemand daher und wechseln nur den Zylindekropf, ohne die Kurbelwelle auszubauen, verwendet er auch laut Werkstatthandbuch nur neue Zylinderkopfschrauben und die Hauptlagerschrauben bleiben erhalten. In diesem Szenario passiert aber mit den Hauptlagerschrauben genau das Gleiche, wie in meinem Fall. Sie werden entspannt. Das vorgeschrieben Anzugsmoment von der Unterseite von 30Nm ist eher als Fixierung für die Montage zu sehen. Die Spannung wird durch das Montiieren der Koipfschrauben eingebracht.

Daher verzichte ich auf einen Wechsel. Wenn die Zugankerschraube beim Zylinderkoipfwechsel nicht getuascht werden muss, muss sie beim Hauplagerwechsel auch nicht getauscht werden. ABER ACHTUNG:
Das Werkstatthandbuch sagt etwas anderes, ich weiche hier bewusst davon ab. Das muss keiner nachmachen.
Ich habe da wenig Angst, dass ich diese Schrauben nochmal wiedersehe. Eher, dass Irgendetwas anderes beim Start schief geht, wie z.B. Schutz in einem Ölkanal oder eine Lagerschale sitzt nicht richtig oder oder oder....

In dem Dokument "SSP-305" von VW auf Seiite 7 ist ein schönes Bild, welches das Konzept zeigt. Ich traue mich aber nicht, das hier zu verlinken. Das müssen die Moderatoren entscheiden. Ggf. könnte man ja einen Screenshot einfügen?

Gruß,
Yogi
 
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Kleiner Nachtrag zum Zugankerprinzip
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Ölwanne und Ölpumpe

Dank Ölverdünnung durch Diesel (:-() war dort alles recht sauber. Die Ölpumpe ist wie neu.
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