Dumm, dümmer, Deutschland:
Nein, EU-Richtlinie... wie schon ganz richtig gesagt: War für üble Gerüche z.B. Schweineställe gedacht...
Ich finde Kaffegeruch morgens sehr angenehm, aber den ganzen Tag? Nee.
Ich nehm Dich mal mit in die Geschichte... wir schauen ins Jahr 1943: Der Hamburger Stadtteil Hamm, einer der dichtbesiedelsten Arbeiterstadtteile Hamburgs erlebt einen sehr heißen Sommer.
Völlig normal zu der damaligen Zeit: Leben und Arbeiten auf engem Raum: Die Arbeiter wohnten fuß und fahrradläufig zu den Betrieben, während die Angestellten und höhere Ränge in den grünen Randvierteln wohnten und mit den Öffis anreisten...
Niemand wäre auch nur im Ansatz auf die Idee gekommen, sich über "Düfte" zu beschweren
Ein Auto hatte absoluten Seltenheitswert...
So sah es damals aus.... bis zum Juli 1943... dann kamen die Bomber und der Feuersturm.
Man sieht die flächendeckende Bebauung und auch Betriebe und Wohnhäuser lagen dicht beieinander.
Und sogar eine Kaffeerösterei, hier allerdings die von J.J. Darboven... aber der Kaffee duftet genauso... und neben der Rösterei gab es noch weitere Betriebe, u.a. auch Hersteller von Arzneimitteln, die lassen auch so einiges in die Luft... heute natürlich undenkbar, damals eine Tugend, denn die Kosten blieben durch das dichte Wohnen und Arbeiten überschaubar.
Die Karte ist wie folgt zu lesen: gelbe Gebäudeflächen = tabula rasa, zerstört bis auf die Trümmerwüste, hellrote Flächen Totalschaden mit z.T. erhaltenen Grundmauern (Torso),
dunkelrote Flächen: schwere Schäden am Gebäude, kein Dach mehr, aber häufig noch erhaltene Stockwerke und teilweise Mauerwerkabbrüche.
Die Zerstörungsquote im Stadtteil Hamm lag bei 98%...
zum Vergleich vorher und hinterher kannste das Bild in sich verschieben:
Der Blick auf den Mittelkanal in Hammerbrook in Richtung Wendenstraße zeigt tiefgreifende Veränderungen seit dem Zweiten Weltkrieg.
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Die Gegend am Billebogen war mal Heim- und Arbeitsstätte für Tausende. Heute ist das Gebiet nicht wiederzuerkennen.
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Hammerbrook und Hamm Süd waren mal belebte Stadtviertel. Der Luftbildvergleich an Südkanal und Sorbenstraße zeigt den Wandel der Gegend.
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Leider habe ich derzeit wenig Zeit, die Bilder zu betexten. Daher fehlt die kurze Einordnung des Bildes hier noch. Da ich nicht weiß, wann ich dazu kommen werde, den Text zu ergänzen, wollte ich aber zumindest die Bildinhalte schonmal bereitstellen. Für weitere Luftbildvergleiche in der...
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Wie man aus den Bildern sieht, ist heute kaum noch Wohnbebauung anzutreffen, dafür aber viele Betriebe in Flachdachbauten, die alles mögliche machen...
Und was das tragische ist, sie scheitern ja an ihren eigenen Plänen, die sehen nämlich eine Ausweitung der Wohnbebauung vor, eben das sogen. Osterbrookquartier.
Eine Grundlage bildet die
Städtebauliche Erhaltungsverordnung nach § 172 (1) Nr. 1 BauGB
für
HAMM
festgelegt vom:
Bezirksamt Hamburg-Mitte
Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt
Backsteinbeauftragte
und der oder die ist ganz besonders wichtig, will man ja wieder zurück zum roten Ziegel... und sicherlich auch den früheren Charme wieder beleben...
In meinen Augen ist das krank, daß die EU indirekt historisch gewachsene Zusammenwüchse nicht erlauben willl. Das ist Überregulierung vom Feinsten...
Und es ist ja nicht so, daß nicht bereits jetzt neben der Rösterei gewohnt wird...
(weißes Gebäude mit blauer Pförtnerloge und den Schornsteinen auf dem Dach)

