Bremsausfall

Streifenwagen

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22 Juni 2009
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Ort
z´Minga
Mein Auto
T5 California
Erstzulassung
12.2005
Motor
TDI® 96 KW
DPF
nachgerüstet
Motortuning
nicht bei Cali
Getriebe
6-Gang
Antrieb
Front
Ausstattungslinie
Comfortline
Radio / Navi
Delta
Umbauten / Tuning
alles Serie
FIN
WV2ZZZ7HZ6H05xxxx
Hallo liebe Boardler,

bin gerade aus dem Urlaub zurück und habe ein großes Problem mit meinem Cali.

Nach ca. 400 Kilometer Autobahnfahrt (Tempomat 120 Km/h) mußte ich plötzlich stark abbremsen. Ich trat das Bremspedal bis zum Anschlag - aber es tat sich nichts ! Nach zwei oder dreimaligem Pumpen trat eine Bremswirkung ein und ich konnte gerade noch mit ca. 100 Sachen die Spur wechseln. Distanz zum Vordermann ein geschätzter Meter. Ob das Bremspedal beim ersten Bremsen unten geblieben ist oder nicht kann ich nicht sagen. Mit weichen Knien zum nächsten Parkplatz und im Motorraum alles optisch überprüft. Kein Defekt erkennbar und Cali bremste wieder normal. Es war Sonntag und keine Werkstatt hatte einen Notdienst. So bin ich dann die restliche Strecke vorsichtig weitergefahren um am nächsten Tag die VW-Werkstatt in Husum aufzusuchen.

Dort wurde Cali überprüft. Es war alles OK. Der hilfsbereite Meister von der Annahme führte ein Gespräch, das folgendes ergab: es ist bereits vorgekommen, dass beim T5 ein Defekt beim Hauptbremszylinder auftreten kann. Die Manschette die die Bremskreise trennt kann "umschlagen" und keinen ausreichenden Druck im Bremssystem erzeugen. Beim Pumpen des Pedals kommt sie wieder in ihre ursprüngliche Lage und alles ist OK (wenn der restliche Bremsweg noch ausreichend war).


Meine Frage: kann das so sein? Was soll ich in meiner Werkstatt nun reparieren lassen? Hauptbremszylinder wechseln, oder Bremskraftverstärker oder Unterdruckleitungen?

Wie verhält sich VW bezüglich Kulanz in so einem Fall. Die müßten doch froh sein, wenn kein Sach- oder Personenschaden entstanden ist. Drei Tonnen bei 120 Km/h ergibt ne Menge kinetische Energie. Und der Fehler ist bekannt! Beweise mal, dass Du keine Bremswirkung hattest, wenn sich die Manschette wieder in die ursprüngliche Lage bringt.

Noch eine Sache ist mir aufgefallen. Wenn ich auf die Bremse trete, gibt es ein zischendes Geräusch wie bei einem Blasebalg zum Aufblasen von Luftmatrazen (ist zwar ein Campingfahrzeug, aber das ist doch etwas übertrieben von VW :) ). Das Geräusch tritt mit unterschiedlicher Intensität auf und ich habe es bei einem anderen T5 auch gehört, aber nicht so laut.

Am Donnerstag habe ich einen Termin beim :D. Was soll ich machen ???

Im voraus schon mal vielen Dank.

Servus

Helmut


;) schlecht bremsen tut er gut ...

.
 
AW: Bremsausfall

Hi Streifenwagen,

ich kann das alles bestens nachvollziehen. Ich hatte mal einen Mercedes mit dieser "Superbremse" der ersten Generation und auch schon mal fast den Fahrersitz versaut, als ich bremsen wollte und da nur recht wenig sich tat. Lange Geschichte !!!

Autos wo man beim Betätigen der Bremse immer nachdenkt, ob es dann auch funktioniert machen keinen Spaß - ich kenne das !!!

An meinem MV war VW zu blöd die Bremsbeläge richtig zu wechseln, mit dem Ergebnis, dass ein Bremsschlauch so verdreht wurde, dass er sich bis auf die Karkasse durchgescheuert hat. Glücklicherweise der TÜV früh genug gemerkt und VW hat danach aber ganz kleine Brötchen gebacken.

Aber zurück zu Dir.
Erst einmal würde ich den Fall bei VWN melden, falls es nicht schon erfolgt ist. Die haken schon nach und haben nach 2 Monaten nach meinem "Bremsschlauch" mich noch einmal auf die Bühne gebeten. Zur Sicherheit !!! - Naja immerhin hat mich der "Spaß" (Bremsschlauchwechsel und Nachprüfung durch den TÜV) 0,00 EUR gekostet.

Hinsichtlich Kulanz würde ich mir bei VW keine Hoffnung machen, sondern hier die Damen und Herren daran erinnern, wenn grundsätzliche oder konstruktive Mängel an einem Bauteil vorliegen, diese kostenfrei auch nach der Gewährleistungszeit zu beseitigen sind.

Ich würde mir von VW das schriftlich geben lassen (wenn Du es überhaupt bekommst)

Die Manschette die die Bremskreise trennt kann "umschlagen" und keinen ausreichenden Druck im Bremssystem erzeugen. Beim Pumpen des Pedals kommt sie wieder in ihre ursprüngliche Lage und alles ist OK

Ich würde lediglich einen Auftrag erteilen Überprüfung der gesamten Bremsanlage und dann auf die Diagnose warten und von der Vorgeschichte erst einmal nichts erwähnen.

Es wird nichts an dem Auto erneuert, worüber Du nicht !!!!!vorher!!!! informiert worden bist.

Wenn dabei Dir mitgeteilt, dass Bremszylinder defekt ist, dann ist das so und du must zahlen.

Wenn ich die Teile zahle, dann will ich auch die ausgebauten Altteile sehen (den Tick kennt meine Werkstatt schon) .

Wenn dabei aber der Bremszylinder i.O. ist, dann weiter beobachten.

Den Bremszylinder nun aus blinden Aktionismus zu wechseln, hilft Dir auch nicht weiter, wenn man nicht den Bremszylinder eindeutig als Fehlerursache gefunden hat.

Darüber hinaus gab es im Board einen Betrag vor einigen Wochen über geknickte Unterdruckleitung, was ja zu dem beschriebenen Zischen passen würde.

Geknickte Unterdruckleitung wäre für mich klar konstruktiver Mangel !!!

Ich würde einfach in eine VW-Werkstatt fahren, die die Vorgeschichte noch nicht kennt und eben den Bremsanlagen-Komplettcheck beauftragen zu einem Festpreis und dann warten was passiert.

Grüße
Rubel
 
AW: Bremsausfall

Warum hier die Trennmanschette umklappen sollte ist mir sehr schleierhaft. Aber wundern würde mich bei VWN nix mehr.
Problematik bei Bremsencheck: Hier wird niemals die gesamte BA zerlegt oder der gleichen. Im Bestfall werden hier die Bremsdrücke der vier RAdzylinder gemessen und wenn der Fehler gerade nicht da ist fällt auch nichts auf und die Karre wird als i.O. wieder herausgegeben.
Zischen: wahrscheinlich das Ventil des Bremskraftverstärkers = ganz normal
 
AW: Bremsausfall

Hallo,

danke für Eure Antworten.

Ich habe gerade Cali aus der Werkstatt zurück erhalten. Wie schon vermutet, war kein Defekt erkennbar. Da jetzt andere Teile auszuschliesen sind, ist es der Hauptbremszylinder. Ein Wechsel kostet ca. 500 Euro, Kulanz von VW: Nullkommanichts.

Es ist also normal, dass man bei unseren "Nutzfahrzeugen" ab und zu ins Leere tritt.

Werde jetzt ein paar Zeilen an VW schreiben. Sollten die dann immer noch die selbe Meinung vertreten, gibt es Post von meinem Anwalt (auch an das Kraftfahrtbundesamt).

Servus

Helmut
 
AW: Bremsausfall

... habe gerade Cali aus der Werkstatt zurück erhalten. Wie schon vermutet, war kein Defekt erkennbar. Da jetzt andere Teile auszuschliesen sind, ist es der Hauptbremszylinder.
Ein Wechsel kostet ca. 500 Euro, Kulanz von VW: Nullkommanichts.

Es ist also normal, dass man bei unseren "Nutzfahrzeugen" ab und zu ins Leere tritt.

"Kulanz von VW: Nullkommanichts".
... das überrascht hier wohl niemanden.

Wäre aber auf denen ihr Antwortschreiben gespannt.
 
AW: Bremsausfall

Hallo,

mal ganz vorsichtig als Anregung................

Wenn in einschlägigen Zeitschriften bekannt werden sollte, das manche T5 nach vier Jahren einen Totalausfall der Bremsanlage mit bekannten Folgen haben können, sollte das doch der Kulanzabteilung den Blutdruck in die Höhe treiben!

Aber da gibts ja diesen schönen Ausredenthread: Es handelt sich hier bedauerlicherweise um einen Einzelfall.
Das erinnert mich ganz stark an Claus´ Lenkung, die eine andere Richtung nehmen wollte, als der Fahrer!


Michael
 
AW: Bremsausfall

Das erinnert mich ganz stark an Claus´ Lenkung, die eine andere Richtung nehmen wollte, als der Fahrer!

Moin,

Sie wollte nicht nur, sie HAT! Bis ein Baum dem Eigenwillen der Lenkung ein ENDE setzte!

Gruß Tom
 
AW: Bremsausfall

Hallo,

...
Ich habe gerade Cali aus der Werkstatt zurück erhalten. Wie schon vermutet, war kein Defekt erkennbar.
....
Es ist also normal, dass man bei unseren "Nutzfahrzeugen" ab und zu ins Leere tritt.

Werde jetzt ein paar Zeilen an VW schreiben. Sollten die dann immer noch die selbe Meinung vertreten, gibt es Post von meinem Anwalt (auch an das Kraftfahrtbundesamt).

Servus

Helmut

Hi Streifenwagen,

Deine Verärgerung kann ich sicherlich gut nachvollziehen, aber es wird Dir nichts helfen.

Es zählen nur Fakten. (Ich habe dieses bei der Wandlung meines Mercedes mit der "Superbremse" alles durchgemacht und bis zur Wandlung "viel" gelernt)

Fehler bzw. Mängel liegen im juristichen Sinne nur vor, wenn diese dokumentiert werden können ( durch Meßverfahren, Protokolle, Fehlerspeicher, etc.) oder der Fehler reproduzierbar ist.

Nach Prüfung bei VW liegt aber kein Fehler vor.

Möglicher Fehler mit umschlagender Manschette halte ich persönlich für nicht glaubwürdig.

War es eigentlich naß auf der Fahrbahn oder war es zuvor naß auf der Fahrbahn ? als du nach längerer Fahrt mit Tempomat bremsen wolltest ?

Kann sich ein Belag (Staub, Betonbrühe, im Winter Salz) auf der Bremsscheibe gebildet haben ?

Das fühlt sich im ersten Moment auch an, als ob die Bremse ausgefallen ist.

Mein aktuelles Sportwägelchen bremst bei nässe die Scheiben immer automatisch sauber, damit im Fall des Falles dann kein Meter verschenkt wird (Superbremse III Generation)

Ich wünsche Dir zwar Erfolg, aber ich glaube eher nicht, dass Du Erfolg haben wirst.

Unabhängig davon, dass jeder Golf VI eine bessere Bremsanlage hat, als unsere Schrankwand. Aber darauf stellt man sich ein und ich hänge halt nicht mit Tempo 100 dem Vordermann an der Stoßstange, schon zum Schutz der Motorhaube vor Steinschlag

Bin einmal gespannt, wenn die Modellpflege durch ist, was sich dann einmal abgesehen vom optischen verbessert hat.

Mich tröstest immer der gute Wiederverkaufswert des T5, ein Indiez das die Karre im Grunde richtig solide ist. Macken hat jedes Auto

In diesem Sinne

Grüße
Rubel
 
AW: Bremsausfall

Hallo,

das ganze ist vor knapp drei Wochen auf trockener Fahrbahn bei ca. 20 Grad Außentemperatur passiert. Erst beim zweiten oder dritten Tritt aufs Bremspedal trat eine merkliche Verzögerung ein, so dass ich mit ca. Tempo 80 bis 90 in die Lücke auf der linken Spur ausweichen konnte. (Habe früher etwas Motorsport betrieben. Scheinbar sind noch einige "Restreflexe" vorhanden ;) ).

Wenn es nicht der Hauptbremszylinder gewesen ist, was sonst??? Das Bremspedal fühlte sich dannach "weich" an und ließ sich im Stand bei laufendem Motor sehr weit durchtreten. Lag eventuell auch an meinen weichen Knien. Die Felgen waren nicht heiß und die Bremsflüssigkeit wurde vergangenen Herbst gewechselt.

Der T5, scheinbar ein Auto mit allen Schikanen!

Servus

Helmut


PS.: der Tip des Tages: das Lackierte immer nach oben und das Gummierte nach unten.
 
AW: Bremsausfall

Hallo Helmut.

Eine Woche vorher war der Druckpunkt nach einem Service etwas anders.
Die BMW Werkstatt sagte noch am Tag vorher: "Das muss so sein, das ist alles ok".
Landstraße, 105km/h, trocken, Traktor zum überholen, doch von vorne kommt was.
Plötzlich weiche Bremse, beim (Panik) Pumpen wieder etwas Druck.
Grade noch dem Traktor mit der Forke ausgewichen.
(Wie weit dringen die Siloforken eigentlich in einen 3er BMW ein?)

Ich habe gelernt: Bremsversagen kann jeden jederzeit erwischen.
(Und die Knie zittern hinterher ohne Ende.)

Ich war, trotz korrekt gewarteten max. 3 Jahre alten
Autos, mehrfach betroffen:
1. 1 Jahr alte Bremsflüssigkeit frühzeitig am kochen.
2. Serienmäßige Bremsbeläge bei Nässe ohne Wirkung.
3. Der Handbremse setzte die Fußbremse außer Betrieb.

Punkt 3 war so unwarscheinlich dass das eigentlich nicht
passieren kann. Es passiert aber auch.

Viel Glück und sachkundige Mechaniker bei der Suche.
 
AW: Bremsausfall

Erst beim zweiten oder dritten Tritt aufs Bremspedal trat eine merkliche Verzögerung ein, so dass ich mit ca. Tempo 80 bis 90 in die Lücke auf der linken Spur ausweichen konnte. (Habe früher etwas Motorsport betrieben. Scheinbar sind noch einige "Restreflexe" vorhanden ;) ).

Wenn es nicht der Hauptbremszylinder gewesen ist, was sonst??? Das Bremspedal fühlte sich dannach "weich" an und ließ sich im Stand bei laufendem Motor sehr weit durchtreten. Lag eventuell auch an meinen weichen Knien. Die Felgen waren nicht heiß und die Bremsflüssigkeit wurde vergangenen Herbst gewechselt.

Kann irgendwas die Bremskolben nach außen gedrückt /gesogen haben? Mehrmaliges Pumpen deutet darauf hin !?! Allerdings sollte das den Druckpunkt nicht verändern...
Das klingt ein bischen wie die Motorradrennfahrer, die auf der Geraden fürchteriches Kickback (Lenkerschlagen) überleben und beim Anbremsen der nächsten Kurve ins Leere greifen, weils ihnen die Bremskolben vom Belag weggedrückt hat...

Grüße,
Christoph
 
AW: Bremsausfall

Hallo,

ich hatte das am T5 zweimal kurz hintereinader und nur beim starken bremsen. Bei der zweiten Prüfung wurde die Unterduckschläuche ausgebaut und siehe da, einer defekt. Kleiner Biss im Schlauch der bei Vollbremsung und Dehnung des besagten Schlauches zum Unterduckverlust führte. Bin ich froh einen Bremskraftverstärker zu haben, ohne is nämlich schlecht...

Gruss
peter
 
AW: Bremsausfall

@Peter

Dass klingt bisher am plausibelsten und ich habe mir den Cali noch mal genauer angesehen. In der Tat sind an dem einen Unterdruckschlauch kleine "Dellen", die vermutlich von den Beissern eines Marder stammen. Dieser Schlauch wurde aber vom :D mittels Lungenkraft geprüft und für gut, sprich dicht befunden.

Aber ! warum baut sich dann der Unterdruck beim Pumpen wieder auf?

Sollte der Schlauch einzeln erhältlich sein (ohne das ein halber T5 mitgekauft werden muß) tausche ich das Teil am Montag aus.

Ich habe den Bus gestern gewaschen und durchgeputzt. Ist schon ein schönes Auto ... :]

Danke an Alle und ein schönes Wochenende

Helmut
 
AW: Bremsausfall

... Dass klingt bisher am plausibelsten und ich habe mir den Cali noch mal genauer angesehen. In der Tat sind an dem einen Unterdruckschlauch kleine "Dellen", die vermutlich von den Beissern eines Marder stammen. Dieser Schlauch wurde aber vom :D mittels Lungenkraft geprüft und für gut, sprich dicht befunden.

Mal unter uns Motorsportlern ... ;-)
mangelnder Unterdruck beim Bremskraftverstärker führt NICHT zum leeren durchtreten des Bremspedals, sondern zu hohen Bedienkräften bzw zur Verhärtung des Druckpunkts.
 
AW: Bremsausfall

Moin,

lassen wir das mit den Motorsportlern mal.
Den Marderbiß hatten wir an nem Trapo auch mal. Der Mitarbeiter beschrieb es auch als absoluten Tritt in die Leere und hatte Mühe den Bus wieder zum stehen zu bekommen.

Kannst ja gern mal den Motor ausmachen (such dir aber ne Stelle wo du keinen gefährden kannst) und dann versuchen den Bulli zum stehen zu bekommen.

Fast ein Unding.

Gruß Tom
 
AW: Bremsausfall

@Peter

Dass klingt bisher am plausibelsten und ich habe mir den Cali noch mal genauer angesehen. In der Tat sind an dem einen Unterdruckschlauch kleine "Dellen", die vermutlich von den Beissern eines Marder stammen. Dieser Schlauch wurde aber vom :D mittels Lungenkraft geprüft und für gut, sprich dicht befunden.

Aber ! warum baut sich dann der Unterdruck beim Pumpen wieder auf?

Sollte der Schlauch einzeln erhältlich sein (ohne das ein halber T5 mitgekauft werden muß) tausche ich das Teil am Montag aus.

Ich habe den Bus gestern gewaschen und durchgeputzt. Ist schon ein schönes Auto ... :]

Danke an Alle und ein schönes Wochenende

Helmut

Hallo,

vorab, meine Empfindung war auch, das ich in Leere, sprich aufs Bodenblech trat. Das ganze System wird derart hart, das zumindest meine Beinsensorik Alarm schlug. Für die Auswertung der sensorischen Fehlinfomationen kann ich nicht wirklich was. Mein Gehirn kannte diese Situation noch nicht und hat daher auf althergebrachte Art und Weise reagiert: Stress!

Auch bei mir war nach mehrmaligen Treten auf einmal der Bremsdruck wieder da und alles funktionierte für Tage wieder bis eine ähnliche Situation eintrat. Die Aussage vom Meister war auch sehr schlüssig: "Erst bei bestimmter Dehnung des Schlauches trat diese Leckage auf".
Die haben vorher auch nichts gefunden!

Gruss
Peter
 
AW: Bremsausfall

Vielleicht mal kurz ne Klärung zum Thema Bremskraftverstärker (BKV):

Der BKV wird durch unterdruckbetätigt. Dieser Unterdruck wird beim Dieselmotor von eine Unterdruckpumpe erzeugt, die auch noch weitere Systeme versorgt (z.B. VTG-Verstellung, AGR...). Der BKV unterstützt nur die Fusskraft des Fahrer,das heisst, der Fahrer tritt aufs Pedal, der BKV hilft sobald er einen Druck verspürt mit und Bremsfuss und BKV bewegen nun gemeinsam ein Gestäge, welches den HAuptbremszylinder (HBZ) betätigt.
Sollte der Unterdruck nicht vorhanden sein (z.B. Schlauch defekt) , so wird die Brems HART, soll heissen die Betätigungskräfte steigen auf ein x-faches an. Für den gleichen Bremsweg muss man also viel kräftiger treten!
Kann man die Bremse allerdings "durchtreten", dann sind logischerweise die Betätigungskräfte geringer geworden. Ursache: Undichtigkeit in der Bremshydraulik (alles was nach dem HBZ kommt) oder Dampfblasenbildung durch zu alte und/oder zu heisse Bremsflüssigkeit. Man tritt also "ins Leere".

Fazit:
harte Bremse (hohe Betätigungskraft) => Fehler im Berich BKV
ins Leere Treten => Fehler in der Hydraulik


Vielleicht kann der ein oder andere das aber in der Schrecksekunde nicht genau unterscheiden......
 
AW: Bremsausfall

Fazit:
harte Bremse (hohe Betätigungskraft) => Fehler im Berich BKV
ins Leere Treten => Fehler in der Hydraulik

Das ist klar! Wie ich schrieb, ist es aber nicht immer möglich direkt ein durchfallendes von einem "nur" harten Bremspedal zu unterscheiden, insbesondere wenn man akut bremsen muss. Im Stand und bei andauernden Fehler ist das ganze sehr einfach.

Bedeutet für mich: Beide Optionen im Auge behalten und dem ersten Eindruck nicht zuviel Beachtung schenken.

Gruss
Peter
 
AW: Bremsausfall

Hallo an Alle, :danke:

ja, es könnte auch ein hartes Bremspedal gewesen sein. Aber mit 99,99 % Sicherheit ist es durchgefallen und erst beim Pumpen hat sich erst ein Widerstand aufgebaut. Ich hatte dann auf dem Parkplatz das Gefühl, als würde das Pedal bei vollem Durchtreten und bei konstantem Pedaldruck noch ca. 1 cm nachgeben (natürlich bei stehendem Fahrzeug ausprobiert ;-) = Druckpunkt wandert.

Da kein Bremsflüssigkeitsverlust feststellbar, ist doch der Hauptbremszylinder der Hauptverdächtigte? Das war zumindest früher bei den Autos ohne Bremskraftverstärker der Fall.

Servus aus München (bei 29 °C)

Helmut
 
AW: Bremsausfall

Hallo an Alle, :danke:

ja, es könnte auch ein hartes Bremspedal gewesen sein. Aber mit 99,99 % Sicherheit ist es durchgefallen und erst beim Pumpen hat sich erst ein Widerstand aufgebaut. Ich hatte dann auf dem Parkplatz das Gefühl, als würde das Pedal bei vollem Durchtreten und bei konstantem Pedaldruck noch ca. 1 cm nachgeben (natürlich bei stehendem Fahrzeug ausprobiert ;-) = Druckpunkt wandert.

Da kein Bremsflüssigkeitsverlust feststellbar, ist doch der Hauptbremszylinder der Hauptverdächtigte? Das war zumindest früher bei den Autos ohne Bremskraftverstärker der Fall.

Servus aus München (bei 29 °C)

Helmut


Hallo Helmut,

bist Du Dir sicher das immer 100% die Bremsflüssigkeit gewechselt wurde?
Ich habs schon beim Motorrad erlebt mit durchgreifen, aber da war es Überhitzung der Bremsflüssigkeit.

Vielleicht hat auch eine weile der Bremsklotz an der Scheibe geschliffen? Passiert leider auch, spreche da aus Erfahrung.
Auch ein Grund die Bremsflüssigkeit gut zu erwärmen.

Gruß
M.
 
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