AT-Reifen bis zu welcher Größe ohne Höherlegung möglich ?

Deine Fragen wurden hier eigentlich schon alle beantwortet.

1. Tachoangleichung mittels Box beim T6.1 musst Du nur machen, wenn bei einem Tachogutachten der Tacho zu wenig anzeigt. Bei mir hat es mit 225/65 17 noch gepasst. Somit keine Anpassung und auch kein Tachomodul. 235er sollten nicht ohne Modul gehen. Wenn, dann ist da was gefacked.
2. Bei Tachoangleichung werden normalerweise alle Serienreifen gesperrt. Auch die, die im COC stehen.
3. siehe 2.
4. Tachogutachten können Werkstätten erstellen, die das notwendige Equipment dafür haben. Bei Dir Allradprüfstand mit Geschwindigkeitsauswertung.

Sieht dann so aus:
Vielen Dank.


1. Mich würde interessieren, wie so ein Eintrag im Fahrzeugschein aussieht, der die Reifen im COC für ungültig erklärt.
2. Werden bei einer Tachoangleichung grundsätzlich alle Serienreifen gesperrt, auch wenn die Tachoangleichung so moderat ausfällt, dass die Serienreifen noch in der Toleranz liegen, die der Tacho vorgehen darf?
3. Wenn es sich um ein Prüfprotokoll handelt, kann dies doch theoretisch jeder ausstellen, es steht noch nichtmal die Prüfeinrichtung drauf?

VG
Carsten
 
1. Da kann ich Dir leider nicht helfen, da bei mir ja keine Justierung notwendig war.
2. Moderat ist ja immer relativ. Von Haus aus mit Serienbereifung hast Du ja schon eine gewisse Abweichung. Sprich bei 100 zeigt Dein Tacho 105 km/h. Das wären +5%.

Beispiel von meiner neuen Reifenkombination

Meine neue Reifenkombination ändert dan Tacho auf -5,3%. Da der Tacho vorher angenommen +5% hatte geht es sich mit einem Auge zudrücken aus 😆.

Hast Du jetzt aber eine Reifenkombination mit mehr als -5,3 % Abweichung (bei 235/65 17 sind es nämlich 7%) brauchst Du beim T6.1 ein Tachomodul, was das ganze korrigiert. Es sind aber im + Bereich auch nur maximal +7% Tachoabweichung erlaubt. Wenn Du dann also Deine alte Serienbereifung drauf machst, verstößt Du dagegen. Somit darfst Du die Serienbereifung nicht mehr fahren.

3. Jeder der dafür schriftlich grade steht und eine passende Prüfeinrichtung hat kann dieses Protokoll ausstellen. In meinem Fall war die Prüfeinrichtung wie auf dem Protokoll vermerkt ein "Dyno-jet Allradleistungsprüfstand 424Lx2". Wenn Dein Schrauber um die Ecke sowas hat, und dann schriftlich mit Firmenstempel (das Dokument geht ja schließlich in die Abnahmeunterlagen ein) bestätigt, dass alles in der Tolleranz liegt, dann ist alles prima.

Und glaube mir, ein seriöser TÜV oder DEKRA Beamter kann gut rechnen und mit Hilfsmitteln wie einen Reifenrechner umgehen.
 
Hier mal meine Erfahrung, vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen:

Ausgangssituation:
T6.1 TDI 110kW DSG 4M mit 17" Fahrwerk, Standardbereifung 215/60R17 in den Papieren, Alufelge RC Design RC25T 7x17ET55 (entspricht den Original-Stahlfelgen), Serien-Fahrwerk (senkrechter Abstand Rad Mitte zu Korflügelkante vorne ca. 45 cm und hinten ca. 46 cm)

Änderung:
Stahl-Spurverbreiterung von 15 mm rundum, also identisch mit einer Felge die ET40 wäre z. B. die von TMP
AT-Reifen 235/65R17, also knapp 7% größer
Tacho-Kalibrierkit 5% (selbst eingebaut)
Fahrwerk ist (noch) das Serien-Fahrwerk, also keine Höherlegung!

Die Änderung habe ich vorab mit einem TÜV-Prüfer besprochen, dazu hatte ich das Gutachten von den Felgen, worin die 235/65R17 für den Amarok aufgeführt waren (bzgl. Traglast), das Gutachten von der Spurverbreiterung, das Gutachten von den Felgen von TMP wegen der Auflagen für die Reifengröße (es wird keine Höherlegung gefordert) und die Unterlagen zu dem Tacho-Kalibrierkit inkl. Einbauanleitung.

Nach Verbau der Teile am Auto dann zu TÜV-Prüfer mit den o. g. Unterlagen und zusätzlich noch eine Fotodokumentation zu dem Verbau des Tacho-Kalibrierkits.
Alles wurde problemlos abgenommen und auch die Serien-Bereifung wurde nicht ausgetragen, allerdings mit dem Hinweis, dass bei der Nutzung der Serienbereifung das Tacho-Kalibrierkit ausgebaut werden muss.

Meine Empfehlung:
Das Wichtigste ist u. a. das ganze Thema mit dem TÜV-Prüfer zu besprechen und abzuklären was möglich ist und was nicht.
Gut vorbereitet zu sein hilft natürlich sehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier mal meine Erfahrung, vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen:

Ausgangssituation:
T6.1 TDI 110kW DSG 4M mit 17" Fahrwerk, Standardbereifung 215/60R17 in den Papieren, Alufelge RC Design RC25T 7x17ET55 (entspricht den Original-Stahlfelgen), Serien-Fahrwerk (senkrechter Abstand Rad Mitte zu Korflügelkante vorne ca. 45 cm und hinten ca. 46 cm)

Änderung:
Stahl-Spurverbreiterung von 15 mm rundum, also identisch mit einer Felge die ET40 wäre z. B. die von TMP
AT-Reifen 235/65R17, also knapp 7% größer
Tacho-Kalibrierkit 5% (selbst eingebaut)
Fahrwerk ist (noch) das Serien-Fahrwerk, also keine Höherlegung!

Die Änderung habe ich vorab mit einem TÜV-Prüfer besprochen, dazu hatte ich das Gutachten von den Felgen, worin die 235/65R17 für den Amarok aufgeführt waren (bzgl. Traglast), das Gutachten von der Spurverbreiterung, das Gutachten von den Felgen von TMP wegen der Auflagen für die Reifengröße (es wird keine Höherlegung gefordert) und die Unterlagen zu dem Tacho-Kalibrierkit inkl. Einbauanleitung.

Nach Verbau der Teile am Auto dann zu TÜV-Prüfer mit den o. g. Unterlagen und zusätzlich noch eine Fotodokumentation zu dem Verbau des Tacho-Kalibrierkits.
Alles wurde problemlos abgenommen und auch die Serien-Bereifung wurde nicht ausgetragen, allerdings mit dem Hinweis, dass bei der Nutzung der Serienbereifung das Tacho-Kalibrierkit ausgebaut werden muss.

Meine Empfehlung:
Das Wichtigste ist u. a. das ganze Thema mit dem TÜV-Prüfer zu besprechen und abzuklären was möglich ist und was nicht.
Gut vorbereitet zu sein hilft natürlich sehr.
Moin Moin,

mal ne blöde Frager zu dem Tacho-Kalibrierkit: Wieso kauft man für 550.-€ diese Box wenn man doch die Wegstreckenkennzahl mit VCDS für quasi Lau programmieren kann? Oder hat die Box noch irgendwelche anderen Features die ich gerade nicht sehe und kenne?

Beste Grüße
Martin
 
mal ne blöde Frager zu dem Tacho-Kalibrierkit: Wieso kauft man für 550.-€ diese Box wenn man doch die Wegstreckenkennzahl mit VCDS für quasi Lau programmieren kann? Oder hat die Box noch irgendwelche anderen Features die ich gerade nicht sehe und kenne?
Bis zum T6 geht es mit VCDS beliebig oft. Beim T6.1 ist es mit VCDS nicht mehr möglich (bzw. nur genau 1mal möglich afaik)
 
Beim digitalen Cockpit geht es beim T6.1 mit VCDS gar nicht mehr. Deshalb bin ich auch nur auf die 225/65 17 gegangen. Macht vieles viel einfacher und reicht mir zumindest voll und ganz.
 
Hast Du jetzt aber eine Reifenkombination mit mehr als -5,3 % Abweichung (bei 235/65 17 sind es nämlich 7%) brauchst Du beim T6.1 ein Tachomodul, was das ganze korrigiert. Es sind aber im + Bereich auch nur maximal +7% Tachoabweichung erlaubt. Wenn Du dann also Deine alte Serienbereifung drauf machst, verstößt Du dagegen. Somit darfst Du die Serienbereifung nicht mehr fahren.
Hallo Lars,
das war was ich meine, Rechenbeispiel:


Werte laut Reifenrechner

Serie: 255/45 R18 Umfang 208,8 cm, GPS 95km/h bei 100km/h Tachoanzeige

Offroad: 265/65 R17 Umfang 224,1 cm (+7,4%) Geschwindigkeit -6,9%

Rechnung:

100 km/h *,95*1,074=102,0 km/h wäre die gefahrene Geschwindigkeit bei 100km/h Anzeige

==> Tachoangleichung um 2% 102,03km/h*,98=99,99 km/h (<100km/h) bei Offroad 265/65R17

mit Serienbereifung 95km/h*,98= 93,1km/h Abweichung bleibt in der Toleranz von 7%.

Es wird ein Tachomodul benötig, dieses müsste dann für die Serienbereifung nicht ausgebaut bzw. deaktiviert werden.

Ist allerdings eine knappe Nummer. Akzeptiert der Prüfer so eine Berechnung oder benötigt man dann noch ein Tachogutachten?

Viele Grüße

Carsten
 
Woher kommen eigentlich die 7%, die ein Tacho mehr anzeigen darf?

In der Richtlinie EU-Richtlinie 75/443/EWG steht für Fahrzeuge mit Zugelassen ab 91 10% + 4km/h .

0 <= (v1-v2) <= (v2/10+4km/h).

Mit v1=Tachoanzeige und v2=tatsächliche Geschewindigkeit

zu messen bei 40km/h; 80km/h und 120km/h

Damit hätte ich einen Toleranzbereich von 8km/h bei gefahrenen 40km/h und von 16km/h bei gefahrenen 120km/h.
 
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