AGR Fehlermeldung trotz Reperatur

Millivanilli

Jung-Mitglied
Registriert
13 Nov. 2023
Beiträge
10
Reaktionspunkte
1
Punkte
5
Ort
Lingen/Ems
Mein Auto
T6 Kastenwagen
Erstzulassung
01/2017
Motor
TDI® 75 KW EU5 CAAB / EU6d-Temp CXGB
DPF
ab Werk
Getriebe
5-Gang
Antrieb
Front
Ausstattungslinie
Basis
Radio / Navi
Aftermarket
Hallo zusammen....

Vorweg kurz die Info : VW T 6 Transporter, BJ: 2017, 2,0 l TDI , 102 PS Motor : CXGB ,aktueller Km Stand : 156650

Folgende Geschichte bzw. Fragen dazu :

Im letzten Jahr , ende Juni 2025 , das komplette Agr-Modul erneuert in einer (guten...) freien Werkstatt. Ersatzteil= Original VW.
Jetzt, nach gut 17.000 Km bzw. gut 15 Monaten ging vor eineinhalb Wochen die MKL an.
Also nix wie hin zur Werksattt zum Auslesen. Bulli lief weiterhin normal ohne Probleme. Beim Auslesen wurde dann der Fehlercode P0401 angezeigt bzw. der Mechaniker meinte noch dazu, AGR Durchfluss zu gering. mmmmhhhh, also wieder alles Dicht im AGR Kühler ??? Der ist doch erst knapp über ein Jahr alt, und nur 17.000 Km gefahren. Alles andere, laut Aussage wäre intakt, halt "nur" wieder verkokt. Also, AGR komplett raus, wieder komplett gereinigt (Ultraschall Bad),
alles andere überprüft, wieder eingebaut.......Fertig. Nachdem ich den Bus wieder abgeholt habe kam nach gut 30 Km wieder die MKL.
Wieder zur Werkstatt, Auslesen, wieder der gleiche Fehler. Also Bulli wieder da gelassen um weiteres zu Testen bzw. den Fehler zu finden. Es wurde noch der Differenzdrucksensor gewechselt und von einem Baugleichen Bus der LMM mal kurz getauscht um zu schauen ob es daran liegt. Der wars auch nicht....
Was sollte man denn jetzt noch alles Testen bzw. Untersuchen das der Fehler nicht wieder kommt ? Vielleicht habt ihr ja wertvolle Tipps die ich weitergeben kann...

MFG
 
Rohr an der AGR gerissen.
 
Entweder Rohre gerissen oder stark zugewachsen und im Querschnitt verengt. Auch die Ansaugleiste kann im Eingangsbereich des Rohres - nach AGR - stark verengt sein. Das reicht dann, um den AGR Durchfluss zu mindern und den Fehler zu triggern.

Sind denn die Rohre erneuert worden? Das machen die Werkstätten eigentlich mittlerweile automatisch.

 
Moin....
Du meinst das Rohr das man längs von oben sehen kann, ja, das ist neu gekommen bzw. beim Ausbau wieder mit sauber gemacht worden. Gibt es noch eins?
Ansaugtrakt meinte er wäre auch okay gewesen.
 
Gibt es noch eins?
Ja, das zuführende Rohr. Das Rohr welches Du beschreibst, ist dasjenige vom AGR zur Ansaugleiste. Das Rohr vom Krümmer zum AGR muss kontrolliert werden. Auf der Rechnung müssen/sollten zwei Rohre stehen.

Selbst wenn die Rohre (2) neu sind, könnten sie gerissen sein. Das muss jetzt geprüft werden.

 
Hab grad nochmal mit dem Meister telefoniert. Er meinte beide Rohre sind neu gekommen bzw. jetzt beim Ausbau mit gereinigt worden (Ultraschall bad). also okay....
Eine Sache hatte ich noch im Netz gelesen. Man sollte bei VW über ODIS eine Grundeinstellung des Massenstrom-Modells die Lernwerte der Abgasrückführung zurucksetzen. (Steuergerät).
 
Eine Sache hatte ich noch im Netz gelesen.
den Versuch hast Du ja frei... gegen eine Grundeinstellung spricht rein garnichts ..... wenn andere - noch nicht erkannte Problem vorliegen, wovon ich ausgehen würde, wird das vermutlich nichts bringen - Versuch macht klug.

Die Beurteilung der Abgasrückführungsrate geschieht über den Luftmassenmesser. Dieser meldet dann eine unerwartet hohe Luftmasse. Die Frage wäre, in welchen Betriebs- und Fahrsituationen das auftritt, bzw. unter welchen Rahmenbedingungen der Fehler getriggert wird - hierzu kann man auch die Live-Ansicht im OBD Modus nutzen.

Im Ausschlussverfahren ist die gesamte Anlage ( inkl. bzw. plus der Ladeluftrecke) mit Rauch bzw. Nebel abzudrücken.

Dass ein AGR bereits nach 17000km Fahrleistung stark versottet und erneut der P0401 getriggert wird, weist auf andere Probleme hin. War es denn tatsächlich stark versottet? Gab es Bilder/Dokumentation der Werkstatt dazu?

 
Der LMM wurde auch getestet bzw. aus einem anderen Bus ausgebaut um ihn bei mir zu testen. War auch ok. Der Differenzdrucksensor ist auch neu. Mit Nebel abgedrückt wurde auch schon gemacht. Ich habe leider nur ein paar Bilder gesehen nach dem der AGR und die Rohre gereinigt waren, also sauber. Der Mechaniker meinte halt das es sehr verußt war obwohl erst 17000 km alt.
Wäre zb. auch nur die Ansaugbrücke das Problem? Beim ersten Check wurde mit Endoskop hinein geschaut und es war eigentlich ok.
Aber man kann ja nicht dahinter gucken und wenn es da stark versottet ist
 
Sicher, dass die km stimmen?
 
Joo, sicher....AGR kompl. erneuert am 25.06.2025 bei ca.140000 Km . Jetzt aktuell bin ich bei ca.156500 Km
 
Der LMM wurde auch getestet bzw. aus einem anderen Bus ausgebaut um ihn bei mir zu testen.

Wenn ich schreibe, dass die Luftmasse zu Beurteilung der AGR Rate herangezogen wird, dann meine ich damit im Umkehrschluss nicht automatisch, dass der LMM defekt sein könnte. Die sind tatsächlich eher selten defekt. Es geht tatsächlich um Luftmasse SOLL/IST in den unterschiedlichen Last- und Betriebsmodi.

Die Kernfrage ist: wann und in welchen Betriebssituationen wird der Fehler getriggert? Wann genau ist denn die Luftmasse zu hoch? Aus diesen Erkenntnissen lassen sich dann ggf. weitere Szenarien ableiten, wenn denn das AGR und die Rohre intakt sein sollen. Dazu ist neben dem Scan mit den entsprechenden "Freeze-Frame"s auch eine entsprechende Messfahrt notwendig, um das Geschehen besser beurteilen zu können.

Der Mechaniker meinte halt das es sehr verußt war obwohl erst 17000 km alt.

Ruß ist da immer - die Frage ist konkret, wie stark "versottet" bzw. im Querschnitt verengt das war. Von bissl Ruß im AGR sinkt die AGR Rate nicht.
Wäre zb. auch nur die Ansaugbrücke das Problem? Beim ersten Check wurde mit Endoskop hinein geschaut und es war eigentlich ok.

Die Ansaugbrücke ist nur im Bereich der einströmenden Abgase, also im Bereich des Rohranschlusses relevant. Die restlichen Verkokungen- zum Beispiel im Bereich der Ansaugkanäle - senken die Gesamt-Luftmasse. Hier geht es spezifisch um "zu viel Luftmasse" aus der das System ein "zu Wenig" an AGR -Rate schlussfolgert.

Nachdem ich den Bus wieder abgeholt habe kam nach gut 30 Km wieder die MKL.


Kennst Du denn den aktuellen Fehler konkret? Nicht dass am Ende ein anderer Fehler anliegt, weil einer der Stecker nicht korrekt eingerastet wurde. Lade doch bitte einen Komplett-Scan hoch, damit wir sicher sind, worüber wir reden!

 
Danke schon mal für die Antworten.....

Komplettscan hab ich nicht, bzw. nicht hier Zuhause. Ist alles in der Werkstatt. Vom Ruß her meinte er nur das er schon wieder nach so kurzer Zeit stark verkokt war.
Was ich nur weiß ist P0401 Durchfluss zu gering. Montag früh muss ich wieder hin zur Werkstatt und dann weise ich nochmal drauf hin alle Stecker etc nochmal zu Überprüfen und das mit dem LMM und Messdaten , Scan, Messfahrt etc.
 
Noch so nebenbei bemerkt :

Auf der Fahrt diesen Sommer Richtung Allgäu hatte ich nach gut 6 Stunden Fahrt (bei 39,5 Grad) auch auf einmal die MKL an.
Habe dann den ADAC angerufen und der hat auch den Fehlerspeicher ausgelesen mit folgenden Einträgen :

23871 Abgasrückführungssystem
31103 NOx - Speicherkatalysator Bank
27277 Spannungsversorgung
30540 Drosselklappensensor
16230 CAN Verbindung mit Kombiinstument-Steuergerät
27202 Sensorreferenzspannung A
27200 Sensorreferenzspannung B
27198 Sensorreferenzspannung C
27196 Sensorreferenzspannung D

Diagnoseergebnis 2 Fehlerbeschreibung

P20EE NOx Speicherkatalysator Bank 1

Er hatte mir dann den Fehler vor Ort gelöscht und ich bin seitdem "Fehlerfrei" ca 3000 km gefahren ohne weitere Fehler meldung.
Halt bis letzte Woche. Die Frage ist , hat dieser Fehler evtl. schon was mit dem jetzigen Problem zu tun, oder sind das wieder zwei ganz verschiedene Geschichten.
 
Noch so nebenbei bemerkt :
Nicht unerheblich....
Etwaiige Zusammenhänge wären leicht herleitbar, insofern ähnliche Fehler wieder im Sachzusammenhang auftauchen. Wichtig wäre diesbezüglich das Auslesen mit einem geeigneten DiagnoseAdapter.
Das Löschen von Codes ist in den meisten Fällen nicht notwendig, ja sogar fachlich falsch, da es keine Reparaturmaßnahme darstellt. Im 99% der Fälle reicht ein Zündungsreset für die Weiterfahrt.
Das nur am Rande...

Um der Diskussion Futter zu geben, wäre ein nicht bereinigter Scan inkl freeze-frame interessant.

Wenn nur der P0401 isoliert auftaucht, bleibt der Focus weiterhin auf Leckagen und Restriktionen im AGR-Trakt. Auch der Rest der Abgasanlage muss hier betrachtet werden, da es für vernünftige AGR-Raten auch eines bestimmten Druckgefälles bedarf.

Wenn da beispielsweise "Referenzpannungen" und auch Fehler zum Thema SCRKat/NOx hinterlegt sind, wäre der Sachverhalt anders zu beurteilen.

Die Werkstatt wird das schon richten...
Viel Erfolg!
 
Ich würde auch auf ein Problem an der Luftstrecke tippen. Wenn du im Bereich mit Ladedruck Luft verlierst, dann hast du dadurch ein erhöhtes AGR (der Luftmassenmesser misst mehr Luft als in den Motor geht, der Rest wird mit AGR aufgefüllt. Dafür öffnet das Steuergerät dann das AGR).
Wird diese Leckage zu groß, dann kommt es nicht nur zu starkem Rußen (von außen nicht sichtbar wegen dem DPF), sondern auch zu der Fehlermeldung mit dem niedrigen AGR Durchsatz.
Das Steuergerät weiß ja nicht, viel AGR tatsächlich strömt, sondern regelt über die gemessen Luftmasse. Passt die Öffnung des AGR nicht zur Erwartung des Steuergeräts (Regelkreis öffnet mehr als erforderlich), dann wird der Fehler geworfen.

Das hintere AGR Rohr ist dafür eher nicht verantwortlich. Da würde es vor allem nach Abgas stinken.
Typische Stellen sind alle Verbindungen in der Ladeluftstrecke, und die Kurbelgehäuseentlüftung.

Mfg
 
Zurück
Oben