Was soll ich denn alles erfragen bzw wird hier benötigt um irgendwie weiter zu kommen?
Da deine Möglichkeiten und auch diejenigen der Werkstatt vermutlich eingeschränkt sind (kein passendes Interface) - kann ich dir ohne Scan und aufgrund deiner Schilderung nur raten, zu einem Vertragshändler zu fahren.
Dazu folgender Hintergrund:
Die Initialisierung funktioniert mit einem anderen, als einem ODIS-, Interface in Einzelfällen
nicht.
Darüber hinaus muss zur Diagnose auch die Funktion des System's verstanden werden. So kann es zum Beispiel gut sein, dass einzelne Parameter, so zum Beispiel der Druck der Anlage, nicht bestimmungsgemäß sind, ohne dass ein Fehler geschmissen wird. Dazu gibt es auch eine TPI von VW. Darüber hinaus muss die Aktualität der Softwareversion geprüft werden, nachdem Teile an der Adblue-Anlage erneuert wurden. Da sind freie Werkstätten oft überfordert.
Die Werkstatt hat auch mal alle Leitungen durchgemessen und diese sollen scheinbar alle i.O. sein.
Ich könnte jetzt Wetten mit dir abschließen, was die gemacht haben. Freilich kann ich das nur vermuten.
Folgendes:
Ich vermute, dass lediglich Durchgangsprüfungen gemacht wurden. Bei modernen Ad-Blue Anlagen wird die 12V Gleichstromversorgung des Fördermoduls durch die Regelelektronik zu 3 Phasen Wechselstrom für die Versorgung und Druckregulierung der bürstenlosen Pumpe des Moduls gewandelt. Allein dieser Umstand erweitert die notwendigen Prüfungen um ein Vielfaches und übersteigt die Möglichkeiten, bzw. das Verständnis der meisten Werkstätten. Auch Vertragswerkstätten werden hier schnell mit einem Kompletttausch des Fördermoduls reagieren, anstatt ggf in die detaillierte Diagnose zu gehen. Ob das Sinn macht oder nicht, hängt im Detail von den Verrechnungsätzen der Werktatt und den Teilepreisen ab.
Im Hinblick auf die Tatsache, dass Einzelteile für die Fördermdule -je nach Version- nur begrenzt verfügbar sind, kann eine vorab-Diagnose durchaus Sinn machen (Beispiel Drucksensor - gibt es nicht einzeln - Austausch des Fördermoduls)
Zum "Verständnis" der Anlage gehört unter anderem auch, dass es keinen "Durchflussmengensensor" gibt. Der Fehler kann sowohl durch defekte Sensorik im Bereich der Abgasstemperaturen, als auch Abweichungen bei den Nox-Sensoren getriggert werden. Die "zu geringe Durchflussmenge" ist ggf eine Interpretation des MSG, weil die Nox-Werte daneben, oder der Addblue Verbrauch zu gering ist. Auch Kristallbildung innerhalb des Moduls kann hydraulisch zu Verlusten führen.
Wir kennen bislang auch nicht den echten Fehler-Code. Für solche spezifischen Anfragen ist es zwingend notwendig, die entprechend protokollierten Scans im Textformat hochzuladen, ohne dass vorher Fehler gelöscht wurden. Ansprechpartner ist deine Werkstatt.
Was soll ich denn alles erfragen bzw wird hier benötigt um irgendwie weiter zu kommen?
Für dich persönlich ist zunächst von Interesse, welches Diagnoseinterface benutzt wurde, und welche Fehler exakt (mit Code) ursprünglich protokolliert wurden. Ich werde
im Forum bewusst keine Anleitungen für Werkstätten schreiben. Ich gebe dir den Rat, dich an eine Vertragswerkstatt zu wenden. Unter Umständen reicht schon die Initialisierung per ODIS. Das wäre aus meiner Sicht erstmal die naheliegende Variante.
Vor der Fehler kam wurde ein der DPF in Stand gesetzt, das Gewebe war gebrochen und bin so nicht durch den TÜV gekommen.
Was genau wurde da am DPF/SCR gemacht? Die Anlagen reagieren extrem empfindlich auf Änderungen. So führen zum Beispiel Änderungen an den (teilweise patentierten) Mischern hinter dem Dosierventil sehr oft dazu, dass der Wirkungsgrad der Anlage heruntergesetzt wird, was je nach Software dann als zu geringer Wirkungsgrad quittiert wird. DPF/SCR sind zwingend als Original Teile zu ersetzen. Allein das Einsetzen fremder Monolithen kann zu vollkommen anderen Nox-Werten führen.
In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, dass FörderModul zu demontieren, bzw., zu endoskopieren umd eine ggf zugesetztes Sieb der Förderpumpe zu erkennen. .....................und so weiter...................etc........
Gruß