Abrollumfang Codierung

Ich habe den baugleichen Ford Tourneo Custom, original ausgeliefert mit 19" Sommerrädern. Für den Winter hab ich dann auch 18" Felgen mit Reifengröße 235/55 18 gewählt. Ich hätte lt. COC auch die original 215/60 70C Bereifung fahren dürfen, aber die sind tatsächlich im Aussendurchmesser ca. 3cm kleiner als die 19er und auch die 18er in 235/55, das schaut dann im Radhaus schon schmächtig aus. Zudem sind ja die Schneeigenschaften bekanntlich bei den C-Reifen schlechter, und die 235/55 18 gibt's zuhauf ohne C mit Lastindex 104 (ich brauche mind. LI 103 beim PHEV).

Zu den Fahreigenschaften: Die 18er sind wie erwartbar etwas komfortabler, auch weil sie mit weniger Druck gefahren werden dürfen, lt. Reifenhersteller mit 2,8 Bar hinten bei meinen max. Achslasten. Ich hab allerdings ca. 3 Bar drin, max dürfen 3,5 Bar rein.
Die originale 19er C-Bereifung braucht bei voller Beladung 4 Bar hinten.
Ich empfinde den Unterschied jetzt nicht so gravierend, bin aber auch nicht viel auf schlechten Strassen unterwegs.
Auf jeden Fall habe ich viel weniger Poltern als ein Bekannter mit dem "alten" Tourneo Custom mit Blattfedern, da sind schon Welten dazwischen.

Obwohl meine 18er Gummis lt. Reifenrechner um 2mm im Aussendurchmesser kleiner sind als meine original 19er, steht im Felgengutachten, dass die Geschwindigkeit geprüft werden muss.
Ergebnis: unter 100 km/h zeigt mein Tacho um 1 km/h zu viel an, bei 100 bzw. 130 km/h etwa 2 km/h. Das heißt, würde ich die ebenfalls erlaubten 215/60 17 verwenden, würde mein Tacho um ca. 6 km/h zuviel bei Tempo 100 anzeigen, was ja auch noch in der Toleranz wäre.
Ob jetzt die Fahrzeuge, die mit 17" ausgeliefert werden, eine andere Tachojustierung haben - keine Ahnung, aber ist nicht unbedingt anzunehmen.

Was aber schon der Fall ist, dass Fahrzeuge mit original 19" einen anderen Wenderadius haben als 16 oder 17 Zoll, ich nehme an dass hier ein zusätzlicher Lenkanschlag verbaut ist (Distanzringe eventuell?). Ev. ist darin die Einschränkung begründet.

Relevant für dich ist halt die Auflage im Felgengutachten "nur für Fahrzeuge mit original 19" sein, was auch immer genau der Grund dafür ist.
Somit wirst du nach meinem Verständnis für die Eintragung eine Einzelabnahme brauchen, wo dann auch Tacho, Freigängigkeit etc. geprüft werden müssen. Du kannst ja mal beim TÜV, Dekra etc. anfragen, wie das aussieht und ob das möglich ist.

Die Achsübersetzung ist übrigens nicht abhängig von der Reifengröße, die ist nur je nach Motor- Getriebetyp unterschiedlich (PHEV / Diesel Handschalter / Diesel Automatik) - siehe Auszug aus der Preisliste vom baugleichen Tourneo Custom.
Hallo Christoph,

vielen Dank für die ausführlichen Informationen!
Ein Tacho darf ja grundsätzlich voreilen jedoch nie nacheilen. Deshalb darf man bei Serien 19" Bereifung sicherlich auch die "kleinen" Größen fahren. Eine angepasste Tachojustierung ist dementsprechend sehr wahrscheinlich.
Der abweichende Wendekreis ist interessant, hier ist also entweder ein anderes Lenkgetriebe oder halt ein Anschlag verbaut.

Jetzt müsste man noch rausfinden wer den Tacho angleichen könnte. Ich vermute mal mit dem VCDS kommt man da nicht weiter.

Gruß Christoph
 
Evtl. findet sich hier ja jemand mit einem neuen Transporter und kleiner Bereifung der die Tachoabweichung per GPS ermitteln könnte?
 
Für die Tacho Kalibrierung gibt's zumindest eine Schnittstelle. Ist zwar preislich nicht attraktiv, zumindest besteht aber die Möglichkeit, den Tacho zu kalibrieren.
 
Als Dipl. Ing. Maschinenbau mit Fachrichtung KFZ ist mir durchaus bekannt was ungefederten Massen sind.....
nicht jeder hier hat unsere Ausbildung :)
deshalb meine Einlassung

und das unterschiedliche Feder-/Dämpfungssysteme - die ja eigentlich Feder-/Schwingungstilgungssysteme heißen müssten - und Fahrwerksentkopplungsvorrichtungen zu unterschiedlichen Komfortgefühlen im Inneren eines Kfz führen... no news

Hier ging es jedoch um den Austausch von Komponenten in einem vorhandenen System und deren durchaus merkbaren Auswirkungen.

bei dessen Entwicklung spielen Faktoren wie ungefederten Massen ein untergeordnete Rolle,
Der Komfort tatsächlich nicht. Wie bspw. an den unterschiedlichen Fahrwerksbuchsen von Transportern und Caravellen/Multivans zu erkennen ist.

Ich hab jedenfalls noch keinen Transporter mit Alu Querlenker/Dämpfer/Bremssättel gesehen....
Alu-Querlenker ebenfalls noch nicht, aber Dämpfer waren schon immer ein Thema, Federn auch und es gibt sogar Leute, die Porsche-6-Kolben-Bremsen mit Scheiben in ihren Bulli implantiert haben. War ich sogar mal mittelbar dran beteiligt...
 
So damit es hier mal weiter geht.

Fahrzeug ist endlich angekommen.
Die Qualität ist hier zwar nicht das Thema, aber ich sag's mal so, vor 30 Jahren wäre das in Ordnung gewesen.... Die Spaltmaße der Kunststoffteile sind im Vergleich zum T5 unterirdisch, die Ablage im Armaturenbrett hat eine scharfe Kante, da hängen selbst die Gussreste noch dran, "kann man ja selbst fertig bauen" ist da wohl die Devise. Spaltmaße der Griffe und Türverkleidung zum Blech schwankt zwischen 0-2mm.

Aber jetzt zum Thema, hier ein paar Daten:
- LR 170Ps FWD
- 3225Kg max Masse
- 1750kg VA 1675kg HA max Achslast -> LI 104 (900kg) sollte ausreichen

Mit 235/55 R18 3,5bar fährt er bei 100 Tempomat 102-103km/h GPS -> Tachoangleichung ist also unumgänglich.

Dann noch ein paar Werte bezüglich Fahrzeughöhe, gemessen mit Linienlaser auf ebenem Hallenboden.

Mit original 215/65 R16 3,7bar:
- HA Dachreling 1990mm
- HA Dach 1980mm
- B Säule Dachreling 1958mm

-> Dachreling führt zu 10mm Mehrhöhe

Mit 235/55 R18 3,5bar:
- HA Dachreling 2002mm (+12mm)

-> großer Randumfang wir zu erwarten +12mm

T6 LR Dämpfer neu 215/65 R16:
- HA Dach 1969mm
- B Säule Dach 1945mm

Gibt es schon Möglichkeiten zur dezenten Tieferlegung um die Mehrhöhe auszugleichen?

An der HA könnte man evtl. einfach die Federauflagen bearbeiten (siehe Bilder)

Gruß Christoph
 

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So damit es hier mal weiter geht.

Fahrzeug ist endlich angekommen.
Die Qualität ist hier zwar nicht das Thema, aber ich sag's mal so, vor 30 Jahren wäre das in Ordnung gewesen.... Die Spaltmaße der Kunststoffteile sind im Vergleich zum T5 unterirdisch, die Ablage im Armaturenbrett hat eine scharfe Kante, da hängen selbst die Gussreste noch dran, "kann man ja selbst fertig bauen" ist da wohl die Devise. Spaltmaße der Griffe und Türverkleidung zum Blech schwankt zwischen 0-2mm.

Aber jetzt zum Thema, hier ein paar Daten:
- LR 170Ps FWD
- 3225Kg max Masse
- 1750kg VA 1675kg HA max Achslast -> LI 104 (900kg) sollte ausreichen

Mit 235/55 R18 3,5bar fährt er bei 100 Tempomat 102-103km/h GPS -> Tachoangleichung ist also unumgänglich.

Dann noch ein paar Werte bezüglich Fahrzeughöhe, gemessen mit Linienlaser auf ebenem Hallenboden.

Mit original 215/65 R16 3,7bar:
- HA Dachreling 1990mm
- HA Dach 1980mm
- B Säule Dachreling 1958mm

-> Dachreling führt zu 10mm Mehrhöhe

Mit 235/55 R18 3,5bar:
- HA Dachreling 2002mm (+12mm)

-> großer Randumfang wir zu erwarten +12mm

T6 LR Dämpfer neu 215/65 R16:
- HA Dach 1969mm
- B Säule Dach 1945mm

Gibt es schon Möglichkeiten zur dezenten Tieferlegung um die Mehrhöhe auszugleichen?

An der HA könnte man evtl. einfach die Federauflagen bearbeiten (siehe Bilder)

Gruß Christoph
Versteh mich Recht, aber warum merkst du dir nicht einfach die +3 km/h Abweichung nach oben?
Weil du TÜV (aufgrund neuer Reifendimensionen) benötigst und dieser das dann auf jeden Fall nachprüft? Dann vergiss wieder meine Frage...aber sonst wäre das doch okay, nicht? ;)

VG!
 
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