2,5 TDi geht in Notlauf! Turbolader?

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Teefünf Multifan

Guest
Ein freundliches Hallo an die Fachleute!
Unser T5, Bj. 2003, 195 TKM, 2,5 TDi (98kw) ging in den letzten Wochen drei Mal in den Notlauf. Immer auf der Autobahn. Nachdem ich ihn neu gestartet hatte, lief er einwandfrei weiter. Ich war beim Händler und der hat (ausser einem Problem mit dem Kühlerlüfter ) einen Überdruck des Turboladers von etwa 2500 mBar (?!) festgestellt. Normal seinen 2110. Er meinte Turbo wechseln - 1600 Euronen!
Am Freitag sprang er wieder einmal in den Notlauf und heute bin ich 250 km AB gefahren, ohne jegliche Probleme.
Es macht keine Freude stets auf den Notlauf zu warten, insofern stellt sich die Frage ob ein Wechsel Sinn macht.
Wenn ja, möchte ich den Wechsel nicht bei VW durchführen lassen. Würdet ihr mir raten, ein Original VW-Turbolader einbauen zu lassen oder gibt es gleichwertige aber preisgünstigere Ersatzteil?
Danke und Gruß
Klaus
 
Das wird höchstwahrscheinlich der Turbolader sein.

Es gibt neue Lader bei VW und AT Lader (vom Hersteller überholt). Weiterhin gibt es neue Lader vom Hersteller und vom Hersteller selbst überholte. Die sind alle gleichwertig.

Nur von den Ladern die bei Ebay für 400 EUR o.ä. verkauft werden sollte man die Finger lassen - die sind mangels Ersatzteilen nicht richtig überholt.

Der Lader selbst wird aus einer ordentlichen Quelle mindestens 1000 EUR kosten.

Gruß, Marcus
 
Danke Marcus für die freundliche Info.
Dumme Frage: Wenn der T-Lader nicht mitläuft (also defekt wäre) könnte ich dann mit dem Wagen trotzdem fahren? Und wenn ja, auch 160 km/h schnell? Ich habe keine Ahnung ob er mitläuft, hört man das?
Mit "ordentlicher Quelle" und "1000 Euro" hast du da einen neuen TL gemeint? Ein vom Hersteller überholter sollte preislich doch deutlich darunter liegen? Diese "Notlauf-Sache" tritt irgendwie immer beim Verschalten auf.
Gruß Klaus
 
Der Lader selbst funktioniert schon. Nur die Leitschaufelverstellung (VTG) hängt. Diese dient der Ladedruckregelung. Wenn sie hängt wird der Ladedruck zu groß und die Motorelektronik aktiviert den Notlauf um den Motor zu schützen.

Ein AT Lader ist vielleicht 100 EUR billiger als ein neuer - das tut sich alles nicht viel. Die meisten Teile an den AT Ladern sind wohl auch neu.

Alles was deutlich drunter liegt ist leider Schrott.

Gruß, Marcus
 
@ Teefünf Multifan
Mein 1.9 TDI im Golf hatte seinen ersten Klemmer vor mehr als einem Jahr, schön auf der AB bei ca. 170 Km/h mit einem 1er BMW im Nacken.
Der Motor fühlt sich ohne Turbo nach ca. 60 PS an. 8o
Dein 2.5 TDI sollte sich ohne Turbo nach ca. 75 PS anfühlen.

Seit dem ersten Klemmer habe ich ordentlich VTG-Träining betrieben und setze 2 T Öl zur allgemeinen Systemreinigung ein.
Die VTG Verstellung hat seit dem nie wieder Ärger gemacht.
Also, bevor du sofort einen neuen Turbolader verbaust, kannst du es mal mit VTG-Training versuchen, zudem kann man den Turbolader auch reinigen bzw. reinigen lassen.
 
Hallo,

der Wechsel macht Sinn, neuer Turbo kostet 800,- Euro. Bei meinem war nicht nur die VTG verrusst sondern auch die Umlenkung ausgeschlagen.

Gruss,
Peter
 
Hallo,

....wenn so ein Turbo richtige Schäden z.B. am Lager oder der Schmierung hat, sollte man diesen unverzüglich erneuern und keine Experimente machen.
Wenn einem der Turbo um die Ohren fliegt, könnte das einen richtigen Motorschaden nach sich ziehen.

Bei mir ist an einem Audi mal ein Turbo hoch gegangen - den Motor bekommst du noch nicht mal mehr mit normalen Mitteln aus, da das Motoröl in den Brennraum befördert wird, dann dreht der Motor mehr als 6000 upm und lässt sich nur noch mit gewaltsamen Einkuppeln stoppen, meist nimmt dann sogar noch die Kupplung einen Schaden.
Passiert dir das bei voller Fahrt, verwandelst du die Autobahn in eine Nebelwand mit 0 Meter Sicht - das ist wirklich nicht schön.
Damals wurde der Turbo erneuert, aber die ganzen Ansaug- und Luftkühlsysteme nicht richtig gereinigt - zwei Wochen später ist ein Teil des zerstörten Turbos in den Motor geraten - danach war es ein "Kombi Schaden" - Turbo und Motor !!! - zum Glück auf Garantie.

Gruß
Claus
 
Hallo,

Interessant ist, das zwischen der Lagerung des neuen und alten kein Unterschied feststellbar war. Die Welle schwimmt ja ordentlich und lässt sich relativ weit zum Gehäuserand drücken. Es gibt von 3M auch Fluid zum reinigen der VTG ohne den Turbo ausbauen zu müssen. Wenn man sich aber mal den Turbo nach 200.000km anschaut, dann sind Gestänge und VTG. Schaufeln doch schon sehr ausgeschlagen.

Brutal ist der erste Eindruck mit dem neuen Lader, man merkt erst dann wieviel Leistung verloren gegangen ist. Logisch erschien mir das nicht da der Notlauf ja durch Ladeüberdruck erzeugt wird, nur "sägt" vorher der Motor schon ordentlich weil das MSG alles gibt den Turbo auszuregeln. Ich wusste zum Ende hin schon Sekunden vorher das ein Lastabwurf folgen wird. Weiterhin sieht man bei einer VCDS Fahrt wie stark der IST-Wert dem SOLL-Wert in der Zeit hinterher hinkt.

695,- Euro für einen überholten Borgwarner ist zwar viel Geld aber immer noch besser als Experimente die den Motor himmeln.

Gruss,
Peter
 
Kann denn durch eine klemmende VTG Verstellung der Turbolader beschädigt werden ?
 
Das glaube ich nicht. Wenn der Ladedruck zu groß wird dann greift ja sofort der Notlauf.

Wenn die Ursache für den Notlauf also bei der VTG Verstellung zu suchen ist, kann man also durchaus erst mal Maßnahmen zur VTG Reinigung ergreifen und abwarten was passiert. ;)
Wenn die VTG Verstellung dann eines Tages wirklich hinüber ist, kann man immer noch den Turbo tauschen.
 
Nach unseren bisherigen Erfahrungen bringt die VTG Reinigung und Gymnastik meist nur sehr kurzzeitig Abhilfe. Nach 1-2 Wochen geht das Problem von neuem los.

Ein Reinigungsmittel reinzusprühen bringt nicht viel da die kritischen Stellen unter dem Fuß der VTG Schaufeln davon überhaupt nicht erreicht werden.

Gruß, Marcus
 
Nach unseren bisherigen Erfahrungen bringt die VTG Reinigung und Gymnastik meist nur sehr kurzzeitig Abhilfe. Nach 1-2 Wochen geht das Problem von neuem los.

Diesbezüglich kann ich ja nur von meinen Erfahrungen beim 1.9 TDI/AHF berichten und da habe ich seit einem Jahr Ruhe.
 
Ausnahmen bestätigen die Regel ;)
 
Mein AHF würde sofort einen neuen Turbolader bekommen wenn ich die Notwendigkeit dazu sehen würde.
Das Fahrzeug erreicht aber die serienmäßige Höchstgeschwindigkeit, sowie die Zwischenbeschleunigungswerte und hatte bisher keinen Notlauf mehr.
 
Mein AHF würde sofort einen neuen Turbolader bekommen wenn ich die Notwendigkeit dazu sehen würde.
Das Fahrzeug erreicht aber die serienmäßige Höchstgeschwindigkeit, sowie die Zwischenbeschleunigungswerte und hatte bisher keinen Notlauf mehr.

Dann würde ich es auch so lassen - keine Frage.

Ein heftiger Turboschaden hat auch keinen Zusammenhang mit der VTG Verstellung - das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

Gruß, Marcus
 
Diesbezüglich kann ich ja nur von meinen Erfahrungen beim 1.9 TDI/AHF berichten und da habe ich seit einem Jahr Ruhe.
Ausnahmen bestätigen die Regel ;)
Moin,

ich habe bei meinem alten 2,5er mit 174 PS seinerzeit bei etwa 80 tkm prophylaktisch eine VTG-Gymnastik gemacht, aber noch weit vor einem Notlauf. Der Durchzug war danach wesentlich besser.

Ich denke, wenn man frühzeitig reagiert, ist die Wirkung wesentlich sicherer.
 
Hallo Zusammen,
ich habe mir mit meien Fragen dieses Thema ausgesucht, weil die Überschrift einfach stimmt.
Die Symtome sind allerdings etwas anders:
Wenn ich im ersten Gang "normal" bis stark beschleunige geht der Motor in den Notbetrieb (Vorglühlampe blinkt).
In den höheren Gängen alles normal. Das ist zum ersten mal vor ca. 3 Wochen passiert.
In meiner Werkstatt des Vertrauens wurde ausgelesen, (genau kann ich das nicht mehr wiedergeben)
es war etwa "ladedruck unplausiebel", und die Antwort Lader muss neu.
Aber weiter:
Beim weiteren fahren ist mir aufgefallen, das der Wagen stufenweise beschleunigt!?
D.h. ich habe einmal Gas gegeben und das Pedall nicht weiter bewegt, und der Motor macht Schub, kein Schub, Schub, kein Schub...
jede Phase gefühlt knapp unter eine Sekunde lang.
Das Arbeiten des Laders bzw. das Abfallen war deutlich zu höhren.
Dies bedeutete für mich, dass meine VTG noch wunderbar arbeitet, und ich habe das N75 getauscht.
Das stufenweise Beschleunigen ist jetzt weg, aber immer noch der Notbetrieb beim Anfahren im ersten Gang.
ABER mir ist aufgefallen, dass das nurr bei unseren heissen Temperaturen der letzen Wochen war.
Am 15.8. bin ich nach Passau gefahren mit den bekannten Macken, aber auf der Bahn läuft er ja gut.
Am nächsten Tag zurück und bei mir zu Hause war schon die Kaltfront angekommen, keine Probleme mit heissem Motor und kaltem
Wetter im ersten Gang.
Das selbe dann diese Woche: am Donnerstag war es warm, 18 Uhr nach Köln gefahren mit bekanntem Problem im ersten Gang.
Da ist sogar die Motorlampe mit angegangen.
Auf der Rückfahrt um ca. 20 Uhr immer noch warm, Motorlampe immer noch an, aber so vorsichtig angefahren, dass kein Notbetrieb
kam.
Um 20.30 Uhr in Nümbrecht kühl, den Wagen ca. 30 Min abgestellt, dann weiter, Motorlampe ist nicht mehr an und auch keine Probleme
im ersten Gang.
Zu meiner Werkstatt traue ich mich schon garnicht mehr weil ich seine Diagnose einfach in Frage stelle.
Wie kann das sein, dass ein Bauteil was mehrere hundert Grad heiß wird auf 10-20 Grad Lufttemperaturunterschied reagiert?

Rein subjektiv kann ich noch sagen, das der Leerlauf bei heißen Aussentemperaturen sehr unregelmäßig ist, und der Wagen bei kalten Temperaturen
(auf der Autobahn) besser läuft (mehr Durchzug).

Was haltet Ihr davon, und gibt es in meiner Nähe jemanden mit VCDS der mal eine Testfahrt mit mir machen könnte?

Andreas
 
Wenn es prinzipiell geht, Dresi, dann sollte man auch die Sensoren drumherum anschauen, wer weiß, ob die richtig funktionieren, gerade wegen der Lufttempanfälligkeit (Luftmassenmesser, Drucksensoren, etc?)
Gruss und viel Erfolg
 
Welcher der Sensoren ist denn der temperaturempfindlichere?
 
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