MV Schienenanker 1.0

Anker für MV-Schienensystem zur Ladungssicherung im Fahrgastraum mit Karabiner und Spanngurt.

  1. Tarkus.
    Moin,

    da ich hier im Forum schon zu den unterschiedlichsten Themen einige gute Ideen aufgeschnappt habe, möchte ich euch nun auch an einer meiner Lösungen teilhaben lassen.
    Entstanden ist die Idee spontan und aus der Not heraus. Ich wollte Ladung im Fahrgastraum gegen Verrutschen sichern. Da ich den Verzurrösen keinen Meter weit traue und es etwas eilig hatte, habe ich mal angefangen zu basteln.
    Herausgekommen ist dieses Provisorium, welches sich nun schon oft als wirklich nützlich herausgestellt hat.
    Media-Element nur für Mitglieder sichtbar. Media-Element nur für Mitglieder sichtbar.Media-Element nur für Mitglieder sichtbar. Media-Element nur für Mitglieder sichtbar.
    Jeder Anker besteht aus zwei Teilen (Bild 1), die separat in die Nut eingefädelt werden (Bild 2). Die Gummilippe wird durch die gebrochenen Kanten natürlich nicht beschädigt. Sie hilft sogar beim Einsetzen der Hälften in die Nut, sodass diese fixiert werden und nicht in die Nut fallen. Werden beide Hälften in der Nut nebeneinander geschoben und mit einem Karabiner durch beide Augen gesichert (Bild 3), ist ein Herausziehen des Schienenankers nicht mehr möglich. Ein Verschieben des Ankers entlang der Nut ist weiterhin möglich.
    In den Karabiner können nun Spanngute oder ähnliches eingehängt werden (Bild 4). Zum sinnvollen Verzurren sind natürlich zwei Anker mit jew. einem Karabiner nötig.

    Der Anker hält nun auf Zug nach oben. Eine Abweichung der Kraftrichtung ist bis etwa 30° längs/quer kein Problem. Ist der Anker erstmal belastet, verrutscht dieser auch nicht mehr in der Nut. Sollte die Ladung dennoch verrutschen, würde der Anker kippen und sich in die Verzahnung der Schiene krallen. Ein Verrutschen des Ankers sollte demnach selbst bei erheblicher Kraftkomponente nach vorne nicht möglich sein.

    Hergestellt werden die Anker aus einem stranggepressten Winkel (40mm x40mm x4mm) aus Luftfahrt-Alu. Dann einmal über die Bandsäge schieben, um den einen Schenkel zu kürzen. Löcher bohren, und dann auseinandersägen. Fertig. Ist also auch mit Handbohrmaschine (12er Bohrer oder größer, wegen Karabiner), Bügelsäge und Feile machbar.

    Wieso Alu und nicht Stahl?
    War halt grad da und ist leicht zu bearbeiten.

    Hält das Ding?
    Bisher schon. Annahmen: Es trägt nur ein Winkel, da da die Kraftrichtung nicht ganz senkrecht ist. Der dimensionierende Lastfall ist Biegung des Ankers, direkt am Knick. Die Randfaser wird bis Rm belastet.
    --> Hält auf Zug nach oben fast 1kN. Und es sind ja zwei Winkel. Sobald sich der erste verformt, trägt der Zweite mit.
    --> Reicht locker zum Verzurren von Fahrrädern oder ähnlichem.
    --> Stahl wäre trotzdem nicht schlecht.

    Achtung: Es sollte ein Karabiner mit ausreichender Festigkeit verwendet werden! Hier abgebildet ist ein alter 22kN Kletterkarabiner, der nicht mehr für den Bergsport eingesetzt wird. Außerdem sollte mit einer Ratsche am Gurt die Anzugskraft sehr vorsichtig dosiert werden.

    Für Ideen, Sicherheitsbedenken (am Besten mit Verbesserungsvorschlägen) und andere Kritik bin ich offen und dankbar.

    Viele Grüße
    Bullinaxus, MarcelT, Max123 und 4 anderen gefällt das.
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deinem Erleben anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Diese Website verwendet Cookies auch zur Analyse von Websitezugriffen/Marketingmaßnahmen. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Informationen zu Cookies und Ihre Widerspruchsmöglichkeit in der Datenschutzerklärung.
    Information ausblenden